Donat GR

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GR ist das Kürzel für den Kanton Graubünden in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Donatf zu vermeiden.
Donat GR
Wappen von Donat GR
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden (GR)
Bezirk: Hinterrheinw
Kreis: Schams
BFS-Nr.: 3705i1f3f4
Postleitzahl: 7433
Koordinaten: 752472 / 16611846.62899.42981037Koordinaten: 46° 37′ 44″ N, 9° 25′ 47″ O; CH1903: 752472 / 166118
Höhe: 1'037 m ü. M.
Fläche: 4.67 km²
Einwohner: 213 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 46 Einw. pro km²
Website: www.donat.ch
Donat GR

Donat GR

Karte
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Donat (deutsch Donath) ist eine politische Gemeinde im Kreis Schams, Bezirk Hinterrhein des Kantons Graubünden in der Schweiz.

Sie entstand mit Wirkung auf den 1. Januar 2003 aus der Vereinigung der bis dahin selbstständigen Gemeinden Donath und Patzen-Fardün. Gleichzeitig mit der Fusion wurden auch die Ortsnamen wieder reromanisiert. Der Ortsname Donath wurde zu Donat, der Ortsname Patzen zu Pazen und der Ortsname Fardün zu Farden. Der Grund dafür ist die rätoromanische Bevölkerungsmehrheit.

  • Pazen-Farden, 78 E.
  • Donat, 156 E.

Die neue Gemeinde Donat hatte bei der Vereinigung also 234 Einwohner und ist damit immer noch eine kleine Gemeinde.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Gold (gelb) ein rotes Schwert kmit schwarzem Griff, gekreuzt mit einer schwarzen Fackel

Patzen-Fardün
Donath

Das Wappen der neuen Gemeinde Donat wurde aus den geringfügig geänderten Wappen der ursprünglichen Gemeinden kombiniert: Links das Wappen der ehemalige Gemeinde Patzen-Fardün:

Schwert und Fackel versinnbildlichen den Freiheitskampf der genossenschaftlich organisierten Schamser Bauern.

Im rechten Feld das Wappen der ehemaligen Gemeinde Donath:

In Silber (Weiss) ein aufrechter roter Greif (Löwengreif) mit von rot und schwarz gespaltenem Flug und schwarzen Fängen, im rechten Fang ein blaues Schwert mit goldenem Griff haltend. Übernahme des Wappenmotivs der Familie Marchion, die in der Dorfgeschichte eine bedeutende Rolle gespielt hat.[2]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Kirche von Pazen-Farden

Sprachen[Bearbeiten]

Ursprünglich sprachen die Bewohner aller drei Gemeinden Sutselvisch , eine bündnerromanische Mundart. Noch 1880 waren die Gemeinden nahezu einsprachig. 1910 sprachen immer noch 85 % respektive 88 % romanisch. Bis zum Zweiten Weltkrieg änderte sich daran wenig und 1970 waren 144 der 169 Einwohner Rätoromanen. Während in Donath die Mehrheit der Bevölkerung heute romanisch spricht, hatte Patzen-Fardün im Jahr 2000 erstmals eine deutschsprachige Mehrheit.

Sprachen in Donat
Sprachen Volkszählung 1980 Volkszählung 1990 Volkszählung 2000
Anzahl Anteil Anzahl Anteil Anzahl Anteil
Deutsch 32 18,29 % 50 29,24 % 81 41,12 %
Rätoromanisch 141 80,57 % 119 69,59 % 106 53,81 %
Einwohner 175 100 % 171 100 % 197 100 %
Sprachen in Donath
Sprachen Volkszählung 1980 Volkszählung 1990 Volkszählung 2000
Anzahl Anteil Anzahl Anteil Anzahl Anteil
Deutsch 24 18,90 % 30 25,64 % 48 36,09 %
Rätoromanisch 101 79,53 % 85 72,65 % 75 56,39 %
Einwohner 127 100 % 117 100 % 133 100 %
Sprachen in Patzen-Fardün
Sprachen Volkszählung 1980 Volkszählung 1990 Volkszählung 2000
Anzahl Anteil Anzahl Anteil Anzahl Anteil
Deutsch 8 16,67 % 20 37,04 % 33 51,56 %
Rätoromanisch 40 83,33 % 34 62,96 % 31 48,44 %
Einwohner 48 100 % 54 100 % 64 100 %

Insgesamt verstehen 149 (= 76 %) der Einwohner Romanisch. Ganz vereinzelt wird Italienisch gesprochen. Deutsch und Romanisch sind die beiden offiziellen Behördensprachen.

Herkunft und Nationalität[Bearbeiten]

Von den Ende 2005 229 Bewohnern waren 215 Schweizer Staatsangehörige.

Geschichte[Bearbeiten]

Als 1926 die Verbindungsstrasse nach Wergenstein gebaut wurde, entdeckten Arbeiter in der Nähe der Valtschielbrücke zwei Bronzeartefakte, ein bearbeitetes Steinobjekt und menschliche Skelettreste. 1927/28 nahm Walo Burkart weitere Grabungen vor. Im Umkreis wurden vier Grabbeigaben gefunden: ein Bronzebeil, ein Bronzedolch, eine bronzenen Nadelspitze und ein geschliffener Gegenstand aus Stein. 1961 wurden bei der Verbreiterung der Strasse fünf weitere Bestattungen in Steinkisten entdeckt. Es handelte sich um eine Doppelbestattung von Erwachsenen, ein Kinderdoppelgrab und eine Erwachsenen-Einzelbastattung. Grabbeigaben – zwei bronzene Nadeln – lassen eine Datierung auf der Ende der Frühbronzezeit zu. Nach der Auswertung wurden die Gräber wieder zugeschüttet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Unter Denkmalschutz stehen die Donater Kirche, die Kirche Pazen-Farden sowie die Valtschielbrücke des Ingenieurs Robert Maillart.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Donat – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. stiftungswf.ch: Stiftung Schweizer Wappen und Fahnen, Zusammenschlüsse und Verselbständigungen von Gemeinden – Donat GRR, Zugriff am 18. Januar 2010