Doctor Mellifluus

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Bernhard von Clairvaux – Darstellung von Alfred Wesley Wishart, 1900

Mit der Enzyklika Doctor mellifluus vom 24. Mai 1953 ehrt Papst Pius XII., zum 800. Todestages, das Leben des Heiligen Bernhard von Clairvaux. Als „Doctor mellifluus“, „honigfließenden Lehrer“ bezeichneten ihn Zeitgenossen ob seiner herausragenden Begabung zur Predigt. Dreimal lehnte Bernhard die ihm angebotene Bischofswürde ab. 1830 erhob Papst Pius VIII., den 1173 von Papst Alexander III. heiliggesprochenen Bernhard zum „Doctor Ecclesiae“.

In der Enzyklika beschreibt Papst Pius XII., fast im gleichen Stil wie der „Honigfließende Lehrer“ selbst, die Christusfrömmigkeit Bernhards als sehr affektiv, gemütsbetont und emotional, sein Predigt- und Redestil ebenso, sodass er später als Doctor mellifluus, als honigfließender Lehrer, tituliert wird. Von der Verehrung der Menschlichkeit Christi ist es ein logischer Schritt zu Verehrung der jungfräulichen Mutter Maria. Sie ist das Aquädukt, die Wasserleitung, durch die uns Christus zugekommen ist, durch die uns folglich auch heute alle Gnade zufließt. Darüber hinaus wurde Bernhard aufgrund seiner geistlichen Schriften bekannt.

Der Papst beschreibt dann das Leben und Wirken des Heiligen, der 68 Klöster erbaut habe und 1118 die Leitung des Zisterzienserordens übernommen habe, und der sich daran machte, neuen Ordensrichtlinien (Consuetudines) auszuarbeiten. Bernhard habe viele Schriften verfasst, Predigten gehalten, Traktate und Hymnen geschrieben, die bis zu Thomas von Aquin, Dante Alighieri und Martin Luther ihre Wirkung nicht verfehlt hätten, es sei auch angeraten den Fußstapfen, dieses außerordentlichen Heiligen, zu folgen.

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