Domenico Capranica

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Domenico Capranica (* 31. Mai 1400 in Capranica Prenestina; † 14. Juli 1458 in Rom) war ein Humanist und Kardinal (Titelkirche: Santa Croce in Gerusalemme) der Römisch-Katholischen Kirche.

Er studierte in Padua und Bologna kanonisches und ziviles Recht, unter anderem bei Giuliano Cesarini, dessen Erhebung zum Kardinal im selben Konsistorium wie die von Capranica veröffentlicht werden sollte (1430). Er wurde 1425 zum Bischof von Fermo gewählt. Im feierlichen Konsistorium am 23. Juli 1423 erhob ihn Papst Martin V. zum Kardinal. 1426 wurde ihm die Titeldiakonie Santa Maria in Via Lata übertragen. 1444 wurde er zum Kardinalpriester von Santa Croce in Gerusalemme erhoben, behielt aber in commendam seine alte Titeldiakonie. Beide Titel hatte bis zu seinem Tode inne.

Der um 1451 für Kardinal Domenico Capranica errichtete Stadtpalast Palazzo Capranica stellt eines der wenigen Beispiele gotischer Profanarchitektur des 15. Jahrhunderts in Rom dar. 1457 gründete er das Collegio Capranica, das nach dem Tod des Gründers von seinem Bruder Angelo weiter gefördert wurde.

Er schrieb 1452 ein Sterbebuch, das Speculum artis bene moriendi (auch Ars bene moriendi), welches schon 1473 auf Deutsch erschien.

Literatur[Bearbeiten]

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