Dnipropetrowsk

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Dnipropetrowsk
(Дніпропетровськ)
Wappen von Dnipropetrowsk Dnipropetrowsk in der Ukraine
Basisdaten
Oblast: Oblast Dnipropetrowsk
Rajon: Kreisfreie Stadt
Höhe: 155 m
Fläche: 405 km²
Einwohner: 995.816 (12.2013[1])
Bevölkerungsdichte: 2.459 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 49000-49070
Vorwahl: +380 562
Geographische Lage: 48° 28′ N, 35° 3′ O48.46444444444435.046111111111155Koordinaten: 48° 27′ 52″ N, 35° 2′ 46″ O
KOATUU: 1210100000
Verwaltungsgliederung: 8 Stadtrajone, 1 Siedlung städtischen Typs
Bürgermeister: Iwan Kulitschenko
Adresse: пр. К. Маркса 75
49070 м. Дніпропетровськ
Website: http://www.gorod.dp.ua/
Statistische Informationen
Dnipropetrowsk (Oblast Dnipropetrowsk)
Dnipropetrowsk
Dnipropetrowsk
i1

Dnipropetrowsk (ukrainisch Дніпропетровськ [ˌdɲiprope̝ˈtrɔu̯sʲk], russisch Днепропетровск/Dnepropetrowsk [ˌdʲnʲeprəpʲɪˈtrofsk] oder Dnjepropetrowsk, bis 1926 russisch Екатериносла́в/Jekaterinoslaw und in der Periode von 1797 bis 1802 Новороссийск/Noworossijsk) ist mit etwa einer Million Einwohnern[1] die drittgrößte Stadt der Ukraine. Sie liegt südöstlich der Hauptstadt Kiew in der zentralöstlichen Ukraine an beiden Seiten des hier aufgestauten Dnepr. Dnipropetrowsk ist das administrative Zentrum der Oblast Dnipropetrowsk und des Rajon Dnipropetrowsk.[2] In der Metropolregion leben 1.363.909 Menschen (2013).[3]

Die Stadt ist ein wichtiger industrieller Standort der Ukraine. Dnipropetrowsk war eines der wichtigsten Zentren der Kernenergie-, Waffen- und Raumfahrtindustrie der Sowjetunion. Insbesondere ist es der Standort von KB Juschnoje, einem großen Entwickler und Juschmasch, einem großen Hersteller von Raketen und Satelliten. Wegen der ansässigen Rüstungsindustrie wurde die Stadt geschlossen und blieb es bis in die 1990er Jahre.

Dnipropetrowsk, links die 123 m hohen Wolkenkratzer des „Tower“-Wohnkomplexes und rechts das Most-City Center

Geografie[Bearbeiten]

Panorama der Stadt

Lage[Bearbeiten]

Durch eine uneinheitliche Definition wird die Stadt oft zur Ostukraine bzw. Südukraine gezählt. Sie liegt aber am ehesten in der Zentralukraine, jedoch mit einer erkennbaren Tendenz in Richtung Süden und Osten.

Dnipropetrowsk ist an beiden Ufern des durch die Stadt verlaufenden Dnepr, der im Stadtgebiet die Flüsse Samara und Oril aufnimmt, erbaut. Der Dnepr fließt vom Dniprodserschynsker Stausee aus in südöstlicher Richtung durch die Stadt und ändert dabei seinen Verlauf in Richtung Süden, um weiter in Richtung Saporischschja zu fließen.

Das Land in und um die Stadt ist größtenteils flach und einfach zu besiedeln, was auch erklärt warum es der Stadt gelungen ist in den nur ca. 200 Jahren ihres Bestehens zur drittgrößten Stadt der Ukraine zu werden. Die meisten Wohn-, Gewerbe- und Industriegebiete der Stadt sind auf der rechten Dneprseite beheimatet sind, welche nicht so sumpfig ist wie die linksufrige Seite, doch ist es gelungen auch auf der linken Dneprseite (Stadtteile: Rajon Amur-Nischnjodniprowski, Rajon Industrialni und Teile des Rajon Samaraski) große Wohn-, Gewerbe und Industriegebiete zu errichten.

Großstädte im Umkreis sind Saporischschja, Krywyj Rih, Dniprodserschynsk, Krementschuk, Poltawa und Pawlohrad. Die Küste des Schwarzen Meeres und des Asowchen Meeres liegen in etwa gleich weit entfernt.

Dnipropetrowsk, Karl-Marx-Prospekt 2007
Kiew (404 km) Poltawa (137 km) Charkiw (190 km)
Krementschuk (147 km) Nowomoskowsk (27 km)
Kirowohrad (212 km) Dniprodserschynsk (35 km) Compass card (de).svg Pawlohrad (75 km) Luhansk (310 km)
Krywyj Rih (140 km) Saporischschja (65 km) Donezk (200 km)
Odessa (396 km) Mykolajiw (285 km)

* Entfernungsangaben beziehen sich auf die Entfernung (Luftlinie) bis zum Ortszentrum.

Geologie[Bearbeiten]

Die Stadt liegt in der Osteuropäischen Ebene im Südosten des ukrainischen Schildes am Übergang zum Prypjat-Dnepr-Donetsk-Graben.

Der kristalline Untergrund besteht hauptsächlich aus Granit und Migmatit des mittleren Archaikum, darunter befinden sich Schichten von Biotitgneis und Amphibolit.[4]

Der Stadtkern bzw. die Dnipropetrowsker Altstadt befindet sich im rechtsufrigen Teil der Stadt welche teilweise auf dem Dneprhochland liegt, während die linksufrigen Stadtteile im Dneprtiefland liegen. Die Änderung der Fließrichtung des Dnepr beruht auf einer Erhöhung auf der linken Flussseite im Rajon Samarski die zum Asowschen Hochland gehört.

Flussinseln und Kanäle[Bearbeiten]

Im Stadtgebiet befinden sich mehrere Inseln und Halbinseln, deren bekannteste die Klosterinsel ist.[5][6] Zwischen dem rechten Dneprufer und der Klosterinsel befindet sich der Bischof-Kanal, ein 1850 Meter langer Seitenarm des Dnepr.[7]

Klima[Bearbeiten]

Dnipropetrowsk
Klimadiagramm
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Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: Klimadaten – Dnipropetrowsk
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Dnipropetrowsk
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) −2 −1 4 13 21 24 25 25 20 12 4 0 Ø 12,1
Min. Temperatur (°C) −7 −6 −1 5 11 15 16 15 11 5 1 −3 Ø 5,2
Temperatur (°C) −5,5 −4,1 0,8 9,4 16,0 19,6 21,3 20,6 15,4 8,4 2,5 −2,1 Ø 8,6
Niederschlag (mm) 45 36 34 38 46 59 56 37 36 32 42 52 Σ 513
Luftfeuchtigkeit (%) 86 84 81 68 62 64 64 61 66 76 86 89 Ø 73,9
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Das Klima ist nach der Köppen-Geiger-Klimaklassifikation kontinental (boreal)-warmgemäßigt und vollfeucht. Seltener herrscht ein semiarides Steppenklima. Somit ähnelt das Klima denen von beispielsweise Warschau oder Boston, ist jedoch deutlich trockener als diese. In der Nähe des Dnepr steigt die Luftfeuchtigkeit an. Das Klima ist im Sommer sehr warm mit vielen Sonnenstunden (Tageshöchsttemperaturen durchschnittlich um 25 °C) und gemäßigt-kalt im Winter (−3 bis −4 °C im Januar). Die höchste je gemessene Temperatur (von 40,1 °C) wurde 1930 und die kälteste (von -38.2 °C) 1940 gemessen. Die Durchschnittstemperatur stieg während des letzten Jahrhunderts um +1,0 °C.[4]

Die frostfreie Saison variiert zwischen 114 - 160 Tagen im Jahr. Mit Regen muss am seltensten zwischen Oktober und März und am häufigsten zwischen Juni und Juli gerechnet werden,[4] wobei es zu sehr heftigen Regenfällen kommen kann.

Stadtrajone von Dnepro

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Verwaltungstechnisch ist die Stadt in die Siedlung städtischen Typs Awiatorske und acht Stadtrajone (Rajon Amur-Nischnjodnipro, Rajon Babuschkin, Rajon Schowtnewe, Rajon Industrial, Rajon Kirowski, Rajon Krasnohwardijske, Rajon Lenin, Rajon Samara) unterteilt.

Geschichte[Bearbeiten]

vor Stadtgründung[Bearbeiten]

Kipchak Statue beim Historical Museum, Karla Marksa Prospekt

Etwa vom 8. bis zum 11. Jahrhundert verlief durch das heutige Stadtgebiet (über den Dnepr) der Handelsweg zwischen Skandinavien und Byzanz, der einen der wichtigsten Handelswege Osteuropas darstellte.

Nach der Auflösung der Goldenen Horde wurde das Gebiet rund um Dnipropetrowsk im 15. und 16. Jahrhundert von den aus Polen-Litauen entflohenen Ruthenen besiedelt, die hier freie Kosakengemeinschaften gründeten und mit der Zeit einen Kosakenstaat bildeten (siehe auch Saporoger Kosaken). Die Kosaken kämpften gegen die polnische Herrschaft und wehrten sich gegen die häufigen Überfälle des tatarischen Krimkhanats.

Jekaterinoslaw[Bearbeiten]

Karte der Festung Kodak erbaut 1635 in 1635.
Fürst Grigori Potjomkin und Kaiserin Katharina die Große - moderne Kollage

Nach dem Russisch-Osmanischen Krieg von 1768–1774, als der Einfluss des Osmanischen Reiches nördlich des Schwarzen Meeres beseitigt war, wurde im Zuge des sogenannten griechischen Plans der Kaiserin Katharina der Großen ein umfassendes Erschließungsprogramm der neueroberten südlichen Gebiete angelegt. Unter der Leitung des Fürsten Grigori Potjomkin wurde hier das Gouvernement Neurussland geschaffen, dessen Hauptstadt das 1776 gegründete Jekaterinoslaw wurde.[8] 1805 wohnten dort 2.634 Menschen (davon 376 Juden).[9]

Von 1802–1925 war die Stadt Hauptstadt des Gouvernement Jekaterinoslaw. Im 19. Jahrhundert erlebte die Stadt im Zusammenhang mit der Verlegung der Eisenbahnstrecke aus Zentralrussland auf die Krim ein schnelles Wachstum der Bevölkerungszahl und der Industrie.

Denkmal für die 20.000 erschossenen Juden von Dnipropetrowsk 1943

Die Stadt in der Sowjetzeit[Bearbeiten]

Während des Holodomor im Jahre 1933 wurden von der Geheimpolizei GPU viele Fälle von Kannibalismus festgestellt. Etwa 7% aller Strafverfahren aufgrund von Kannibalismus (was mit mindestens 10 Jahren oder der Todesstrafe geahndet wurde) hatten ihren Ursprung in der Oblast Dnipropetrowsk.[10] In dieser Zeit verhungerten mehrere Millionen Menschen in der Ukraine.

Im Zweiten Weltkrieg erlitt die Stadt enorme Zerstörungen. Im September 1941 sprengten Soldaten der Rote Armee auf dem Rückzug vor Truppen der Wehrmacht eine 200 m lange Bresche in die Staumauer und der Stausee 65 km lange Stausee lief leer. Die Deutschen ließen die Staumauer wiederaufbauen; Ende 1942 war sie fertig. Im Oktober 1943 mussten sie sich zurückziehen (siehe Schlacht am Dnepr) und bombardierten die Staumauer aus der Luft. 1944 bis 1950 wurde der Staudamm wiederaufgebaut. Es kam zu einem Massenmord an jüdischen Einwohnern durch deutsche Besatzer. An den Massenerschießungen war der SS-Führer Friedrich Jeckeln maßgeblich beteiligt. Dabei wurden am 13. Oktober 1941 11.000 Juden ermordet.[11] Als im Herbst 1941 eine Hungersnot in der Stadt nicht mehr zu übersehen war, untersagte (so die „Ereignismeldung UdSSR“ Nr. 135 der SS-Einsatzgruppe C vom 19. November 1941) der NS-Staatssekretär für Ernährung und Landwirtschaft Herbert Backe die Einführung von Lebensmittelkarten, da diese Rechtsansprüche auf Belieferung darstellten“.[12]

In der Stadt bestanden die beiden Kriegsgefangenenlager 417 und 460 (ab 1949) für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.[13] Schwer Erkrankte wurden im Kriegsgefangenenhospital 5905 versorgt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zum Wiederaufbau, der fortgesetzten Industrialisierung und einem schnellen Bevölkerungswachstum, das Dnipropetrowsk in den 1980er Jahren zu einer Millionenstadt werden ließ.

Unabhängige Ukraine seit 1991[Bearbeiten]

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Niederlassung der ukrainischen Zentralbank im Dnipropetrowsker Stadtzentrum

Im Jahr 2007 kam es in der Stadt zu einer Mordserie. Dabei wurden 21 Menschen, überwiegend Wehrlose und Obdachlose, umgebracht. Bei den Tätern, die 2008 festgenommen werden konnten, handelte es sich um drei Jugendliche im Alter von 20 Jahren. Die Jugendlichen filmten sich bei ihren Verbrechen. Alle drei kamen aus gutem Hause und begründeten ihre Tat damit, dass sie den „Kick“ des Tötens fühlen und im späteren Leben Erinnerungen an ihre Jugend haben wollten.[14]

Am 13. Oktober 2007 gab es in der Stadt eine Gasexplosion in einem Wohnhaus, bei der 22 Menschen starben. Das Wohnhaus wird von den Einwohnern Китайская стена (Transkription Kitaiskaja Stena) genannt – zu Deutsch "Chinesische Mauer" – und befindet sich in einem der ärmeren Stadtviertel.[15]

Am 27. April 2012 wurden an belebten Stellen der Stadt fast zeitgleich mehrere Bombenanschläge verübt, bei denen mindestens 29 Menschen verletzt wurden.[16] Es hat bisher keine Bekennervideos oder sonstige Mitteilungen von Seiten der Täter gegeben, sodass man nicht sagen kann in welchem Zusammenhang dieser Anschlag verübt wurde.

Dnipropetrowsk gehört zu den Städten, in die die OSZE am 21. März 2014 Beobachter entsandte.[17] In den Tagen und Wochen davor war es in Dnipropetrowsk zu prorussischen Protesten gekommen, bei denen Demonstranten ein Referendum nach dem Vorbild der Krim gefordert hatten.[18]

Geschichte des Stadtnamens[Bearbeiten]

Historische Ansichtskarte mit dem ehemaligen Namen Jekaterinoslaw
Michaelskirche

Im Zuge der bewegten Geschichte der Stadt wurde auch ihr Name des Öfteren verändert.[19] Wohl auch aufgrund des für englisch- bzw. deutschsprachige Personen schwierig auszusprechenden Stadtnamens[20] lautet ein englischer Spitzname „Rocket City“,[21] zu Deutsch „Raketenstadt“,[22] weil hier das Konstruktionsbüro KB Juschnoje seinen Sitz hat und unter anderem auch die Dnepr-Raketen gebaut wurden. Die meisten Einheimischen nennen die Stadt kurz „Dnepr“, dies verstehen aber auch die meisten nicht einheimischen Personen.

Zeitlinie der Namensänderungen[Bearbeiten]

  • Jekaterinoslaw 1776–1797
  • Noworossisk 1797–1802
  • Jekaterinoslaw 1802–1917
  • Sitscheslaw 1917–1918[23] (nicht offiziell)[24]
  • Jekaterinoslaw 1918–1926
  • Dnepropetrowsk/Dnipropetrowsk 1926–heute

Bedeutung[Bearbeiten]

  • Jekaterinoslaw – bedeutet soviel wie „Zu Ehren Katharinas
  • Noworossisk – bedeutet nicht „Neurussland“ sondern „Neurussische Siedlung/Neurussische Stadt“ (möglicherweise als Diminutiv).
  • Sitscheslaw – bedeutet in etwa „Zu Ehren der Sitsch
  • Dnipropetrowsk – ist der Name den die Stadt 1926 in der Sowjetunion bekommen hat und ist eine Zusammensetzung aus Dnipro und einem der bekanntesten ukrainischstämmigen Revolutionäre, damals Vorsitzender des Obersten Sowjets der Ukrainischen SSR, Grigori Iwanowitsch Petrowski (russisch Григо́рий Ива́нович Петро́вский, ukrainisch Григорій Іванович Петровський).

Bevölkerung[Bearbeiten]

Es liegen folgende Angaben vor:

Quellen: 1782:[25] 1825-1862:[26] 1897:[27] 1923-1939:[28] 1943:[29] 1959:[30] 1970:[31] 1979:[32] 1989:[33] 2001:[33] 2006:[34] 2010:[35] 2013:[1]


Die Bevölkerungszusammensetzung lautet wie folgt (Stand 2008):

Religion[Bearbeiten]

Die meisten Einwohner sind orthodoxe Christen. Sehr viele jüdische Einwohner sind inzwischen in den Westen oder nach Israel ausgewandert, aber eine erhebliche Zahl prägt, wie bereits zur Sowjetzeit, bis heute die Kultur und Wirtschaft der Stadt. Daneben lebt in der Stadt auch eine muslimische Minderheit, die hauptsächlich aus Krim-Tataren besteht.

Bis zum Holocaust war Jekaterinoslaw ein Zentrum jüdischen Lebens in Russland bzw. der Sowjetunion (siehe Schtetl). Bei der ersten russischen Volkszählung von 1897 wurde eine Einwohnerzahl von 112.839 ermittelt. Der jüdische Bevölkerungsanteil betrug 35,8 %, neben 41,8 % Russen und 15,8 % Ukrainern.[36] Darunter befanden sich wohl auch einige reiche und einflussreiche Personen, aber die meisten dürften wohl Ladenbesitzer, Handwerker und (Hafen-)Arbeiter gewesen sein. Die Stadt galt als eine der am besten organisierten Jüdischen Gemeinden Osteuropas bzw. Russlands und unterhielt sowohl humanitäre als auch Bildungseinrichtungen darunter sogar eine kleine Jeschiwa. Es gab auch eine kleine karäische Gemeinde, welche auch ein Gebetshaus unterhielt.[37] Heute beheimatet die Stadt mit dem Menorah Center, das die städtische Golden Rosen-Synagoge umgibt, das größte jüdische Kulturzentrum der Welt.[38][39]

Der von Frank Meisler gestaltete Toraschrein der Golden Rosen-Synagoge

Dnipropetrowsk gehört zum römisch-katholischen Bistum Charkiw-Saporischschja und gehörte bis zum Jahr 2002 zum Bistum Kiew-Schytomyr, von welchem es abgespaltet wurde. Das zuständige Erzbistum ist Lemberg. Die Stadt gehört zum ukrainisch-griechisch-katholischen Erzbischöflichem Exarchat Donezk.

Sprache[Bearbeiten]

90 % der Einwohner sprechen Russisch als Alltagssprache. Ukrainisch wird von 40 % der Bewohner fließend beherrscht. Von den restlichen 60 % wird Ukrainisch zu einer Hälfte sehr gut, und von der anderen sehr schlecht gesprochen. Staatliche Dokumente werden auf Ukrainisch herausgegeben. Auch die meisten Schilder und Wegweiser sind auf Ukrainisch. Die Medien sind gemischt auf Russisch und Ukrainisch. Das Phänomen, dass sich Gesprächspartner in unterschiedlichen Sprachen (Russisch & Ukrainisch) unterhalten, ist ebenso verbreitet wie das Benutzen des Russischen zu Hause und des Ukrainischen beispielsweise bei der Arbeit.[40]

Bildung[Bearbeiten]

Dnipropetrowsk ist Universitätsstadt (siehe Universitäten in der Ukraine) bzw. Hochschulstandort. Unter anderem befindet sich hier die Nationale Bergbauuniversität der Ukraine, an der auch das Ukrainisch-Deutsche Kultur- und Sprachlernzentrum (Goethe-Institut) beheimatet ist.[41] Weitere Kulturinstitute sind die französische Alliance française,[42] das chinesische Konfuzius-Institut[43] und die russische Stiftung Russki Mir mit verschiedenen Kooperationen und Partnern.[44]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

In der Stadt Dnipropetrowsk geborene Persönlichkeiten sind neben anderen die Wissenschaftler Alexander Iljitsch Brodski Pionier bei der Herstellung des Schweren Wassers, der Astronom und Astrophysiker Boris Alexandrowitsch Woronzow-Weljaminow sowie die Physiker Edward Ginzton und Isaak Markowitsch Chalatnikow, der Logiker Moses Schönfinkel und der Informatiker Leonid Levin sowie die Politiker Grigori Naumowitsch Kaminski der unter anderem von 1920 bis 1921 Erster Sekretär der Aserbaidschanischen Kommunistischen Partei und von 1936 bis 1937 Gesundheitsminister der Sowjetunion war, sowie der Ex-KGB Chef Wiktor Michailowitsch Tschebrikow sowie die zweifache Ministerpräsidentin der Ukraine Julija Tymoschenko, der Fußballprofi Roman Neustädter und der Violinvirtuose Leonid Borissowitsch Kogan, darüber hinaus der Maler, Zeichner, Lithograf und Forschungsreisende Ludwig Choris und der Unternehmer, Sportfunktionär und Mäzen Ihor Kolomojskyj der als Mitgründer und Mitinhaber des größten ukrainischen Finanzinstitutes der PrivatBank heute als einer der reichsten Ukrainer gilt.

Leonid Iljitsch Breschnew (1977)

Personen, die zwar nicht in der Stadt geboren, aber durch ihr Leben, ihre Arbeit und ihr Wirken eng mit Dnipropetrowsk verbunden sind, sind Katharina die Große durch deren Eroberung von Neurussland der Bau der Stadt erst möglich wurde und der von ihr eingesetzte Generalleutnant Grigori Alexandrowitsch Potjomkin. Der Parteichef der Kommunistische Partei der Sowjetunion von 1964 bis 1982, Staatschef und vierfacher Held der Sowjetunion Leonid Iljitsch Breschnew der Parteisekretär im Gebietskomitee von Dnipropetrowsk war und in der Oblast Dnipropetrowsk geboren ist, sowie der russische Nationaldichter und Begründer der modernen russischen Literatur Alexander Sergejewitsch Puschkin der aufgrund seiner politischen Ansichten in das damalige Jekaterinoslaw verbannt wurde. Witold Fokin, der am Bergbauinstitut in Dnipropetrowsk studierte um später Ministerpräsident der Ukraine wurde. Hennadij Boholjubow absolvierte in Dnipropetrowsk ein Studium zum Bauingenieur, gründete unter anderem mit Ihor Kolomojskyj eine der ersten privaten Kommerzbanken inzwischen das größte Finanzinstitut der Ukraine, die PrivatBank und gilt heute als einer der reichsten Oligarchen des Landes.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Städtisches russisches Gorki-Dramatheater

Die Stadt hat viele Kulturbauten wie Theater, Schauspielhäuser und Tanzbühnen für klassisches Ballett, Volkstänze (russische und ukrainische Tänze, zu denen der Hopak und der Kasatschok gehören). Außerdem gibt es viele Straßenmusikanten, die landestypische Musik spielen und dazu oft auch tanzen.

Mit der Uferpromenade Dnipropetrowsk besitzt die Stadt die mit 23 km längste Uferpromenade Europas. Im Stadtzentrum befindet sich auch der Gebäudekomplex Most-City Center, welcher aufgrund seines großen Angebots (Indoor Eisbahn, Multiplex-Kino, Bowlingzentrum, Casino, Billardsaal und etliche Restaurants und Cafés) als beliebter Treffpunkt und Erholungszentrum gilt besonders hervorhebenswert ist auch der 120.000 m² große Oktoberplatz, der einer der größten Plätze Europas ist.

Bauwerke[Bearbeiten]

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

Die Hauptverkehrsstraße der Stadt ist der Karl Marx-Prospek. Er wurde im 18. Jahrhundert angelegt, in der Sowjetzeit mit dem heutigen Namen versehen und prägt mit seinen Häusern das Stadtbild. Am südlichen Ende des Karl Marx-Prospeks findet sich auch der bedeutendste Platz der Stadt, der Oktoberplatz, der im Sommer als Naherholungsort sehr beliebt ist.

Hochhäuser[Bearbeiten]

In Dnipropetrowsk steht der preisgekrönte Wohnkomplex „Tower“, die mit 123 m Höhe höchsten Wolkenkratzer der Ukraine außerhalb Kiews. Bei ihrer Fertigstellung im Jahr 2005 waren sie die höchsten Wolkenkratzer der gesamten Ukraine.

Studentenpalast

Architekturdenkmäler von nationaler Bedeutung[Bearbeiten]

In der Stadt finden sich 21 sogenannte Architekturdenkmäler von nationaler Bedeutung,[45] darunter der Studentenpalast (ehemals Potemkinscher Palast) der schon dem Gouverneur Neurusslands Grigori Alexandrowitsch Potjomkin im späten 18. Jahrhundert als Domizil diente und somit eines der ersten Gebäude der Stadt überhaupt ist.

Sakrale Bauwerke[Bearbeiten]

Verklärungskathedrale

Im Stadtzentrum auf dem Oktoberplatz findet sich die 1835 erbaute Verklärungskathedrale und die Golden Rosen-Synagoge.

Parks und Grünflächen[Bearbeiten]

Die Stadt beheimatet über 20 Parks.[46] Darunter befinden sich unter anderem der zentrale Kultur- und Erholungspark "Schewtschenko"[47] und der Lasar Hloba-Park.[48]

Museen[Bearbeiten]

Das Raketenmuseum, auch Nationalzentrum für Raumfahrt genannt, mit dem Orion-Kino zeigt verschiedene Satelliten und Trägerraketen, die hier gebaut wurden.

Das am Oktoberplatz gelegene Historische Museum Dnipropetrowsk, benannt nach D. I. Jawornizkogo (ukrainisch Дніпропетровський історичний музей імені Дмитра Яворницького), ist eines der größten Museen der Ukraine mit einem Diorama zur Schlacht am Dnepr während des Zweiten Weltkrieges. (Die Halle mit dem Diorama umfasst 900 m² und ist somit das größte Diorama der Ukraine als auch eines der größten der Welt).[49]

2012 eröffnete das 'Jewish Memory and Holocaust in Ukraine Museum' (im 'Menorah Jewish Community Center').[50]

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung[Bearbeiten]

In der Nähe der Stadt liegt die Festung Kodak.

Sport[Bearbeiten]

In der Stadt fanden insgesamt 4 sowjetische (in den Jahren 1976, 1978, 1982 und 1985) und 2 ukrainische Badmintonmeisterschaften (in den Jahren 2010 und 2012) statt.

In der Stadt gibt es regelmäßige Streetworkouts.

  • Fußball

Der Fußballverein FK Dnipro Dnipropetrowsk spielt national in der höchsten Spielklasse, oft auch im UEFA-Cup. Er war in der Zeit der Zugehörigkeit zur Sowjetunion zweimal Sowjetischer Fußballmeister, nämlich 1983 und 1988. Der FK spielt im multifunktionalen Dniprostadion, das im Jahr 2008 eröffnet wurde, und viermal wurde ein Spieler von Dnipro Dnipropetrowsk Ukrainischer Fußballer des Jahres, nämlich 1983, 1984, 2003 und 2010.

  • Basketball

Der Städtische Profibasketballverein ist der BK Dnipro Dnipropetrowsk und spielt sowohl in der ukrainischen Basketball Superliga der Herren als auch der höchsten Liga der Frauen, wobei die Frauenmannschaft 2 mal die Ukrainische Frauen-Meisterschaft gewannen (2010 und 2008).[51]

  • Eishockey

Der Eishockeyclub HK Dnepr-Meteor ist in der Stadt beheimatet und spielt in der höchsten ukrainischen Eishockeyliga.[52]

  • Rugby

In der Stadt befindet sich seit 2009 auch der Rugbyverein RK Dnepr.[53]

  • Bandy

Die Stadt ist Sitz des nationalen Bandyverbandes der Ukraine.[54][55]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Stadt wird vor allem durch Industrie (Maschinenbau, Hochtechnologie, Hüttentechnik) und Handel geprägt. Die Stadt ist das Zentrum der Ukrainischen Raumfahrt-Agentur. Im Stadtzentrum befindet sich das Most-City Center mit einem Bürokomplex von 18.000 m² Fläche.

Die für Dnipropetrowsk zuständige IHK ist die IHK Dnipropetrowsk.[56][57]

Industrie[Bearbeiten]

Die Stadt ist der Hauptsitz der Fluggesellschaft Dniproavia und von KB Juschnoje, wo unter anderem die Raketen Dnepr, R-16, die erste Interkontinentalrakete der Sowjetunion und viele Ballistische Raketen hergestellt wurden. Hier beheimatet ist auch die Firma Yuzhmasch, heute Pivdenmasch, Hersteller von Raketen aber auch Omnibussen, Maschinen für die Landtechnik, Oberleitungsbussen, Straßenbahnen, Windkraftanlagen und Satelliten, die mehr als 13.000 Menschen beschäftigt.[58]

In der Elektrolokomotivenfabrik Dnipropetrowsk wurden viele sowjetische Triebfahrzeuge gebaut.

Finanzsektor[Bearbeiten]

Die Stadt ist das finanzielle Zentrum des Landes. Hier haben sich über 40 der größten öffentlichen und privaten Banken der Ukraine, wie beispielsweise die PrivatBank, angesiedelt.

Messen & Kongresse[Bearbeiten]

Die Osjorka, der zentrale Basar der Stadt Dnipropetrowsk

In der Stadt finden regelmäßig nationale, wie auch internationale Messen statt. Einige davon sind Energoprom (russisch ЭНЕРГОПРОМ) (Branchen: Elektrik, Elektrotechnik, Energie),[59][60] LitEx (russisch ЛИТЭКС) (Branchen: Gießerei, Metallindustrie),[61][62] Mashprom (russisch Машпром) (Branchen: Maschinenbau, Werkzeugmaschinen),[63][64] Agroprom (russisch АГРОПРОМ) (Branche: Landwirtschaft),[65][66] und die Mirror of fashion (russisch Зеркало моды) (Branchen: Kosmetik, Parfümerie, Friseur).[67][68]

Marktplatz[Bearbeiten]

Die "Озёрка" (Transkription: „Osjorka“; Sprichwörtlich: „die/der am Ufer gelegene“, abgeleitet von „Озеро“ auf Deutsch „Osero“, was kleiner See bedeutet.) ist der zentrale Marktplatz der Stadt Dnipropetrowsk mit der Adresse "ул. Шмидта, 2". Bis ca. 1880 stand das Gebiet noch unter Wasser. Am 16. April 1885 erlaubte der Jekaterinoslawer Stadtrat (городская дума) ausgewählten Bürgern hölzerne Fleischtheken am Ufer zu errichten. Die Gewässer des Ozera wurden mit der Zeit auf das Territorium des Stadtparks (парк Глобы) umgeleitet. Auf dem dadurch entstandenen Freigelände siedelten sich immer mehr Händler an und so entstand die „Osjorka“.

Verkehr[Bearbeiten]

Linienplan der Dnipropetrowsker Metro

Die Stadt ist ein Verkehrsknotenpunkt der Ukraine. Das Kfz-Kennzeichen der Stadt ist seit 2004, wie in der gesamten Oblast: AE.

Öffentlicher Verkehr[Bearbeiten]

  • Die Stadt verfügt über ein 1897 eröffnetes und fortwährend ausgebautes, renoviertes und modernisiertes Straßenbahnnetz (siehe Straßenbahn Dnipropetrowsk). Derzeit werden 19 Linien betrieben.
  • Seit 1995 hat die Stadt auch eine U-Bahn (siehe Metro Dnipropetrowsk) mit 6 Stationen. 3 zusätzliche Stationen sind in Bau, 2 weitere in Planung. Die Metro soll durch den japanischen Baukonzern Sumitomo Shōji ausgebaut werden.[69]

Fernverkehr[Bearbeiten]

Die (neue) Zentrale (Brücke)

Bei der Stadt kreuzen sich zwei Europastraßen:

  • Die internationale Fernstraße M04 E50 verbindet Osteuropa mit Mittel- und Westeuropa und ist eine der wichtigsten Europastraßen.
  • Die internationale Fernstraße M18 E105 verbindet Murmansk mit Sankt Petersburg und führt nach Moskau, weiter durch die Ukraine unter anderem durch Dnipropetrowsk und schließlich zur Krim.
  • Außerdem verläuft die nationale Fernstraße N08 durch die Stadt.

Brücken[Bearbeiten]

Die „Kaidakbrücke“

Brücken haben in der Stadt einen besonderen Stellenwert, da sie an beiden Seiten des Dneprs liegt.

  • Die (neue) Zentrale (Brücke) (ukrainisch Центральний міст), oder Brücke № 2 ist eine Straßenbrücke, die das Stadtzentrum mit den linksufrigen Stadtteilen verbindet. Die Eröffnung war am 5. November 1966. Die Länge beträgt 1478 m und die Breite 21 m. Die Brücke wurde an Stelle einer alten Sowjetischen Holzbrücke gebaut, die von der Roten Armee 1944 errichtet wurde. Sie galt lange Zeit als die längste Brücke der Ukraine..[70]
  • Die (Alte) Amurbrücke (ukrainisch Амурський міст) wurde im Jahre 1884 fertiggestellt. Ist eine ursprünglich für die Eisenbahn- und den Straßenverkehr konzipierte Brücke auf der jedoch seit 1935 auch eine Straßenbahnlinie verkehrt. Die Länge beträgt 1395 m und 2397 m mit den Zu- und Abfahrten. Die Breite beträgt 15,5 m. Sie verbindet die Region um den (Haupt-)Bahnhof mit den linksufrigen Stadtteilen.
  • Die „Merefa-Cherson-Brücke (ukrainisch Мерефо-Херсонський міст) benannt nach der Eisenbahnstrecke von Merefa nach Cherson zwei ukrainischen Städten. Die erste Bautätigkeit fand schon um 1914, die Fertigstellung aber erst im Jahre 1932 statt. Diese Brücke gilt heute als eine der einzigartigsten Bauten in der Ukraine.
  • Die „Kaidakbrücke“ (ukrainisch Кайдацький міст) wurde am 10. November 1982 eröffnet. Ist eine auf beiden Seiten dreispurige Straßenbrücke mit einer Länge von 1732 m. Seit dem 17. Dezember 1996 verkehrt auch eine Linie der Straßenbahn auf der Mittellinie. Verbindet die rechtsufrigen Stadtteile mit den Linksufrigen und führt auch nach Charkow und Donezk.
  • Die Südliche (Bogen-)Brücke (ukrainisch  Півде́нний міст) wurde in Etappen von 1982 bis 1993 und von 1998 bis 2000 gebaut. Die Eröffnung war im Dezember 2000. Der Name „Горбатый мост“ (übersetzt: Die Bogenbrücke) kommt daher, das die rechtsufrige Seite der Brücke niedriger gelegen ist als die linksufrige Seite der Brücke. Die Länge beträgt 1248m und die Breite 22 m. Es verbindet die „PlattenbaugebietePridniprowsk und Pobeda (Sieg).

Eisenbahn[Bearbeiten]

Hauptbahnhof Dnipropetrowsk

Die Stadt ist ein Verkehrsknotenpunkt der ukrainischen Eisenbahn und Sitz des regionalen Eisenbahnverbundes Prydniprowska Salisnyzja der zur Ukrsalisnyzja gehört und welcher die Streckennetze in den Oblasten Dnipropetrowsk und Saporischschja, der Autonomen Republik Krim sowie Teilen fünf weiterer umliegender Oblaste (Oblast Cherson, Oblast Mykolajiw, Oblast Kirowohrad, Oblast Charkiw und Oblast Donezk) bedient und so auf einer Gesamtstreckenlänge von 3250 Kilometern, von denen etwa 58 Prozent elektrifiziert sind den Eisenbahnverkehr auf 244 Eisenbahnstationen betreibt.

Hafen[Bearbeiten]

Die Stadt besitzt den größten[71] Binnenhafen (Koordinaten: 48° 29′ 41″ N, 35° 1′ 28″ O48.49472222222235.024444444444)[72] der Ukraine. Der Hafen gehört zur Betreibergesellschaft Ukrrichflot und dient dem Güterfrachtverkehr. Er ist 393 Kilometer von der Dneprmündung entfernt und hat eine Fläche von 20,8 Hektar.[73]

Flughafen[Bearbeiten]

Flughafen Dnipropetrowsk

Über den Flughafen Dnipropetrowsk besteht eine Flugverbindung zum größten ukrainischen Drehkreuz, dem Flughafen Kiew-Boryspil. Des Weiteren bestehen Flugverbindungen zu den internationalen Zielen Wien, Moskau, Tel Aviv, Istanbul, Jerewan und zu den wichtigen nationalen Zielen sowie ab dem 18. September 2013 auch Dubai.[74] Am Flughafen werden jährlich etwa 450.000 Passagiere abgefertigt.

Ergänzendes[Bearbeiten]

Partnerstädte[Bearbeiten]

Dnipropetrowsk ist Partnerstadt von:

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dnipropetrowsk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Dnipropetrowsk – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Statistisches Amt der Oblast Dnipropetrowsk auf dneprstat.gov.ua (ukrainisch)
  2. w1.c1.rada.gov.ua30.07.2014&rf7571=5296 offizielle Seite der Ukrainischen Rada mit den Rajonen der Oblast Dnipropetrowsk, abgerufen auf http://21.c1.rada.gov.ua/ am 10 Januar 2014.
  3. Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[1] [2] Vorlage:Toter Link/bevoelkerungsstatistik.deBevölkerungszahlen auf World Gazetteer
  4. a b c Stadtprofil veröffentlicht am 2012 im Rahmen des EBED Project herausgegeben von The Conference Board of Canada; Projektdirektor ist Paul Darby (PDF; 1,5 MB), abgerufen auf http://dniprorada.gov.ua/ am 20 Juni 2013.
  5. Artikel zur Klosterinsel mit Legenden, Fakten & Geschichte, abgerufen auf http://dp.vgorode.ua/ am 13. Juni 2013.
  6. Artikel zur Klosterinsel, abgerufen auf http://discover-ukraine.info/ am 13. Juni 2013.
  7. Stadtgeschichte - Geheimnisse der Dnepr-Inseln zuletzt abgerufen auf http://gorod.dp.ua/ am 13. Februar 2014 (russisch)
  8. Thomas Gerlach, Gert Schmidt: Die Ukraine entdecken. 9., komplett überarbeitete und erweiterte Auflage. Trescher Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-89794-103-8.
  9. www.jewishvirtuallibrary.org
  10. Dr. Hennadii Boriak, Director General of the State Committee of Archives in Ukraine «The Ukrainian Famine of 1933: Sources and Source Publications»
  11. Dieter Pohl: Die Einsatzgruppe C: In: Peter Klein (Hrsg.): Die Einsatzgruppen in der besetzten Sowjetunion 1941/42. Die Tätigkeits- und Lageberichte des Chefs der Sicherheitspolizei und des SD, Edition Hentrich, Berlin 1997, ISBN 3-89468-200-0, S. 71–87, hier S. 76.
  12. Klaus-Michael Mallmann, Andrej Angrick, Jürgen Matthäus, Martin Cüppers (Hrsg.): Die „Ereignismeldungen UdSSR“ 1941. Dokumente der Einsatzgruppen in der Sowjetunion. (= Veröffentlichungen der Forschungsstelle Ludwigsburg , Bd. 20) WBG, Darmstadt 2011, ISBN 978-3-534-24468-3, S. 774f.
  13. Erich Maschke (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des Zweiten Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld u. a. 1962–1977.
  14. Three 19-year old youths committed 19 murders in Dnipropetrovsk during a month. In: unian.net. 24. Juli 2007, abgerufen am 20. März 2014 (englisch, Artikel zu den Dnepropetrovsk Maniacs).
  15. Artiekl zur "Chinesischen Mauer" Dnipropetrowsk, abgerufen auf nrcu.gov.ua
  16. Anschlagsserie: Ukraine sieht keine Sicherheitsgefahr für Fußball-EM, Zeit Online, 27. April 2012.
  17. Krim-Krise: OSZE schickt 100 Beobachter in die Ukraine, Spiegel Online am 22. März 2014.
  18. Prorussische Proteste in Süd- und Ostukraine, Kleine Zeitung am 16. März 2014.
  19. Artikel zum Stadnamen auf der Webseite der Stadt Dnipropetrowsk (russisch), abgerufen auf http://gorod.dp.ua/ am 10 Januar 2014.
  20. Forumsartikel der die Schwierigkeitein beim Aussprechen des Stadnamens darstellt, abgerufen auf http://de.answers.yahoo.com/ am 10 Januar 2014 (deutsch)
  21. Sergei I. Zhuk (Autor) "Rock and Roll in the Rocket City: The West, Identity, and Ideology in Soviet Dniepropetrovsk, 1960–1985" Buch zum Thema Kultur in Dnipropetrowsk der Sowjetunion, ISBN 978-0-8018-9550-0 herausgegeben durch Johns Hopkins University Press (April 1, 2010), abgerufen auf amazon.de am 10 Januar 2014 (Website: deutsch; Buch: englisch)
  22. Artikel über den Basketballspieler Mike Scott in Dnipropetrowsk, abgerufen auf http://www.goettinger-tageblatt.de/ am 10 Januar 2014 (deutsch)
  23. Andrew Wilson: Ukrainian Nationalism in the 1990s. A Minority Faith. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 1996, ISBN 0-521-57457-9, S. 89.
  24. gorod.dp.ua
  25. Dnipropetrowsk Historie auf eugene.com.ua/dnepr (englisch)
  26. Dnipropetrovsk Travelogue auf http://members.virtualtourist.com/ (englisch)
  27. erste allgemeine Volkszählung des russischen Reiches im Jahre 1897 auf demoscope weekly
  28. Demographie ukrainischer Städte auf pop-stat.mashke.org
  29. The emergency evacuation of cities: a cross-national historical and geographical study auf http://books.google.com.ua
  30. Volkszählung der UdSSR 1959 auf webgeo.ru
  31. Volkszählung der UdSSR 1970 auf webgeo.ru
  32. Volkszählung der UdSSR 1979 auf webgeo.ru
  33. a b World Gazetteer Statistik
  34. Website von Dnipropetrowsk
  35. offizielle Statistik über die EW in Dnipropetrowsk; abgerufen am 15. Sept. 2010
  36. Russische Volkszählung 1897, Jekaterinoslaw
  37. jpeopleworld.com
  38. Artikel zum Menorah Center auf chabad.org vom 17. Oktober 2012, abgerufen am 1. Juli 2013.
  39. Homepage des Menorah Center, abgerufen am 1. Juli 2013.
  40. Minderheiten und Mehrheit in Dnipropetrowsk
  41. Goethe-Institut Ukraine
  42. afdnipro-ua.org
  43. hanban.edu.cn (PDF; 4,4 MB)
  44. russkiymir.ru
  45. Aufzählung der Architekturdenkmäler von nationaler Bedeutung auf der Homepage der Stadt, abgerufen am 16. Juni 2013.
  46. Aufzählung der Parks in Dnipropetrowsk, abgerufen am 15. Juni 2013.
  47. Artikel zum Schewtschenko-Park, abgerufen am 15. Juni 2013.
  48. Artikel zum Lasar-Hloba-Park, abgerufen am 15. Juni 2013.
  49. ru.museum.dp.ua, abgerufen am 8. Juni 2013. (ukrainisch/russisch)
  50. Homepage, World’s Largest Jewish Center Opens in Dnepropetrovsk
  51. Offizielle Homepage des BK Dnipro Dnipropetrowsk (eng/rus), abgerufen am 15. Juni 2013.
  52. Homepage des Hockey-Klubs Dnipropetrowsk, abgerufen am 15. Juni 2013.
  53. Rugbyvereinigung der Oblast Dnipropetrowsk, abgerufen am 15. Juni 2013.
  54. Homepage des ukrainischen Bandyverbandes (eng/rus/ukr), abgerufen am 15. Juni 2013.
  55. Artikel der Federation of International Bandy zum ukrainischen Bandy und insbesondere zur Stadt Dnipropetrowsk, abgerufen am 15. Juni 2013.
  56. Internetpräsenz der IHK Dnipropetrowsk, abgerufen auf http://cci.dp.ua/ am 10 Januar 2014 (ukrainisch, russisch, französisch, englisch und deutsch)
  57. Veröffentlichung und Eigendarstellung der IHK Dnipropetrowsk durch die IHK Magdeburg, abgerufen auf http://magdeburg.ihk.de/ (PDF; 14,5 KB) am 10 Januar 2014 (deutsch)
  58. faz.net, abgerufen am 1. Mai 2014.
  59. Darstellung der Messe "Energoprom", abgerufen auf http://10times.com/ am 10 Januar 2014 (englisch)
  60. Darstellung der Messe "Energoprom", abgerufen auf http://www.expometeor.com/ am 10 Januar 2014 (russisch)
  61. Darstellung der Messe "LitEx", abgerufen auf http://10times.com/ am 10 Januar 2014 (englisch)
  62. Darstellung der Messe "LitEx", abgerufen auf http://10times.com/ am 10 Januar 2014 (englisch)
  63. Darstellung der Messe "Mashprom", abgerufen auf http://10times.com/ am 10 Januar 2014 (englisch)
  64. Darstellung der Messe "Mashprom", abgerufen auf http://www.expometeor.com/ am 10 Januar 2014 (russisch)
  65. Darstellung der Messe "Agroprom", abgerufen auf http://www.expometeor.com/ am 10 Januar 2014 (russisch)
  66. Darstellung der Messe "Agroprom", abgerufen auf http://10times.com/ am 10 Januar 2014 (englisch)
  67. Darstellung der Messe "Mirror of fashion", abgerufen auf http://www.expodatabase.de/ am 10 Januar 2014 (deutsch)
  68. Darstellung der Messe "Mirror of fashion", abgerufen auf http://www.expometeor.com/ am 10 Januar 2014 (russisch)
  69. Artikel über den Bau der Dnipropetrowsker Metro durch Sumitomo Shōji, abgerufen auf www.ukrinform.ua am 10 Januar 2014.
  70. Artikel über die längste Brücke der Ukraine, die neue (weiße) Brücke in Dnipropetrowsk, abgerufen auf http://tripua.info/ am 10 Januar 2014.
  71. Webseite des Hafenbetreibers, abgerufen am 15 Juni 2013.
  72. Lage des Dnipropetrowsker Hafens, abgerufen auf wikimapia.org am 15 Juni 2013.
  73. Homepage des Hafenbetreibers mit einem Artikel zum Hafen in Dnipropetrowsk (englisch), abgerufen am 15 Juni 2013.
  74. Artikel zur Fluglinie Dnipropetrowsk - Dubai, abgerufen auf http://www.arabianaerospace.aero/ am 15 Juni 2013.
  75. Report der UNAIDS und der International HIV/AIDS Alliance in Ukraine zur HIV/AIDS-Verbreitung in der Ukraine für die Periode Januar 2006 - Dezember 2007 (englisch), abgerufen auf data.unaids.org (PDF; 2,2 MB) am 10 Januar 2014, ISBN 978-966-2157-04-8.