Donatien-Marie-Joseph de Vimeur, vicomte de Rochambeau

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Donatien-Marie-Joseph de Rochambeau

Donatien-Marie-Joseph de Vimeur, vicomte de Rochambeau (* 7. April 1755 Paris; † 20. Oktober 1813 bei Leipzig, gefallen) war ein französischer General.

Donatien-Marie-Joseph de Vimeur war der Sohn des Marschalls Jean-Baptiste de Rochambeau (* 1. Juli 1725 Vendôme, † 10. Mai 1807 Thoré-la-Rochette) und der Jeanne Thérèse Tellez d'Acosta.

Er nahm unter dem Oberbefehl seines Vaters an der militärischen Expedition nach Nordamerika teil und erhielt im Juli 1792 das Kommando in den französisch-westindischen Kolonien.

Er unterwarf auf Santo Domingo die Aufständischen, vertrieb auf Martinique die Royalisten samt den Engländern und befreite auch Guadeloupe und St. Lucia, wurde aber im März 1794 von den Engländern unter General Grey im Fort Royal zur Kapitulation genötigt.

1796 wurde er von der Direktorialregierung abermals nach San Domingo zur Unterdrückung des Aufstandes entsendet, doch war seine Streitmacht für die Aufgabe zu klein. 1802 ging er mit Leclerc zum dritten Mal nach San Domingo, um dort die uneingeschränkte Herrschaft Frankreichs wiederherzustellen und die Sklaverei wieder einzuführen. Der Feldzug begann mit großen Erfolgen und der Anführer der Einheimischen, der schwarze General Toussaint L'Ouverture, wurde gefangen genommen und nach Frankreich deportiert. Damit waren die Kämpfe jedoch nicht beendet, zumal die Nachricht von der Wiedereinführung der Sklaverei die einheimischen Mulatten und Schwarzen noch mehr gegen Frankreich aufbrachte. Als Leclerc im November 1802 an Gelbfieber starb, übernahm Rochambeau den Oberbefehl.

Vergebens versuchte Rochambeau durch unerhörte Grausamkeiten die farbige Bevölkerung der Insel zu unterwerfen. Das Gelbfieber schwächte die französischen Streitkräfte bald so sehr, dass Rochambeau sich nach der am 18. November 1803 verlorenen Schlacht von Vertières mit den Resten seiner Truppen dem schwarzen General Jean-Jacques Dessalines ergeben musste. Dessalines rief daraufhin die Unabhängigkeit Haitis aus, das damit endgültig für Frankreich verloren war. Auf dem Rückweg nach Frankreich geriet Rochambeau in britische Gefangenschaft und wurde nach England gebracht. 1811 kam er im Zuge eines Gefangenenaustauschs frei. Im Feldzug von 1813 erhielt er den Befehl über eine Division im Korps Lauristons. Rochambeau wurde in der Völkerschlacht bei Leipzig am 16. Oktober 1813 verwundet und starb vier Tage später.

Aus seiner Ehe mit Marie-Françoise de Harville, Tochter des Marquis de Trainel hinterließ er drei Kinder:

  • Augustine Eleonore (8. Dezember 1783 - ) verheiratet mit Victor Merle, comte de La Gorce
  • Constance Theresa (27. November 1784 - 14. Dezember 1866), verheiratet mit Alexandre de Valon von Boucheron, comte de Ambrugeac
  • Philippe-Auguste (26. Januar 1787 - 14. August 1868), später Pair von Frankreich, verheiratet mit Elisa Roque de Clausonnette

Ehrungen[Bearbeiten]

Sein Name ist am östlichen Pfeiler des Triumphbogen in Paris in der 16. Spalte eingetragen.

Weblinks[Bearbeiten]