Doppelgriff

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Beispiel: Doppelgriffnotation der Cellisten im Auftakt der Sonate in C-Dur op. 40 Nr. 1 von Jean-Baptiste Breval

Doppelgriffe (englisch double stops) sind in Musikstücken für Streichinstrumente diejenigen Stellen, bei denen der Spieler mehrere Töne gleichzeitig spielt. Die vereinzelte Einmischung von Doppelgriffen in den Satz ist eher die Ausnahme.

Dabei werden zwei Saiten des Instruments, zum Beispiel der Violine, mit einem oder zwei Fingern der linken Hand niedergedrückt und gleichzeitig mit dem Bogen angestrichen.

Viele Streichinstrumente besitzen keine Bünde, somit ist es schwierig, den Ton sauber zu treffen. Da kein Ton zum anderen exakt den gleichen Abstand hat, ist es um so schwerer, Folgen von Doppelgriffen sauber zu spielen.

Die Sonaten und Partiten für Violine von Johann Sebastian Bach und die Violinkonzerte und Sonaten von Giuseppe Tartini verdeutlichen die Höhepunkte der Mehrgrifftechnik in der Musik des Hochbarock. Der Gebrauch des „Doppelflageolett“, also die Erzeugung von Flageoletttönen auf zwei Saiten gleichzeitig, durch Niccolò Paganini war ein weiterer Meilenstein dieser Technik.