Dopingmittel-Mengen-Verordnung

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Basisdaten
Titel: Verordnung zur Festlegung der nicht geringen Menge von Dopingmitteln
Kurztitel: Dopingmittel-Mengen-Verordnung
Abkürzung: DmMV
Art: Bundesrechtsverordnung
Geltungsbereich: Bundesrepublik Deutschland
Erlassen aufgrund von: § 6a Abs. 2a AMG
Rechtsmaterie: Verwaltungsrecht, Arzneimittelrecht
Fundstellennachweis: 2121-51-57
Ursprüngliche Fassung vom: 22. November 2007
(BGBl. I S. 2607, ber. 2008 I S. 920)
Inkrafttreten am: 29. November 2007
Letzte Neufassung vom: 24. Juni 2013
(BGBl. I S. 1687)
Inkrafttreten der
Neufassung am:
29. Juni 2013
Bitte den Hinweis zur geltenden Gesetzesfassung beachten.

Die Dopingmittel-Mengen-Verordnung (DmMV) bestimmt in Deutschland die nicht geringe Menge von bekannten Dopingmitteln, deren Besitz zu Dopingzwecken am Menschen nach § 6a Abs. 2a des Arzneimittelgesetzes (AMG) verboten ist. Verstöße gegen diese Regelung können nach § 95 Abs. 1 AMG mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe – in besonders schweren Fällen (§ 95 Abs. 3 AMG) mit bis zu zehn Jahren – geahndet werden. Das Problem hierbei ist die sehr unterschiedliche Menge, die in den einzelnen Sportdisziplinen, z. B. bei Anabolika, verwendet werden - und damit als Eigenbedarf gelten. Ein Langstreckler würde ca. die Hälfte der therapeutischen Menge (=Empfehlung auf der Packung z. B. gegen Muskel-Atrophie nach Bewegungsmangel/Schienen/Eingipsen), ein Bodybuilder/Gewichtheber aber das ca. Fünfzigfache der therapeutischen Menge verwenden. Die DmMV ist auch nutzlos bei neuen Medikamenten, die (noch) nicht verboten sind und bei Substanzen, die zwar im Wettkampf, nicht aber im Training verboten sind (z. B. soziale Drogen).

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Manuel García Manso (2002). La fuerza. Madrid: Ed. Gymnos, ISBN 9788480132152
  • Arnd Krüger: Die Paradoxien des Dopings – ein Überblick, in: M. GAMPER/ J. MÜHLETHALER/F.REIDHAAR (Hrsg.): Doping – Spitzensport als gesellschaftliches Problem. Zürich: NZZ Verlag 2000, 11 – 33. ISBN 3-85823-858-9
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