Dokumentenorientierte Datenbank

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Eine dokumentenorientierte Datenbank ist eine Datenbank, bei der Dokumente die Grundeinheit zur Speicherung der Daten bilden. Als das am weitesten verbreitete Datenbanksystem mit einer dokumentenorientierten Datenbank gilt Lotus Notes.

Während eine relationale Datenbank aus Datenbanktabellen besteht, die einem festen Datenbankschema unterliegen, enthält eine dokumentenorientierte Datenbank einzelne Dokumente. Diese Dokumente können strukturierte Dateien mit einem Standard-Dateiformat sein (wie eine Textverarbeitungsprogrammdatei), aber auch Binary Large Objects sind möglich, die im Sinne eines Datenbankzugriffs nicht weiter strukturiert sind (wie ein Videofilm im mpeg-Format).[1] Strukturierte Dateien mit einem frei festlegbaren Schema bestehen aus einer Reihe von Datenfeldern, die aus je einem Schlüssel-Wert-Paar bestehen können. Weitere Datenformate sind beispielsweise JSON-Objekte, YAML-Dokumente oder XML-Dokumente (siehe auch: XML Schema).

Jedes Dokument innerhalb der Datenbank wird über einen eindeutigen Identifikator angesprochen.

Weitere dokumentenorientierte Datenbankmanagementsysteme sind:

NoSQL[Bearbeiten]

Neuere Bestrebungen, Daten in nicht-tabellarischer Form und ohne die Einschränkungen der bekannten relationalen Datenbank zu speichern, wurden seit 2008 unter dem Titel NoSQL bekannt.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Wassilios Kazakos, Andreas Schmidt, Peter Tomczyk, D. Gündisch, T. Marz, Guido Moerkotte, A. Valikov: Datenbanken und XML: Konzepte, Anwendungen, Systeme (Xpert.press). Springer, 2002, ISBN 978-3-540-41956-3.
  •  Peter Gluchowski, Roland Gabriel, Carsten Dittmar: Management Support Systeme und Business Intelligence: Computergestützte Informationssysteme für Fach- und Führungskräfte. Springer, 2008, ISBN 978-3-540-23543-9.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rod Stephens: Beginning Database Design Solutions. Wiley-India, New Delhi 2008, S. 44. ISBN 8126519177.