Don Rickles

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Rickles bei einem Auftritt im Jahr 2008

Donald Jay „Don“ Rickles (* 8. Mai 1926 in Queens) ist ein US-amerikanischer Komiker und Entertainer.

Auftreten[Bearbeiten]

Rickles Humor wurde in der New York Times als „Mischung aus persönlichen Herabwürdigungen und übertriebener Stereotypisierung“ beschrieben,[1] wegen der zu seinen Stand-Up-Auftritten gehörenden beleidigenden Äußerungen gegenüber dem Publikum wurde er als Kamikaze-Komiker bezeichnet.[2]

Rickles wird bei Showauftritten von der Einzugsmusik eines Matadors begleitet. Nach eigener Aussage spiegelt dies seine Einstellung gegenüber seinem Publikum wider.[3]

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Rickles wurde 1926 in New York geboren. Er wuchs als Einzelkind in einer jüdischen Familie auf, diente im Zweiten Weltkrieg in der Navy und begann Ende der 40er Jahre ein Studium an der American Academy of Dramatic Arts. Später arbeitete er als Stand-Up-Komiker, wodurch er Bekanntschaft mit Frank Sinatra machte, der ihn förderte. Er trat in der Folge in verschiedenen Shows in Las Vegas auf, und partizipierte an Aktivitäten des sogenannten Rat Packs. Sein Filmdebüt hatte er in dem Film U 23 – Tödliche Tiefen von 1958 an der Seite von Clark Gable und Burt Lancaster.

Rickles steigerte seinen Bekanntheitsgrad in den 1960er Jahren unter anderem durch zahlreiche Auftritte in der Late-Night-Show von Johnny Carson. 1968 bekam er seine eigene, The Don Rickles Show betitelte Sendung auf ABC. Daneben war er unter anderem regelmäßiger Teilnehmer der von Dean Martin geleiteten Roast-Shows, bei denen in jeder Ausgabe ein anwesender Prominenter wie etwa Ronald Reagan, Frank Sinatra, Sammy Davis junior, Bob Hope und auch Rickles selbst von mehreren nacheinander auftretenden Komikern verspottet wurde. Von 1976 bis 1978 hatte er die Hauptrolle in der von NBC ausgestrahlten Serie C.P.O. Sharkey. In den 90er Jahren war er unter anderem in dem Film Casino von Martin Scorsese zu sehen, außerdem sprach er in den Toy-Story-Filmen den Mr. Potato Head (im Deutschen Charlie Naseweis).

2007 veröffentlichte Rickles seine Memoiren, im darauffolgenden Jahr wurde er mit einem Emmy-Award für die Dokumentation Mr. Warmth: The Don Rickles Project ausgezeichnet, bei der John Landis Regie geführt hatte und die neben Material aus Rickles Karriere Würdigungen durch eine Vielzahl prominenter Schauspieler und Komiker wie beispielsweise Robert De Niro, Whoopi Goldberg, Chris Rock, Clint Eastwood und Jay Leno enthält.

Filme (Auswahl)[Bearbeiten]

Weitere Werke[Bearbeiten]

  • 1968: Hello Dummy! (Schallplatte)
  • 1969: Don Rickles Speaks! (Schallplatte)
  • 2007: Rickles’ Book (Buch, mit David Ritz)
  • 2008: Rickles’ Letters (Buch, mit David Ritz)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Alex Witchel: I'm No Howard Stern, You Dummy, NY Times vom 25. August 1996: „Rickles's humor is a combination of personal put-down and exaggerated stereotyping“
  2. Lawrence E. Mintz (1985): Standup Comedy as Social and Cultural Mediation. in: American Quarterly. Vol. 37, No. 1, Special Issue: American Humor, S. 79.
  3. Don Rickles im Interview mit Guy MacPherson, The Comedy Couch, 6. Oktober 2006

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Don Rickles – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien