Dorje Shugden

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Statue von Dorje Shugden
Tibetische Bezeichnung
Tibetische Schrift:
རྒྱལ་ཆེན་རྡོ་རྗེ་ཤུགས་ལྡན་རྩལ།
Wylie-Transliteration:
rgyal chen rdo rje shugs ldan rtsal
Offizielle Transkription der VRCh:
Gyaiqên Dorjê Xugdain Zai
THDL-Transkription:
Gyelchen Dorjé Shukden Tsel
Andere Schreibweisen:
Gyalchen Dorje Shugden Tsal
Chinesische Bezeichnung
Traditionell:
多傑雄登、俱力護法神
Vereinfacht:
多杰雄登、俱力护法神
Pinyin:
Duōjié Xióngdēng, Jùlì Hùfǎwáng Shén

Dorje Shugden [cɛːtɕʰẽ toːtɕe ɕuktɛ̃ tsɛː] (tibetisch ‚mächtiger Donnerkeil‘, auch Dhogyal, Dholgyal oder Dolgyal genannt[1]) ist im Glaubenssystem des tibetischen Buddhismus ein übernatürliches Wesen, das seit dem 17. Jahrhundert als Schutzgottheit (Dharmabeschützer) verehrt wird. Seit den 1970er Jahren spricht sich der 14. Dalai Lama Tendzin Gyatsho öffentlich gegen die Verehrung Dorje Shugdens aus, was zu einer Spaltung innerhalb der Gelug-Schule geführt hat.

Überlieferung[Bearbeiten]

Die Geschichte Dorje Shugdens, gemäß der Überlieferungslinie seiner Praxis, kann durch einen Vers des tibetischen Meisters Tagpo Kelsang Khädrub Rinpoche erläutert werden:

„Mit tiefem Vertrauen verbeuge ich mich vor Dir, Vajradhara Dorje Shugden.// Obwohl Du bereits die Buddha-Ebene erlangt hast// Und die siebenundzwanzig Taten eines Buddhas ausführst,// Erscheinst Du in verschiedenen Formen, um dem Buddhadharma und fühlenden Wesen zu helfen.// Du hast Dich in verschiedenen Aspekten manifestiert,// Als indische und tibetische Meister,// Wie beispielsweise Manjushri, Mahasiddha Biwawa, Sakya Pandita,// Butön Rinchen Drub, Duldzin Dragpa Gyaltsän, Panchen Sönam Dragpa und viele andere.“

Übersetzung aus dem Tibetischen von Geshe Kelsang Gyatso [2]

Dorje-Shugden-Praktizierende glauben, dass der Weisheitsbuddha Manjushri sich viele Male wieder manifestiert hat, um dem Dharma zu helfen. Alle die oben genannten Meister werden von ihnen deshalb als Manjushri selbst betrachtet. Nach ihrer Überzeugung war der Tulku Ngatrul Dragpa Gyaltsän (1619-1656) die Reinkarnation von Panchen Sönam Dragpa.[3] Tulku Dragpa Gyaltsän lebte zur gleichen Zeit wie der fünfte Dalai Lama im Kloster Drepung. Ngatrul Dragpa Gyaltsän prophezeite, dass er als Dorje Shugden erscheinen würde.[4][5]

Nach dem Tode Tulku Dragpa Gyaltsäns erschienen viele Zeichen, die von einigen Meistern als Hinweise verstanden wurden, dass er sich als Dorje Shugden manifestiert habe.[6] Andere Lehrer waren sich unsicher und versuchten sogar einen vermeintlichen bösen Geist zu zerstören. Der 5. Dalai Lama Ngawang Lobsang Gyatso (1617–1682) verfasste das erste bekannte Gebet an Dorje Shugden namens Lhundrub Döma[7][8]. Im 17. Jahrhundert wurde der Trode Khangsar Tempel in Lhasa Dorje Shugden geweiht[9], in dem sich eine Reihe von Wandbildern befinden. Davon stellt eines die Geschichte Dorje Shugdens (Skt. Jataka, Tib. khrung rabs) dar, wie sie in Tagpo Kelsang Khädrup Rinpoches Vers gelistet ist.[10][11] Von da an begann sich die Shugden-Praxis zu verbreiten.[12] Es gibt eine ununterbrochene Linie dieser Praxis bis zu den Meistern der heutigen Zeit.

Zu den bekannteren buddhistischen Meistern der jüngeren Zeit, die Dorje Shugden praktizieren und praktizierten, zählen unter anderem[13]:

Dorje Shugden in der Praxis[Bearbeiten]

Dorje Shugden wurde und wird häufig von seinen heutigen Anhängern als erleuchteter Beschützer verehrt[14] und in diesem Fall in der Regel als Manifestation des Weisheitsbuddhas Manjushri betrachtet.[15][16] Jedoch zeigen verschiedene englischsprachige Forschungen, dass bis Beginn des Tibetischen Exils Dorje Shugden von verschiedenen Anhängern auch als unerleuchteter, weltlicher Beschützer angesehen wurde.[17][18] Das Oberhaupt der Sakya Schule, Sakya Trizin, betont, dass Shugden, obwohl in der Sakya Schule teilweise praktiziert, zur niedrigsten Klasse der Dharma-Beschützer gehörte und die Praxis niemals Teil der Sakya Institution war.[19]

Es gibt viele verschiedene Gebete an Dorje Shugden, die von verwirklichten buddhistischen Meistern in den letzten Jahrhunderten verfasst wurden, die alle dem gleichen Schema folgen.[20] Alle diese Sadhanas (Tib. drub tab, Deutsch Methode zur Erlangung) beginnen mit der Zufluchtnahme zu Buddha, Dharma und Sangha und dem Erzeugen des Erleuchtungsgeistes Bodhichitta. Dann wird Dorje Shugden eingeladen und mit dem Verständnis, dass er eine Manifestation von Buddha ist, werden Gaben an ihn dargebracht und Bittgebete für die Beseitigung von Hindernissen in der spirituellen Praxis, das Erschaffen von hilfreichen Bedingungen und das Erblühen der buddhistischen Lehre vorgebracht.[21]

Die Symbolik von Dorje Shugden[Bearbeiten]

Traditionelles Thangkhagemälde des Mandalas von Dorje Shugden

Gemäß der Ansicht derer, die Shugden als erleuchtet sehen, gibt es insgesamt 32 Gottheiten im Mandala von Dorje Shugden. Jede dieser Gottheiten hat eine besondere Funktion. Sie werden in einem Gebet von Sachen Kunlo, einer der großen Sakya-Lamas erklärt. Die Funktion Dorje Shugdens - der Hauptgottheit des Mandalas - ist es, vertrauensvolle Anhänger durch das Gewähren großer Weisheit auf richtige spirituelle Pfade zu führen.

Die Form Dorje Shugdens enthüllt die vollständigen Stufen des Pfades von Sutra und Tantra. Er erscheint als vollordinierter Mönch, um zu zeigen, dass die Praxis reiner moralischer Disziplin essentiell ist für diejenigen, die Erleuchtung erlangen möchten. In seiner linken Hand hält er ein Herz. Es symbolisiert Großes Mitgefühl und spontane große Glückseligkeit, die Essenz aller Stufen des weiten Pfades von Sutra und Tantra. Sein runder, gelber Hut steht für die Sichtweise Nagarjunas, und das Weisheitsschwert in seiner rechten Hand bedeutet, Unwissenheit, die Wurzel Samsaras, mit der scharfen Klinge der Sichtweise Nagarjunas zu durchschneiden. Dies ist die Essenz aller Stufen des tiefgründigen Pfades von Sutra und Tantra.

Dorje Shugden reitet einen Schneelöwen, das Symbol der Vier Furchtlosigkeiten eines Buddhas. Ein juwelenspeiender Mungo sitzt auf seinem linken Arm. Er symbolisiert Dorje Shugdens Macht, all denjenigen Reichtum zu gewähren, die ihm vertrauen. Das einzelne Auge in der Mitte seiner Stirn symbolisiert seine allwissende Weisheit, die alle vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Phänomene gleichzeitig und direkt wahrnimmt. Sein zornvoller Ausdruck weist darauf hin, dass er Unwissenheit, den wirklichen Feind aller Lebewesen, zerstört, indem er sie mit großer Weisheit segnet, und dass er die Hindernisse reiner Dharma-Praktizierender zerstört.[22]

Kontroverse um die Shugden-Verehrung[Bearbeiten]

Dorje Shugdens genaue Natur – ob eine Manifestation des Weisheitsbuddhas Manjushri[23], ein erleuchteter oder weltlicher Dharmabeschützer, oder ein böswilliger Geist[24] – ist unter den Anhängern des Tibetischen Buddhismus umstritten.[25][26][27]

Die Einführung von Dorje Shugden als wichtigster Schutzgottheit der Gelug-Schule geht auf Phabongkha Dechen Nyingpo, Abt von Sera, zurück.[25] Eine Kontroverse entbrannte in den späten 1970er Jahren. 1975 erschien ein Buch des Dzeme Rinpoche (1927-1996), The Yellow Book genannt, in dem Geschichten über einige Lamas erzählt wurde, die früh oder gewaltsam starben, weil sie den Anweisungen des Dorjen Shugden nicht gefolgt wären. Der 14. Dalai Lama, selbst nicht Anhänger der Praxis, reagierte heftig, er fühlte sich nicht nur persönlich bedroht, sondern auch die reine Lehre des Geluk und die Institution des Dalai Lama an sich in Frage gestellt.[25] Er begann, sich öffentlich gegen die Verehrung von Dorje Shugden auszusprechen. Nach seinem Aussagen liegt in der Shugden-Verehrung zum einen die Gefahr, dass „der tibetische Buddhismus zu einer Geisterverehrung verkommt“, zum anderen ein Hindernis der Einheit des Glauben sei und „dem Gedeihen der tibetischen Gesellschaft unangemessen“.[28] Der Dalai Lama betont, dass es seine eigene, durch „lange und sorgfältige Untersuchung“ gewonnen Lehrmeinung sei, er selbst ist noch in der Dolgyal-Praxis aufgewachsen.

Diese Ablehnung verschärfte sich Mitte der 1990er Jahre, nachdem der Dalai Lama 1996 ein explizites Verbot über die Praxis verhängt hatte,[29][30][31] der die Shugden-Verehrung innerhalb der tibetischen Exilgemeinde weitestgehend unterbindet.[32] Es kam zu teils gewaltsamen Konflikten innerhalb der Gelugpa. Der derzeitige Abt des Kündeling-Klosters und – von Dalai Lama nicht anerkannte – 8. Tatsak Rinpoche, der in Südindien lebende Lobsang Yeshe, einer der Hauptvertreter der Dolgyal-Praxis, reichte am Indian High Court eine Klage gegen den Dalai Lama wegen religiöser Verfolgung ein.[33] Im Kloster Ganden in Tibet, einem der Hauptklöster der Gelug, brachen 2006 Mönche ein und zerstörten die Shugden-Statuen. Die aktuelle Stellungnahme des Dalai Lama besagt, dass es sich bei der Ablehnung des Shugden-Kults um einen Ratschlag handelt, den „zu beherzigen oder nicht, Angelegenheit des Einzelen sei“, er aber „fordert, dass die Dogyal-Anhänger nicht an denjenigen seiner Unterweisungen teilnehmen, die eine Lehrer-Schüler-Beziehung erfordern.“[34] Mittlerweile lässt sich feststellen, dass die von Dalai Lama befürchtete Spaltung der Gelugpa – mit durch das Verbot des Kultes Dorje Shugdens – eingetreten ist.[35] Heute zerfällt der Geluk-Buddhismus zunehmend die „reine Lehre“ des Dalai Lama und die der Volksfrömmigkeit nahestehende Dolgyal-Praxis.

Der politische Hintergrund der Kontroverse ist etwas unklar. Das Kloster Sera, von dem die Shugden-Verehrung ausging, war in den 1940ern und 1950ern in die Auseinandersetzungen zwischen dem Radreng Rinpoche und dem Tagdrag Rinpoche verstrickt, die letztendlich den Anlass zur Besetzung Tibets 1951 gaben. Der 8. Tatsak Rinpoche scheint der chinesischen Regierung in gewisser Weise nahezustehen. Insgesamt dürften aber die chinafreundlichen und die nach der Unabhängigkeit Tibets strebenden Kräfte allenfalls einen primär theologischen Konflikt politisch zu instrumentalisieren.

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael von Brück: Religion und Politik im Tibetischen Buddhismus. Kösel Verlag, München 1999, ISBN 3-466-20445-3.
  • Michael von Brück: Streit um Shugden, Allgemeine Beschreibung des Problems, 1998 (auf den Seiten von info-buddhismus.de).
  • Georges Dreyfus: The Shuk-Den Affair: Origins of a Controversy, in Journal of the International Association of Buddhist Studies Vol. 21, no. 2, 1998. S. 227–270 (Artikel online: Part I, Part II auf dalailama.com; pdf, vajrayogini.com).
  • Andreas Gruschke: Die Globalisierung der Tibetfrage. Der Streit um Dorje Shugden – neue Probleme im Exil, in: Indo Asia, 40. Jg. (1998), Nr. 4, S. 614.
  • Geshe Kelsang Gyatso: Herzjuwel. Die essentiellen Übungen des Kadampa-Buddhismus - Ein Kommentar zu Je Tsongkhapa und Dorje Shugden. Tharpa Verlag, Zürich 2002, ISBN 978-3-908543-04-6.
  • Karénine Kollmar-Paulenz: Religion und Öffentlichkeit in der tibetischen Exilgesellschaft. In: Mariano Delgado, Ansgar Jödicke, Guido Vergauwen (Hrsg.): Religion und Öffentlichkeit: Probleme und Perspektiven. Band 4 von Religionsforum, W. Kohlhammer Verlag, 2009, ISBN 978-317020524-6, insbesondere Kapitel 7. Von einer niederen Gottheit zum Dharmabeschützer der Gelugpa, 8. Das „gelbe Buch“, 9. Die Institution der Dalai Lamas als Projekt nationaler Identitätsbildung. S. 210 ff (ganzer Artikel 199–218, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche; online, info-buddhismus.de).
  • Lindsay G. McCune: Tales of Intrigue from Tibet's Holy City: The Historical Underpinnings of a Modern Buddhist Crisis. Thesis, The Florida State University College of Arts and Sciences (engl.; PDF-Datei, 1,02 MB, fsu.edu).
  • Kyabje Trijang Dorje Chang (Trijang Rinpoche):Music Delighting the Ocean of Protectors, ca. 1967 (142 Seiten, PDF, 1,58 MB, auf dorjeshugden.com, abgerufen am 7. Dezember 2008).

Weblinks[Bearbeiten]

Diverse Berichterstattungen:

Weiterführendes:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Helmut Gassner, ehemaliger Dolmetscher des 14. Dalai Lama, interpretiert in seinem Artikel Dalai Lama/Dorje Shugden (19. September 1998; PDF; 194 kB) Dolgyal als Abwertung: “Dolgyal means 'King of Döl' and is a common name for Dorje Shugden. Döl is a region in Tibet closely intertwined with the origins of Dorje Shugden. Since all other names, like Dorje Shugden, which means 'the one with indestructible power' or Gyalchen, i. e. 'great king,' point to a very high status, it was easy to conclude that the use of the name 'Dolgyal' was intended to coin a new insult. And that is what happened.” (deutsch: „Dolgyal bedeutet 'König von Döl' und ist eine gebräuchliche Bezeichnung für Dorje Shugden. Döl ist eine Region in Tibet, die untrennbar verbunden ist mit den Ursprüngen Dorje Shugdens. Da alle anderen Namen, wie Dorje Shugden, was 'der mit unzerstörbaren Macht' bedeutet, oder Gyalchen, d. h. 'großer König', auf einen sehr hohen Stellenwert deuten, konnte man leicht zu dem Schluss kommen, dass die Nutzung des Namens 'Dolgyal' eine neue Beleidigung darstellte. Und das ist das, was passierte.“)
  2. Geshe Kelsang Gyatso: Herzjuwel. Die essentiellen Übungen des Kadampa-Buddhismus - Ein Kommentar zu Je Tsongkhapa und Dorje Shugden. Tharpa Verlag, Zürich 2002, ISBN 978-3-908543-04-6. S.81
  3. Siehe Vorwort in: Overview of Buddhist Tantra, General Presentation of the Classes of Tantra, Captivating the Minds of the Fortunate Ones (rgyud sde spyi‘i rnam par bzhag pa skal bzang gi yid ‘phrog ces bya ba bzuhgs so), by Panchen Sonam Dragpa, 1478-1554, Englische Übersetzung Martin J. Boord, Losang Norbu Tsonawa, Library of Tibetan Works and Archives, 1996, ISBN 81-85102-99-6
  4. Geshe Kelsang Gyatso: Herzjuwel. Die essentiellen Übungen des Kadampa-Buddhismus - Ein Kommentar zu Je Tsongkhapa und Dorje Shugden. Tharpa Verlag, Zürich 2002, ISBN 978-3-908543-04-6. S.95.
  5. „Mit der Erinnerung an das Versprechen, dass Tulku Dragpa Gyaltsän gegeben hatte (etwa zwei Jahrhunderte und mehrere Leben zuvor, als er Je Tsongkhapas Schüler, Duldzin Dragpa Gyaltsän war)…“ Bstod-'grel dam.can rgya.mtsho dgyes.pa'i rol.mo, Kathmandu, 1997, p. 137-38.
  6. Lit. Trijang Rinpoche: Music Delighting the Ocean of Protectors, S. 7–8
  7. Lit. Trijang Rinpoche: Music Delighting the Ocean of Protectors, S. 105; Gebet des 5. Dalai Lama auf Deutsch.
  8. 'Jam.mgön rgyal.wa'i bsten.srung rdo.rje shugs.lden kyi 'phrin.bchol bhjoks.bsdus, veröffentlicht von Sera Mey, S. 14
  9. Trode Khangsar Dorje Shugden’s Ornament in Lhasa's Mandala By Trinley Kalsang, PDF-Download in Englisch
  10. Trode Khangsar, Dorje Shugden’s Ornament in Lhasa's Mandala, By Trinley Kalsang, Seite 9 PDF-Download
  11. Foto des Wandbildes mit Dorje Shugdens früheren Inkarnationen in der Haupthalle des Trode Khangsar Tempels
  12. Glen Mullin The Fourteen Dalai Lamas: A Sacred Legacy of Reincarnation p.208
  13. Buddhistische Meister die Dorje Shugden verehren
  14. Es gibt Hinweise, das Dorje Shugden von den frühen Sakya Thronhaltern als Avalokiteshvara gesehen wurde, in den späteren ausführlichen Beschützerritualen (kangso) der Gelug-Tradition, z.B. von Namkha Tenkyong,(um 1800) dem Abt des Klosters Sera (The Magical, Instant Messenger Summoning the Four Activities: a Brief Method of Fulfillment and Activities for the Great Dharma Protector Shugden Dorje Barwa Tsel (shugs ldan 'bar ba rtsal gyi bskang 'phrin) TBRC Work RID: W1GS135531 und Serkong Dorjechang (1856-1918) (Siehe bskang chog rgyas pa, Trode Khangsar Tempel, Lhasa)) wurde er als Vajrapani gesehen, und die heutzutage meist verbreitete Form der Verehrung sieht ihn als Weisheitsbuddha Manjushri (Siehe Dagpo Kelsang Khedrub, Lobsang Tamdin, Je Pabongkhapa, Trijang Rinpoche, Music Delighting an Ocean of Protectors, 1967)
  15. Ngulchu Dharmabhadra (1772-1851) bestätigt in seinen gesammelten Werken, dass Tulku Dragpa Gyaltsen Dorje Shugden ist, der als zornvoller Manjushri (ein Weisheitsbuddha) erscheint.
  16. Shugden Society „This belief might be based on a prediction the first Panchen Lama Lobsang Chokyi Gyaltsen made to his young disciple, Tulku Dragpa Gyaltsen, that in future he would be born in the land of Manjushri ….“ Quoted in 'jam.mgon bstan.sung rgyal.chen rdo.rje shugs.ldan rtsal kyi be.bum bzhugs.so, Vol. 1, Guru Deva Losang Tenzin, Delhi, 1983, p. 17.
  17. "Scholarly discussions of the various legends behind the emergence of the Dorje Shugden cult can be found in Nebesky-Wojkowitz (1956), Chime Radha Rinpoche (1981), and Mumford (1989). All of these accounts narrate the latter of the two positions, in which the deity is defined as a worldly protector. The fact that these scholars reveal no awareness of an alternative view suggests that the position which defines Dorje Shugden as an enlightened being is both a marginal viewpoint and one of recent provenance." in Kay, David N. (2004). Tibetan and Zen Buddhism in Britain: Transplantation, Development and Adaptation - The New Kadampa Tradition (NKT), and the Order of Buddhist Contemplatives (OBC), London and New York, ISBN 0-415-29765-6, Seite 230
  18. "It is unclear when belief in rDo rje shugs Idan as an enlightened being first developed; the likelihood is that it emerged gradually as the Dharma-protector grew in prominence. This belief seems to have been in place by the time the young Fourteenth Dalai Lama was introduced to the practice by Trijang Rinpoche prior to the exile of the Tibetan Buddhist community in 1959." in The New Kadampa Tradition and the Continuity of Tibetan Buddhism in Transition (1997) by David Kay, Journal of Contemporary Religion 12:3 (October 1997), 277-293, p 281
  19. Letter to the Assembly of Tibetan Peoples Deputies, Sakya Trizin, June 15 1996, Archives of ATPD in von Brück; Michael: Religion und Politik im Tibetischen Buddhismus. Kösel Verlag, München 1999, ISBN 3-466-20445-3, S. 184
  20. Das wahrscheinlich älteste ausführliche Ritual für die Verehrung von Dorje Shugden rdo rje shugs ldan rtsal gyi gsol kha ‘phrin las ‘dod ‘jo, oder Bitte an Dorje Shugden Tsel: Alle erwünschten Handlungen zu gewähren wurde in zwei Teilen von Drubwang Dre'u Lhas (um 1700) und dem Sakya Meister Morchen Kunga Lhundrub (1654 – 1728) verfasst. Nahezu alle späteren Rituale der Gelug basieren auf Struktur, Terminologie und ikonografischer Beschreibung dieses Rituals. Quelle: Guru Deva Rinpoche, ed. (1984). 'Jam mgon Bstan srung rgyal chen Rdo rje s'ugs ldan rtsal gyi be bum: the collected rituals for performing all tasks through the propitiation of the great protective deity of Tsong-kha-pa, Manjusri reembodied, Rdo-rje-sugs-ldan. New Delhi. pp. 231-243 (Auf diesen Seiten findet sich Drubwang Dre'u Lhas Teil des Rituals) pp. 237-243 (Morchen Kunga Lhundrubs Teil des Rituals.) Zahlreiche weitere Rituale wurden von späteren Meistern verfasst, siehe www.dorjeshugdenhistory.org
  21. Klangvolle Trommel, Das ausführliche Erfüllungs- und Wiederherstellungsritual des Dharma-Beschützers, des großen Königs Dorje Shugdän, in Verbindung mit Mahakala, Kalarupa, Kalindewi und anderen Dharma-Beschützern, Tharpa Verlag, 112 Seiten
  22. Geshe Kelsang Gyatso: Herzjuwel. Die essentiellen Übungen des Kadampa-Buddhismus - Ein Kommentar zu Je Tsongkhapa und Dorje Shugden. Tharpa Verlag, Zürich 2002, ISBN 978-3-908543-04-6. S.97-103.
  23. Lit. Music Delighting the Ocean of Protectors, 1967, S. 5, 8.
  24. „fierce spirit“. Zitat aus der Stellungnahme His Holiness the Dalai Lama's Advice Concerning Dolgyal (Shugden), dalailama.com, abgerufen 4. Juni 2014; The New Kadampa Tradition, BBC, 13. Juli 2005, abgerufen am 6. Dezember 2008
  25. a b c Lit. Dreyfus: The Shuk-Den Affair, 1998
  26. David Kay: The New Kadampa Tradition and the Continuity of Tibetan Buddhism in Transition (1997) von in Journal of Contemporary Religion, Oktober 1997, S. 281 (ganzer Artikel S. 277–293).
  27. David N. Kay: Tibetan and Zen Buddhism in Britain: Transplantation, Development and Adaptation – The New Kadampa Tradition (NKT), and the Order of Buddhist Contemplatives (OBC). London/New York 2004, ISBN 0-415-29765-6, S. 230.
  28. Zitate der Stellungname: “The danger of Tibetan Buddhism degenerating into a form of spirit worship / Obstacles to the emergence of genuine non-sectarianism / Especially inappropriate in relation to the well-being of Tibetan society” Punkte 1–3 aus His Holiness the Dalai Lama's Advice Concerning Dolgyal (Shugden), dalailama.com, abgerufen 4. Juni 2014 (Übersetzung Wikipedia; der Begriff sectarianism bezeichnet innerkonfessionelle, gewaltbereite Schismen, genuine non-sectarianism ist schlecht übersetzbar).
  29. Dalai Lama, zitiert in Mayank Chhaya: Dalai Lama: Man, Monk, Mystic. Doubleday, New York 2007, S. 189.
  30. Helen Waterhouse: Representing western Buddhism: a United Kingdom focus, 2001; zitiert in G. Beckerlegge: From sacred text to internet. Religion today, v. 1., Aldershot, Hants, Ashgate 2001, S. 137.
  31. C. H. Partridge: New religions: A guide : New Religious Movements, Sects, and Alternative spiritualities. Oxford University Press, New York 2004, S. 206.
  32. Richard Wilson, Jon Mitchell: Human Rights in Global Perspective: Anthropological Studies of Rights, Claims and Entitlements. Routledge, London 2003, S. 10.
  33. Weblink Al Jazeera: People & Power
  34. „Whether or not his advice is heeded, His Holiness has made clear, is a matter for the individual. However, since he personally feels strongly about how negative this practice is, he has requested those who continue to propitiate Dolgyal not to attend his formal religious teachings, which traditionally require the establishment of a teacher-disciple relationship.“ Zitiert aus aus His Holiness the Dalai Lama's Advice Concerning Dolgyal (Shugden), dalailama.com, abgerufen 4. Juni 2014 (Übersetzung Wikipedia).
  35. Birgit Zotz: Zur europäischen Wahrnehmung von Besessenheitsphänomenen und Orakelwesen in Tibet. Diplomarbeit, Universität Wien. Fakultät für Sozialwissenschaften 2010, S. 146.