Donnersberg

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Dieser Artikel behandelt den Donnersberg in Rheinland-Pfalz. Für weitere Bedeutungen des Begriffs siehe Donnersberg (Begriffsklärung).
Donnersberg
Blick von Steinbach nordwestwärts zum Donnersberg

Blick von Steinbach nordwestwärts zum Donnersberg

Höhe 686,5 m ü. NHN [1]
Lage bei Dannenfels; Nordpfalz, Donnersbergkreis, Rheinland-Pfalz (Deutschland)
Gebirge Nordpfälzer Bergland
Dominanz 55 km → Butterhecker Steinköpfe (722,6 m; Hunsrück)
Schartenhöhe 417 m ↓ nahe Forsthaus Börrstadt (270 m)[2]
Koordinaten 49° 37′ 31″ N, 7° 54′ 53″ O49.6253194444447.9146944444444686.5Koordinaten: 49° 37′ 31″ N, 7° 54′ 53″ O
Donnersberg (Rheinland-Pfalz)
Donnersberg
Typ Kryptodom
Gestein Rhyolith
Besonderheiten höchster Berg der Pfalz mit:
Königsstuhl (Gipfelfels)
Keltenwall Donnersberg
− fünf Burgruinen (Randlagen):
   − Falkenstein
   − Hohenfels
   − Ruppertsecken
   − Tannenfels
   − Wildenstein
− ehem. Kloster St. Jakob
Ludwigsturm (AT)
Adlerbogen (Denkmal)
Donnersberger Waldhaus (Whs)
− ehem. US-Funkstation
Sender Donnersberg
Blick von der Donnersbergbahn vorbei am Münsterhofbei Dreisen nordwestwärts zum Donnersberg

Blick von der Donnersbergbahn vorbei am Münsterhof
bei Dreisen nordwestwärts zum Donnersberg

pd3

Der Donnersberg (lat. Mons Jovis, franz. Mont Tonnerre) bei Dannenfels im rheinland-pfälzischen Donnersbergkreis ist mit etwa 686,5 m ü. NHN[1] das höchste Bergmassiv der Pfalz. Die höchste Stelle des mehrere Kuppen aufweisenden Donnersbergmassivs liegt auf dem Gipfel der Felsformation Königsstuhl.

Auf dem bewaldeten Berg befinden sich zum Beispiel der Keltenwall Donnersberg, in dem einst das Kloster St. Jakob stand, der Aussichtsturm Ludwigsturm, das Denkmal Adlerbogen, eine ehemalige US-Funkstation und der Sender Donnersberg. Auf seinen Randlagen standen fünf Burgen (siehe unten im Abschnitt Mittelalter bis Neuzeit), die noch als Ruinen vorhanden sind.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Der Donnersberg befindet sich im Nordosten des Nordpfälzer Berglands an der Grenze zum nördlich und östlich gelegenen Rheinhessischen Hügelland. Er liegt – nicht ganz im Mittelpunkt des Städtedreiecks Bad Kreuznach im Nordnordwesten, Kaiserslautern im Südsüdwesten und Worms im Osten – zwischen den Kleinstädten Rockenhausen im Westen und Kirchheimbolanden im Nordosten. Auf der Bergostflanke liegt Dannenfels, südöstlich befinden sich Jakobsweiler und Steinbach, am Massivsüdrand liegt Imsbach, im Massiv Falkenstein, nordwestlich des Bergs Marienthal und nördlich Bastenhaus. Sein auf dem Königsstuhl befindlicher Gipfel erhebt sich etwa 2,1 Kilometer (km) westlich von Dannenfels und 2,2 km (jeweils Luftlinie) südöstlich von Marienthal.

Das Donnersbergmassiv hat eine Grundfläche von rund 24 Quadratkilometer (km²). In Nordost-Südwest-Richtung ist es zwischen Bastenhaus und Imsbach 7 km lang und in Nordwest-Südost-Richtung zwischen dem Marienthaler Mordkammerhof und dem Steinbacher Wohnplatz Haus Kaiserbusch 4,5 km breit. Sein Gipfel (686,5 m) erhebt sich 344 Meter (m) über dem Gelände der auf 342,5 m[3] Höhe stehenden Marienthaler Kirche und 410,5 m über jenem der auf 276 m[3] Höhe stehenden Steinbacher Kirche.

Naturräumliche Zuordnung[Bearbeiten]

Der Donnersberg gehört in der naturräumlichen Haupteinheitengruppe Saar-Nahe-Bergland (Nr. 19), in der Haupteinheit Nordpfälzer Bergland (193) und in der Untereinheit Donnersbergmassiv (193.4) zum Naturraum Hoher Donnersberg und Falkensteiner Berge (193.41), der sich in den Nordostteil Hoher Donnersberg (193.411) und den Südwestteil Falkensteiner Berge (193.410) aufgliedert. Der Hohe Donnersberg liegt in der Gemarkung von Dannenfels, die Falkensteiner Berge verteilen sich auf jene von Marienthal, Börrstadt, Imsbach und Falkenstein.

Morphologie[Bearbeiten]

Auf dem Hohen Donnersberg erstreckt sich eine etwa 300 Hektar großen Hochfläche mit geringem Relief. Die Spitze des Königsstuhls, einer Felsformation am Südwestrand dieses Plateaus, befindet sich auf 686,5 m. Diese Höhe (gerundet auf 686 m oder 687 m) wird meist allgemein als Höhe des Donnersbergs angegeben. Die Hochebene fällt an ihren Rändern relativ steil ab, besonders steil aber am Nord- und Westhang.

Der südwestliche Teil des Donnersbergmassivs (Falkensteiner Berge) ist hingegen in einzelne Erhebungen gegliedert, die durch tief eingeschnittene Täler voneinander getrennt sind. Zu diesen Erhebungen gehören der Gebrannte Berg (651,5 m), Bickberg (559 m), Dorntreiber Kopf (550,6 m), Kübelberg (548,7 m), Hühnerberg (531,4 m), Katharinenberg (497 m) und der Schartenrück (474 m).[3]

Neben dem Königsstuhl gibt es noch weitere prominente Felsformationen auf dem Donnersbergmassiv. Dazu gehören Beutelfels, Falkenstein (mit Burgruine Falkenstein), Hahnweiler Beutelfels, Dampfnudelfelsen, Hirtenfels, Hohenfels (mit Burgruine Hohenfels), Kanzel, Langenfels (KD), Moltkefelsen (mit Denkmal Adlerbogen), Rehbockfelsen, Reißender Fels und Tannenfels (mit Burgruine Tannenfels). Manche dieser Felsen dienen als Aussichtspunkte.

Fließgewässer[Bearbeiten]

Nördlich unterhalb des Königsstuhls entspringt der erst nord- und dann westwärts verlaufende Königsbach, dessen Wasser durch den südwestlich der Felsformation quellenden Mordkammerbach, der anfangs süd- und danach nordwestwärts fließt, unterhalb von Marienthal den Appelbach erreicht; letzterer mündet in den Rhein-Nebenfluss Nahe. Südsüdöstlich des Königsstuhls entspringt der Wildensteiner Bach, der südostwärts verläuft und unterhalb von Steinbach dem nahen Rhein-Nebenfluss Pfrimm zufließt. Beim Donnersberger Waldhaus (Gasthaus) entspringt der erst nord- und dann ostwärts fließende Eschbach, dessen Wasser durch den Gerbach bei Marnheim auch in die Pfrimm mündet.

Geologie[Bearbeiten]

Aufgelassene Kupfergrube Katharina I nahe Imsbach mit aufgeschlossenem Rhyolith

Regionalgeologisch wird das Nordpfälzer Bergland, zu dem der Donnersberg gehört, dem Saar-Nahe-Becken zugeordnet, das sowohl räumlich als auch vom Alter der dort auftretenden Gesteine (Rotliegend) zwischen dem nördlich gelegenen Rheinischen Schiefergebirge (älter) und dem sich südlich anschließenden Südwestdeutschen Schichtstufenland (jünger) liegt.

Der Gesteinskörper, der heute den Donnersberg bildet, besteht aus Rhyolith („Quarzporphyr“), einem sauren, chemisch dem Granit ähnlichen Vulkangestein. Er entstand am Übergang vom Unteren zum Oberen Rotliegend und repräsentiert nur eines von zahlreichen vulkanischen Objekten des für Mitteleuropa typischen sauren, rotliegendzeitlichen Vulkanismus. Jedoch handelte es sich seinerzeit nicht um einen „echten“ Vulkan, der Magma bis an die damalige Landoberfläche förderte und dort ausstieß. Stattdessen blieben die im Bereich des Nordpfälzer Berglands aus dem Erdinneren aufsteigenden sauren Magmamassen aufgrund ihrer hohen Zähflüssigkeit noch unterhalb der Erdoberfläche stecken und bildeten dort sogenannte subvulkanische Intrusionen. Erst durch Erosion der auflagernden Rotliegend-Schichten wurde diese Intrusion freigelegt. Daher wird das Donnersbergmassiv auch als Kryptodom bezeichnet.

In verschiedenen Steinbrüchen wird der Rhyolith zur Verwendung im Straßenbau gewonnen. Im Südwesten des Donnersbergmassivs bei der Ortsgemeinde Imsbach finden sich hydrothermale Mineralisationen, auf die intensiver Erzbergbau betrieben wurde, zum Beispiel in den aufgelassenen Kupfergruben Katharina I und Katharina II. Die Gruben liegen nordwestlich von Imsbach am Westhang des Schartenrücks.

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Der Donnersberg ist heute gänzlich bewaldet, überwiegend mit Laubholz, davon etwa 50 % Buchen und 25 % Birken. Bei den Nadelbäumen herrschen Fichten und Kiefern vor. Bemerkenswert ist in der östlichen Randlage ein großer Bestand an Edelkastanien. Diese Baumart kam mit den Römern um die christliche Zeitenwende herum in die Pfalz.

An wildlebenden Säugetieren sind neben Wildschweinen, Rehen, Füchsen und Hasen auch europäische Mufflons anzutreffen.

Geschichte[Bearbeiten]

Keltenzeit[Bearbeiten]

Auf dem Hochplateau des Bergs befinden sich die Reste einer zweigeteilten keltischen Ringwallanlage (Oppidum), die mit insgesamt 8,5 km Länge eine der größten dieser Art nördlich der Alpen war. Sie wurde in der Latène-Zeit, etwa 150 v. Chr., errichtet und nahm eine Fläche von 240 Hektar ein, wobei am östlichen Hauptwerk eine Mauerhöhe von etwa 4 m nachgewiesen ist. Ein kleines Teilstück, das sich etwa 170 m (Luftlinie) nordöstlich des Ludwigsturms auf 662,5 m[3] Höhe befindet, wurde rekonstruiert. Die gesamte Anlage wurde etwa 50 v. Chr. auf friedlichem Wege geräumt. Sie ist im Abschnitt Keltenwall Donnersberg ausführlicher beschrieben.

Spätkelten- und Germanenzeit[Bearbeiten]

Der deutsche Name Donnersberg lässt vermuten, dass das von Westen her häufig wolkenverhangene Bergmassiv, das andererseits der in seinem Lee gelegenen nördlichen Vorderpfalz und dem südlichen Rheinhessen oftmals Trockenperioden beschert, bei den Germanen dem Wettergott Donar heilig war. Dafür spräche auch der lateinische Name (Berg des Jupiter), der möglicherweise in analoger Übersetzung entstanden ist, als einst die Römer die Gegend in Besitz nahmen. Zur Römerzeit bis ins 5. nachchristliche Jahrhundert lebten in diesem Gebiet allerdings Kelten, möglicherweise die Nachkommen derjenigen, die den Ringwall auf dem Berg errichtet hatten. Deshalb gibt es Forscher, die den Namen Donnersberg nicht als Huldigung an den germanischen Gott Donar interpretieren, sondern den Namen aus der keltischen Bezeichnung dunum für Berg, Hügel ableiten. Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Berg nach dem keltischen Gott Taranis benannt ist, der die Entsprechung zu Donar darstellte. Völker germanischer Herkunft siedelten hier, von einigen vorhergehenden Raubzügen abgesehen, auf Dauer erst im 7. und 8. Jahrhundert.

Mittelalter bis Neuzeit[Bearbeiten]

Die fünf Burgen Falkenstein, Hohenfels, Ruppertsecken, Tannenfels und Wildenstein, die den Donnersberg im Mittelalter umgaben oder auf seinen Ausläufern standen, unterstreichen seine strategische Bedeutung. Sie sind heute alle Ruinen.

1335, im späten Mittelalter, wurde innerhalb der Hochfläche das Kloster St. Jakob gegründet. Mönche rodeten das Gelände im Bereich des ehemaligen Ringwalls und bewirtschafteten es zur Eigenversorgung. Um 1550, nach der Reformation, wurde das Kloster aufgelöst und in ein landwirtschaftliches Hofgut (mit 70 Hektar Acker- und Wiesenland) umgewandelt, welches bis 1854 in Betrieb war. Danach kaufte das Königreich Bayern das gesamte Areal auf und ließ es aufforsten.

Namensgeber[Bearbeiten]

Der Donnersberg war nach 1797/98 Namensgeber für das französische Departement Donnersberg (Département du Mont-Tonnerre) und 1969 für den heutigen rheinland-pfälzischen Donnersbergkreis.

Bauwerke[Bearbeiten]

Zu den Bauwerken auf dem Donnersberg gehören – sortiert nach dem Jahr ihrer Errichtung bzw. Fertigstellung (zu den an seinen Randlagen befindlichen fünf Burgen bzw. Burgruinen siehe obigen Abschnitt Mittelalter bis Neuzeit):

Keltenwall Donnersberg[Bearbeiten]

Keltenwall auf dem Donnersberg: rekonstruierte Pfostenschlitzmauer
Detail der Pfostenschlitzmauer

Der auf den Hochlagen des Donnersbergs befindliche Keltenwall besteht aus einem Ost- und einem Westwerk und wurde von den Kelten zweimal erneuert. Im Innern des Walls (und das ist bisher einmalig) befindet sich eine Viereckschanze. Am sogenannten Schlackenwall am nördlichen Eckpunkt laufen seit dem Jahr 2004 Ausgrabungen mit dem Ziel, eine keltische Glasproduktion nachzuweisen. Erste Grabungsergebnisse machen die These wahrscheinlich, dass die Kelten am Schlackenwall Rhyolith in Öfen verglast haben, um so zu Rohglas zu gelangen, das zur Herstellung von Schmuck und Gebrauchswaren weiterverwendet wurde.

Allein von der Größe her gehört die Wallanlage zu den bedeutendsten keltischen Oppida überhaupt. Neben der Viereckschanze und der Glasproduktion wurden weitere Entdeckungen gemacht. So wurden ein bronzener Achsnagelkopf sowie Münzen der Leuker und aus römischer Zeit gefunden. In jüngerer Zeit gab es weitere Funde bronzener Metallteile, z. B. eine kleine, knapp 4 cm lange und konisch zulaufende Bronzehülse mit Doppelkopf. Sie war vermutlich die Spitze eines keltischen Trinkhorns.

Ludwigsturm[Bearbeiten]

Aussichtsturm Ludwigsturm und Fernmeldeturm des Senders Donnersberg

Etwa 860 m[4] östlich des Königsstuhls steht der 26,9 m hohe Ludwigsturm. Er wurde 1864/65 auf 674,5 m[4] Höhe erbaut. Vom Aussichtsturm reicht die Rundumsicht über weite Teile Rheinhessens und in das Nordpfälzer Bergland sowie jeweils bis zum Pfälzerwald, Hunsrück, Taunus, Odenwald und Schwarzwald. Im Osten ist das rund 31 km entfernte Worms mit dem Wormser Dom und im Nordosten die etwa 77 km (jeweils Luftlinie) entfernte Skyline von Frankfurt am Main zu sehen.

Adlerbogen[Bearbeiten]

Adlerbogen

Auf der Ostflanke des Donnersbergs steht auf den südlich von Dannenfels befindlichen Moltkefelsen, die etwas unterhalb einer 544,9 m[3] hohen Waldwegstelle liegen, mit dem Adlerbogen ein 1880 zu Ehren der Leistungen des Generalfeldmarschalls von Moltke (1800–1891) bei der Sicherung der Pfalzgrenzen im Deutsch-Französischen Krieg (1870/71) errichtetes Denkmal. Es besteht aus einem von einem stählernen Adler gekrönten Stahlbogen. Im Zweiten Weltkrieg (1939–1945) wurde dem Adler im Jahr 1945 von alliierten Soldaten der Kopf abgeschossen. 1981 wurde der restaurierte Adler, der mit Hilfe eines Hubschraubers abgeholt und angeliefert wurde, erneut montiert. Ursprünglich waren an den beiden Enden des Bogens Standbilder von Moltke und Bismarck aufgestellt, diese wurden in der Nachkriegszeit allerdings zerstört.[5]

Donnersberger Waldhaus[Bearbeiten]

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts steht auf dem Donnersberg auf dem Platz des ehemaligen Hauptgebäudes vom Kloster St. Jakob auf etwa 655 m[3] Höhe als Gaststätte das Donnersberger Waldhaus (auch Haus Donnersberg und früher auch Pfälzer Waldhaus genannt).

US-Funkstation (rechts) und
Sender Donnersberg (links)

US-Funkstation[Bearbeiten]

Etwa 300 m östlich des Königsstuhls wurde nach dem Zweiten Weltkrieg auf einer etwa 685 m[3] hohen Stelle des Donnerbergs für die US Army die größte Funkstation Westeuropas erstellt, die insbesondere in den Zeiten des Kalten Krieges eine überragende Bedeutung für die Verbindung in die USA hatte. Die Funkstation wurde im Oktober 2011 aufgegeben[6] und das Gelände an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben übergeben.

Eine weitere Sendestation, die etwa 650 m südöstlich vom Turm des Senders Donnersberg auf der Anhöhe Signal (678,6 m) lag, wurde bereits früher einer zivilen Nutzung übergeben. Die Masten dienen heute als Richtfunkstationen der Pfalzwerke.

Sender Donnersberg[Bearbeiten]

Etwa 660 m östlich des Königsstuhls befindet sich der 1961 bis 1962 errichtete Sender Donnersberg. Sein 204,82 m[7] hoher Fernmeldeturm in Stahlbetonbauweise steht neben einer 673,5 m[3] hohen Stelle auf 670,52 m[8] Höhe. Er dient als Grundnetzsender für UKW-Rundfunk und Fernsehen und versorgt Großteile der Pfalz (ohne Südpfalz), die Nahe-Region, Rheinhessen, den Rhein-Neckar-Raum sowie das Rheintal zwischen Speyer / Bruchsal und Wiesbaden.

Schutzgebiete[Bearbeiten]

Auf dem Donnersberg liegt ein Großteil des Landschaftsschutzgebiets Donnersbergkreis (CDDA-Nr. 320399; 1987 ausgewiesen; 50,26 km² groß). Vom Königsstuhl in Richtung Südosten erstreckt sich entlang des Wildensteiner Bachs das Naturschutzgebiet Spendel-Wildenstein (CDDA-Nr. 82610; 1940; 1,45 km²), auf der Bergnordflanke liegt nahe dem Weiler Bastenhaus das NSG Eschdell (CDDA-Nr. 81626; 1981; 8 ha) und auf südwestlichen Randlagen des Bergmassivs befinden sich die Naturschutzgebiete Beutelfels (CDDA-Nr. 81391; 1981; 60 ha) und Schelmenkopf-Falkenstein (CDDA-Nr. 165379; 1985; 65 ha). Auf dem Massiv breiten sich auch Großteile des Fauna-Flora-Habitat-Gebiets Donnersberg (FFH-Nr. 6313-301; 80,82 km²) aus.[4]

Sport[Bearbeiten]

Der Donnersberglauf über eine Strecke von 7200 m bei einer kumulierten Steigung von 418 m ist alljährlich im Februar der erste Lauf der Pfälzischen Berglaufserie.[9] Seit dem Jahr 2010 findet mit dem Rockie-Mountain-Lauf[10] ein weiterer Lauf auf den Donnersberg statt. Dieser führt von Westen über etwa 13 km und 560 Höhenmeter auf den Gipfel. Er wird auf dem Marktplatz in Rockenhausen gestartet und ist ebenfalls Teil des Pfälzer Berglaufpokals. Auch bei Mountainbikern ist der Donnersberg beliebt. Im Winter gibt es eine Langlaufloipe, die auf etwa 550 m Höhe um den Donnersberg führt und Längen von wahlweise 5 oder 10 km hat.

Zudem wird der Donnersberg ganzjährig zum Gleitschirm- und Drachenfliegen genutzt. Startrichtungen sind Nordost und Südost. Die Startrampe für Nordost liegt oberhalb der Gemeinde Dannenfels beim Bärenloch. Der Startplatz für Südost befindet sich am Moltkefelsen beim Adlerbogen. Der im Jahre 2011 eingerichtete West-Startplatz, eine Waldschneise oberhalb von Marienthal, wurde im Juni 2012 aus Sicherheitsgründen vorübergehend geschlossen.[11]

Verkehr und Wandern[Bearbeiten]

Die Keltenhütte des Pfälzerwaldvereins Kirchheimbolanden
Blick vorbei am Bahnhof Morschheim (links) an der Donnersbergbahn südwestwärts zum Donnersberg

Die An- und Abfahrt auf das Plateau des Donnersbergs erfolgt auf der Landesstraße 394 von Dannenfels im Osten sowie jeweils auf der L 386 von Marienthal im Westen oder Kirchheimbolanden im Nordosten; am Dannenfelser Weiler Bastenhaus trifft die L 394 auf die L 386. Dort zweigt auf 459,3 m[3] Höhe von der L 394 die steil aufwärts auf die Berghochlagen führende und teils kurvige Kreisstraße 82 ab. Diese Straße trifft auf 645 m[3] Höhe auf die K 51, die als Einbahnstraße kurvenreich auf der Ostflanke des Bergs hinab nach Dannenfels führt und somit dorthin eine zusätzliche Rückfahrtmöglichkeit bietet; etwas südlich der Stelle, wo beide Straßen aufeinanderstoßen, liegen nahe dem Ludwigsturm zwei Parkplätze. Hier befindet sich auch die am Wochenende und an Feiertagen bewirtete Keltenhütte des Pfälzerwaldvereins Kirchheimbolanden. Zudem verkehrt von Kirchheimbolanden, wo die Donnersbergbahn endet, an Sonn- und Feiertagen eine sogenannte Wanderbuslinie zum Donnersberg.

Zum Beispiel an vorgenannten Straßen beginnend kann der Donnersberg auf zahlreichen Waldwegen und -pfaden erwandert werden. Über den Berg führt der Europäische Fernwanderweg E8, der sich hier in die Nordvariante[12] (Donnersberg–Lautertaler FelsenmeerKönigstuhl) und Südvariante[12] (Donnersberg–Eschkopf–Königstuhl) aufteilt. Teile des Keltenwalls und die Viereckschanze können auf dem Keltenweg erwandert werden, der entlang der östlichen Hauptwallanlage verläuft.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Andrea Zeeb-Lanz: Das keltische Oppidum auf dem Donnersberg. In: Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz, Abt. Archäologische Denkmalpflege (Hrsg.): Archäologie in Rheinland-Pfalz 2003. Zabern, Mainz 2004, ISBN 3-8053-3404-4.
  •  Kurt Bittel: Grabung auf dem Donnersberg (Rheinpfalz). In: Germania. Bd. 14, Ph. von Zabern, Mainz 1930, S. 206–214. ISSN 0016-8874
  •  Kurt Bittel: Der Donnersberg, eine keltische Stadtanlage. Franz Steiner, Wiesbaden 1981, ISBN 3-515-03575-3.
  •  Kurt Bittel: Der Beitrag der Ausgrabungen auf dem Donnersberg für die Kenntnis spätkeltischer Stadtanlagen. Sonderdruck. Steiner, Stuttgart 1989, S. 237–243.
  •  Heinz-Josef Engels: Die Viereckschanze, Grabung 1974/75. In: Der Donnersberg, Ausgrabungen, Forschungen, Geschichte, Bd. 1. Franz Steiner, Wiesbaden 1976, ISBN 3-515-02349-6.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Donnersberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Inschrift des Granit-Steins vom Trigonometrischem Punkt auf dem Königsstuhl
  2. Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz (Hrsg): Topographische Karte Donnersberg, M = 1:25.000, Verlag Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz, 3. Auflage, Koblenz, 1990
  3. a b c d e f g h i j Kartendienst des Landschaftsinformationssystems der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz (Hinweise)
  4. a b c Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  5. Informationstafel des Donnersberg-Touristik-Verbands am Adlerbogen
  6. Historic Donnersberg signal site bids farewell von Kristopher Joseph (USAREUR) vom 21. Oktober 2011 (englisch)
  7. Fernsehturm Donnersberg, auf structurae.de
  8. unbekannte / nicht recherchierte Quelle
  9. Leichtathletikclub Donnersberg: Donnersberglauf, auf lc-donnersberg.de (Menüpunkt)
  10. Rockie-Mountain-Lauf, auf berglauf-rockenhausen.de
  11. 1. Pfälzer Drachen- und Gleitschirmflieger Club auf pdgfc.de
  12. a b Der Große Falk AtlasDeutschland Detailkarten, M = 1:200.000, 2004/2005, ISBN 9783827903815