Dokumenten-Technologien

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Dokumenten-Technologien ist die Übertragung des englischsprachigen Begriffes DRT Document Related Technologies. Dokumenten-Technologien dienen zur Erzeugung, Erfassung, Erschließung, Verwaltung, Aufbereitung, Bereitstellung, Verteilung, Sicherung und Bewahrung von elektronischen Dokumenten[1].

Document Related Technologies[Bearbeiten]

Dokumenten-Technologien sind Dienste einer IT-Infrastruktur zur kontrollierten Nutzung elektronischer Dokumente unabhängig von Anwendung, Ort, Zeit und Erzeuger. Der Begriffsbestandteil Dokument (siehe auch Dokumentenmanagement) ist dabei aus inhaltlicher und rechtlicher Sicht definiert. Er hat damit eine andere Qualität als Daten, Information oder Content im Umfeld der Informationstechnik. Elektronische Dokumente definieren sich durch ihren Inhalt und rechtlichen Charakter und können in unterschiedlicher Form als strukturierte, schwach strukturierte oder unstrukturierte digitale Information vorliegen[2].

Das Akronym DRT und der Begriff Document Related Technologies wurde 1998 von Ulrich Kampffmeyer eingeführt[3]. Der Begriff Dokumenten-Technologien ist aus technologischer Sicht geprägt und damit im Unterschied zu Dokumentenmanagement wesentlich weitergefaßt. DRT Document Related Technologies beinhaltet nach Kampffmeyer zwei unterschiedliche Ansätze[2]:

  • Systeme, die auf die Verarbeitung unstrukturierter oder schwach strukturierter Information („Dokumente“) spezialisiert sind
  • dokumentenorientierte Funktionen, die in beliebige Anwendungen und IT-Infrastrukturen integriert werden

Letzterer Ansatz setzt sich zunehmend durch, da Dokumenten-Technologien als Server-Komponenten in modernen Dienste-Architekturen zur Infrastruktur werden.

Im Gegensatz zu den Anbietern klassischer DM-Systeme oder ECM-Systeme positionieren sich Anbieter von digitalen Drucksystemen, Outputmanagementlösungen und anderen dokumentenorientierten Produkten eher unter dieser Klassifikation. Hier wird dieser Begriff z.T. auch auf Verfahren und Technologien angewendet, die nicht auf elektronischer Informationstechnik basieren, und sich am Begriff des Papierdokumentes orientieren.

Beispiele[Bearbeiten]

Beispiele für den weitgefaßten Anspruch von Dokumenten-Technologien sind Content-Management-Systeme und Dokumentenmanagement, Methoden des Informationsmanagement und der Dokumentation, beispielsweise in Bibliotheken und Archiven. Dokumenten-Technologien stellen die Basisfunktionen für Enterprise-Content-Management bereit.

Beispiele für die funktionalen Elemente und Komponenten von Dokumenten-Technologien entsprechend der aufgeführten Begriffe in der Definition sind:

Zertifizierung[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ulrich Kampffmeyer: Dokumenten-Technologien: Wohin geht die Reise?. Hamburg 2003, 411 Seiten, ISBN 3-9806756-4-5.
  • Öghan Karakas: Document Related Technologies: Das Fundament für E-Business. Hansebuch Verlag, Hamburg 2003, 230 Seiten, ISBN 3-934880-07-X

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Quelle
  2. a b Dokumenten-Technologien: Wohin geht die Reise?, 2003
  3. Vortrag Paradigmenwechsel im Dokumenten-Management auf der DMS EXPO 1998

Weblinks[Bearbeiten]

  • AIIM international, Association for Information and Image Management international [1]. Internationaler Verband für Enterprise Content Management und Dokumententechnologien
  • BIT Fachzeitschrift für Dokumententechnologien; BIT-Verlag Stuttgart.
  • DOXNET - The Document X-perts Network e.V. [2]. Deutscher Verband für Dokumententechnologien
  • DLM-Forum Vereinigung der europäischen Nationalarchive [3]
  • VOI Verband Organisations- und Informationssysteme e.V. [4]. Deutscher Verband für Dokumentenmanagement