Donaueschingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Donaueschingen
Donaueschingen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Donaueschingen hervorgehoben
47.9530555555568.5033333333333686Koordinaten: 47° 57′ N, 8° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Schwarzwald-Baar-Kreis
Höhe: 686 m ü. NHN
Fläche: 104,63 km²
Einwohner: 21.088 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 202 Einwohner je km²
Postleitzahl: 78166
Vorwahl: 0771
Kfz-Kennzeichen: VS
Gemeindeschlüssel: 08 3 26 012
Stadtgliederung: Kernstadt und 7 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 1
78166 Donaueschingen
Webpräsenz: www.donaueschingen.de
Oberbürgermeister: Erik Pauly (CDU)
Lage der Stadt Donaueschingen im Schwarzwald-Baar-Kreis
Schweiz Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Landkreis Emmendingen Landkreis Konstanz Landkreis Tuttlingen Landkreis Waldshut Ortenaukreis Landkreis Rottweil Bad Dürrheim Blumberg Bräunlingen Bräunlingen Brigachtal Dauchingen Donaueschingen Furtwangen im Schwarzwald Gütenbach Hüfingen Hüfingen Königsfeld im Schwarzwald Mönchweiler Niedereschach St. Georgen im Schwarzwald Schönwald im Schwarzwald Schonach im Schwarzwald Tuningen Triberg im Schwarzwald Unterkirnach Unterkirnach Unterkirnach Villingen-Schwenningen Villingen-Schwenningen Villingen-Schwenningen VöhrenbachKarte
Über dieses Bild

Donaueschingen ist eine Stadt im Südwesten Baden-Württembergs, die etwa 13 km südlich der Kreisstadt Villingen-Schwenningen liegt. Das Mittelzentrum ist die zweitgrößte Stadt des Schwarzwald-Baar-Kreises.

Bis zur Kreisreform am 1. Januar 1973 war Donaueschingen Kreisstadt des Landkreises Donaueschingen (Kfz.-Kennzeichen DS) und gehört seitdem zum Schwarzwald-Baar-Kreis. Seit 1. Juli 1993 ist Donaueschingen Große Kreisstadt.

Die nächstgrößeren Städte sind neben Villingen-Schwenningen noch Tuttlingen, etwa 24 km östlich, Singen (Hohentwiel) etwa 34 km südöstlich und das in der Schweiz gelegene Schaffhausen, etwa 30 km südlich von Donaueschingen.

Geographie[Bearbeiten]

Brigach in Donaueschingen
Donauzusammenfluss in Donaueschingen

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Stadt liegt auf dem Hochplateau der Baar, zwischen dem Ostrand des südlichen Schwarzwalds und der westlichen Schwäbischen Alb in der Talung der Brigach, deren Zusammenfluss mit der Breg in der Nähe von Donaueschingen als der eigentliche Beginn der Donau gilt. Eine gefasste Karstaufstoßquelle im Schlosspark, die Donaubachquelle, wird auch als „Donauquelle“ bezeichnet. Als einzige Gemeinde erstreckt sich die Gemarkung durchgehend vom Granit und Gneis des Schwarzwalds über die Trias-Formationen der Schwarzwald-Ostabdachung und der Baar bis zum Jura der Schwäbischen Alb und kann sämtliche Gesteinsschichten des süddeutschen Schichtstufenlands aufweisen. Die Höhen senken sich von 1.020 m im Schwarzwald auf ca. 660 m auf der Baar ab, um auf der Schwäbischen Alb die 900-m-Marke wieder zu überschreiten. Ein Modell stellt die außergewöhnliche geologische Situation der Stadt und ihres Umlands im Park gegenüber dem Bahnhof anschaulich dar.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Donaueschingen. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordwesten genannt:

Vöhrenbach, Villingen-Schwenningen, Brigachtal, Bad Dürrheim (alle Schwarzwald-Baar-Kreis), Geisingen (Landkreis Tuttlingen) sowie Hüfingen und Bräunlingen (alle Schwarzwald-Baar-Kreis).

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Das Stadtgebiet besteht aus dem Stadtkern, den in den 1930er Jahren eingegliederten Orten Allmendshofen und Aufen und den im Rahmen der Gemeindereform der 1970er Jahre eingegliederten Gemeinden Aasen, Grüningen, Heidenhofen, Hubertshofen, Neudingen, Pfohren und Wolterdingen.

Die zuletzt eingegliederten Stadtteile sind zugleich Ortschaften im Sinne von § 67ff der Gemeindeordnung, das heißt, sie haben jeweils einen von den Wahlberechtigten bei jeder Kommunalwahl direkt zu wählenden Ortschaftsrat, mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden. Die Zahl der Ortschaftsräte beträgt je nach Einwohnerzahl zwischen sechs und zehn.

Zu einigen Stadtteilen gehören weitere räumlich getrennte Wohnplätze mit eigenem Namen, die oft sehr wenige Einwohner haben oder Wohngebiete mit eigenem Namen, deren Bezeichnung sich im Laufe der Bebauung ergeben haben und deren Grenzen dann meist nicht genau festgelegt sind. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Gebiete:

  • zur Kernstadt: Dürrheimer Landstraße, Fohrenhöfe und In den Tannenäckern, Jägerhaus, Karlsruher Kindersolbad sowie Bruch- und Schluchsiedlung und Neue Heimat
  • zu Neudingen: Auf Teil, Gnadental und Mariahof
  • zu Pfohren: Immenhöfe
  • zu Wolterdingen: Hintere Schand, Lettenäcker und Zindelstein

Raumplanung[Bearbeiten]

Donaueschingen bildet ein Mittelzentrum innerhalb der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg, in der Villingen-Schwenningen als Oberzentrum ausgewiesen ist. Zum Mittelbereich Donaueschingen gehören neben der Stadt Donaueschingen noch die Städte Blumberg, Bräunlingen und Hüfingen.

Geschichte[Bearbeiten]

Wilhelm Scheuchzer: Donaueschingen, 1827
Donaueschingen um 1900
Donauquelle um 1900
Donautempel am Ausfluss des Donaubachs in die Brigach, 1910 unter der Leitung von Franz Schwechten im Auftrag von Wilhelm II. errichtet
Diana-Brunnen von Bildhauer Wilhelm Sauer zur Erinnerung an den Besuch von Wilhelm II., seiner Frau Auguste Viktoria und deren Tochter Viktoria Luise Prinzessin von Preußen im Jahr 1904

Donaueschingen wurde 889 als Esginga erstmals urkundlich erwähnt. Von 1101 bis ins 15. Jahrhundert gehörte der Ort zu einer örtlichen Adelsfamilie, die vermutlich Dienstleute des Klosters Reichenau waren. Im 13. Jahrhundert waren es die Herren von Blumberg, die über den Ort herrschten, dann folgten bis 1465 die Ritter von Stein.

Schon im Jahr 1283 belehnte Rudolf von Habsburg den Grafen Heinrich von Fürstenberg mit der Grafschaft Baar und Donaueschingen. Damit war auch das Recht verbunden, Bier zu brauen. Hier hat die Fürstlich Fürstenbergische Brauerei ihren Ursprung.

Im Jahre 1488 ging der Ort Donaueschingen durch Kauf in den Besitz der Grafen von Fürstenberg über. 1653 wählte Ferdinand Friedrich von Fürstenberg Donaueschingen als Residenz. Seit 1716 ist der Ort Hauptsitz der Fürsten von Fürstenberg. 1801 wurde Donaueschingen Sitz eines Obervogteiamtes der Herrschaft Fürstenberg. Im Jahr 1806 kam der Ort zusammen mit dem Fürstentum an das Großherzogtum Baden und wurde ein Jahr später Sitz eines Amtes, das jedoch 1810 wieder aufgelöst wurde. Dafür erhielt Donaueschingen 1810 das Stadtrecht. 1813 wurde das Amt Donaueschingen wieder errichtet, 1818 erneut aufgelöst und 1849 zum zweiten Mal wieder errichtet und später zum Bezirksamt erhoben. 1908 fiel ein großer Teil der Stadt einem Brand zum Opfer. Aus dem Bezirksamt Donaueschingen ging 1939 der Landkreis Donaueschingen hervor, der bei der Kreisreform 1973 aufgelöst wurde. Die meisten seiner Gemeinden und mit ihm die Kreisstadt Donaueschingen wurden dem neu gebildeten Schwarzwald-Baar-Kreis zugeordnet. Infolge der Eingliederung von sieben Nachbargemeinden in den 1970er Jahren entwickelte sich Donaueschingen zur zweitgrößten Stadt des Kreises; 1992 überschritt die Einwohnerzahl die 20.000-Grenze. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die Landesregierung von Baden-Württemberg dann mit Wirkung vom 1. Juli 1993 beschloss.

Auch die Stadtteile Donaueschingens haben eine lange Geschichte. Sie gehörten meist zum Fürstentum Fürstenberg und kamen 1806 an Baden. Zunächst zum Oberamt Hüfingen, 1813 zum Amt Donaueschingen, 1819 wieder zum Amt Hüfingen und seit 1849 erneut zum Amt Donaueschingen, später Bezirksamt Donaueschingen, aus dem 1939 der Landkreis Donaueschingen hervorging. Grüningen kam jedoch erst 1936 zum Bezirksamt Donaueschingen.

  • Aasen wurde 973 als Usin erstmals erwähnt. Ab 1094 ist ein örtlicher Adel genannt, von der Burg Aasen ist noch der Burgstall erhalten.
  • Allmendshofen wurde 870 als Aleuuigeshouun erstmals erwähnt. Auch hier ist ein Ortsadel genannt, von deren Burg jedoch nichts mehr erhalten ist. Wohl über die Herrschaft Blumberg und von Schellenberg kam der Ort an Fürstenberg.
  • Aufen wurde 889 als Uffheim erstmals erwähnt. Es handelt sich wohl um einen Ausbauort von Donaueschingen, der im 14. Jahrhundert in Unteraufen (später Niederaufen), Suntheim und Oberaufen aufgeteilt war. 1488 gelangte der Ort mit Donaueschingen an die Herren von Fürstenberg.
  • Grüningen wurde 1109 als Gröningen erstmals erwähnt. Andere Quellen berichten, dass Grüningen im Jahr 805 erstmals in einer Urkunde des Klosters St. Gallen in der heutigen Schweiz erwähnt wurde. Im 13. Jahrhundert gab es einen Ortsadel, doch gelangte der Ort dann an Fürstenberg und mit dem Verkauf von Villingen 1326 an Österreich (Vorderösterreich). 1805 kam Grüningen an Württemberg und wurde 1806 im Tausch an Baden abgegeben. Der Ort gehörte dann zum Obervogteiamt bzw. Bezirksamt Villingen und kam erst 1936 an das Bezirksamt/Landkreis Donaueschingen. Graf Gebhard zu Fürstenberg, Domherr zu Konstanz und Pfarrrektor für Grüningen war leiblicher Bruder von Graf Egon zu Fürstenberg. Diesem adeligen Geistlichen werden die Wandfresken in der Mauritiuskirche in Grüningen aus dem 13. und 14. Jahrhundert zugeschrieben, die heute noch zu besichtigen sind. Auch Spuren des spanischen Erbfolgekrieges sind in Grüningen sichtbar. Zwei Relikte aus dieser Zeit erinnern daran, einmal die Kanonenkugeln am Chorbogen in der Kirche und das Spanische Kreuz, welches die Ermordung eine Edelmannes aus königlichem Geschlecht anzeigt und im Gewann Ochsenberg steht.
  • Heidenhofen wurde 759/60 als Heidinhova erstmals erwähnt. Das Kloster St. Gallen hatte Besitzungen. Im 10. Jahrhundert gelangte der Ort an das Kloster Reichenau. 1447 wurde Heidenhofen an die Herrschaft Fürstenberg verkauft.
  • Hubertshofen wurde 1440 als Humbrachtzhoven erstmals erwähnt. Anders als die anderen Stadtteile gehörte Hubertshofen zur Nachbargemeinde Bräunlingen und teilte die Geschicke mit dieser Stadt. Bis 1805 blieb der Ort daher österreichisch. Die Fürstenberger erkannten spätestens 1686 die Landeshoheit über den Ort an. 1805 an Württemberg kam Hubertshofen 1806 an Baden und war dann zunächst dem Amt Villingen, ab 1813 dem Amt Hüfingen, 1832 dem Stabsamt und 1840 dem Amt Villingen zugeordnet, kam dann 1849 zum Amt Donaueschingen.
  • Neudingen wurde 870 als Niginga erstmals erwähnt. Der Ort war wohl Mittelpunkt eines Königsguts in der Baar. 949 wurde der Ort an das Kloster Reichenau verschenkt. Ab 1108 ist eine Adelsfamilie genannt, doch kam der Ort Anfang des 13. Jahrhunderts an Fürstenberg. Von hier aus wurde die Burg Fürstenberg angelegt. Eine Tiefburg wurde 1503 an das Kloster Mariahof verkauft. Der zu Neudingen gehörige Weiler Mariahof wurde 1274 als „Capella dicta super Curiam“ erstmals erwähnt. Wohl im 13. Jahrhundert wurde ein Kloster gegründet. Die Klosterkirche wurde 1274 von der Neudinger Pfarrkirche getrennt. Anschließend wurde das Kloster durch Beginen aus Neudingen besiedelt. Das Nonnenkloster stand unter den Dominikanern aus Rottweil. 1337 wurde das Kloster als Grablege der Fürstenberger gewählt. Während der Reformation wurde das Kloster aufgegeben, 1562 bzw. 1584 jedoch wieder besiedelt und dem Kloster Friedenweiler inkorpiert. 1802 wurde es säkularisiert und 1852 wurde die Kirche durch einen Brand zerstört. Daraufhin errichteten die Fürstenberger dort eine Gruftkirche.
    siehe auch Burg Neudingen
  • Pfohren wurde 817 als ad Forrun erstmals erwähnt. Anfänglich hatte das Kloster St. Gallen Besitzungen, ab 1086 ist eine Adelsfamilie genannt. Wohl über die Zähringer kam der Ort im 13. Jahrhundert an die Fürstenberger.
  • Wolterdingen wurde 772 als Wuldartingas erstmals erwähnt. Im 10. Jahrhundert wurde der Ort an die Reichenau verschenkt. Um 1102 ist ein Ortsadel genannt. Schon früh war Wolterdingen wohl über die Wartenberger an die Fürstenberger gekommen. Diese gaben den Ort an die Tusser von Lanzenhofen zu Lehen, lösten ihn jedoch vor 1450 wieder ein. Der zu Wolterdingen gehörige Weiler Zindelstein wurde 1225 als „Sindelstein“ erstmals erwähnt. Der kleine Ort kam schon früh an die Fürstenberger, wurde dann aber mehrmals an verschiedene Herrschaften zu Lehen gegeben. 1525 wurde der Ort im Bauernkrieg zerstört. 1533 erwarben die Fürstenberger nur noch Ruinen. Zu jener Zeit waren auch drei Maierhöfe hier genannt. Im 17. Jahrhundert gab es nur noch einen Hof der im Dreißigjährigen Krieg abging. Die Güter wurden dann im 17. Jahrhundert mehrfach verliehen. Hieraus entstanden dann die heutigen Ober- und Unterzindelstein.
    siehe auch Ruine Zindelstein

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Ruine der Burg Zindelstein

In die Stadt Donaueschingen wurden folgende Gemeinden eingegliedert:

  • 1933: Allmendshofen
  • 1935: Aufen
  • 1. Dezember 1971: Wolterdingen
  • 1. Januar 1972: Grüningen, Pfohren
  • 1. Februar 1972: Aasen
  • 1. April 1972: Heidenhofen
  • 1. Juli 1972: Hubertshofen
  • 1. Januar 1975: Neudingen

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
1750 1.800
1812 2.032
1830 3.023
1852 3.012
1860 2.980
1. Dezember 1871 3.109
1. Dezember 1880 ¹ 3.522
1. Dezember 1900 ¹ 3.758
1. Dezember 1910 ¹ 4.077
16. Juni 1925 ¹ 5.002
16. Juni 1933 ¹ 6.260
17. Mai 1939 ¹ 8.901
Jahr Einwohnerzahlen
13. September 1950 ¹ 7.941
6. Juni 1961 ¹ 10.715
27. Mai 1970 ¹ 11.648
31. Dezember 1975 17.578
31. Dezember 1980 17.762
27. Mai 1987 ¹ 18.196
31. Dezember 1990 19.341
31. Dezember 1992 20.141
31. Dezember 1995 20.716
31. Dezember 2000 21.265
31. Dezember 2005 21.439
31. Dezember 2012 21.088

¹ Volkszählungsergebnis

Religionen[Bearbeiten]

Katholische Kirche St. Johann
Die evangelische Christuskirche

Donaueschingen gehörte zunächst zum Bistum Konstanz und war dem Archidiakonat „vor der Wald“ zugeordnet. Da die Landesherren, die Fürsten von Fürstenberg die Reformation nicht einführten, blieben Donaueschingen und sein Umland bis ins 19. Jahrhundert überwiegend katholisch. Ebenso Grüningen, das jedoch 1326 an Vorderösterreich kam und 1805 über Württemberg 1806 an Baden kam. Seit 1821 bzw. 1827 gehören die katholischen Gemeinden im heutigen Stadtgebiet zum Erzbistum Freiburg und waren zunächst dem Landkapitel Villingen zugeordnet. Seit 1933 war Donaueschingen Sitz eines Landkapitels. Das Dekanat Donaueschingen wurde 1977 errichtet. Zu ihm gehören alle heutigen katholischen Pfarreien im Stadtgebiet. Sie sind zu drei verschiedenen Seelsorgeeinheiten zusammengeschlossen. Die Seelsorgeeinheit Donaueschingen umfasst die beiden Pfarreien St. Johann (Kirche von 1724/47 mit Filialkirche St. Jakobus Allmendshofen, erbaut 1721 (mit älterem Chor)) und St. Marien (Kirche von 1927/28 mit Filialkirche St. Vitus Aufen, erbaut 1756). Die Seelsorgeeinheit Donaueschingen-Wolterdingen umfasst die Gemeinden St. Kilian Wolterdingen (Kirche 1903 im neugotischen Stil erbaut), St. Mauritius Grüningen (Kirche aus dem 14. Jahrhundert und Turm aus dem 16. Jahrhundert) und St. Sebastian Hubertshofen (Kirche aus dem 17./18. Jahrhundert mit Erweiterung von 1885). Die Seelsorgeeinheit Donaueschingen-Pfohren umfasst die Gemeinden St. Johannes d. T. Pfohren (Kirche von 1767 neu errichtet), St. Blasius Aasen (Kirche aus dem Jahr um 1100, 1725/26 barock erweitert), St. Hilarius Heidenhofen (Kirche aus dem 15. Jahrhundert) und St. Andreas Neudingen (Kirche aus dem späten 18. Jahrhundert).

Im 19. Jahrhundert zogen auch wieder Angehörige der Evangelischen Kirche nach Donaueschingen. 1875 wurde die evangelische Kirchengemeinde gegründet. Die 1876 errichtete eigene Kirche wurde wegen Baufälligkeit 1912/1913 durch einen neobarocken Neubau ersetzt. Dieser wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und 1949 wieder aufgebaut, seitdem trägt er den namen Christuskirche. Zur Evangelischen Kirchengemeinde Donaueschingen gehören heute auch die Evangelisch Gläubigen der Stadtteile Aasen, Grüningen, Hubertshofen, Neudingen, Pfohren und Wolterdingen. Die Evangelischen des Stadtteils Heidenhofen und des zu Pfohren gehörigen Weilers Immenhöfe gehören zur Nachbarkirchengemeinde Oberbaldingen und Biesingen (Stadt Bad Dürrheim). Alle genannten Kirchengemeinden gehören zum Dekanat Villingen der Evangelischen Landeskirche in Baden.

Neben den beiden großen Kirchen gibt es auch Gemeinden, die zu evangelikalen Freikirchen gehören, darunter eine Freie evangelische Gemeinde.

Auch die Zeugen Jehovas sind in Donaueschingen mit einem Königreichssaal vertreten.

Politik[Bearbeiten]

Die Stadt ist Sitz des Gemeindeverwaltungsverbands Donaueschingen, dem die Städte Bräunlingen, Donaueschingen und Hüfingen angehören.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 führte bei einer Wahlbeteiligung von 48,5 % (–0,6) zu folgendem Ergebnis:[2]

Partei / Liste Stimmenanteil +/– Sitze +/–
CDU 37,0 % (–2,3) 13 (–3)
FDP/FW 21,6 % (+2,4) 7 (±0)
SPD 15,7 % (–2,2) 5 (–2)
GUB* 13,6 % (+0,6) 4 (–1)
GRÜNE 12,1 % (+1,5) 4 (±0)

* Gemeinschaft unabhängiger Bürger

Bürgermeister/Oberbürgermeister[Bearbeiten]

Rathaus (Grundsteinlegung 1910, Einweihung 1911)
Sparkasse Donaueschingen, im Jahr 2004 ausgezeichnet für Beispielhaftes Bauen von der Architektenkammer Baden-Württemberg

An der Spitze der Gemeinde Donaueschingen stand seit dem 13. Jahrhundert ein Ortsvogt sowie ein Bürgermeister und das Gericht (Gemeinderat). Ab 1807 gab es ein Bürgermeister und 8, später 9 Gemeinderäte. Ab 1821 gab es ferner einen Bürgerausschuss. Sowohl Gemeinderat und Bürgerausschuss wurden für vier Jahre gewählt. Ab 1935 gab es einen Bürgermeister und zwei ehrenamtliche Beigeordnete.

Seit der Erhebung zur Großen Kreisstadt 1992 trägt das Stadtoberhaupt die Amtsbezeichnung „Oberbürgermeister“. Dieser wird heute von den Wahlberechtigten für eine Amtszeit von 8 Jahren direkt gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Sein allgemeiner Stellvertreter ist der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung „Bürgermeister“.

Bürgermeister von Donaueschingen seit 1800

  • 1800–1811: Johann Hirt
  • 1811–1817: Johann Engesser
  • 1817–1820: Johann Georg Seyfried
  • 1820–1826: Josef Heinemann
  • 1826–1828: von Würthenau
  • 1828–1833: Johann Georg Seyfried
  • 1833–1838: Josef Heinemann
  • 1840–1848: Johann Raus
  • 1848: Albert Willibald
  • 1849: Johann Raus
  • 1849–1852: Nikolaus Gall
  • 1852–1854: Ludwig Kirsner
  • 1854–1866: Karl Gleichauf
  • 1866–1885: Heinrich Ganter
  • 1885–1909: Hermann Fischer
  • 1909–1919: Friedrich Schön
  • 1919–1934: Friedrich Fischer
  • 1934–1945: Eberhard Sedelmeyer
  • 1945–1953: Leopold Messmer
  • 1953–1973: Robert Schrempp
  • 1973–2004: Bernhard Everke
  • 2004–2013: Thorsten Frei (CDU)
  • seit 2014: Erik Pauly (CDU)

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen von Donaueschingen zeigt in einem von Silber und Blau geteilten Schild ein sechsspeichiges Rad in verwechselten Farben. Die Flagge ist weiß-blau. Das Wappen wurde in seiner heutigen Form 1895 angenommen.

In den Siegeln des Ortes ist ab 1790 das Fleckenzeichen, das Sester, abgebildet. Anfang des 19. Jahrhunderts nahm man den fürstenbergischen Adler mit dem Sester in den Fängen in das Siegel auf. Teilweise ist auch das badische Staatswappen in Kombination mit dem Sester zu finden. Mitte des 19. Jahrhunderts war das Sester das alleinige Symbol des Stadtsiegels. 1895 wurde das heutige Wappen auf Vorschlag des Generallandesarchivs Baden angenommen. Dabei griff man auf das Rad zurück, das als Wappen der Herren von Eschingen zurückgeht. Die Blasonierung wurde in den fürstenbergischen Farben blau-weiß gewählt.

Wappen der Ortsteile

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Die Stadt Donaueschingen pflegt seit 1964 eine Städtepartnerschaft mit der unterelsässischen Stadt Saverne. Seit 1993 bestehen partnerschaftliche Beziehungen zur ungarischen Stadt Vác und seit 1995 zur japanischen Stadt Kaminoyama.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Ringzug am Donaueschinger Haltepunkt „Mitte/Siedlung“

Donaueschingen ist ein wichtiger regionaler Eisenbahnknoten, an dem sich insgesamt vier Eisenbahnstrecken treffen. Der Bahnhof Donaueschingen ist Durchgangsbahnhof auf der Schwarzwaldbahn von Karlsruhe nach Konstanz und Beginn der Höllentalbahn von Donaueschingen über Neustadt nach Freiburg im Breisgau. Diese beiden Strecken der Eisenbahn gelten als technisch außergewöhnliche Bauwerke. Donaueschingen ist ebenfalls Anfangspunkt der Donautalbahn nach Ulm sowie der Bregtalbahn nach Bräunlingen (früher bis Furtwangen). Die Stadt gehört zum Gebiet des Verkehrsverbund Schwarzwald-Baar und ist an das Ringzug-System angeschlossen. Donaueschingen ist Intercity-Halt und hat so beispielsweise einzelne, durchgehende Verbindungen nach Dortmund und Hamburg.

Die Stadt liegt an der A 864, einem Zubringer zur A 81 Stuttgart-Singen (Hohentwiel). Des Weiteren schneiden sich in der Stadt die Bundesstraßen 27 Stuttgart-Schaffhausen (Schweiz), 31 Freiburg im Breisgau-Lindau und 33 Offenburg-Konstanz.

Donaueschingen liegt an einer Ferienstraße. Dies ist die grenzüberschreitende Grüne Straße/Route Verte, die in den Vogesen in Contrexéville beginnt, bei Breisach am Rhein den Rhein überschreitet und in der Nordroute in Lindau und in der Südroute in Konstanz endet.

Der Verkehrslandeplatz Donaueschingen kommt auf rund 27.500 Starts und Landungen im Jahr, angestrebt sind 37.000.

Ein Airbus A319-100 der Deutschen Lufthansa mit der Registrierung D-AILW trägt den Namen „Donaueschingen“.

In Donaueschingen beginnt der Donauradweg, einer der touristisch bekanntesten und längsten Radwanderwege in Europa.

Gerichte und Behörden[Bearbeiten]

Ehemaliges Finanzamt (Erbaut 1892, neu erbaut nach Stadtbrand 1908, Renovierung 1984–1986)
„Falkenpost“, erbaut vor 1706, zuerst Gasthaus Zur verkehrten Welt später zum Falken umbenannt und im 18. Jahrhundert in eine Poststation von Thurn und Taxis für die Postroute OberrheinBayernÖsterreich

Donaueschingen ist Sitz eines Amtsgerichts, das zum Landgerichtsbezirk Konstanz gehört, sowie eines Notariats und hat ferner Außenstellen des Finanzamts Villingen-Schwenningen und des Landratsamts Schwarzwald-Baar-Kreis. Außerdem hat Donaueschingen einen Dienstsitz des Regierungspräsidiums Freiburg im Breisgau, der für Bundesautobahnen und Bundesstraßen im Bereich der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg zuständig ist.

Das Staatliche Schulamt Donaueschingen ist die Schulaufsichtsbehörde für alle Grund-, Haupt-, Werkreal-, Real-, Gemeinschafts- und Sonderschulen und Schulkindergärten in den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Rottweil.

Medien[Bearbeiten]

Über das lokale Geschehen in Donaueschingen berichten als Tageszeitungen eine Lokalausgabe des Südkurier und eine Lokalausgabe des Schwarzwälder Boten. Radio Neckarburg als zuständiger Lokalsender berichtet auch über die Stadt, der UKW-Empfang ist aber nicht überall im Stadtgebiet zufriedenstellend.

Militär[Bearbeiten]

In Donaueschingen findet sich ein Standort der Deutsch-Französischen Brigade, der das deutsche Jägerbataillon 292, die 3. Kompanie des Deutsch-Französischen Versorgungsbataillons und das französische Infanterieregiment 110 beherbergt. Dieses wird im Jahre 2014 aufgelöst.[3]

Ebenfalls in der Donaueschinger Innenstadt befindet sich das Kreiswehrersatzamt Donaueschingen, welches für die Landkreise Konstanz, Rottweil, Tuttlingen, Zollernalb und den Schwarzwald-Baar-Kreis zuständig ist. Es soll laut dem aktuellen Standortkonzept der Bundeswehr im 1. Quartal 2014 geschlossen werden.[4]

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

In Donaueschingen gibt es in Trägerschaft der Stadt ein allgemeinbildendes Gymnasium (Fürstenberg-Gymnasium), eine Realschule (Realschule Donaueschingen), eine Förderschule (Heinrich-Feurstein-Schule), eine Grund- und Werkrealschule (Eichendorffschule), drei Grundschulen (Erich Kästner-Schule mit Außenstellen in Allmendshofen und Grüningen, Grundschule Pfohren mit Außenstelle Aasen und Grundschule Wolterdingen).

Der Schwarzwald-Baar-Kreis ist Träger der beiden Beruflichen Schulen (Gewerbliche Schulen Donaueschingen und Kaufmännische und Hauswirtschaftliche Schulen (KHS Donaueschingen) unter anderem mit einem Wirtschaftsgymnasium)und einem technischen Gymnasium sowie der Karl-Wacker-Schule für Kinder mit geistiger Behinderung mit einem Schulkindergarten.

Die Volkshochschule Baar, ein Zweckverband der Städte Donaueschingen, Blumberg, Bräunlingen und Hüfingen, hat als kommunale Weiterbildungseinrichtung ihren Sitz in Donaueschingen.

Die Abendrealschule, die Altenpflegeschule des Caritasverbandes für die Erzdiözese Freiburg e. V. und die Fachschule für Landwirtschaft runden das schulische Angebot in Donaueschingen ab.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kulturgeschichte[Bearbeiten]

Bereits Thomas Mann verewigte Donaueschingen in seinem Roman Doktor Faustus als Zentrum neuer Musik literarisch. Donaueschingen ist seit den Zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts ein wichtiger Ort europäischer Musikgeschichte. Unter der Schirmherrschaft des Fürsten von Fürstenberg fanden hier seit 1921 die Festtage Neuer Tonkunst unter dem Titel „Donaueschinger Kammermusik-Aufführungen zur Förderung zeitgenössischer Tonkunst“ statt, auf denen zahlreiche Vertreter der europäischen Avantgarde ihre Werke vorstellten.

Museen[Bearbeiten]

Schloss Donaueschingen

Sport[Bearbeiten]

  • FV Donaueschingen
  • DJK Donaueschingen
  • TV 1864 Donaueschingen e.V.
  • HSV Donaueschingen
  • Skiclub SC 1900 Donaueschingen e. V.
  • Tennisclub Blau-Weiss Donaueschingen e. V.
  • SSC Donaueschingen
  • LVD

Musikalische Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Jugendmusikschule Donaueschingen
  • Stadtkapelle Donaueschingen 1827 e.V.
  • Fanfarenzug Donaueschingen
  • Musikvereine in den Ortsteilen Aufen, Aasen, Hubertshofen, Neudingen, Grüningen, Pfohren und Wolterdingen.
  • Die Gesellschaft der Musikfreunde
  • Überregionale musikalische Bedeutung hat Donaueschingen vor allem durch die jährlich stattfindenden Donaueschinger Musiktage erlangt, das weltweit traditionsreichste Festival für Neue Musik.

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Das Schloss Donaueschingen und die dazugehörige Parkanlage ist die Hauptsehenswürdigkeit der Stadt. Das Schloss wurde 1723 als langgestreckter Zweckbau errichtet. 1893/96 wurde es im Stil des Neobarock umgestaltet und mit einer Kuppel versehen. Der zugehörige Marstall wurde 1850 von Theodor Dibold errichtet. Ein weiteres Gebäude des Schlosskomplexes ist die 1732 bis 1735 als Regierungsgebäude errichtete Hofbibliothek und das Archiv. Im 1869 errichteten Karlsbau sind heute die Fürstlich Fürstenbergischen Sammlungen untergebracht.
  • Im 1763 bis 1819 als Landschaftsgarten angelegten Schlosspark befindet sich die gefasste „Donauquelle“ mit einer Figurengruppe von Adolf Heer. Diese zeigt die „Mutter Baar“ die ihrer Tochter, der „jungen Donau“ den Weg weist.
  • Das wahrscheinlich zwischen 1803 und 1827 entstandene Belvedere auf dem „Schützenberg“ im Stadtteil Allmendshofen wurde für 128.000 EUR restauriert und am 8. Juni 2008 wieder eingeweiht.[5] Es wurde von der Denkmalstiftung Baden-Württemberg zum Denkmal des Monats August/September 2008“ ernannt.
  • Die katholische Pfarrkirche St. Johann Baptist wurde 1724 bis 1747 im böhmischen Barockstil erbaut. Die beiden Türme prägen das Stadtbild Donaueschingens und gelten als Wahrzeichen der Stadt.
  • Die katholische Kirche St. Marien wurde 1927/28 erbaut. Die evangelische Christuskirche stammt aus dem Jahr 1949, doch wurde die Vorgängerkirche bereits 1912 erstellt.
  • In den meisten Stadtteilen gibt es alte katholische Kirchen (siehe hierzu #Religionen).
  • Die Gründerzeit-Akademie (Villinger Straße 33) ist ein denkmalgeschütztes Wohnbauobjekt in Donaueschingen. Das Gebäude wurde in den Jahren 1921/22 erbaut und beheimatet ab Oktober 1923 das „Max Egon Krankenhaus“. Im April 1974 wechselte die Nutzung und aus dem Krankenhaus wurde die „Staatliche Akademie für Lehrerfortbildung“. Da mit Wirkung zum 1. Januar 2004 die ehemals selbständigen Staatlichen Akademien für Lehrerfortbildung in Calw, Donaueschingen, Esslingen-Zell und Comburg bei Schwäbisch Hall zur „Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen Baden-Württemberg“ zusammengelegt wurden, wurden im Oktober 2007 die ehemaligen Standorte in Calw und Donaueschingen im neuen Standort Bad Wildbad zusammengeführt, der am 22. Februar 2008 offiziell eingeweiht wurde.

Donauhallen[Bearbeiten]

Die Donauhallen (bis 1974 Stadthalle Donaueschingen) sind ein Messe-, Kongress- und Veranstaltungszentrum in der Stadtmitte. Sie umfassen insgesamt drei Hallen und drei Seminarräume mit einer Gesamtfläche über 3.000 Quadratmetern. Am 11. September 2010 wurden die Donauhallen neu eröffnet. Das architektonische Ziel war es, die beiden bestehenden einzelnen Hallen - Mozart-Saal und Bartók-Saal - mit dem neuen Strawinsky-Saal, einer Foyerlandschaft und dem neuen Seminarbereich zu einem Hallenensemble zusammenzufügen.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Musikantenbrunnen, vom Aachener Bildhauer Bonifatius Stirnberg erschaffen
Hansel und Gretle
  • Die schwäbisch-alemannische Fastnacht wird in Donaueschingen von der Narrenzunft „Frohsinn“ betrieben. Die wichtigsten Narrenfiguren sind „Hansel“ und „Gretle“.
  • Konzertreihe Donaueschinger Musiktage mit zeitgenössischer Tonkunst (jedes Jahr am dritten Wochenende im Oktober)
  • Reitturnier CHI Donaueschingen
  • Donaueschinger Drachentage (alle 2 Jahre treffen sich Anfang Mai Drachenbauer aus ganz Deutschland, Frankreich und der Schweiz)
  • Donaueschinger Windhundetage. Das besondere Ambiente dieser Veranstaltung hat die Donaueschinger Windhundtage zu einem internationalen Ereignis werden lassen, das mittlerweile auch über europäische Grenzen hinaus bekannt und beliebt ist.
  • Fürstenberg Polo Cup. Die öffentliche Veranstaltung findet seit 2007 alljährlich auf dem Privatgelände des Hauses Fürstenberg statt.[6]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Die Stadt Donaueschingen hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:

Burg Entenburg im Ortsteil Pfohren

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Personen mit Bezug zur Stadt[Bearbeiten]

  • Heinrich Feurstein (1877–1942), römisch-katholischer Priester und Kunsthistoriker, war Stadtpfarrer von Donaueschingen
  • Dirk-Alexander Grams (* 1957), Maler
  • Gundolf Köhler (1959–1980), Rechtsextremist und Oktoberfestattentäter, wuchs in Donaueschingen auf
  • Marc Terenzi (* 1978 in Newton, Massachusetts), Pop- und Rocksänger, lebte von Dezember 2009 bis April 2010 in Donaueschingen[7]
  • Hüseyin Avni Karslioglu (*1956 in Yozgat, Türkei), türkischer Diplomat und seit Januar 2012 türkischer Botschafter in Deutschland, verbrachte Teile seiner Grundschulzeit in Donaueschingen

Literatur[Bearbeiten]

  • Wilfried Ehbrecht: Donaueschingen (= Deutscher Städteatlas. Lfg. 3, Nr. 2 = Acta Collegii Historiae Urbanae Societatis Historicorum Internationalis. Serie C: Atlanten). GSV Städteatlas Verlag, Altenbeken 1984, ISBN 3-89115-002-4.
  • Erich Keyser (Hrsg.): Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte. Badisches Städtebuch. Band 4: Südwest-Deutschland. 2: Land Baden-Württemberg. Teilband: Baden. Kohlhammer, Stuttgart 1959.
  • Sigmund Riezler: Geschichte von Donaueschingen. In: Schriften des Vereins für Geschichte und Naturgeschichte der Baar und der angrenzenden Landesteile in Donaueschingen. Heft 2, 1872, ZDB-ID 505223-3, S. 1–104, Digitalisat (PDF; 15,32 MB)).
  • Volkhard Huth: Donaueschingen. Stadt am Ursprung der Donau. Ein Ort in seiner geschichtlichen Entwicklung. Thorbecke, Sigmaringen 1989, ISBN 3-7995-4120-9.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Donaueschingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. www.statistik-baden-wuerttemberg.de.
  3. Südwest: Deutsch-französische Brigade: Franzosen ziehen Soldaten ab – Stab bleibt vorerst in Müllheim. In: Badische Zeitung, 1. November 2013, abgerufen am 8. Dezember 2013
  4. Bundesministerium der Verteidigung: Schließungszeitpunkte von Liegenschaften der Bundeswehr. Baden-Württemberg. 12. Juni 2012, abgerufen am 17. Juli 2014 (PDF; 14 kB).
  5. Staatsanzeiger, 8. August 2008. S. 28
  6. Haus Fürstenberg: Fürstenberg Polo Cup (HTML) Abgerufen am 11. Juni 2014.
  7. Marc Terenzi zieht es nach Berlin - Ab zu Sarah!, N24, 20. April 2010, abgerufen am 23. November 2012