Don Hertzfeldt

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Don Hertzfeldt

Don Hertzfeldt (* 1. August 1976 in Santa Barbara, Kalifornien) ist ein amerikanischer Cartoonist und Produzent, Regisseur und Autor von unabhängig produzierten Animationskurzfilmen. Zu den verschiedenen stilistischen Merkmalen von Hertzfeldts Werken zählen der minimalistische Animationsstil und sein absurder, von teils übertriebener Gewalt gekennzeichneter Humor. Viele Filme widmen sich existenziellen Problemen des Lebens, oft dargestellt in kurzen surrealistischen Episoden innerhalb der Handlung. Hertzfeldt erstellt seine Filme in traditioneller Zeichentricktechnik ohne Computer, verwendet aber inzwischen auch analoge Spezialeffekte wie zum Beispiel Doppelbelichtung. Das mühsame Abfilmen der einzelnen Frames mit einer 16mm-Bolex-Kamera übernimmt der Zeichner selbst. Angeblich besitzt er die Filmkamera, mit der A Charlie Brown Christmas aufgezeichnet wurde. In einem Interview meinte er einmal, dass er schon seit seiner frühen Kindheit vom Kino fasziniert war und gezeichnet und Geschichten geschrieben – für ihn war der Animationsfilm lediglich eine billigere und interessantere Alternative zum Low-Budget-Film.[1] Wie Hertzfeldt bemerkt, geht es ihm nur darum, eine Geschichte gut zu erzählen.[2]

Leben[Bearbeiten]

Hertzfeldt ist Absolvent der University of California in Santa Barbara, an der er auch seine ersten Kurzfilme hergestellt hat, die postwendend bei verschiedenen Filmfestivals aufgeführt wurden und sich großer Beliebtheit erfreuten. Laut eigenen Angaben ist Don Hertzfeldt in seinem ganzen Leben nie einer regulären Arbeit nachgegangen, außer der Herstellung und Vermarktung seiner eigenen Kurzfilme, von denen er seit Beginn seiner Karriere leben kann. Dies verdankt er einer loyalen Fangemeinde und seinem eigenständigen, Kult-generierenden Stil. Was seinen Status in der Welt des unabhängigen Animationsfilms betrifft, dürfte der einzige vergleichbare Regisseur Bill Plympton sein, der sich wie Don Hertzfeldt durch eigenwillige und unverkennbare Werke auszeichnet. 2003 kreierte Hertzfeldt gemeinsam mit dem Beavis-and-Butt-Head-Erfinder Mike Judge The Animation Show, in der sie bei einer Tour durch die USA in verschiedenen Städten diverse unabhängig produzierte Animationsfilme junger Talente im Kino präsentierten.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Filmographie[Bearbeiten]

  • Ah, L'Amour (1995)
  • Genre. (1996)
  • Lily and Jim. (1997)
  • Billy's Balloon (1998)
  • Rejected. (1999)
  • The Animation Show | Welcome to the Show /Intermission in the Third Dimension/ The End of the Show
  • The Meaning of Life. (2005)
  • Everything Will Be OK. (2006)
  • I am so proud of you. (2008)
  • Wisdom Teeth. (2010)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Archivierter Artikel auf Bitter Films, abgerufen am 4. April 2011.
  2. New York Times Artikel, abgerufen am 4. April 2011.