Dollesbach

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Dollesbach
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Der Dollesbach vor der Mündung in die Blinde Rot

Der Dollesbach vor der Mündung in die Blinde Rot

Daten
Gewässerkennzahl DE: 2386322
Lage Gemeinde Bühlerzell, Landkreis Schwäbisch Hall, Baden-Württemberg, Deutschland
Flusssystem Rhein
Abfluss über Blinde Rot → Kocher → Neckar → Rhein → Nordsee
Quelle Etwa 0,6 km östlich von Kammerstadt, Gemeinde Bühlerzell
49° 0′ 49″ N, 9° 58′ 1″ O49.0135472222229.9669694444444483
Quellhöhe ca. 483 m ü. NN[1]
Mündung an der Südostspitze des Waldgewanns Buchknock von rechts in die Blinde Rot49.0044055555569.9935027777778438Koordinaten: 49° 0′ 16″ N, 9° 59′ 37″ O
49° 0′ 16″ N, 9° 59′ 37″ O49.0044055555569.9935027777778438
Mündungshöhe ca. 438 m ü. NN[1]
Höhenunterschied ca. 45 m
Länge 2,6 km[2]
Einzugsgebiet 2,3 km²[3]
Durchflossene Stauseen Treibsee
Gemeinden Bühlerzell
Einwohner im Einzugsgebiet unter 40[4]

Der Dollesbach ist ein rechter Zufluss der Blinden Rot in der Gemeinde Bühlerzell im Landkreis Schwäbisch Hall im nordöstlichen Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten]

Quelle und Verlauf[Bearbeiten]

Der Dollesbach entsteht nach LUBW-FG10 etwa 600 m östlich des Bühlerzeller Weilers Kammerstatt auf etwa 483 m ü. NN am Rande einer Hangwiese aus dem Zusammenfluss zweier Entwässerungsgräben, wenige Meter vor der Waldgrenze. Der längere der beiden beginnt etwa 250 m weiter westlich fast unter einer Freileitung auf etwa 488 m ü. NN und damit weniger als 15 m unter dem örtlichen Geländehoch beim Kammerstatter Wasserturm. Der junge Bach fließt nach Osten in den Wald ein und trennt hier die Gewanne Ödenfeld im Norden von Birking im Süden. Nach der Aufnahme einiger Hangbäche von links und etwa 700 m Laufs beginnt er sich auf etwa 462 m ü. NN nach Süden zu wenden, nach etwa 1,4 km vereint er sich dann auf etwa 454 m ü. NN mit seinem von rechts kommenden, mit etwa 1,1 km längsten Zufluss, der aus Richtung Westen heranzieht, und fließt künftig in dessen Mündungsrichtung weiter nach Südosten. Ein paar Dutzend Meter weiter fließt er in den etwa 1,3 ha großen und etwa 230 m langen Treibsee ein.[5] Nach insgesamt 2,6 km mündet er auf etwa 438 m ü. NN an der Südostspitze des Waldgewanns Buchknock von rechts in die Blinde Rot, jeweils etwa 100 m unterhalb der Mündung des Fuchsbaches von gegenüber und oberhalb der des Scherrbaches von seiner Seite.

Einzugsgebiet[Bearbeiten]

Der Treibsee am Mittellauf des Dollesbachs

Der Dollesbach hat ein Einzugsgebiet von 2,3 km² Größe. Es hat ungefähr die Gestalt eines nach Südosten gerichteten, an der breiten Seite runden Keils.

Die Wasserscheide beginnt nördlich des Ödenfeldes am Straßenknick der K 2628 nach Westen und folgt ungefähr deren Trasse bis Kammerstatt, verläuft von dort ab nach Süden etwas westlich der K 2627, schwenkt zu dessen Südwestrand zum Birkwald zu und folgt dann bald einer Waldstraße nach Osten auf dem sich schnell verengenden Höhenrücken zwischen Dollesbach und dem Scherrbach südlich von ihm bis zur Mündung. Von dort steigt sie mit dem Höhenweg auf den Buchknock nach Nordwesten an und biegt mit diesem vor der Wolfsklinge wieder zum Straßenknick der K 2628.

Zwischen dem Straßenknick der K 2628 und Kammerstatt grenzt nördlich das Einzugsgebiet des Bühlerzuflusses Avenbach an, in Gestalt der oberen Mulde von dessen Zufluss Brauner Bach durch Holenstein. Im Westen und Südwesten konkurrieren der südlichere Bühlerzufluss Gruppenbach bzw. dessen eigener linker Zufluss Forchenbach. Im Süden grenzt der nahe Scherrbach, der ebenfalls zur Blinden Rot fließt, das Einzugsgebiet stark ein. Im Osten jenseits des Buchknocks gibt es nur kurze Hanggerinne zur Blinden Rot, in dessen Nordosten konkurriert ein wiederum längerer Bach durch die Wolfsklinge zur Blinden Rot.

Vom Einzugsgebiet liegt nur ein Viertel[6] in freier Flur, es handelt sich dabei um den sanften Hang zwischen Kammerstatt und der Waldgrenze im Osten. Einzig besiedelt ist der äußerste Westen, hier liegt der östliche Ortsteil von Kammerstatt auf dem Hanggipfel. Die übrigen drei Viertel des Einzugsgebietes sind bewaldet, es dominiert der Nadelwald vor dem Mischwald; reiner Laubwald kommt fast nirgends vor.[7][8]

Geologie[Bearbeiten]

Der zulaufende längere Graben liegt im Stubensandstein, der Dollesbach selbst beginnt an der Grenze zu den Oberen Bunten Mergeln, die er in steiler Klinge bald durchschneidet, um dann bis zur Mündung im Kieselsandstein zu verbleiben. Der größere rechte Zufluss aus Richtung Westen verläuft im geologischen Profil analog.

An den Rändern des Einzugsgebietes im Norden (Straßenknick der K 2628 nach Westen) und im Süden (Höhenweg zwischen Dollesbach und Scherrbach) liegen kleinere alte und verfallene Gruben im Stubensandstein.[9]

Gemeinden[Bearbeiten]

Der Dollesbach liegt wie sein Einzugsgebiet insgesamt in der Gemeinde Bühlerzell.

Geschichte[Bearbeiten]

Der heute nur mehr als Fischsee genutzte Treibsee wurde als Schwellweiher für die ehedem an der Blinden Rot betriebene Holzflößerei angelegt.

Wald- und Wanderwege[Bearbeiten]

Über den rechten Hang seines westlichen Zuflusses tritt am Zusammenfluss ein Waldweg ins Tal ein, der im Folgenden bis zur Mündung links am unteren Hang des Dollesbaches lang zieht. Auf ihm verläuft ein Wanderweg von Bühlerzell im Westen über die Blinde Rot hinweg zum Hohenberg im Osten. Er ist bis zur Blinden Rot, ebenso wie ein rechts von ihm zum Höhenrücken zwischen Dollesbachtal und Scherrbachtal abzweigender Waldweg und der Höhenweg auf dem Kamm des Buchknocks an der nordwestlichen Wasserscheide, durch Parkmöglichkeiten am Anfang sowie das gemäßigte Höhenprofil ein im Sommer frequentierter, kurzer Sonntags-Waldwanderweg.

Natur[Bearbeiten]

Das Tal und der rechte Hang von etwas oberhalb des Treibsees an sind Teil des Landschaftsschutzgebietes Oberes Blinde-Rot-Tal. Wegen im von den mäandernden Bächen durchzogenen Tal vorkommender Altarme und naturnaher Uferbereiche stehen das untere Dollesbach- wie das untere von Westen zulaufende Tal unter Biotopschutz. Ebenfalls unter Biotopschutz stehen knapp 10 ha Wald über dem rechten Hang des zulaufenden Tals. Eine Eiche am westlichen Waldrand beim Anfang des ins Tal führenden Waldwegs ist Naturdenkmal, ebenso wie eine Forche wenig unterhalb des Treibsee-Dammes und der gesamte Treibsee mit seinen Uferbereichen.[10]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Nach Höhenlinienbild auf der TK25 interpoliert.
  2. Nach LUBW-FG10, siehe bei den Weblinks.
  3. Nach LUBW-GEZG, siehe bei den Weblinks.
  4. Nach der Ortsdarstellung von Holenstein auf der Gemeindewebseite von Bühlerzell hat der zugehörige Weiler Kammerstadt etwa 70 Einwohner, von der Siedlungsfläche entwässert nach LUBW-GEZG allenfalls der dritte Teil zum Dollesbach.
  5. LUBW-SG10, siehe bei den Weblinks.
  6. Auf LUBW-GEZG abgemessen.
  7. LUBW-GEZG.
  8. LUBW-LANDSAT2000, siehe bei den Weblinks.
  9. GK25, siehe bei Literatur.
  10. Nach LUBW-SCHUTZ. Siehe unter den Weblinks.

Literatur[Bearbeiten]

  • „TK25“: Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg Nord, als Einzelblatt Nr. 6925 Obersontheim
  • „GK25“: Geologische Karte von Baden-Württemberg 1:25.000, Blatt Nr. 6925 Obersontheim

Weblinks[Bearbeiten]

Geodatenviewer des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (Hinweise), insbesondere mit den Teilkarten/Layers

  • „LUBW-FG10“ : Fließgewässer 1:10.000
  • „LUBW-SG10“ : Stehende Gewässer 1:10.000
  • „LUBW-GEZG“ : Gewässereinzugsgebiete
  • „LUBW-LANDSAT2000“ : Landnutzung nach LS2000
  • „LUBW-SCHUTZ“ : Diverse Karten für einzelne Schutzkategorien
  • des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau des Landes Baden-
  • „LGRB-GÜK300“ : Geologische Übersichtskarte 1:300.000