documenta Archiv

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Kulturhaus Dock 4
Regal im documenta-Archiv

Die Gründung des documenta Archivs geht auf eine Idee Arnold Bodes zurück. Mit der Stadt Kassel als Träger nahm das documenta Archiv am 1. Juni 1961 seine Arbeit auf. Heute nennt sich das Archiv „documenta Archiv – für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts“ und hat sein Domizil im Dock 4, dem Kulturhaus der Stadt Kassel, gefunden.

Beschreibung[Bearbeiten]

Das Archiv beherbergt eine der umfassendsten Spezialbibliotheken für die moderne Kunst in Deutschland. Der Sammlungsschwerpunkt liegt auf dem Zeitraum nach 1945. Insgesamt umfasst die Bibliothek ca. 90.000 Bände, von denen jedoch nur weniger als die Hälfte, hauptsächlich Erwerbungen seit 1990, katalogisiert und unter verschiedenen Kriterien geordnet sind. Besondere Beachtung finden in der Bibliothek neben Künstlerliteratur Ausstellungskataloge und „graue Literatur“. Weiterhin gehören rund 120 laufende Zeitschriften zur Gegenwartskunst zum Bibliotheksbestand.

Bestand[Bearbeiten]

Im Aktenarchiv finden sich seit 1961 die kompletten Akten und Unterlagen der "Institution" documenta. Darunter auch ca. 250.000 systematisch gesammelte Zeitungsausschnitte, 150.000 Einladungskarten und Faltblätter.

Das Medienarchiv bewahrt ca. 20.000 Dias zu Werken und Künstlern der documenta 1 bis 11. Hinzu kommen 1000 Ektachrome, 7000 Schwarzweißfotos und eine sich im Aufbau befindliche Sammlung von 2000 Künstlerportraits. Außerdem stehen 2.000 Videotitel zur Nutzung bereit.

Im Mai 2006 wurde das documenta Archiv durch den Nachlass des Künstlers Harry Kramer erweitert. Der Bestand setzt sich aus persönlichen Gegenständen, Modellen, Schriften, Skizzen und Materialien zur Künstler-Nekropole zusammen. Aufbewahrt wird der Nachlass im Aschrotthaus in Kassel.

Leitung[Bearbeiten]

Das documenta-Archiv wird seit 2013 vom Kunsthistoriker Dr. Gerd Mörsch geleitet.

Kernaufgaben[Bearbeiten]

Das documenta Archiv hat zwei Kernaufgaben für seine Arbeit definiert. Einerseits die Versorgung der documenta, also zum Beispiel der Leitung und der Presseabteilung mit unterschiedlichsten Materialien. Zweitens die Unterstützung der wissenschaftlichen Arbeit von Studenten, Doktoranden, Referenten und Forschern.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]