Donzdorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Donzdorf
Donzdorf
Deutschlandkarte, Position der Stadt Donzdorf hervorgehoben
48.6833333333339.8166666666667407Koordinaten: 48° 41′ N, 9° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Göppingen
Höhe: 407 m ü. NHN
Fläche: 39,82 km²
Einwohner: 10.765 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 270 Einwohner je km²
Postleitzahl: 73072
Vorwahl: 07162
Kfz-Kennzeichen: GP
Gemeindeschlüssel: 08 1 17 015
Adresse der
Stadtverwaltung:
Schloss 1–4
73072 Donzdorf
Webpräsenz: www.donzdorf.de
Bürgermeister: Martin Stölzle
Lage der Stadt Donzdorf im Landkreis Göppingen
Alb-Donau-Kreis Landkreis Esslingen Landkreis Heidenheim Landkreis Reutlingen Rems-Murr-Kreis Ostalbkreis Ostalbkreis Adelberg Aichelberg (Landkreis Göppingen) Albershausen Bad Boll Bad Ditzenbach Bad Überkingen Birenbach Böhmenkirch Börtlingen Deggingen Donzdorf Drackenstein Dürnau (Landkreis Göppingen) Eislingen/Fils Heiningen (Landkreis Göppingen) Ebersbach an der Fils Eschenbach (Württemberg) Eschenbach (Württemberg) Gammelshausen Geislingen an der Steige Gingen an der Fils Göppingen Gruibingen Hattenhofen (Württemberg) Heiningen (Landkreis Göppingen) Hohenstadt Kuchen (Gemeinde) Lauterstein Mühlhausen im Täle Ottenbach (Württemberg) Rechberghausen Salach Schlat Schlierbach (Württemberg) Süßen Uhingen Wäschenbeuren Wangen (bei Göppingen) Wiesensteig Zell unter AichelbergKarte
Über dieses Bild
Schloss und Kirche in Donzdorf

Donzdorf ist eine Stadt im Landkreis Göppingen in Baden-Württemberg. Sie gehört zur Randzone der Metropolregion Stuttgart.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Donzdorf liegt in einem Seitental des Filstals auf 334 bis 749 Meter Höhe (höchste Erhebung: Messelberg), etwa 12 km von der Kreisstadt Göppingen entfernt.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Zu Donzdorf gehören die ehemals selbstständigen Gemeinden Reichenbach unter Rechberg und Winzingen. Zur Gemeinde Donzdorf in den Grenzen von 31. Dezember 1973 gehören die Stadt Donzdorf, die Weiler Berghof, Grünbach, Hagenbuch, Hochberg, Kuchalb und Unterweckerstell, die Höfe Messelhof, Oberweckerstell, Rindersteig, Scharfenhof, Schmelzofen und Vogelhof und die Häuser Hagenbucher Mühle, Hürbelsbach, Immenreute, Lautergarten und Steinernes Kreuz sowie die abgegangene Ortschaft Klingenhof. Zur ehemaligen Gemeinde Reichenbach unter Rechberg gehören das Dorf Reichenbach unter Rechberg, die Weiler Aichhöfle und Birkhof, die Höfe Bäuerleshof, Böppeleshof, Bühlhof, Dangelhof, Feldhöfle, Haldenhof, Hasenhof, Ilgenhof, Kratzerhof, Lauxenhof, Schattenhof, Schillingshof, Stappenhof, Staudenhof, Striethof, Strietmühle, Täscherhof, Weberhäusle und Zirschberg, Schloss und Hof Ramsberg und das Haus Messenhalden sowie die abgegangene Ortschaft Zimmerhöfle. Zur ehemaligen Gemeinde Winzingen gehört das Dorf Winzingen.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gegend um Donzdorf war schon früh besiedelt. 1964 wurde ein alter Alamannenfriedhof freigelegt. Man zählte mehr als 100 Gräber aus der Zeit zwischen 600 und 700 n. Chr. In einem Frauengrab fanden sich wertvolle Grabbeigaben, die zum einen auf Handel mit Nordeuropa sowie auf einen alamannischen Herrschaftssitz hinweisen.

Im Jahr 1275 wurde Donzdorf erstmals in der Zehntsteuerliste der Diözese Konstanz erwähnt. In dieser Urkunde hieß die damalige Pfarrgemeinde jedoch noch Tunesdorf. In der nachstaufischen Zeit entwickelte sich zwischen den Grafen von Helfenstein und den Herren von Rechberg ein Machtkampf um Donzdorf, den schließlich die Rechberg für sich entscheiden konnten. Vom Scharfenschloss aus bestimmten sie die Geschicke des Dorfes.

Die wirtschaftliche Situation des Dorfes entwickelte sich im 15. Jahrhundert bestens. Der Bedarf an Donzdorfer Sandstein war groß. Neben vielen Baustellen in der näheren Umgebung wurde sogar die Ulmer Münsterbaustelle umfangreich mit diesem besonderen Donzdorfer Stein, der leicht zu bearbeiten und dennoch durch seinen hohen Eisenanteil widerstandsfähig war, beliefert.

Um 1478 errichteten die Herren von Rechberg einen imposanten Bau im Ort, der wohl zu ihrer Verwaltung diente. Kurze Zeit später begann man mit dem Bau der gotischen Kirche St. Martinus.[3] Der Patronatsherr ließ hierfür einen Altar des berühmten Ulmer Künstlers Bartholomäus Zeitblom anfertigen, dessen Tafeln heute in der Sammlung Würth in der Johanniterkirche Schwäbisch Hall zu sehen sind.

Im Jahre 1568 errichtete Hans von Rechberg das heutige Donzdorfer Schloss im Renaissance-Stil. Ab dieser Zeit entwickelte sich das Dorf zu einem Residenzort mit einem differenzierten Handwerk. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts war Donzdorf nur noch Nebenresidenz und wurde 1735 sogar an das Herzogtum Württemberg verkauft. Im Jahre 1745 kaufte Maria Theresia von Rechberg den württembergischen Anteil an Donzdorf mit dem Schloss zurück und richtete sich hier mit ihren Kindern ein. Ihr Sohn baute ab 1768 das Donzdorfer Schloss zu seiner Hauptresidenz aus und ließ den barocken Schlossgarten nach französischem Vorbild anlegen.[4]

Mit der Mediatisierung der Reichsrittergüter im Jahre 1803 fiel Donzdorf an das Königreich Bayern. Dabei hatte der damalige Sohn des Herrschaftsinhabers und hochrangige bayerische Diplomat, Aloys von Rechberg, all seine Möglichkeiten ausgeschöpft, um dieses Ergebnis zu erreichen.

Erst mit dem Grenzvertrag von 1810 zwischen den Königreichen Württemberg und Bayern fiel Donzdorf endgültig an Württemberg.

Am 1. Mai 1976 wurden der Gemeinde Donzdorf die Stadtrechte verliehen. Nach der Eingliederung von Reichenbach unter Rechberg und Winzingen hatte Donzdorf die für eine Stadt vorausgesetzte Einwohnerzahl von über zehntausend Einwohnern.

Naturstein[Bearbeiten]

Ein kunsthistorisch bedeutsames Gesteinsvorkommen, der Donzdorfer Sandstein, ist nach dem Ort Donzdorf benannt. Zahlreiche Bauwerke in und um Donzdorf und darüber hinaus sind in Baden-Württemberg aus diesem Sandstein gebaut. Im Ulmer Münster bestehen beispielsweise die Kreuzrippen im Mittelschiff, die Fensterlaibungen und die Wand des Langhauses hin zum Chor aus Donzdorfer Sandstein. Seine goldgelbe Farbe vermittelt selbst an bedeckten Tagen die Illusion von Sonnenstrahlen und hellem Lichteinfall in die Kirche. Abgebaut wurde das Baumaterial unterhalb des markanten Messelbergs beim ehemaligen Berghof.

Der Donzdorfer Sandstein diente aber noch einem weiteren Zweck. Als nach dem Ende des Spanischen Erbfolgekrieges die Bevölkerung der Herrschaft Donzdorf völlig verarmt war, stimmte der Herrschaftsinhaber Graf Franz Albrecht von Rechberg dem Vorhaben seines Obervogtes Johann Benedikt Jehlin zu, zwischen Donzdorf und Unterweckerstell im Simonsbachtal einen Schmelzofen zu errichten. Jehlin hatte mehrere Gutachten über den Donzdorfer Eisensandstein eingeholt, die ihm einen Eisengehalt von 35 bis 42 % bescheinigten und seine Qualität höher als die von Wasseralfingen einstuften.

Jehlin plante und kalkulierte sorgfältig seine Schmelzanlage: er ließ einen ersten Staudamm am Simonsbach errichten, dann folgten die Köhlerei, das Pochwerk und die Schmelze. Die Kohle und das notwendige Holz wurde importiert. Insgesamt 80 Personen fanden in diesem Werk Arbeit. Nach anfänglich beachtlichen Erfolgen zeigten sich die Probleme dieses Betriebes sehr schnell. Jehlin hatte über zu wenig Kapital verfügt und daher große Summen aufnehmen müssen. Mitte der 1730er Jahre ging das Unternehmen schließlich bankrott. Jehlin wurde gefangen genommen und verurteilt.

Dennoch besitzt dieser Schmelzofen seinen eigenen geschichtlichen Wert – er ist das älteste frühindustrielle Unternehmen im Landkreis Göppingen. Der Schmelzofen wurde nach seinem wirtschaftlichen Niedergang in einen Bauernhof umgewandelt, der heute noch den Hausnamen 'Schmelzofen' trägt.[5]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1974 wurde Reichenbach unter Rechberg und am 1. Januar 1975 Winzingen nach Donzdorf eingemeindet.

Wappen der eingemeindeten Gemeinden[Bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerentwicklung der Stadt seit 1837.

Datum Einwohner
1837 2.589
1907 3.297
17. Mai 1939 4.320
13. September 1950 6.550
27. Mai 1970 9.605
31. Dezember 1983 11.039
31. Dezember 2000 11.085
31. Dezember 2005 11.073
30. Juni 2010 10.799
30. Juni 2011 10.809

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

In Donzdorf wird der Gemeinderat nach dem Verfahren der unechten Teilortswahl gewählt. Dabei kann sich die Zahl der Gemeinderäte durch Überhangmandate verändern. Der Gemeinderat in Donzdorf hat nach der letzten Wahl 23 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem vorläufigen Ergebnis[6]. Das amtliche Endergebnis wird vom Statistischen Landesamt gegen Ende des Jahres bekannt gegeben. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
 %
60
50
40
30
20
10
0
50,64 %
34,91 %
14,44 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+8,54 %p
-6,79 %p
-1,76 %p
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 50,64 12 42,10 11
FW Freie Wählervereinigung Donzdorf e.V. 34,91 8 41,7 10
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 14,44 3 16,20 4
gesamt 100,0 23 100,0 25
Wahlbeteiligung 49,55 % 55,86 %

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet:

„Unter goldenem Schildhaupt, darin ein schreitender Löwe, in Rot drei fünfstrahlige goldene Sterne (2:1).“

Das Stadtwappen geht auf ein Siegel des Donzdorfer Amtsvogts Dangelmaier von 1773 zurück. Der Löwe und die Wappenfarben weisen auf die Grafen von Rechberg hin, deren Residenz bis heute Donzdorf ist. Das Wappen wurde 1932 angenommen, die daraus abgeleitete gelb-rote Flagge wurde am 18. Februar 1959 vom Innenministerium verliehen.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Partnerstädte sind die französische Stadt Riorges und das in der Oberlausitz liegende Neusalza-Spremberg.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Donzdorf ist durch die Bundesstraße 466 (SüßenNürnberg) an das überregionale Straßennetz angeschlossen. Seit 12. Juli 2010 kann man Donzdorf über eine Umgehungsstraße umfahren.

1901 erhielt der Ort durch die Lautertalbahn den Schienenanschluss an die Filstalbahn Stuttgart–Ulm. Die Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen erbauten das Bahnhofsgebäude als Einheitsbahnhof vom Typ IIIb.[7] 1980 endete der Personenverkehr, 1995 der Güterverkehr.

Oberhalb der Stadt auf dem Messelberg befindet sich ein Flugplatz, der überwiegend von Segel- und kleineren Motorfliegern, aber auch Gleitschirm- und Drachenfliegern genutzt wird.

Donzdorf – Flugplatz

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Die wichtigsten Arbeitgeber Donzdorfs sind die Michael Hörauf Maschinenfabrik GmbH & Co. KG und die Stahlbau Wendeler GmbH + Co. KG. Des Weiteren ist das Heavy-Metal-Label Nuclear Blast in Donzdorf beheimatet, das laut eigenen Angaben[8] der zweitgrößte Gewerbesteuerzahler am Ort ist.

Bildung[Bearbeiten]

Neben dem nach den Grafen von Rechberg benannten Rechberg-Gymnasium, dessen Einzugsgebiet das gesamte Lautertal ist, gibt es in Donzdorf eine Hauptschule mit Werkrealschule und eine Grundschule. In den Stadtteilen Reichenbach und Winzingen gibt es weitere Grundschulen. Zudem ist in Donzdorf die Messelberg-Sternwarte beheimatet, die von den Sternfreunden Donzdorf e. V. betrieben wird.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Blick zum Donzdorfer Schloss. Aquarell von General Eduard von Kallee vom 27. Juli 1856
Schloss Donzdorf
Schloss Ramsberg ist ein Wahrzeichen des mittleren Filstals
Burg Scharfenberg

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Das ehemalige Schloss der Grafen von Rechberg und Rothenlöwen ist heute das Rathaus der Stadt Donzdorf. Erbaut wurde das Schloss 1568 von Hans von Rechberg zu Hohenrechberg zu Illereichen-Scharfenberg. Es stand völlig frei in der Manier eines in damaliger Zeit beliebten Wasserschlosses.

In unmittelbarer Nachbarschaft stand das sogenannte 'Alte Schloss', ein Fachwerkbau aus der Zeit um 1478, der wohl ursprünglich als Verwaltungsbau gedient hatte. Im Jahre 1756 entstand das langgestreckte Ökonomiegebäude, in dem heute ein Kindergarten und die Freiwillige Feuerwehr untergebracht sind. Als im Jahre 1764 der junge Herrschaftsinhaber Maximilian Emanuel von Rechberg sich mit Gräfin Walburga von Sandizell verheiratete, wählte das junge Paar Schloss Donzdorf als seine Residenz. Diese gestalteten sie im Stil des Rokoko aus.[9]

Im 19. Jahrhundert wurden in mehreren Etappen die bestehenden Einzelgebäude zu einer optischen Einheit zusammengefügt. Zuerst entstanden Rentamt (1843) und Oberrentamt (1857) zwischen dem Alten Schloss und dem Portal, dann gestaltete Johann Ludwig Gaab von 1853 bis 1856 die Hoffassade im Stil des Historismus und schließlich wurde 1888/89 das Renaissance-Gebäude durch den sogenannten Küchenbau mit dem Alten Schloss verbunden.[10]

Parks[Bearbeiten]

1768 ließ Maximilian Emanuel von Rechberg mehrere Pläne für den neuen Schlossgarten entwerfen. Der berühmte Münchner Baumeister François de Cuvilliés entwarf einen opulenten Barockgarten, den er sogar als Kupferstich vervielfältigen ließ. Doch letztendlich entschied sich Maximilian Emanuel für den Entwurf eines Stuttgarter Architekten. Die Arbeiten begannen 1769, die Gestalt ließ sich bereits 1770 allmählich erkennen. In den Jahren der Hungersnot von 1771 und 1772 ruhten die Arbeiten weitestgehend. Erst in der zweiten Hälfte der 1770er Jahre gingen die Arbeiten am geometrischen Garten nach französischem Vorbild weiter. Als besonderes Kennzeichen wurden von Zeitgenossen die vielen Springbrunnen angesehen, die Vergleiche mit einem in der Nähe von Salzburg gelegenen Garten hervorriefen. Zeitweise wurde in die Gartengestaltung auch der nahegelegene Feuersee als Baderefugium mit einbezogen.[11] Dieser wurde Anfang des 19. Jahrhunderts zur heutigen Gestalt als Englischer Landschaftsgarten umgewandelt. Dennoch ist bei genauem Hinsehen noch immer die alte barocke, über drei Ebenen sich erstreckende Struktur deutlich erkennbar. Am 9. und 10. Mai 1992 wurde der Schlossgarten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Fasnet[Bearbeiten]

Donzdorf ist eines der Zentren der Fasnet im Kreis Göppingen. Die Zeit zwischen 11.11. und Aschermittwoch ist geprägt von vielen Veranstaltungen wie Narrenmesse, Rathaussturm, Narrensprung, Narrengericht, Prunksitzungen und dem jährlichen Höhepunkt, dem großen Fasnetsumzug am Fasnetssonntag. Es existieren mehrere Narrenzünfte, Guggenmusikkapellen und ähnliche Vereine. Durch das wilde Treiben in der Stadt und den annähernd gleichen Breitengrad wird Donzdorf in der Fasnetszeit auch "Klein-Paris" genannt.[12][13]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Otto Maier
  • Hermann Seimetz

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Johann Rudolf von Rechberg (1606–1660), Fürstpropst, Administrator des Hochstifts Augsburg
  • Alois Merz (1727-1792), 1744 Novize bei den Jesuiten in Landberg am Lech, Studium in Ingolstadt, Lehr- und Predigttätigkeit in Freiburg/Br., Promotion und Professur für Philosophie. Geschätzter Kanzelredner, ab Herbst 1763-1785 Domprediger in Augsburg, einer der bekanntesten deutschen Kontroverstheologen [14]
  • Maximilian Emanuel von Rechberg (1736–1819), Bayer. Obersthofmeister, Stifter der Nenninger Pieta des Ignaz Günther, Stifter des französischen Gartens beim Donzdorfer Schloss
  • Aloys von Rechberg (1766–1849), Bayerischer Diplomat und Außenminister
  • Joseph Maria von Rechberg (1769–1833), Bayerischer Generalleutnant und Gesandter in Berlin, Malteser-Ritter, Kunstsammler
  • Carl Maria von Rechberg (1775–1847), Obersthofmeister bei König Ludwig I. von Bayern, Kunstsammler und Mäzen, Ethnologe und Buchautor
  • Anton von Rechberg (1776–1837), bayerischer General und Hofmeister
  • Franz Anton Staudenmaier (1800–1856), katholischer Theologe
  • Otto von Rechberg (* 23. August 1833 auf Schloss Donzdorf; † 30. März 1918 ebenda), Standesherr der Königreiche Bayern und Württemberg, von 1899 bis 1910 Präsident der württembergischen Kammer der Standesherren
  • Albrecht von Stotzingen (* 21. Oktober 1864 auf Schloss Donzdorf; † 29. Mai 1938 in Steißlingen), Freiherr und Abgeordneter der Ersten Kammer der Badischen Ständeversammlung
  • Theodor Zeller (1900–1986), Maler und Graphiker
  • Andreas Geiger (* 1969), Filmregisseur

Quellen[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 293–296.
  3. Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler - Baden-Württemberg I hrsg. v. Georg Dehio, bearb. v. Dagmar Zimdars u.a., München u.a. 1993, S. 143f.
  4. Archivalien im Gräflich Rechbergschen Familienarchiv Donzdorf
  5. Archivalien im Gräflich Rechbergschen Familienarchiv Donzdorf
  6. Wahlinformationen des Kommunalen Rechenzentrums Stuttgart
  7.  Rainer Stein: Der württembergische Einheitsbahnhof auf Nebenbahnen. In: Eisenbahn-Journal Württemberg-Report. Band 1, Nr. V/96, Merker, Fürstenfeldbruck 1996, ISBN 3-922404-96-0, S. 80–83.
  8. Zitat im Film durch Firmengründer Markus Staiger.
  9. Archivalien im Gräflich Rechbergschen Familienarchiv Donzdorf
  10. Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler - Baden-Württemberg I, hrsg. v. Georg Dehio, bearb. v. Dagmar Zimdars u.a., München u.a. 1993, S. 144.
  11. Archivalien im Gräflich Rechbergschen Familienarchiv Donzdorf
  12. http://www.donzdorf.de/43.0.html
  13. http://www.donzdorfer-fasnet.de/
  14. Augsburger Stadtlexikon - 2. völlig neu bearbeitete und erheblich erweiterte Auflage, hrsg. v. Günther Grünsteudel u.a., Augsburg 1998, S. 651

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Donzdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien