Dorfers Donnerstalk

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Produktionsdaten
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Originaltitel: Dorfers Donnerstalk
Produktionsland: Österreich
Produktionsjahr(e): 2004–
Produktions-
unternehmen:
e&a Film GmbH
Produzent: Markus Pauser und Erich Schindlecker
Dauer: etwa 50 (früher 25) Minuten
Ausstrahlungsturnus: monatlich
Idee: David Schalko
Genre: Late-Night-Show/Satire
Erstausstrahlung: 29. Jänner 2004
auf ORF 1
Moderation:

Alfred Dorfer

Dorfers Donnerstalk ist eine satirische Late-Night-Talkshow aus Österreich und wird auf ORF 1 und im Nachtprogramm von 3sat gesendet. Einige ausgewählte Folgen wurden im Bayerischen Rundfunk ausgestrahlt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Konzept

In den ersten beiden Staffeln fungierte Alfred Dorfer als Gastgeber einer Talkshow, zu der allerlei Prominenz aus Politik und Gesellschaft eingeladen wurde; diese Prominenten wurden von Florian Scheuba satirisch überspitzt dargestellt.

Ab der dritten Staffel (ausgestrahlt ab Oktober 2005) wurde das Konzept der Sendung verändert. Aufgrund inhaltlicher Differenzen war Florian Scheuba nicht mehr dabei, stattdessen gab es Gastauftritte und Film-Einspielungen von Künstlern wie Josef Hader (erste Zusammenarbeit von Dorfer und Hader seit ihrem gemeinsamen Werk Indien), Ottfried Fischer, Michael Mittermeier, Stermann & Grissemann, Christoph & Lollo oder Clemens Haipl. Die Serie wurde, abgesehen von den ersten beiden Folgen, weiterhin im Auditorium Maximum der Universität Wien aufgezeichnet. Regie führte weiterhin David Schalko.

Die vierte Staffel wurde ab 5. Oktober 2006 auf ORF1 und 3sat ausgestrahlt und erreichte wöchentlich rund 400.000 Zuseher im ORF. Hier waren unter anderem monochrom eingeladen, auch Christian Tramitz war in einer Folge zu Gast, um sich selbst und den Rechtspopulisten Jörg Haider als eine einzige, gespaltene Persönlichkeit darzustellen. Fixpunkt jeder Folge war das Trio maschek, die ausgewählte Fernsehsendungen des ORF mit übertriebenen Stimmen neu synchronisieren, sodass der ursprüngliche Sendungsinhalt komplett aus dem Zusammenhang gerissen wird und in einen meist politischen Kontext satirisch wiedergegeben wird.

Ständiges Thema der Sendung ist satirische Kritik an der österreichischen Politik, insbesondere an der rechtskonservativen Regierung unter Wolfgang Schüssel und deren Medienpolitik. So entwickelte sich in der dritten Staffel der Sendung das Moltofon, eine für politische Interventionen bereitgestellte Direktleitung von Wilhelm Molterer ins Fernsehstudio, zum Running Gag. Auch der eigene Sender, der ORF, und dessen Führung wird gelegentlich parodiert.

Die Folge, die am Donnerstag vor der Gemeinderatswahl in Wien 2005 ausgestrahlt werden hätte sollen, wurde vom ORF auf einen Termin nach der Wahl verschoben. In dieser Folge war die Wahl, aber auch der Einfluss der ÖVP auf den ORF Thema. Begründet wurde die Verschiebung vom ORF damit, dass „in ORF-Unterhaltungssendungen politische Inhalte kurz vor einer Wahl [grundsätzlich] ausgespart werden“ sollen. Vor allem Politiker der Grünen protestierten dagegen und vermuteten, dass die regierende ÖVP die Verschiebung betrieben hätte; für Dorfer kam die Verschiebung überraschend.[1][2]

Dorfers Donnerstalk bediente sich von Anfang an einer ungewöhnlichen Regieidee: Sämtliche Kameras wurden mit Schnüren an einem meterhohen Gerüst festgebunden und so ohne Kameraführung frei schwingen gelassen.

[Bearbeiten] Die DVDs

Mittlerweile sind 9 DVDs der Sendung erschienen.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Ralf Leonhard: Zensur vor der Wahl. In: die tageszeitung, 22. Oktober 2005
  2. Wien-Wahl: Dorfer erhält Talkverbot. In: Wiener Zeitung, 19. Oktober 2005
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