Dornbracht

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Aloys F. Dornbracht GmbH & Co. KG
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Rechtsform Kommanditgesellschaft
Gründung 1950
Sitz Iserlohn, NRW, Deutschland
Mitarbeiter 800 (2009)[1]
Umsatz 115,9 Millionen EUR (2009)[1]
Branche Sanitärtechnikhersteller
Website www.dornbracht.com
Gebäude in Iserlohn-Sümmern, Köbbingser Mühle 6

Die Aloys F. Dornbracht GmbH & Co. KG, kurz Dornbracht, ist ein Hersteller von Designarmaturen, -accessoires und Gesamtlösungen für die Nassbereiche in Bad und Küche. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Iserlohn. Die Dornbracht-Gruppe, zu der die Aloys F. Dornbracht GmbH & Co. KG Armaturenfabrik in Iserlohn und die Alape GmbH in Goslar gehören, erzielte 2007 einen Gruppenumsatz in Höhe von 217,9 Millionen Euro.

Das Unternehmen ist mit seinen 15 internationalen Niederlassungen Weltmarktführer im Bereich Premium-Armaturen und -Accessoires für Bad und Küche. Mit 800 Mitarbeitern weltweit wurde 2009 ein Umsatz von 115,9 Mio. Euro mit einer Exportquote von 65 % erwirtschaftet.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Dornbracht wurde 1950 von Aloys F. Dornbracht (1893-1983) in Iserlohn gegründet. Den Grundstein für den Erfolg der Armaturenfabrik legte damals die Erfindung des ausziehbaren Auslaufes, dessen Einsatzgebiet für große Küchen konzipiert wurde. Mit diesem Auslauf konnte der Wasserstrahl über den Herden bequem zu den Kochtöpfen geleitet werden.

Ab Ende der 1960er Jahre orientierte sich Dornbracht auf Design-Armaturen. Seit 1984 besteht hierfür ein Zusammenarbeit mit dem Designbüro Sieger Design.

Seit 1998 wurde das Produktspektrum um Küchenarmaturen und -accessoires und seit 2005 um eigene Spülarmaturenserien erweitert.

Das Familienunternehmen wird heute in dritter Generation von den Brüdern Andreas und Matthias Dornbracht geführt.

Im Juli 2009 wurden durch den Brand eines benachbarten Unternehmens auch Teile der Dornbracht Produktion beschädigt. Eines der fünf Produktionsgebäude ist besonders in Mitleidenschaft gezogen worden, da sich das Feuer vom Nachbargrundstück auf dieses Gebäude ausbreiten konnte. Stark betroffen war die Galvanik.

Neben weiteren Armaturenherstellern wurde 2010 gegen Dornbracht wegen Teilnahme an einem Preiskartell in den Jahren 1992 bis 2004 eine Strafe von etwa 12,5 Mio. Euro verhängt[2].

Vertriebspolitik[Bearbeiten]

Dornbracht wendet sich explizit und öffentlich gegen den Vertrieb seiner Produkte über das Internet und rät zum Kauf bei Fachhändlern und -handwerkern. Begründet wird dieser Standpunkt mit dem stattfindenden Wandel im Produktprogramm: weg vom simplen Wasserhahn mit Warm- / Kaltwasseranschluss, hin zu komplexeren Installationen mit elektronischer Ansteuerung und diversen, unterschiedlich gearteten Auslässen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Florian Langenscheidt, Bernd Venohr (Hrsg.): Lexikon der deutschen Weltmarktführer. Die Königsklasse deutscher Unternehmen in Wort und Bild. Deutsche Standards Editionen, Köln 2010, ISBN 978-3-86936-221-2.
  2. http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/10/790&format=HTML&aged=0&language=DE&guiLanguage=en

51.422727.703856Koordinaten: 51° 25′ 22″ N, 7° 42′ 14″ O