Dobczyce

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dobczyce
Wappen von ????
Dobczyce (Polen)
Dobczyce
Dobczyce
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Kleinpolen
Landkreis: Myślenice
Geographische Lage: 49° 53′ N, 20° 6′ O49.88305555555620.096666666667Koordinaten: 49° 52′ 59″ N, 20° 5′ 48″ O
Höhe: 245 m n.p.m
Einwohner: 6457
(31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 32-410
Telefonvorwahl: (+48) 12
Kfz-Kennzeichen: KMY
Wirtschaft und Verkehr
Straße:
WieliczkaMszana Dolna
Nächster int. Flughafen: Krakau-Balice
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Gemeindegliederung: 13 Schulzenämter Schulzenämter
Fläche: 66,63 km²
Einwohner: 15.114
(31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 227 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 1209013
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Marcin Pawlak
Adresse: Rynek 26
32-410 Dobczyce
Webpräsenz: www.dobczyce.pl

Dobczyce ist eine Stadt in Polen in der Wojewodschaft Kleinpolen.

Geographie[Bearbeiten]

Die Stadt liegt etwa zehn Kilometer südlich des Stadtrandes von Krakau im Vorgebirge der Westbeskiden, genauer im Pogórze Wiśnickie. Durch die Stadt fließt der Fluss Raba, der bei Dobczyce zum Stausee Jezioro Dobczyckie gestaut wird.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes mit einer Burg stammt aus dem Jahr 1226[2] Die Stadt Dobczyce wurde nach Magdeburger Recht gegründet, durch wen ist urkundlich nicht gesichert. 1321 wird erstmals die Pfarrei Dobczyce erwähnt. Zu ihr gehörten neben der Stadt die Dörfer Skrzynka, Kornatka, Brzezowa und Burletka. Wann genau das Stadtrecht vergeben wurde, ist urkundlich nicht gesichert. 1340 wurde erstmals in einem Dokument erwähnt, dass Dobczyce Stadtrecht besitzt. Vermutlich schon im 13. Jahrhundert, urkundlich gesichert aber nach einer Urkunde vom 2. November 1359 gab es in Dobczyce eine Zollstation. Am 24. April 1362 bestätigte Kasimir der Große das Stadtrecht. 1443 wurde erstmals eine Schule, eine Pfarrschule, der Stadt erwähnt. Während der Belagerung Krakaus 1655/56 im Zweiten Nordischen Krieg zerstörten die Schweden Dobczyce. Während der nachfolgenden Friedenszeiten wurde die Stadt des Öfteren von Bränden heimgesucht. Erst im 19. Jahrhundert begannen die Einwohner Häuser aus Stein zu errichten. Als Polen das erste Mal geteilt wurde, kam die Stadt an Österreich. Im November 1914, während des Ersten Weltkrieges, marschierte die russische Armee in der Stadt ein. Sie musste sich aber bereits am 1. Dezember 1914 vor der österreichischen Armee zurückziehen. Nach Ende des Krieges wurde die Stadt Teil des wiedererrichteten Polens. Bereits am ersten Tag des Polenfeldzugs wurde die Stadt von der Wehrmacht angegriffen und in der Folge besetzt. Während der Besetzung durch die Deutschen war die Umgebung der Stadt auf Grund der günstigen geographischen Gegebenheiten ein Ort häufiger Partisanenaktionen. Im Januar 1945 marschierte die Rote Armee in der Gegend ein und die Wehrmacht musst sich zurückziehen. Nach dem Krieg war die Stadt wieder Teil Polens. Im Rahmen einer Verwaltungsreform 1999 in Polen wurde Dobczyce, bisher in der Wojewodschaft Krakau, Teil der neu gebildeten Wojewodschaft Kleinpolen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

1660 gab es in Dobczyce 54 Gebäude, 1760 waren es 128[3].

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

  • Das Freilichtmuseum wurde 1968 errichtet.

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Die Burg in Dobczyce wurde möglicherweise bereits im 12. Jahrhundert errichtet. 1590 bis 1594 wurde sie umgebaut und im 17. Jahrhundert wurde sie zerstört. Zurzeit wird die Burg rekonstruiert.
  • Die Marienkirche der Gottesmutter Unterstützerin der Gläubigen wurde 1947 bis 1949 an der Stelle einer Kapelle errichtet.
  • Die Figur des Heiligen Florian ist aus Sandstein gefertigt und stammt aus dem Jahr 1768.
  • Der Friedhof Jeleniec stammt aus dem 19. Jahrhundert.
  • Mit dem Bau der Johannes-der-Täufer-Kirche wurde 1828 begonnen. Bereits im 13. Jahrhundert befand sich an dieser Stelle aber eine Kirche.

Verkehr[Bearbeiten]

Dobczyce wird von zwei Wojewodschaftsstraßen (droga wojewódzka) gekreuzt. In west-östlicher Richtung ist dies die Wojewodschaftsstraße 967, welche im Westen nach etwa zwölf Kilometern in Myślenice in die Europastraße 77, zugleich Landesstraße 7, mündet. Im Osten führt sie Richtung Bochnia. Kurz vor Bochnia mündet sie in die Europastraße 40, zugleich Landesstraße 4.

Der nächste internationale Flughafen ist der Flughafen Johannes Paul II. Krakau-Balice, der etwa 30 Kilometer nordwestlich von Dobczyce liegt.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dobczyce – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 24. Juni 2014.
  2. mapa.szukacz.pl, Dobczyce - Informacje dodatkowe
  3. Website der Stadt