Dogo (Niger)

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Landgemeinde Dogo
Landgemeinde Dogo (Niger)
Landgemeinde Dogo
Landgemeinde Dogo
Koordinaten 13° 30′ N, 9° 1′ O13.4983333333339.0166666666667Koordinaten: 13° 30′ N, 9° 1′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Zinder
Departement Mirriah
Einwohner 83.570 (2010)

Dogo ist eine Landgemeinde im Departement Mirriah in Niger.

Geographie[Bearbeiten]

Markt in Dogo

Dogo liegt am Übergang der Großlandschaft Sudan zur Sahelzone. Die Nachbargemeinden sind Droum, Kolleram und Zinder im Norden, Gouna im Osten, Bandé und Dungass im Süden sowie Matamèye und Yaouri im Westen. Das Gemeindegebiet ist in 70 administrative Dörfer, 86 Weiler und vier Lager gegliedert.[1] Der Hauptort der Landgemeinde ist Dogo, bestehend aus den administrativen Dörfern Dogo Chaibou und Dogo Maïkassoua.[2]

Die Forêt classée de Korama am Wadi Korama ist ein 900 Hektar großes unter Naturschutz stehendes Waldgebiet im Gemeindegebiet von Dogo. Die Unterschutzstellung erfolgte 1952.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Herrschaftssitz Dogo wurde um 1820 von Sultan Sélimane dan Tintouma seinem Sultanat Zinder angeschlossen, das zum Reich Bornu gehörte.[4] 1899 besetzte Frankreich das Sultanat Zinder, bei dem es bis zur Unabhängigkeit Nigers 1960 verblieb. Der Markt von Dogo war einer der kleinen Märkte in der Region, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts von der französischen Verwaltung zugelassen wurden.[5] Die Landgemeinde Dogo ging 2002 im Zuge einer landesweiten Verwaltungsreform aus dem Kanton Dogo hervor. Bei Überschwemmungen im Jahr 2008 erlitten über 1300 Einwohner materielle Schäden. Es wurden 185 Häuser völlig zerstört und 74 Felder überflutet.[6]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte Dogo 61.551 Einwohner. Für das Jahr 2010 wurden 83.570 Einwohner berechnet.[7] In Dogo leben Angehörige der vor allem Agropastoralismus betreibenden Tuareg-Untergruppen Iguimirdan und Tafazarak.[8]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt am Übergang der Zone des Regenfeldbaus des Nordens zur Zone der Bewässerungsfeldwirtschaft des Südens.[9] Durch Dogo verläuft die Nationalstraße 11, die den Ort mit der Regionalhauptstadt Zinder im Norden und mit der Staatsgrenze zu Nigeria im Süden verbindet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 22. Januar 2011.
  2. Republik Niger: Loi n° 2002-014 du 11 JUIN 2002 portant création des communes et fixant le nom de leurs chefs-lieux (Online-Version; PDF; 108 kB).
  3. Données disponibles pour chaque forêt classée. Website der Direction de l’Environnement, Ministère de l’Hydraulique, de l’Environnement et de la Lutte Contre la Désertification, abgerufen am 25. Februar 2012.
  4. Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 135.
  5.  Hassane Gandah Nabi: Commerçants et entrepreneurs du Niger (1922–2006). L’Harmattan, Paris 2013, ISBN 978-2-336-29136-9, S. 37.
  6. Situation des dégâts causés par les inondations (2008). Website des Centre d’Information et de Communication, veröffentlicht am 18. November 2008, abgerufen am 31. März 2012.
  7. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010 (Online-Version; PDF; 3,1 MB), S. 57.
  8. Ministère de l’élevage et des industries animales / République du Niger (Hrsg.): La mobilité pastorale dans la Région de Zinder. Stratégies et dynamisme des sociétés pastorales. Niamey 2009 (Online-Version; PDF; 11,3 MB), S. 32.
  9. Comprendre l’économie des ménages ruraux au Niger. Save the Children UK, London 2009 (Online-Version; PDF; 2,6 MB), S. 8.