Doggystyle (Album)

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Doggystyle (Album)
Studioalbum von Snoop Dogg
Veröffentlichung 23. November 1993
Label Death Row Records
Format CD, LP, Kassette
Genre G-Funk, Hip-Hop
Anzahl der Titel 13+3 (Bonus)
Laufzeit 53 min, 24 s

Besetzung

Gastauftritte:

Produktion Dr. Dre; Daz Dillinger
Studio Death Row Studios
Chronologie
Doggystyle (Album) Tha Doggfather
Singleauskopplungen
30. Oktober 1993 Who Am I (What's My Name?)
15. Januar 1994 Gin & Juice
26. Juni 1994 Doggy Dogg World
11. Oktober 1994 Murder was the case

Doggystyle ist der Titel des Debütalbums des US-amerikanischen Gangsta-Rappers Snoop Doggy Dogg. Es erschien am 23. November 1993 über das US-amerikanische Label Death Row Records. Es gilt heute als Klassiker und für viele als das beste Hip-Hop-Album. Rolling Stone führte Doggystyle auf Platz 2 der "100 besten Alben der neunziger Jahre" und auf Platz 114 der 500 besten Alben aller Zeiten.

Hintergrund[Bearbeiten]

Snoop Dogg, 2006

Doggystyle ist eines der Alben des frühen G-Funks und West Coast-Hip-Hops und bezeichnend für die damals immer stärker werdende Rapszene. Gleichzeitig war es der Durchbruch für den Rapper Snoop Doggy Dogg, der seinen Künstlernamen später in Snoop Dogg änderte, da die Namensrechte für „Snoop Doggy Dogg“ bei Death Row Records lagen. Aufgrund dieser Tatsache entstand auch ein Beef zwischen Snoop Doggy Dogg, Tupac Shakur, Dr.Dre und Suge Knight, wobei Tupac Shakur und Dr.Dre Snoop Doggs Seite unterstützten. Der Beef gipfelte in den beiden Disstracks "Hate On Me" und "Pimp Slapp'd" von Snoop Dogg. Letzterer wurde von der Internetseite "complex.com" zum 40. Platz der besten Hip-Hop-Disse gewählt.[1] 2013 wurde der Beef von Snoop Dogg, der sich zu der Zeit schon dem Genre Reggae zuwandte und zu Snoop Lion umbenannt hatte, als offiziell beendet erklärt.[2][3]

Am Erfolg des Hip-Hop-Künstlers war Ex-N.W.A-Mitglied Dr. Dre maßgeblich beteiligt, da Snoop Dogg auf dessen Debütalbum The Chronic mehrere Gastauftritte, darunter auf den Singles "Nuthin But A „G“ Thang", "Fuck Wit Dre Day (And Everbody's Celebrating)" und "Let Me Ride" hat. Dies ist auch der Grund für mehrere Sticheleien auf dem Album gegen Eazy-E, der sich zu der Zeit mit Dr.Dre im Streit befand.[4] Seine erste Zusammenarbeit mit Dr. Dre hatte Snoop Dogg im Jahr 1992 beim Lied "Deep Cover", für den Film The Wash, das zudem auch das erste Lied Dr. Dres nach der Trennung von N.W.A. darstellt. Der Film wurde kommerziell nicht erfolgreich, dafür wurden nach dem Lied erste Stimmen auf Snoop Dogg aufmerksam.

Während der Promo-Phase des Albums musste sich Snoop Dogg vor ein Gericht verantworten, da er zur Beihilfe zum Mord beigetragen haben soll. Die Anklage wurde 1996 aufgrund fehlender Beweise fallen gelassen, was neben einer geplanten Tour auch die Albumproduktion an seinem Nachfolger Album Tha Doggfather verzögerte. Die Tour wurde schließlich komplett fallen gelassen, da die The Up in Smoke Tour, die neben Snoop Dogg weitere bekannte Künstler, wie eben jener Dr.Dre, Eminem, Nate Dogg, Ice Cube, Xzibit etc. enthielt, als Ersatz gespielt wurde.

Das Album erhielt Fünffach-Platin in den Vereinigten Staaten. Außerdem gilt das Album als eins der ersten Hip-Hop-Alben, das auf Platz 1 der Billboard 200 stürmen konnte.[5] Weltweit konnten über 10 Millionen Einheiten verkauft werden und es bekam damit eine Diamant-Schallplattenauszeichnung, die im Hip-Hop-Genre neben diesem Album nur noch Life After Death von The Notorious B.I.G., All Eyez On Me von Westcoast Kollege 2Pac, Get Rich or Die Tryin' von 50 Cent und Tha Doggfather von Snoop Doggy Dogg selbst, erreichen konnten. Das Album hält zudem den Rekord als das am schnellsten über die Ladentheke gehende Album in der ersten Woche und konnte bereits in der ersten Verkaufswoche in den USA Platin für über eine Million verkaufte Einheiten verbuchen.[6]

Produktion[Bearbeiten]

Das Album wurde Anfang des Jahres 1993 in den Death Row Records Studios in Long Beach aufgenommen. Als Features wurden die beiden Hip-Hop-Gruppen "213" und "Tha Dogg Pound" ausgewählt, denen Snoop Dogg angehört. "213" besteht aus eben jenem Snoop Dogg, seinem Cousin Nate Dogg und Warren G, dem Cousin von Dr. Dre, durch den Snoop Dogg Kontakt zu Dr. Dre bekam. Die Gruppe nahm den Track "Ain't no Fun" auf, der eigentlich für das Debütalbum Nate Doggs geplant worden war.[7] Dies ist auch der Grund dafür, dass Nate Dogg kurz nach Release seines Debütalbums Death Row Records verließ und es mehrere Jahre zu Urheberrechtsstreitigkeiten zwischen Nate Dogg und Suge Knight, dem Labelgründer Death Row's, kam.[8]

Dr. Dre, Hauptproduzent des Albums, im Jahr 2008

Mit "Tha Doggpound", bestehend aus Kurupt, Daz Dillinger und Snoop Dogg, nahm er die Tracks "Serial Killa", "For All My Niggaz and my Bitches" und die Single Doggy Dogg World auf. Ersteres enthielt zudem auch ein Feature von RBX, während zweiteres in Zusammenarbeit mit "The Lady of Rage" entstand. Zur Single "Doggy Dogg World" wurde auch ein Musikvideo gedreht, das am 26. Juni 1994 auf der DVD Murder was the Case: The Movie ausgekoppelt wurde. Das Video enthält zudem Gastauftritte der Funk Band "The Dramatics" und konnte den 14.Platz der Rhythmic Top 40 erreichen.[9]

Weitere Features haben "The Lady of Rage" auf "G-Funk Intro" und "Lil' Hershey Loc (Malik)" auf "Pump Pump".

Das Album entstand innerhalb eines Jahres. Death Row Records setzte Dr. Dre eine Frist, der laut Bruce Williams, sehr lange an den einzelnen Beats des Albums gesessen haben soll: "Dre’s going to be the first one in the studio and the last one to leave. He’ll start messing with a beat. As the beat starts pumping, the guys start filtering in. Everybody will get their little drink and smoke in. Soon enough the beat starts to make a presence. You’ll look around the room and every cat that was a rapper – from Kurupt to Daz to Snoop – will grab a pen. They would start writing while Dre is making a beat so by the time he’s finished with the beat, they are ready to hit the booth and start spittin'. To see those young cats – they were all hungry and wanted to make something dope. The atmosphere that was there, you couldn’t be wack."[10]

Laut Williams sei das Album noch nicht komplett fertig gewesen, da Dr. Dre das Abmischen der letzten fünf Tracks in zwei Tagen erledigt habe.[11] Dieser Aussage widersprach Jonathan Gold, ein Weggefährte Dres, der meinte, Dre habe nicht lange an den Beats gesessen. Er erzählte, Snoop habe das Album zur Perfektion trimmen wollen, weshalb die Albumproduktion so lange gedauert habe.[12] Weder Snoop Dogg, noch Dr. Dre äußerten sich zu den Aussagen.

Das Album zeichnet sich durch meist sehr langsame, sehr basslastige Beats aus, die der von Dr. Dre erfundenen Musikrichtung G-Funk zugeschrieben sind. Eine Ausnahme bildet z. B. das Lied "Gz and Hustlaz", das eine Bpm-Zahl von 100 besitzt.

Texte[Bearbeiten]

Die Texte des Albums wurden von vielen Jugendschutzvereinen kritisiert, da Snoop Dogg in seinem Album des Öfteren seine Texte als real bezeichnet, wie z. B. in der Line "Chill and feel the motherfucking realism"[13] Die Texte behandelt größtenteils das Leben eines Gangsters, Drogen und Sex. Ausnahmen sind Tracks wie "Lodi Dodi", in dem es um eine Frau geht, die Snoop, nachdem er mit ihr Geschlechtsverkehr gehabt hat, nicht mehr los wird oder "Murder was the Case", das Snoop Doggs Verurteilung thematisiert.[14][15] Das Album zeichnet sich vor allem durch Snoop Doggs Reimtechnik und Reimstruktur, sowie seinem Flow aus. Stephen Erlewine, von der E-Zine Allmusic.com bezeichnete Snoop als "einen der besten Sprachakrobaten im Hip Hop" und lobte dessen "Mehrfachreime und Reimstrukturen, die ansonsten nur ein Nas hinbekommen würde.".[16] Christopher John Farley vom New York Times Magazin lobte "Snoop Dogg's lässigen Flow, der sich perfekt den langsamen, basslastigen Beats von Dr.Dre anpasst", sowie "seinen gekonnten Wechsel zwischen ruhiger und aggressiver Stimmlage".[17]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Doggystyle
  US 1 xx.xx.1993 (x Wo.)
  AT 35 23.01.1994 (3 Wo.)
  CH 24 23.01.1994 (11 Wo.)
  DE 21 xx.xx.1993 (x Wo.)
Singles
Who Am I (What's My Name)?
  US 8 xx.xx.xxxx (x Wo.)
Gin and Juice
  US 8 xx.xx.xxxx (x Wo.)

Einfluss[Bearbeiten]

Hip Hop Musik[Bearbeiten]

Doggystyle gilt bei vielen Kritikern als Klassiker und bei vielen Hörern als das beste Hip Hop Album überhaupt.[18] Es gilt als wegweisend für viele andere bekannte Rapper sowie für die Musikrichtung G-Funk, die zuvor bereits auf Dr. Dre's The Chronic benutzt wurde. Das Album wurde für seine Beats und Snoop Dogg's Raptechnik hochgelobt, so z. B. von der Seite About.com, die schrieb, dass "Gangster-Rap (niemals) so süß (klang)". Nach diesem Album übernahmen auch viele andere bekannte Rapper, wie z.B. Snoop Dogg's Freund 2Pac oder Jay-Z die Musikrichtung G-Funk.[19]

Hip Hop Kultur[Bearbeiten]

Viele Kritiker vermuteten, dass Doggystyle vor allem die afro-amerikanische Kultur beeinflusst haben soll. Sie vermuteten, dass Snoop Dogg mit seinen Texten über Gewalt, Sex und Frauenfeindlichkeit und seiner Behauptung, dass die Musik "real" wäre, viele soziale Probleme in den Problemvierteln Amerikas verstärken würde.[20] Die Bezeichnungen von Frauen als "Bitches" oder "Hoes" solle die Wahrnehmung von amerikanischen Männer gegenüber den Frauen negativ beeinflussen.[21] Zudem sollen Snoop Dogg und andere Hip Hop Kollegen, wie Dr. Dre, Eazy-E, Tupac Shakur etc., ihr Gangsterimage zu sehr auf die leichte Schulter nehmen und den Umgang mit Waffen zu selbstverständlich darstellen.[22] Andere Prominente Frauen wie Mariah Carey widersprachen diesen Aussagen. Carrey coverte sogar den Song "Ain't no Fun".

Nachfolgende Werke[Bearbeiten]

Doggystyle gilt bei vielen Kritikern und bei Snoop Dogg selber als Snoop Dogg's bestes Album. Snoop Dogg bezog sich in vielen anderen Projekten auf sein Debütalbum, so nannte er z. B. sein eigenes Label Doggystyle Records und brachte auf Nachfolgenden Alben Lieder wie z.B. "Who Am I (Whats my Name?) Part 2" oder "Gin and Juice 2". Die auf dem Album benutzte Musikrichtung G-Funk benutzte Snoop Dogg auch in Nachfolgenden Alben. Zudem drehte Snoop Dogg einen Pornofilm namens Snoop Dogg's Doggystyle, der mehrere Lieder des Albums benutzte.

Titelliste[Bearbeiten]

Das Album umfasst 13 Titel und dauert zusammen etwas mehr als 53 Minuten.

# Titel Gastbeiträge Produzent Länge
1 Bathup 1:50
2 G-Funk Intro "Lady of Rage" Dr. Dre 2:24
3 Gin and Juice Dr. Dre und Snoop Dogg 6:44
4 Tha Shiznit Dr. Dre 4:03
5 Lodi Dodi Dr. Dre 4:24
6 Murder was the Case Dr. Dre und Snoop Dogg 3:38
7 Serial Killa Kurupt, Daz Dillinger und "RBX" Dr. Dre 3:35
8 Who Am I (What's my Name?) Dr. Dre und Snoop Dogg 4:06
9 For all my Niggaz and my Bitches Kurupt, Daz Dillinger, Lady of Rage Dr. Dre 4:42
10 Ain't no Fun Nate Dogg, Kurupt, Warren G Dr. Dre 4:07
11 Doggy Dogg World Daz Dillinger, Kurupt Dr. Dre 5:05
12 Gz and Hustlaz Dr. Dre und Snoop Dogg 3:51
13 Pump Pump "Lil' Hershey Loc (Malik)" Dr. Dre 3:42

Titel[Bearbeiten]

Titelinformationen[Bearbeiten]

Bathtub

Der Titel Bathtub ist das Intro des Albums, das auf der unzensierten Version des Albums zu finden ist. Snoop Dogg befindet sich mit einer Frau in einer Badewanne, als plötzlich seine Freunde bei ihm erscheinen und ein Gespräch mit ihm beginnen. Im Intro kommen neben Snoop Dogg und der Frau auch "Warren G" und "Kurupt" vor. Der Titel dauert 1:50 Minuten und handelt von Snoop Dogg, der mit seiner Berühmtheit nicht mehr klarkommt und daran denkt, aufzuhören, Warren G ihn allerdings davon abhält.[23]

G-Funk Intro

Der Song ist ein Upbeat-Titel, in dem er mit "Lady of Rage" rappt, die bis dato auch auf anderen Produktionen von Dr. Dre zu finden ist. Es ist, wie der Name schon aussagt, ein G-Funk-Song, in dem Snoop Dogg allerdings nur einen kleinen Teil übernimmt. Der Track enthält zudem Vocals von Dr. Dre und ist ein reiner Representer-Track.[23]

Gin and Juice

Dieser Song ist bislang einer der erfolgreichsten Songs Snoop Doggs. Charakteristisch für diesen Song ist der Synthesizer, der die Melodie des Songs bestärkt. Der Song handelt vom Leben des „Gangsters” Snoop Dogg und enthält Vocals von Kurupt und Daz Dillinger. Zu dem Song wurde ein Video gedreht, das inhaltlich davon handelt, dass Snoop Dogg's Eltern das Wochenende wegfahren und jenem befehlen sich über das Wochenende einen Job zu suchen. Dieser feiert aber stattdessen eine Party bis seine Eltern Heim kommen und er deswegen Ärger bekommt. Im Video ist auch der erste Auftritt von dem damals sechs Jährigen "Lil Bow Wow".[23] Der Song war die zweite Singleauskopplung und war Platz 1 bei den Hot Rap Singles und wurde für die Best Solo Rap Performance beim Grammy nominiert.[5]

Tha Shiznit

Musikalisch vergleichbar mit dem zweiten Track ist der Song stark vom G-Funk beeinflusst. Der Song wurde unter anderem im Intro von The Notorious B.I.G.s Album Ready to Die gesamplet.[23]

Lodi Dodi

Dieser Song wurde mit Nancy Fletcher aufgenommen und ist ein Remix eines bekannten Songs von Slick Rick, der in Insider-Kreisen bekannt ist. Hier ist zu erwähnen, dass Slick Rick ein East-Coast-Rapper ist. Der Song handelt von einer älteren Frau, mit der Snoop Dogg Geschlechtsverkehr hat und die ihn danach nicht mehr in Ruhe lässt. Laut Aussagen des Rappers handelt es sich im Song um ein echtes Erlebnis. Der Song wurde nicht offiziell als Single ausgekoppelt, konnte aber trotzdem des Öfteren in den American Hot Rap Singles den ersten Platz gewinnen.[23]

Murder was the Case

Dieser Track beginnt mit einer Unterhaltung zwischen zwei Freunden, in die sich ein Unbekannter einmischt und nach den Worten "Hey! You're Snoop Dogg, Snoop Doggy Dogg?" plötzlich eine Schießerei beginnt. Darauf rappt Snoop Dogg, indem er einen Komazustand nach einem Schuss beschreibt und in diesem Zustand gibt es eine Unterhaltung mit dem Teufel und verschiedene Gedanken Snoop Doggs. Der Song bezieht sich auf die Verurteilung Snoop Doggs im Jahr 1993.[23]

Serial Killa

In diesem Song treten viele bekannte Rapper, wie Kurupt, Dat Nigga Daz und The D.O.C., auf. Der Song handelt, wie sein Titel erahnen lässt, von mehreren Möglichkeiten zu sterben, die Snoop Dogg, Dat Nigga Daz, Kurupt und The D.O.C. beschreiben.[23]

Whats my Name?

Dieser Song ist einer der erfolgreichsten Songs von Snoop Dogg. Der Song war die erste Single und kam auf Platz 8 der Billboard Hot 100. Zu dem Song wurde auch ein Musikvideo gedreht, das mehrfach in den Hot Rap Videos auf Platz 1 gewählt wurde. Es handelt von Snoop Dogg, der mit einer Frau schläft und dabei das Haus auseinander nimmt. Der Vater des Mädchens, der der Frau das Treffen mit Snoop Dogg verboten hatte, stürmt wütend in das Haus, um die beiden in flagranti zu erwischen, worauf sich Snoop Dogg in einen Hund verwandelt und aus dem Fenster flüchtet. Der Rest des Videos zeigt Snoop Dogg an verschieden Stellen in Long Beach. Der Song wurde mehrfach auf Platz 1 der American Hot Rap Singles gewählt und wurde dreifach mit Platin ausgezeichnet. Der Song enthält zudem ein Sample aus einem alten Dr. Dre Lied.[5][23]

For all my Niggaz and Bitches

Tha Dogg Pound und The Lady of Rage, die beim selben Plattenlabel wie Snoop Dogg unter Vertrag standen, übernehmen bei diesem Track den Großteil der Rap-Passagen des Stücks.[23]

Ain't no Fun

In diesem Rap-Track wirkten wieder mehrere Rapper wie Kurupt, Nate Dogg und Warren G mit. Der Song handelt inhaltlich davon, wie die Rapper mit Frauen umgehen. Der Song wurde von vielen Jugendschutzvereinen als Frauenverachtend eingestuft und ist stark vom G-Funk beeinflusst.[23]

Doggy Dogg World

Das Lied hat drei Teile, von denen die Rapper Daz, Kurupt und Snoop Dogg je einen übernehmen. Der Hintergrund-Part wird von der Soulband "The Dramatics" übernommen. Zu dem Song wurde auch ein Musikvideo gedreht, das 1994 Premiere feierte und auf der DVD Murder was the Case:The Movie drauf war. Das Video handelt von einer Party, auf der mehrere andere, unbenannte Rapper auftreten. Snoop Dogg geht daraufhin mit Kurupt und Daz auf die Bühne und spielt "Doggy Dogg World", woraufhin sich der fast leere Saal füllt. Der Song wurde als dritte Single ausgekoppelt, konnte allerdings nicht an den Erfolg der ersten beiden Singles anknüpfen und erreichte seine Höchstplazierung in Großbritannien auf Platz 35.[23]

Gz and Hustlas

Gz and Hustlas hat ein hohes Rap-Tempo und wird von Synthesizern stark untermalt. Dieser Song ist signifikant für den Rest des Albums und geht ebenfalls in die Richtung G-Funk. Der Song enthält Samples aus dem Film "The Wash".[23]

Pump Pump

Dieser Song enthält ein Feature von Lil Hershey Loc (Malik) und ist das Outro des Albums. Der Song ist extrem basslastig, hat aber dennoch ein hohes Raptempo und geht sehr in die aggressive Richtung.[23]

Singles[Bearbeiten]

Als Singles wurden "Who Am I (What's my Name)", "Gin and Juice" und Doggy Dogg World ausgekoppelt. "Who Am I (What's my Name)" und "Gin and Juice" waren beide kommerziell sehr erfolgreich und konnten sich beide in den Top 10 der amerikanischen Singlecharts platzieren. "Who Am I (What's my Name)" konnte zudem auch in Deutschland die Top 10 erreichen, während "Gin and Juice" in Deutschland auf Platz 20 kam. Beide Singles wurden mehrfach auf Platz 1 der American Hot Rap Singles gewählt. "Gin and Juice" wurde zudem für die Grammy-Awards für die Best Rap Solo Performance nominiert. "Doggy Dogg World" konnte sich hingegen nicht an die Erfolge der beiden anderen Singles anschließen und festigte seine Höchstplatzierung in Großbritannien auf Platz 35.[24]

"Murder was the Case", "Ain't no Fun" und "Lodi Dodi" wurden zwar nicht als Singles ausgekoppelt, schafften es aber trotzdem mehrfach auf Platz 1 der American Hot Rap Singles. In einer 1999 geführten Umfrage konnten sich sowohl "Who Am I (What's my Name)", als auch "Gin and Juice" und "Murder was the Case" in die Top 20 der besten Raptracks schaffen.

"Who Am I (What's my Name)" und "Gin and Juice" wurden beide mit dreifach Platin ausgezeichnet, während "Doggy Dogg World" mit Gold ausgezeichnet wurde.

Unveröffentlichte Tracks[Bearbeiten]

Mehrere Lieder, die ursprünglich auf das Album sollten, wurden erst auf späteren Tapes veröffentlicht. "Gz Up Hoes Down" wurde auf die Vinyl des Albums gepresst, jedoch wegen unerlaubtem Benutzen von Samples aus der CD-Version entfernt.[25] Der zweite unveröffentlichte Track ist "Tha Next Episode" zusammen mit Dr. Dre, der im Jahr 2000 als "The Next Episode" für The Up in Smoke Tour neu überarbeitet wurde.[26] Zudem sollte ursprünglich ein Skit namens "Doggystyle" veröffentlicht werden, der ein Outtake der Albumproduktion sein sollte. Woran die Veröffentlichung des Skits gescheitert hat, ist nicht bekannt.[27]

Albumtitel[Bearbeiten]

Der Titel ist ein Wortspiel aus dem Künstlernamen Snoop Doggs und der Sexstellung, in Deutschland besser bekannt als Hündchenstellung. Mehrere Kritiker vermuteten zudem eine Anspielung auf Snoop Doggs Musiktexte, welche sich größtenteils auf Drogen, Gewalt und eben Sex beziehen.[28] Der Rapper machte des Öfteren Witze über die Doppeldeutigkeit des Begriffs, z. B. im Musikvideo zu "Who Am I (What's my Name)": "Bitch, you dont love me, you just love my Doggystyle".[29]

Covergestaltung[Bearbeiten]

Das Cover ist komplett gezeichnet. Snoop Dogg wird als Hund dargestellt und sitzt auf einer gelb-roten Hütte mit einem Schild drauf, auf dem "Beware of Dogg" steht. Er trägt eine Kette und ein kariertes Hemd, während in der Hütte eine Hündin liegt, die offensichtlich unbekleidet ist. Der Hintergrund ist blau gehalten und ebenfalls im Hintergrund ist eine rote Mauer, die den halben Hintergrund verdeckt, auf der "Doggystyle" steht. Oben auf der Mauer hängen drei Hunde, die Sprechblasen mit den Sätze "Why must I feel like dat", "Why must I chase Da Cat" und "Nuttin' but Da Dogg in Me" besitzen. Hinter der Wand steht ein Hundefänger, der Snoop beobachtet und in seiner Sprechblase "Da mean old Dogg like Da" stehen hat. Unten an der Wand sitzt eine Maus mit der Sprechblase "Snoop is always on top of things". Oben links steht in schwarz-gelber Schrift "Snoop Doggy Dogg".[30] Das Artwork wurde vom Künstler Joe Cool gezeichnet, der laut eigenen Aussagen die Themen des Albums widerspiegeln wollte.

Kritik[Bearbeiten]

Professionelle Bewertungen
Kritiken
Quelle Bewertung
Allmusic [31]
Rolling Stones [32]
The Source [33]
laut.de [34]
Yahoo Music [35]
Freezee [36]

Doggystyle bekam meist positive bis herausragende Kritik.

So gab Allmusic dem Album 5 von 5 Sternen und schrieb: „Doggystyle ist schlicht ein beinahe perfektes Album. Während man bei Songs wie Murder was the Case denkt, er ist ein sehr guter Rapper, denkt man bei Songs wie Lodi Dodi oder Ain't no fun, er ist ein Genie.“

Ähnlich gute Kritik gab das Rolling Stone Magazin, das auch 5 von 5 Sternen vergab: „Doggystyle ist eine Mischung aus witzigen Wortspielen und harten oder lustigen Beats. Die 55 Minuten vergehen wie im Flug, und man kann das Album immer und immer wieder hören, sogar ohne auf die Skiptaste zu drücken.“

The Source vergab auch 5 von 5 Sternen und merkte an: „The Chronik war ein klasse Album mit fast untopbaren Beats. Das so ein klasse Album trotzdem getoppt werden kann, beweist uns Doggystyle“.

Die Internetseite laut.de nahm den Tonträger rückblickend in ihrer Rubrik Meilensteine unter die Lupe und gab Doggystyle 5 von 5 Punkten.[37]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pimp Slapp'd bei complex.com
  2. Snoop Dogg erklärt Beef mit Suge Knight für beendet; youtube.com
  3. Erste Bilder von Suge Knight und Snoop Dogg nach Beendung des Beefs. smokingsection.uproxx.com
  4. Snoop Dogg disst Eazy-E 1993; youtube.com
  5. a b c Snoop Dogg in den US-amerikanischen Billboard-Charts (Version vom 30. März 2008 im Internet Archive)
  6. Snoop Dogg sold over 1 Million copies in first week auf hiphopdx.com
  7. Ain't no Fun auf YouTube
  8. Nate Dogg:Die Glücklose Seele des Gangster Raps auf Spiegel.de
  9. Snoop Dogg's Chartplatzierungen (Doggy Dogg World)
  10. Bruce Williams über Doggystyle und Dr.Dre
  11. Bruce Williams über Doggystyle und Dr.Dre
  12. Jonathan Gold über die Entstehung Doggystyle's im Archiv von Rolling Stone
  13. Texte des Albums Doggystyle und deren Kontroverse
  14. Lodi Dodi Lyrics auf azlyrics.com
  15. [1]
  16. Snoop Dogg's Doggystyle Album review by Allmusic.com
  17. Albumreview auf New York Times
  18. 10 Klassiker auf rap.about.com
  19. Doggystyle Overview
  20. T. Denean, 2007: Pimps Up, Ho's Down: Hip Hop's Hold on Young Black Women. S. 12–15. New York: NYU Press. ISBN 0-8147-4014-6.
  21. Kevern Verney, 2003: African Americans and US Popular Culture. S. 96–97. Routledge. ISBN 0-415-27527-X
  22. African Americans and Violence
  23. a b c d e f g h i j k l m Albumkritik zu Doggystyle (Englisch)
  24. Snoop Dogg's Chartplatzierungen
  25. Snoop Dogg Gz Up Hoes Down:The Story
  26. The Next Episode
  27. Doggystyle:Album Analyse (englisch)
  28. Snoop Dogg's Sextexte (englisch)
  29. Who Am I (What's my Name) auf YouTube
  30. Snoop Dogg Dogystyle Cover auf hiphopdx.com
  31. Doggystyle (Album) bei Allmusic (englisch)Vorlage:Allmusic/Wartung/Pflichtparameter ID fehlt
  32. : 'Tha Doggfather' Review. Januar 1997. Abgerufen am 1. Oktober 2011.
  33. Cheo Hodari Coker: Making a list? Checking it twice? Here are some guidelines to keep befuddled spouses, parents of teenagers and others on the right track.. In: Los Angeles Times, Tribune Company, 8. Dezember 1996. Abgerufen am 1. Oktober 2011. 
  34. http://www.laut.de/Snoop-Doggy-Dogg/Doggystyle-%28Album%29
  35. Cheo Hodari Coker: Making a list? Checking it twice? Here are some guidelines to keep befuddled spouses, parents of teenagers and others on the right track.. In: Los Angeles Times, Tribune Company, 8. Dezember 1996. Abgerufen am 1. Oktober 2011. 
  36. Cheo Hodari Coker: Making a list? Checking it twice? Here are some guidelines to keep befuddled spouses, parents of teenagers and others on the right track.. In: Los Angeles Times, Tribune Company, 8. Dezember 1996. Abgerufen am 1. Oktober 2011. 
  37. http://www.laut.de/Snoop-Doggy-Dogg/Doggystyle-%28Album%29

Weblinks[Bearbeiten]