Domingo Cavallo

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Domingo Cavallo (* 1946 in San Francisco) ist ein argentinischer Ökonom und Politiker. Er bekleidete zwischen 1989 und 1991 das Amt des Außenministers und zwischen 1991 und 1996 sowie zwischen März und Dezember 2001 den Posten des Wirtschaftsministers in seinem Heimatland.

Leben[Bearbeiten]

Cavallo erlangte das Lizenziat in Wirtschaft sowie den Doktortitel der Wirtschaftswissenschaften an der Universidad Nacional de Córdoba, 1977 zog er in die USA und promovierte an der Harvard University in Wirtschaftswissenschaften (PhD in Economics).

Cavallo gilt als Vater der sogenannten Convertibilidad, eines wirtschaftlichen Programmes von 1991, mit dem er während seiner Amtszeit als Wirtschaftsminister erfolgreich die Inflation bekämpfte, indem er den Peso 1:1 an den US-Dollar koppelte. 1996 schied er jedoch wegen parteiinterner Differenzen aus dem Amt.

2001 wurde Cavallo von der Regierung Fernando de la Rúas wieder ins Amt des Wirtschaftsministers berufen, um die sich anbahnende Wirtschaftskrise zu stoppen. Doch auch er konnte nichts mehr gegen den freien Fall der argentinischen Wirtschaft tun. Am 20. Dezember 2001 schied er nach Protesten der Bevölkerung erneut aus dem Amt, nachdem er die Sperrung aller Bankguthaben verfügte (Corralito).[1]

Heute lebt Domingo Cavallo in den USA. Im Herbst 2003 und Herbst 2004 war er Gastprofessor der Wirtschaftswissenschaften an der Harvard University.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Manager-Magazin.de vom 20. März 2001: "Cavallo soll es richten"
  2. Gastprofessoren für Lateinamerikastudien in Harvard

Weblinks[Bearbeiten]