Dogern

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Dogern
Dogern
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dogern hervorgehoben
47.6086111111118.1675315Koordinaten: 47° 37′ N, 8° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Waldshut
Höhe: 315 m ü. NHN
Fläche: 7,45 km²
Einwohner: 2282 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 306 Einwohner je km²
Postleitzahl: 79804
Vorwahl: 07751
Kfz-Kennzeichen: WT
Gemeindeschlüssel: 08 3 37 032
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausweg 1
79804 Dogern
Webpräsenz: www.dogern.de
Bürgermeister: Matthias Guthknecht
Lage der Gemeinde Dogern im Landkreis Waldshut
Aare Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Landkreis Lörrach Landkreis Konstanz Landkreis Tuttlingen Schwarzwald-Baar-Kreis Albbruck Bad Säckingen Bernau im Schwarzwald Bonndorf im Schwarzwald Dachsberg (Südschwarzwald) Dettighofen Dogern Eggingen Görwihl Grafenhausen Häusern Herrischried Höchenschwand Hohentengen am Hochrhein Ibach (Schwarzwald) Jestetten Klettgau (Gemeinde) Küssaberg Lauchringen Laufenburg (Baden) Lottstetten Murg (Hochrhein) Rickenbach (Hotzenwald) St. Blasien Stühlingen Todtmoos Ühlingen-Birkendorf Waldshut-Tiengen Wehr (Baden) Weilheim (Baden) Wutach (Gemeinde) Wutöschingen Schweiz RheinKarte
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Dogern ist eine Gemeinde im Landkreis Waldshut in Baden-Württemberg.

Geografie[Bearbeiten]

Dogern ist eine der wenigen Siedlungen am Hochrhein, der die Grenze zur Schweiz bildet, die nicht direkt am Fluss liegt. Das hat historische Gründe. Aufgrund eines Hochwassers Mitte des 18. Jahrhunderts wurde das einstige Fischerdorf vom Rhein nordwärts an seine heutige Position hin verlagert.

In Dogern zweigt auf der rechten Rheinseite der Kanal für das Laufwasserkraftwerk Albbruck-Dogern ab. Der dadurch entstandene Stauraum (Aubecken) wird vom Schluchseewerk als Ausgleichsweiher für das gleichnamige Pumpspeicherkraftwerk genutzt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Im Westen und Norden grenzt Dogern an Ortsteile der Nachbargemeinde Albbruck im Nordosten und Osten an die Stadt Waldshut-Tiengen und ihre Stadtteile. Südlich und südwestlich des Rheins liegen die Schweizer Nachbargemeinden Full-Reuenthal, Leibstadt und Schwaderloch im Kanton Aargau.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Dogern gehören das Dorf Dogern, die Höfe Auhof, Rüttehof und Weihermatten und die Häuser Bei den Rheinhäusern (Am Rhein-Rheinweg) und Steingrube (Moosmatte).[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung von Dogern findet sich 1128 durch die Erwähnung eines Henricus a Dorgern. Im Jahre 1284 schenkten Graf Ludwig von Frohburg-Homberg und dessen Gemahlin die Gräfin Elisabeth von Rapperswil das Dorf der Johanniterkommende in Leuggern.[3] Diese verkaufte ihre Rechte im Jahr 1335 an das 1309 gegründete Kloster Königsfelden. Als im Zuge der Reformation in der Stadt und Republik Bern im Jahre 1528 das Kloster Königsfelden aufgelöst wurde, übernahm Bern die Rechte und Besitzungen in Dogern, welche es 1684 an das Kloster St. Blasien verkaufte. Mit der Säkularisierung wurde das Kloster 1806 aufgelöst und Dogern fiel an das Großherzogtum Baden.

Politik[Bearbeiten]

Dogern bildet zusammen mit den Gemeinden Weilheim und Lauchringen eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft mit der Stadt Waldshut-Tiengen.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Dogern hat 12 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis. Die Wahlbeteiligung lag bei 58,0 % (2009: 59,3 %). Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Freie Wähler 52,0 % - 6 Sitze, 2009: 49,8 % - 6 Sitze
CDU 48,0 % - 6 Sitze, 2009: 50,2 % - 6 Sitze

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In gespaltenem Schild vorne in Silber auf grünem Boden eine grüne Tanne, hinten in Blau ein zunehmender goldener Mond mit Gesicht.“

Partnerschaft[Bearbeiten]

Dogern verbindet seit 1988 eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Le Grand-Lemps, dem Hauptort des gleichnamigen Kantons im Département Isère.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche St. Clemens[Bearbeiten]

Nach der Verlegung des Dorfes wegen immer wieder auftretender Hochwasser befanden sich nur noch Kirche und Friedhof nahe am Fluss. Nach einem erneuten großen Hochwasser um 1765 entstand die heutige Kirche St. Clemens; sie wurde 1767 fertiggestellt und am 19. Juli 1775 vom Konstanzer Weihbischof, Baron von Hornstein, konsekriert.[4]

Blick vom Rhein auf Dogern
Evangelische Kirche Dogern

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Dogern war früher überwiegend von der Landwirtschaft geprägt. Inzwischen hat sich die Gemeinde zu einer Wohngemeinde der nahen Kreisstadt Waldshut-Tiengen entwickelt.

Größter Arbeitgeber ist der Büromöbelhersteller Sedus Stoll AG

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde Dogern liegt an der Bundesstraße 34 zwischen Basel und Schaffhausen und an der Hochrheinbahn Basel–Singen (Hohentwiel). Am Bahnhof Dogern halten stündlich Regionalbahnen Basel–WaldshutLauchringen der DB Regio AG; wochentags zu den Hauptverkehrszeiten verkehren Züge sogar alle halbe Stunde.

Die Entfernungen zu größeren Städten betragen 50 km nach Basel, 80 km nach Freiburg im Breisgau, 90 km nach Konstanz und 50 km nach Zürich.

Medien[Bearbeiten]

In Dogern ist die Zeitung Südkurier vertreten. Dazu kommen die Anzeigenblätter "WOM" und "Anzeiger Hochrhein". Für den SWR ist das Radiostudio in Waldshut zuständig.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 1037–1038
  3. Aegidius Tschudi: Chronicon Helveticum, Band I., S. 191
  4. Beschreibung auf kath-waldshut-dogern.de

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dogern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien