Dom zu Oliva

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Der Dom zu Oliva
Grabmal der Fürsten von Pommern

Der Dom zu Oliva (polnisch: Kościół pod wezwaniem Trójcy Świętej, Najświętszej Maryi Panny i Świętego Bernarda) (Kirche zur heiligen Dreifaltigkeit, heiligsten Jungfrau Maria und Hl. Bernhard) befindet sich im Danziger Stadtteil Oliva.

Der Dom[Bearbeiten]

Der Dom ist eine dreischiffige Basilika mit Querschiff und mehreckigem Chor mit Chorumgang.

Die Fassade ist von zwei schlanken Türmen von je 46 Metern Höhe flankiert, mit spitzen barocken Helmdächern. Der Eingang führt durch ein barockes Portal aus dem Jahr 1688. Die Vierung trägt einen Glockenturm (Dachreiter), was typisch für Zisterzienser-Kirchen ist .

Die Gesamtlänge beträgt 107 Meter (Außenmaß) und 97,6 Meter (Innenmaß). Es ist das längste Zisterzienser-Kirchengebäude der Welt.

Die Geschichte[Bearbeiten]

Dom und Kloster Oliva 1765

Die Zisterzienser errichteten 1186 mit Zustimmung der Fürsten von Pommern einen Kloster „ad montem Olivarum“. Die erste romanische Kirche wurde 1224 von den Pruzzen niedergebrannt, von den Mönchen wiederaufgebaut und erweitert, und 1234 (oder 1236) wieder von den Pruzzen niedergebrannt. 1350 fielen das Kloster und die Kirche erneut den Flammen zum Opfer. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde eine gotische Kirche in der heutigen Form errichtet.

1831 wurde der Zisterzienserorden von den preußischen Behörden liquidiert und das Olivaer Kloster geschlossen. Die Kirche und ein Teil des Klosters wurden der katholischen Kirchengemeinde zugeteilt.

1925 errichtete Papst Pius XI. eine Danziger Diözese. Die Kirche zu Oliva wurde damit zur Kathedrale erhoben und Oliva wurde Hauptstadt der Diözese und Bischofssitz.

Die Innenausstattung[Bearbeiten]

Mittelschiff

Im Innenraum befinden sich 23 meist hoch- und spätbarocke Altäre. Der alte Hochaltar (1605) im Stil der niederländischen Renaissance wurde 1699 durch einen barocken Altar ersetzt, der als Meisterwerk des pommerschen Barock gilt. 1615 schuf Abraham van den Blocke (1572–1628) das Grabmal der Familie Kloß mit vier lebensgroßen, vor einem kleinen Kruzifix knienden Gestalten aus weißem und schwarzem Marmor.

Die Bilder sind Werke von Herman Han (1574–1628), Adolf Boy (1612–1680), Andreas Stech (1635–1697) und Andreas Schlüter (1660–1714). Die Kapellen sind dem Hl. Johannes Nepomuk und dem Heiligen Kreuz gewidmet.

Die Olivaer Domorgeln[Bearbeiten]

Die große Orgel

Im Dom befinden sich zwei Orgeln: die große Orgel über dem Eingang und die kleine Orgel am südlichen Ende des Querschiffs. Die große Orgel ist ein Werk des Zisterziensermönches Johann Wilhelm Wulff (1763–1788). Der Orgelprospekt ist ein bedeutendes Werk der barocken Schnitzkunst. Während des Orgelspiels bewegen sich die Figuren der Engel mit Posaunen und Glocken.
Die kleine Orgel ist ein Werk von Johann Georg Wulff aus dem Jahr 1680.
Beide Orgeln wurden mehrmals umgebaut und erweitert von:

  • 1763–1788: Johann Wilhelm Wulff (Oliva)
  • 1790–1793: Friedrich Rudolf Dalitz (Danzig)
  • 1863–1865: Friedrich Kaltschmidt (Stettin)
  • 1934–1935: Joseph Goebel (Danzig)
  • 1955: Wacław Biernacki (Krakau)
  • 1966–1968: Zygmunt Kamiński (Warschau)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dom zu Oliva – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quelle[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

54.41101418.558912Koordinaten: 54° 24′ 39,7″ N, 18° 33′ 32,1″ O