Doetinchem
Flagge |
Wappen |
| Provinz | |
| Bürgermeister | Herman Kaiser (CDA) |
| Fläche – Land – Wasser |
79,67 km² 79,10 km² 57 ha |
| CBS-Code | 0222 |
| Einwohner | 56.397 (1. Jan. 2013[1]) |
| Bevölkerungsdichte | 708 Einwohner/km² |
| Koordinaten | 51° 58′ N, 6° 17′ O51.9656.2883333333333Koordinaten: 51° 58′ N, 6° 17′ O |
| Bedeutender Verkehrsweg | A15, N315, N317 |
| Vorwahl | 0314, 0315 |
| Postleitzahlen | 7000–7011, 7030–7031 |
| Website | www.doetinchem.nl |
Doetinchem ['dʊtɪŋxʏm] (
anhören?/i) ist eine Gemeinde im Achterhoek in der niederländischen Provinz Gelderland. Gemeinsam mit Winterswijk ist sie einer der größten Orte in der Achterhoek, liegt aber zentraler und beherbergt unter anderem das Regionalarchiv.
Im Zuge einer Gemeindereform wurde am 1. Januar 2005 die Gemeinde Wehl Teil der Gemeinde Doetinchem. Im Mai 2012 gaben die Bürgermeister von Doetinchem und Oude IJsselstreek bekannt, dass eine Fusion beider Gemeinden untersucht werden soll.
Inhaltsverzeichnis |
Orte [Bearbeiten]
Die Gemeinde Doetinchem besteht neben der namensgebenden Stadt Doetinchem aus den Dörfern Gaanderen und Wehl sowie den Weilern IJzenvoorde, Langerak, Wijnbergen und Nieuw-Wehl. Doetinchem liegt nur rund 20 km von Emmerich und 40 km von Bocholt entfernt, nahe der deutschen Grenze.
Lage [Bearbeiten]
Doetinchem ist die wichtigste Stadt der Gelderse Achterhoek oder „Graafschap“. Doetinchem liegt 25 km östlich von Arnheim an der Oude IJssel.
Eine Autobahn und die Lokaleisenbahn (Doetinchem hat zwei Kleinbahnhöfe) Richtung Winterswijk verbinden es mit Arnheim.
Wirtschaft [Bearbeiten]
Doetinchem ist ein regionales Versorgungszentrum (viele Geschäfte, Büros, Schulen, ein Krankenhaus, Altenheime usw.), und auch eine mittelgroße Industriestadt. Im Ortsteil Gaanderen, wo schon im 18. Jahrhundert Eisen aus eisenhaltigem Sand und Lehm gewonnen und verarbeitet wurde, und in Doetinchem selbst stehen Fabriken, wo Öfen, Herde und derartige Haushaltsgeräte erzeugt werden, und auch einige Druckereien und Zeitschriftenverlage.
Geschichte [Bearbeiten]
Die Stadt, die im 17. Jahrhundert auch wohl Dotecom oder Deutekom genannt wurde, ist 838 zum ersten Mal urkundlich erwähnt worden. Um 1100 wurde sie ummauert.
Graf Otto II. verlieh dem bei einer Brücke über dem Oude IJssel günstig gelegenen Ort 1236 das Stadtrecht. Die Stadt hatte in Kriegen immer viel zu leiden. Im Achtzigjährigen Krieg, und auch 1672 wurde Doetinchem schwer getroffen und teilweise verwüstet.
Im Jahr 1580 starben zwei Drittel der Einwohner durch eine Pestepidemie. Auch im Zweiten Weltkrieg erlitt die Stadt durch Bombardierungen schwere Schäden, so schwer, dass die ganze Altstadt endgültig verloren ging. Nur die Sankt-Katharinenkirche wurde nach dem Krieg wieder aufgebaut.
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
In der Stadt stehen einige Windmühlen. Eine davon beherbergt den VVV (Vereinigung der niederländischen Tourismusbüros).
Sieben Kilometer östlich von Doetinchem steht, inmitten eines Waldes, das Schloss Slangenburg. Es wurde im späten Mittelalter gebaut und im 17. Jahrhundert im Barockstil renoviert. Da es 1945 einem Deutschen gehörte, wurde es nach der Befreiung durch die Alliierten von der niederländischen Regierung als Feindvermögen konfisziert. Es wurde dann an den Orden der Benediktiner verkauft. Diese benutzten es einige Jahre als Kloster, bis sie 2 km südöstlich eine neue Abtei bauten. Seitdem dient das Schloss als Unterkunft für jene, die für eine Retraite (Besinnungsperiode), ein Studium usw. bei den Mönchen zu Gast sind. Auch Protestanten sind dort willkommen, wenn sie sich an die Hausregeln halten. Der umliegende Wald ist frei zugänglich.
Bilder [Bearbeiten]
Sport [Bearbeiten]
Doetinchem hat einen Profi-Fußballverein (De Graafschap), im Volksmund „De Superboeren“ (Superbauern) genannt, dessen Stadion „De Vijverberg“ 12.600 Zuschauer fasst. In der Saison 2008/2009 stieg man nach zweijähriger Zugehörigkeit aus der Eredivisie in die zweite Liga ab. 2010 gelang aber der Wiederaufstieg.
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
La Libertad, Nicaragua, seit 1990
Pardubice, Tschechien, seit 1992
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Alexander Büttner (* 1989), Fußballspieler
- Carel Hendrik Verhuell (1764–1845), niederländisch-französischer Admiral und Diplomat
Weblinks [Bearbeiten]
- Gemeinde Doetinchem (nl, z.T. auch en, de)
- Schloss Slangenburg (nl, en)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ 22.02.2013 – Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande
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