Dominique de Ménil

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Dominique de Ménil (eigentlich Dominique Schlumberger, * 10. Mai 1908 in Paris; † 31. Dezember 1998 in Houston, Texas) war die Erbin von Schlumberger, der weltweit größten Erdölexplorationsfirma, und eine bekannte Kunstmäzenin zeitgenössischer amerikanischer Malerei.

Biographie[Bearbeiten]

Dominique war die jüngste Tochter des französischen Geophysikers und Geologen Conrad Schlumberger (* 2. Oktober 1878 in Gebweiler, Elsass; † 9. Mai 1936 in Stockholm), einem Sohn Paul Schlumbergers (1846–1926) und seiner Frau Marguerite de Witt (1853–1924). Sie wuchs in Frankreich auf. Später studierte sie an der Sorbonne Mathematik und Physik. Am 9. Mai 1931 heiratete sie in Paris den französischen Adligen Jean (John) de Ménil (1904–1973), aus der gemeinsamen Ehe gingen fünf Kinder, Christophe, Adelaide, Georges, François und Philippa hervor.

Im Jahr 1941 emigrierte das Ehepaar aus dem besetzten Frankreich über England nach New York. Alexander Iolas motivierte Dominique de Ménil eine Kunstsammlung anzulegen und machte sie auf das Werk der Surrealisten aufmerksam.[1]

Die mittlerweile weltweit größte private Kunstsammlung, wurde durch Menil Collection der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Unter afrikanischer und europäischer Kunst waren auch zeitgenössische amerikanische Künstler zu finden, darunter Jackson Pollock, Barnett Newman, Clyfford Still, Cy Twombly, Robert Motherwell, Willem de Kooning und Mark Rothko. Mit dem damaligen US-Präsidenten Jimmy Carter gründete Dominique de Ménil die Carter-Menil Human Rights Foundation und seit 1986 wird die Carter-Menil-Award für besondere Verdienste verliehen. Die Auszeichnung ist mit 100.000 US-Dollar dotiert.

Auszeichnung[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pamela G. Smart: Sacred Modern: Faith, Activism, and Aesthetics in the Menil Collection, S. 75