Doctors of Madness

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Doctors of Madness
Allgemeine Informationen
Genre(s) Glam Rock, Protopunk
Gründung 1975
Auflösung 1978
Letzte Besetzung
Richard Harding Richard Kid Strange
Peter Hewes Pete DiLemma
Dave Vanian
Colin Bentley Frankenstein Stoner
Ehemalige Mitglieder
Geoffrey Hickman Urban Blitz (bis 1978)

Doctors of Madness war eine britische Rockband, die von 1975 bis 1978 bestand und die aufkommende Punkbewegung in Großbritannien beeinflusste.

Geschichte[Bearbeiten]

Doctors of Madness wurde 1975 von Richard Harding, der sang und Gitarre spielte, dem Schlagzeuger Peter Hewes, dem Bassisten Colin Bentley und dem Geiger Geoffrey Hickman gegründet. Die Bandmitglieder waren zum größten Teil Schulfreunde, die zuvor in der Band Great White Idiot zusammen gespielt hatten.

Doctors of Madness definierte sich hauptsächlich über Frontmann Richard Hardins, dessen Lyrik von Bob Dylan, John Lennon und Lou Reed beeinflusst war. Die Shows waren an das Rock Theater angelehnt. Auf der Bühne entfachten sie ein Inferno aus Blitzen, Rauch und Explosionen, begleitet von einer kreischenden Geige.[1] Dementsprechend nannte sich Hardins bald Richard ‚Kid‘ Strange, Geoffrey Hickman wurde zu Urban Blitz, aus Peter Hewes wurde Pete DiLemma und Colin Bentley nahm den Bühnennamen Frankenstein Stoner an.

Die Band stand bei Polydor unter Vertrag und veröffentlichte von 1976 bis 1978 drei Alben. Urban Blitz verließ die Band kurz nach Veröffentlichung des dritten Albums und wurde von Dave Vanian, dem Sänger von The Damned ersetzt. In dieser Formation spielten Doctors of Madness einen neuen Song mit dem Titel Don’t Panic England ein, dessen Komposition eine Zusammenarbeit von Richard Strange und T. V. Smith war. Polydor lehnte nicht nur die Single ab, sondern ließ die Band fallen und im Oktober verkündete die Gruppe ihre Auflösung. Doctors of Madness verabschiedete sich mit einer zweistündigen Show in der Londoner Music Machine am 26. Oktober 1978 mit Gastauftritten von T. V. Smith und Dave Vanian.

Diskografie[Bearbeiten]

  • 1976: Late Night Movies, All Night Brainstorms
  • 1976: Figments of Emancipation
  • 1978: Sons of Survival
  • 2002: Into the Strange – The Doctors of Madness Live

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dave Thompson: London’s Burning. 2009, ISBN 978-1-55652-769-2. Seite 31.