Dodge Coronet

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Dodge Coronet
Produktionszeitraum: 1949–1976
Klasse: Obere Mittelklasse
Karosserieversionen: Limousine, Pullman-Limousine, Kombi, Coupé
Vorgängermodell: Dodge Custom
Nachfolgemodell: Dodge Diplomat/Dodge Monaco

Der Dodge Coronet war ein großer PKW den Dodge in den Modelljahren 1949 bis 1959 und 1965 bis 1976 herstellte. 1949 war der Coronet das Spitzenmodell, um ab 1955 den niedrigsten Platz in der Modellpalette einzunehmen. Ab 1965 bezeichnete der Name das mittlere Modell von Dodge.

Modelle Jahr für Jahr[Bearbeiten]

1949–1954[Bearbeiten]

1949–1954
1949 Coronet

1949 Coronet

Produktionszeitraum: 1949–1954
Karosserieversionen: Limousine, Pullman-Limousine, Coupé
Motoren: Ottomotoren:
3,7–4,0 Liter
(74 kW)
Länge:
Breite:
Höhe:
Radstand:
Leergewicht:

Der Dodge Coronet wurde als Spitzenmodell der ersten Nachkriegsmodellpalette eingeführt, darunter rangierten Wayfarer und Meadowbrook. Der einzig verfügbare Motor war zunächst ein seitengesteuerter Reihensechszylinder mit einem einzelnen Stromberg-Vergaser und 3.769 cm³ Hubraum, der 103 bhp (76 kW) Leistung entwickelte.

Ab 1953 wurde der Coronet auf Wunsch mit dem „Red Ram“-Motor mit 3.949 cm³ Hubraum ausgeliefert, der das Fahrzeug bis auf über 140 km/h beschleunigen konnte. Dieser Motor hatte hängende Ventile und halbkugelförmige Brennräume (Hemi-Motor). Mit ihm stellte das Fahrzeug über 100 Geschwindigkeitsrekorde in Bonneville Flats auf. 1954 wurde oberhalb des Coronet die Baureihe Royal eingeführt. In begrenzter Stückzahl gab es auch eine Pullman-Limousine mit vier Türen für 8 Personen, eine verlängerte Version des normalen Coronet. Der Coronet der ersten Generation war mit 3-Stufen-Automatik erhältlich, die über ein Pedal im Fußraum bedient wurde. Ein Schalthebel wurde nicht benötigt.

1955–1957[Bearbeiten]

1955–1959
1958 Coronet

1958 Coronet

Produktionszeitraum: 1955–1959
Karosserieversionen: Limousine, Pullman-Limousine, Kombi, Coupé
Motoren: Ottomotoren:
3,7–5,9 Liter
(91 kW)
Länge:
Breite:
Höhe:
Radstand:
Leergewicht:

1955 fielen der Wayfarer und der Meadowbrook weg, sodass der Coronet das preisgünstigste Dodge-Angebot wurde. Die mittlere Modellreihe hieß Royal und als Spitzenmodell wurde der Custom Royal eingeführt. Angetrieben wurden die Wagen entweder von einem seitengesteuerten Reihensechszylinder mit 3.769 cm³ Hubraum, der nun dank anderer Vergaser 90,5 kW leistete, oder von einem V8-Chrysler-Hemi-Motor mit 5.211 cm³ Hubraum.

Es gab eine Reihe von Aufbauvarianten:

  • drei- oder fünftüriger Kombi – er hieß Suburban und hatte einen V8- oder R6-Motor
  • zwei-türiges Hardtop-Coupé – der Lancer mit V8-Motor
  • zwei- oder viertürige Limousine – mit V8- oder R6-Motor
  • viertürige Pullman-Limousine für 8 Personen

1958–1959[Bearbeiten]

Die 1958er- und 1959er-Modelle des Coronet, des Royal und des Custom Royal hatten DeSoto-Fahrgestelle, waren aber mit weniger Chromschmuck ausgestattet. Als Motoren waren der 3,7-Liter-Sechszylinder oder der 5,3–Liter-V8 „Red Ram“ verfügbar.

Im Modelljahr 1960 wurde der Coronet durch das Modell Dart Seneca/Pioneer ersetzt.

1965–1967[Bearbeiten]

1965–1967
1967 Coronet

1967 Coronet

Produktionszeitraum: 1965–1967
Karosserieversionen: Limousine, Kombi, Coupé
Motoren: Ottomotoren:
3,7–7,2 Liter
(91–287 kW)
Länge: 5480 mm
Breite: 2020 mm
Höhe: 1440 mm
Radstand: 2972 mm
Leergewicht: 1680 kg

Ab 1965 trug die mittlere Modellreihe von Dodge den Namen Coronet. 1966 wurde das Modell überarbeitet, 1967 bekam ein Facelift. 1968 bot man dann größere Karosserien mit „Coke-Bottle“-Design. Ein leistungsfähiges R/T-Modell (7078 cm³ Hubraum, 275 kW) erschien 1967, ab 1969 sogar mit 287 kW und drei Doppelvergasern. Zur Modellpalette gehörten auch ein Hardtop-Coupé und ein Convertible.

1968[Bearbeiten]

Ein neues Coronet-Modell, bekannt als Coronet Super Bee (aber oft als eigene Modellreihe bezeichnet) wurde 1968 eingeführt. In ihrem letzten Produktionsjahr, 1971, wurde die Super Bee als Charger verkauft.

1969–1970[Bearbeiten]

Den Coronet und den baugleichen Plymouth Belvedere gab es 1969 mit 426-S-Muscle Car-Ausstattung. Das schloss die berühmte 426er-Chrysler-Hemi-V8-Maschine (6980 cm³, 312,5 kW) mit ein. Ebenfalls gab es in diesem Jahr das 440er-Modell mit Vierfachvergaser (7210 cm³). Seine Leistung war mit 280 kW angegeben, tatsächlich leistete aber bis zu 313 kW. Weitere 440 Modelle gab es auch als 2-door oder 4-door Limousinen mit 318 Motor und manuellen 3-Gang-Getriebe. Motor von 5210 cm³ / 318 cui Hubraum mit Leistung von 171,5 kW / 230 PS.

1971–1972[Bearbeiten]

1971–1973
1973 Coronet Custom

1973 Coronet Custom

Produktionszeitraum: 1971–1973
Karosserieversionen: Limousine
Motoren: Ottomotoren:
3,7–7,2 Liter
Länge: 5260 mm
Breite: 1975 mm
Höhe: 1360 mm
Radstand:
Leergewicht: 2311 kg

Der neue Coronet war ein Zwilling des viertürigen Plymouth Satellite, hatte aber ein flüssigeres Design. Es gab ihn nur als Limousine und Kombi, wobei der verwandte und ebenfalls überarbeitete Charger den Coupémarkt abdeckte. Leichte Überarbeitungen des Kühlergrills, der Scheinwerfer und der Rückleuchten folgten 1972. Ab diesem Zeitpunkt sanken die Verkaufszahlen stark bis auf 80.000–90.000 im Jahre 1973 (im Vergleich zu 196.242 Stück im Jahr 1968). Dies wird sowohl der Ölkrise als auch der Zusammenführung der Modelle von Dodge und Plymouth und der Gleichheit im Vergleich zu den anderen Modellen des Chrysler-Konzerns zugeschrieben.

1973[Bearbeiten]

Zusätzlich zu den üblichen Veränderungen an Kühlergrill, Scheinwerfern, Rücklichtern und Innenausstattung führte Dodge das TorsionQuiet-System ein, das aus zusätzlichen Schalldämpfern und Gummilagern bestand, die für einen besseren Fahrkomfort und einen geringeren Geräuschpegel im Wageninneren sorgten.

1974[Bearbeiten]

1974–1976
1975 Dodge Coronet Crestwood Kombi

1975 Dodge Coronet Crestwood Kombi

Produktionszeitraum: 1974–1976
Karosserieversionen: Limousine, Kombi, Coupé
Motoren: Ottomotoren:
3,7–6,6 Liter
Länge: 5430-5730 mm
Breite: 1975 mm
Höhe: 1330-1415 mm
Radstand: 2920-2985 mm
Leergewicht: ca. 1300–1700 kg

Vorder- und Rückseite des Wagens wurden überarbeitet, insbesondere der Heckstoßfänger, sodass er die 1974er-DOT-Vorschriften erfüllte. Das Styling der Limousine war die Basis für spätere Coronet-Modelle (und seines Zwillings, des Plymouth Fury) bis ins Modelljahr 1978.

1975[Bearbeiten]

1975 wurden die Wagen erneut überarbeitet, sodass ihre Karosserien eckiger erschienen. Das Coronet-Coupé kehrte für ein Jahr zurück. Die Vorderansicht bekam, wie die des Plymouth Fury, zwei runde Scheinwerfer.

1976[Bearbeiten]

1976 war das letzte Jahr für den Coronet; 1977 wurden die Modelle in Monaco – bis dahin das größere Dodge-Modell – umbenannt und bekamen rechteckige Scheinwerfer und andere kleinere Änderungen, was zu einem sofortigen Verkaufserfolg wurde. Das zweitürige Coupé wurde 1976 unter der Bezeichnung Dodge Charger Coupé verkauft. Es trat mit dieser Bezeichnung neben den Dodge Charger S/E, der eine Ableitung des Chrysler Cordoba war.[1]

Der Royal Monaco hatte weiterhin die größere Monaco-Karosserie. Ein weiteres Nachfolgemodell des Coronet war der Diplomat.

1980er-Jahre[Bearbeiten]

Auf dem kolumbianischen Markt hieß der Dodge Diplomat Dodge Coronet.

Im Film[Bearbeiten]

  • In Point Blank fährt Lee Marvin einen 1967er Dodge Coronet Kombi.
  • In A Guide for the Married Man fährt Walter Matthau eine 1967er Dodge-Coronet-Limousine
  • In King of the Hill fährt Boomhauer ein Modell aus den späten 1960ern.
  • In Dukes of Hazzard, war der Polizeiwagen, den Rosco P. Coltrane und Deputy Enos Strait fahren, ein Dodge Coronet.

Weblinks und Quellen[Bearbeiten]

 Commons: Dodge Coronet – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Abbildung beider Charger-Modelle im Verkaufsprospekt von 1976.