Doppelzentrum
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Ein Doppelzentrum ist in der Raumordnung der Verbund zweier zentraler Orte auf Grund ihrer geographischen Nähe, wobei die administrative Selbstständigkeit - im Gegensatz zu einer Städtefusion - bewahrt wurde. Allerdings wird der Begriff Doppelzentrum nur in der Landes- und Regionalplanung weniger Bundesländer verwendet (überwiegend Baden-Württemberg).
[Bearbeiten] Liste der Doppelzentren in Deutschland
In Deutschland gibt es eine Reihe von - teilweise bundesländerübergreifenden - Doppelzentren.
- Böblingen – Sindelfingen (Baden-Württemberg)
- Lörrach – Weil am Rhein (als Vororte von Basel in Baden-Württemberg)
- Mannheim – Ludwigshafen (Baden-Württemberg / Rheinland-Pfalz)
- Ravensburg – Weingarten (Baden-Württemberg)
- Reutlingen – Tübingen (Baden-Württemberg)
- Ulm – Neu-Ulm (Baden-Württemberg / Bayern)
- Mainz – Wiesbaden (Rheinland-Pfalz / Hessen)
- Saalfeld/Saale - Rudolstadt (Thüringen; seit neuestem zusammen mit Bad Blankenburg tripolares Zentrum)
- Suhl - Zella-Mehlis (Thüringen)
- Diez – Limburg a.d. Lahn (Rheinland-Pfalz / Hessen)
Darüber hinaus sind in Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Verbundenheit von Städten zu nennen:
- Nürnberg – Fürth – Erlangen (zentraler Städteverbund)
- Ruhrgebiet
- Metropolregion Rhein-Ruhr
- Rhein-Main-Gebiet
- Städteregion Aachen
Im Rahmen von Gebietsreformen wurden eng benachbarte Städte zu einer Stadt vereinigt, die deshalb nicht als Doppelzentren bezeichnet werden, aber einen starken „Doppelzentrum-Charakter” aufweisen:
Auch hinter einigen Fusionsstädten ohne Bindestrich-Namen können sich echte ehemalige Doppelzentren verbergen:
- Wuppertal (Elberfeld - Barmen)
- Mönchengladbach (Mönchengladbach - Rheydt)
- Herne (Herne - Wanne-Eickel)
- Bergisch Gladbach (Bergisch Gladbach - Bensberg)
[Bearbeiten] Normen und Standards
- VwV Regionalpläne – Verwaltungsvorschrift über die Aufstellung von Regionalplänen und die Verwendung von Planzeichen (Baden-Württemberg)

