Dodge Avenger (Limousine)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dodge
Dodge Avenger (2007–2011)

Dodge Avenger (2007–2011)

Avenger
Produktionszeitraum: seit 2007
Klasse: Mittelklasse
Karosserieversionen: Limousine
Motoren: Ottomotoren:
2,0–3,6 Liter
(115–210 kW)
Dieselmotor:
2,0 Liter (103 kW)
Länge: 4848–4892 mm
Breite: 1843–1849 mm
Höhe: 1483–1496 mm
Radstand: 2765 mm
Leergewicht: 1522–1710 kg
Vorgängermodell: keines
Nachfolgemodell: keines

Der Dodge Avenger (englisch für Rächer) ist eine im Frühjahr 2007 vorgestellte Mittelklasse-Limousine des US-amerikanischen Automobilherstellers Dodge. Das Fahrzeug übernimmt den Namen eines von Frühjahr 1995 bis Mitte 2000 unter diesem Namen angebotenen Sportcoupés. In Israel trägt das Modell den weniger martialischen Verkaufsnamen Dodge Evangeline R (דודג אוונג' ר).

Hergestellt wird der Dodge Avenger für die meisten Märkte im Werk Sterling Heights in Michigan (USA). Dort werden außerdem die Chrysler Sebring Limousine und das Cabrio (seit 2011: Chrysler 200) gebaut. Die Einheiten für den mexikanischen Markt dagegen stammen seit dem Frühjahr 2013 aus dem Dodge-Werk in Chihuahua. Dort wird er in einer verlängerten Version gebaut. Anbei rollt unter der Bezeichnung Dodge GTS ein baugleiches Modell vom Band.

Modellgeschichte[Bearbeiten]

Der Avenger wurde ab September 2007 auch auf den europäischen Märkten angeboten. Im Gegensatz zu Nordamerika wurde der Avenger in Europa mit dem bereits aus dem Dodge Caliber und Chrysler Sebring bekannten 2,0-l-Turbodiesel mit 103 kW (140 PS) von Volkswagen in Verbindung mit einem manuellem Sechsgang-Getriebe angeboten.

Alle Modelle haben vorne eine Einzelradaufhängung mit MacPherson-Federbeinen, Querlenkern, Schraubenfedern mit Gasdruck-Stoßdämpfern und einem Stabilisator mit entkoppeltem Rahmenträger, hinten eine Mehrlenker-Achse mit Schraubenfedern und Stabilisator, Gasdruck-Stoßdämpfern und entkoppeltem hinteren Rahmenträger.

Die Lenkung ist eine Zahnstangenlenkung mit geschwindigkeitsabhängigen Servo, der Wendekreis liegt bei 11,13 m. Der cw-Wert beträgt 0,318.

Der Avenger kann optional mit dem MyGIG-System ausgerüstet werden, wobei es sich um ein CD/DVD/HDD/MP3/Satelliten-Navigationsradio mit einer 20-Gigabyte-Festplatte und einem 6,5-Zoll-TFT-Bildschirm mit Touch-Screen-Funktion handelt. Das MyGIG-System ist sprachgesteuert, hat einen USB-Anschluss und ermöglicht das Speichern und Abspielen von Musik, Sounds, Filmen und individuellen Bilddarstellungen.

Motoren/ Ausstattung[Bearbeiten]

In Deutschland wurde der Avenger mit dem 2,0 CRDi und 103 kW (140 PS) sowie als 2,0 l-DOHC-Benziner mit 115 kW (156 PS) angeboten, wobei letzterer mit einem manuellen Fünf-Gang-Getriebe (statt wie beim Diesel mit sechs Gängen) verbunden war.

Den optional erhältlichen V6-SOHC-Motor mit 2,7 Litern Hubraum gab nicht nur als gewöhnlichen Benzinmotor, sondern auch als Flexible-Fuel-Triebwerk mit 141 kW (192 PS), der neben herkömmlichem Benzin auch mit E-85-Kraftstoff betankt werden kann. Die Kraftübertragung bei dieser Maschine erfolgt ebenso wie beim 129 kW (175 PS) starken und 2,4 Liter großen Reihenvierzylinder-Motor über eine Vier-Gang-Automatik mit Overdrive. Es gibt dieses Modell teilweise aber auch mit dem wesentlich besseren Sechs-Gang-Automatik (mit Autostick), dann zumeist als Importmodell aus europäischen Nachbarländern.

Das Top-Modell der Baureihe ist der Avenger R/T AWD mit einem 3,5-Liter-V6-Motor und einer Leistung von 175 kW (238 PS), der mit einer Sechs-Gang-Automatik (mit Autostick) und Vierradantrieb ausgestattet ist.

Als Ausstattungslinien gibt es SE und SXT, wobei auch hier je nach Auslieferungsland die genaue Ausstattung variiert. Die SXT-Linie ist immer die höherwertige. Ein voll ausgestatteter SXT besitzt das MyGig Uconnect mit dazu abgestimmten "Boston Digital Audio"-Boxensystem, Ledersitze, beheizte und elektrisch verstellbare Vordersitze, Chillzone (Kühlfach für Dosen), Klimaautomatik, Cupholder heizbar bzw. kühlbar in der Mittelkonsole, Reifendruckkontrolle, einen Bordcomputer und verschiedene Chromapplikationen im und am Auto.

Im September 2009 wurde der Avenger (wie auch der Chrysler Sebring) in Deutschland aus dem Programm genommen.[1][2]

Modellpflege[Bearbeiten]

Dodge Avenger (seit 2011)

Anfang 2011 wurde der Avenger einem behutsamen Facelift unterzogen. Optisch sind nur leicht modifizierte Schweller, Heckleuchten und Scheinwerfer die Kennzeichen dieser Überarbeitung. Motorentechnisch kam ein neues V6-Aggregat mit 3,6 Litern Hubraum und 210 kW (286 PS) hinzu.

Mexikanischer Avenger & GTS[Bearbeiten]

Die Einheiten aus der mexikanischen Produktion sind mit 173 kW starken 2,4-Liter-Motoren ausgestattet. Folgende Ausstattungslinien werden angeboten:

  • Avenger: SE AT, SXT AT, SXT Sport AT
  • GTS: AT, Sport AT

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2009: Top Safety Pick 2010[3]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Automonat Herbst 2009
  2. Autos ohne Nachfolger (Bild 34) auf Autobild.de (abgerufen am 12. Januar 2012)
  3. http://www.autobild.de/artikel/die-sichersten-us-autos-2010_1012142.html
  • Presskit DaimlerChrysler 2007

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dodge Avenger (Limousine) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien