Dobitschen

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Dobitschen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dobitschen hervorgehoben
50.95611111111112.281666666667255Koordinaten: 50° 57′ N, 12° 17′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Altenburger Land
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Altenburger Land
Höhe: 255 m ü. NHN
Fläche: 6,55 km²
Einwohner: 486 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 74 Einwohner je km²
Postleitzahl: 04626
Vorwahl: 034495
Kfz-Kennzeichen: ABG, SLN
Gemeindeschlüssel: 16 0 77 003
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Straße der Einheit 8b
04626 Dobitschen
Bürgermeister: Olaf Heinke
Lage der Gemeinde Dobitschen im Landkreis Altenburger Land
Altenburg Nobitz Langenleuba-Niederhain Altkirchen Dobitschen Drogen Fockendorf Frohnsdorf Gerstenberg Göhren (bei Altenburg) Göllnitz Göpfersdorf Gößnitz Haselbach (bei Altenburg) Heukewalde Heyersdorf Jonaswalde Jückelberg Kriebitzsch Löbichau Lödla Lucka Lumpzig Mehna Meuselwitz Monstab Nöbdenitz Ponitz Posterstein Rositz Nobitz Schmölln Starkenberg Thonhausen Treben Vollmershain Wildenbörten Windischleuba Ziegelheim Thüringen Landkreis Greiz Sachsen-Anhalt SachsenKarte
Über dieses Bild
Wasserschloss in Dobitschen (Nordseite)

Dobitschen ist eine Gemeinde im thüringischen Landkreis Altenburger Land. Sie gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Altenburger Land.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemarkungen von Dobitschen und seinen Weilern befinden sich am Rande der Ronneburger-Schmöllner Ackerebene im Übergang zur Leipziger Tieflandbucht im Altenburger-Zeitzer Lösshügelland.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Angrenzende Gemeinden sind Altkirchen, Drogen, Göllnitz, Lumpzig, Mehna und Starkenberg im Landkreis Altenburger Land.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Ortsteile sind Dobitschen, Meucha, Pontewitz und Rolika.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort Dobitschen ist eine slawische Ortsgründung, der Name geht auf das sorbische Wort dobry (gut) zurück. In älteren Urkunden wird der Ortsname noch mit Doberschen, Dobrezhen und ähnlich wiedergegeben, erst ab dem Ende des 14. Jahrhunderts fällt das r weg. Das Rittergut ist erstmals 1204 nachweisbar, als Heinrich von Dobitschen im Ort eine Kirche errichten ließ. Ein Hans von Dobczehn ist 1390 Bürgermeister von Altenburg. 1696 wurden Meucha, Nasselwitz (heute eine Wüstung zwischen Meucha und Dobitschen), Pontewitz und Prehna nach Dobitschen eingepfarrt. Dobitschen war 1703 von Hexenverfolgung betroffen. Die 12-jährige Marie, Tochter von Michael Nisold, geriet in einen Hexenprozess.[2] Nachdem das Rittergut nach dem Aussterben des Geschlechtes von Dobitschen am Ende des 16. Jahrhunderts mehrfach den Besitzer gewechselt hatte, war es von 1697 bis 1945 im Besitz der Familie Bachoff von Echt. Das Gutshaus diente bis zum Brand am 7. April 2004 als Pension einer Agrargenossenschaft.[3] Die Gutsanlage ist in ihrer Form noch komplett erhalten, vom barocken Wasserschloss zum Gutshof.[4] Die jetzige Kirche wurde 1702 erbaut. Eine Schule ist erstmals 1737 nachgewiesen.


Wasserschloss Dobitschen (Südseite)

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (Stand jeweils 31. Dezember):

  • 1880: 645
  • 1994: 664
  • 1995: 660
  • 1996: 644
  • 1997: 641
  • 1998: 650
  • 1999: 646
  • 2000: 633
  • 2001: 624
  • 2002: 599
  • 2003: 589
  • 2004: 574
  • 2005: 558
  • 2006: 555
  • 2007: 539
  • 2008: 536
  • 2009: 528
  • 2010: 505
  • 2011: 487
  • 2012: 478
  • 2013: 486
  • 2014:
Datenquelle ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik[Bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:[5]

  • SV Eintracht Dobitschen e.V. - 4 Sitze (58,3 %)
  • Freiwillige Feuerwehr Dobitschen - 2 Sitze (41,7 %)

Die Wahlbeteiligung lag bei 60,0% (+2,2 %p).

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

Dobitschen ist Sitz einer Staatlichen Regelschule.

Verkehr[Bearbeiten]

Dobitschen liegt an der Bahnstrecke Meuselwitz–Ronneburg.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum, Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland, Band 2, Hamburg 2003, S. 235.
  3. Th Bienert Mittelalterliche Burgen in Thüringen Wartberg Verlag 2000 ISBN 3-86134-631-1 S.17
  4. Christiane Nienhold, Gustav Wolf, Klaus Hofmann ... und nachmittags fuhren wir nach Nöbdenitz segeln! Rittergüter im Altenburger Land und ihre Gärten Museum Burg Posterstein 2007
  5. Thüringer Landeswahlleiter Abgerufen am 3. August 2014

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dobitschen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien