Doktor Erich Kästners Lyrische Hausapotheke

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Doktor Erich Kästners Lyrische Hausapotheke ist eine Gedichtsammlung Erich Kästners, die erstmals 1936 in der Schweiz erschien. Sie vereinigte zahlreiche bereits vorher erschienene sowie neu veröffentlichte Gedichte des Autors in einem Band.

Die Besonderheit des Bandes ist die im Vorwort empfohlene Anwendung in Art einer Apotheke. Der Leser findet unter 36 aufgeführten Leiden und Unannehmlichkeiten von „A bis Z“ (Kästner nennt diese die Etiketten einer Arzneiflasche, seine Gedichte selbst Arznei) den eigenen körperlichen bzw. Seelenzustand wieder. Dahinter wird Auskunft gegeben, welche Seiten er zur Linderung seines jeweiligen Zustandes aufschlagen kann.

Veröffentlichungsgeschichte[Bearbeiten]

Die Anthologie erschien drei Jahre nach Übernahme der Macht in Deutschland durch die Nationalsozialisten aufgrund der nationalsozialistischen Zensur als Drittes von Kästners Werken zunächst in dem von Kurt Machler extra dafür gegründeten Basler Atrium Verlag in der Schweiz. Später folgten zahlreiche weitere Veröffentlichungen, auch in Deutschland.

Inhalt[Bearbeiten]

Ein ausführliches Vorwort des Autors beschreibt die Adressaten der Gedichte und den Verwendungszweck: die „Therapie des Privatlebens“. Das Konzept des Werks geht auf Kästners schon in den 1920er Jahren geäußerte Idee von der „seelischen Verwendbarkeit“ gewisser Lyrik zurück. Die Auswahl ist im Gegensatz zu früheren Gedichtbänden Kästners „völlig unpolitisch“, so Klaus Doderer in seiner Kästner-Biografie. Kästner'sche Skepsis herrsche zwar noch vor, allerdings sei die Angriffslust (insbesondere auf die neuen Machthaber) geschwunden. Die Sammlung öffnet mit dem Gedicht Das Eisenbahngleichnis.

Ausgaben[Bearbeiten]