Don Juan Matus
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Don Juan Matus (um 1890-1973) ist eine (literarische?) Figur in den Werken des US-amerikanischen New-Age-Schriftstellers Carlos Castaneda (1925-1998).
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[Bearbeiten] Geschichte
Laut Castaneda war Don Juan Matus sein Lehrer, wobei Kritiker davon ausgehen, dass es sich bei der Person um eine literarische Figur handeln könnte.[1] Castaneda führt Don Juan Matus als letzten Seher einer alten mexikanischen Tradition von Weisen und Sehern ein, der den Indianern des Yaqui-Stammes angehört. Carlos Castaneda wurde sein Nachfolger, war aber nicht dazu fähig, die indianische Tradition fortzuführen. Don Juan war selbst Nagual eines Zugs von Sehern, zu denen unter anderem Don Genaro, ebenfalls ein Yaqui-Indianer, gehörte.
Der Zug ist unterteilt in sogenannte Träumer, Pirscher und andere. Don Juan lehrte Carlos die Kunst des Pirschens, die Eigenschaften eines Kriegers, die Kunst des Sehens und die des Träumens.
Eine seiner Hauptmethoden ist "das Anhalten der Welt", was ein beständiges Anhalten des inneren Dialogs, also des ständigen "mit-sich-selbst-Redens" (ob bewusst oder unbewusst), voraussetzt. Erst wenn die Phasen des vollständigen Anhaltens des inneren Dialogs eine gewisse "kritische Grenze" erreicht haben, ist es möglich, die Welt so zu sehen, wie sie ist, also die Wirklichkeit wahrzunehmen.
Bemerkung: Es ist anzunehmen, dass dieser wichtige Punkt auch im Zusammenhang mit der Zen-Praxis steht. Das Anhalten oder besser gesagt, das Versiegen der Gedanken. Sosan, ein geschichtlicher Zen-Meister, sagt dazu: "Wenn der Geist sich beruhigt, verschwindet er von selbst".
[Bearbeiten] Diskussion
Hinsichtlich der Identität von Don Juan Matus ist dabei anzumerken, dass es außer den Zeugnissen Castanedas und seiner Frau keine Zeugnisse seiner Existenz gibt. Das genannte Sterbedatum 1973 entspricht zeitlich dem von Castaneda genannten Zeitpunkt seiner Loslösung von seinem "Lehrer" Don Juan Matus - von dem er aber 1978 im Gespräch mit dem indischen Guru Muktananda und auch später behauptet, er lebe noch. In einem der Werke Castanedas sagt Don Genaro, Juan Matus sei inzwischen gewiss 300 Jahre alt (etwa 1973).
Paul Watzlawick und ein Teil seiner Kollegen vermuteten lange Zeit, dass Milton H. Erickson Don Juan Matus ist. Eine Vermutung, die Erikson, so berichtet Watzlawick, glatt (und nicht nur durch Erzählen einer Geschichte) verneinte. [Vgl. Paul Watzlawik: Die Möglichkeit des Andersseins. Zur Technik der therapeutischen Kommunikation. Bern u.a. 1977]
[Bearbeiten] Weblinks
- Don Juan Matus - Real or Imagined? englischsprachige Webseite über die Don Juan Matus Kontroverse
- Die Lehre von Don Juan Matus

