Dornum

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Dornum
Dornum
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dornum hervorgehoben
53.6456555555567.42813333333330Koordinaten: 53° 39′ N, 7° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Aurich
Höhe: 0 m ü. NHN
Fläche: 76,78 km²
Einwohner: 4467 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 26553,
26427 (Westerburer Polder)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 04933, 04938
(Neßmersiel, Westdorf)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: AUR, NOR
Gemeindeschlüssel: 03 4 52 027
Gemeindegliederung: 10 Ortschaften
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schatthauser Str. 9
26553 Dornum
Webpräsenz: www.gemeinde-dornum.de
Bürgermeister: Michael Hook (parteilos)
Lage der Gemeinde Dornum im Landkreis Aurich
Baltrum Juist Landkreis Wittmund Landkreis Leer Memmert Norderney Nordsee Emden Landkreis Friesland Landkreis Leer Landkreis Wittmund Aurich Berumbur Berumbur Dornum Großefehn Großheide Hage Hagermarsch Halbemond Hinte Ihlow (Ostfriesland) Krummhörn Leezdorf Lütetsburg Marienhafe Norden (Ostfriesland) Osteel Rechtsupweg Südbrookmerland Upgant-Schott Upgant-Schott Wiesmoor WirdumKarte
Über dieses Bild
Norderburg

Dornum ist eine Gemeinde in Ostfriesland und gehört politisch zum Landkreis Aurich in Niedersachsen. Benannt ist sie nach dem gleichnamigen Hauptort. Mit 4467 Einwohnern ist sie die kleinste Einheitsgemeinde auf dem Festland des Landkreises Aurich. Diese verteilen sich auf fast 77 Quadratkilometer, was eine Bevölkerungsdichte von etwa 58 Einwohner pro Quadratkilometer ergibt. Dies ist selbst im innerostfriesischen Vergleich sehr niedrig. Ostfriesland ist mit rund 148 Einwohnern pro Quadratkilometer bereits dünner besiedelt als Niedersachsen (etwa 168) und die Bundesrepublik Deutschland (zirka 230).

Der Ortsteil Nesse zählt zu den ältesten Wik-Siedlungen in Ostfriesland und wird auf das 9. Jahrhundert datiert. Ebenso wie in Emden, Groothusen und Grimersum fand dort früh Seehandel statt. Nesse verlor ebenso wie Groothusen und Grimersum durch Verlandung des Hafens und Eindeichungen jedoch diese Bedeutung. Dornum war vom Spätmittelalter bis in die Neuzeit eine Herrlichkeit, zuletzt unter den Freiherren von Closter.

Ein wichtiges wirtschaftliches Standbein ist der Tourismus, besonders in den Küstenbadeorten. In Dornum werden jährlich rund 500.000 Übernachtungen registriert. Die Gemeinde ist zudem Drehscheibe für den Import von norwegischem Nordseegas: Dort enden die Pipelines Europipe I und II. Geprägt ist die Gemeinde zudem von landwirtschaftlichen Betrieben, die in der Marsch günstige Anbau-Voraussetzungen finden.

Zum herausragenden kulturellen Besitz in der Gemeinde zählen die Orgel der St.-Bartholomäus-Kirche von Gerhard von Holy sowie zwei Burgen im Hauptort Dornum. In der Gemeinde ist außerdem die älteste Mühle Ostfrieslands (erbaut 1626) zu finden.

Dornum ist der Geburtsort von Miene Schönberg, nach ihrer Auswanderung in die USA bekannt geworden als Minnie Marx, Mutter der Marx Brothers. Auch ihr Bruder Al Shean (geboren als Albert Schönberg) stammt aus Dornum: Er war Komödiant und darüber hinaus Wegbereiter für den Erfolg der Marx Brothers.

Geographie[Bearbeiten]

Lage und Ausdehnung[Bearbeiten]

Ostfriesische Küste und Inseln:
Die Gemeinde Dornum mit dem Fährhafen Neßmersiel liegt Norderney, Baltrum und Langeoog gegenüber.

Die Gemeinde ist die nordöstlichste Gemeinde auf dem Festland des Landkreises Aurich in Ostfriesland und liegt unmittelbar an der Nordsee. Sie grenzt im Norden an das Wattenmeer, das als Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer unter Naturschutz steht und im Juni 2009 gemeinsam mit dem schleswig-holsteinischen und dem niederländischen Teil von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde.[2] Der Küstenlinie vorgelagert sind von West nach Ost das Neßmer Watt, das Dornumer Watt und der Dornumer Nacken.

Der Verwaltungssitz im Hauptort liegt etwa zwölf Kilometer westlich der Stadt Esens im benachbarten Landkreis Wittmund und sechzehn Kilometer nordöstlich der Stadt Norden. Die Kreisstadt Aurich liegt etwa 21 Kilometer südlich. Dornum liegt auf der Grenze der historischen Regionen Norderland und Harlingerland: Während der größere westliche Teil mit dem Hauptort zum Norderland gezählt wird, gehört der kleinere östliche Teil zum Harlingerland.

Mit 76,78 Quadratkilometern ist Dornum nach Baltrum flächenmäßig die zweitkleinste Einheitsgemeinde des Landkreises Aurich und eine der kleinsten Einheitsgemeinden auf dem ostfriesischen Festland. Die größte Ausdehnung des Gemeindegebiets in nord-südlicher Richtung beträgt etwa 6,4 Kilometer, gemessen zwischen dem Hof Marienfeld im Süden und dem Seedeich im Norden. In west-östlicher Richtung sind es etwa 15,7 Kilometer zwischen dem Willrathshof im Westen und der Ostspitze des Westerburer Polders.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Norden an die Nordsee. Der Küste in Sichtweite vorgelagert sind die Inseln Norderney im Nordwesten, Baltrum im Norden und Langeoog im Nordosten. Da Dornum an gleich drei Samtgemeinden grenzt, ist die Zahl der Nachbargemeinden auf dem Festland sehr groß. Im Osten grenzt Dornum an Esens und Holtgast (beide Samtgemeinde Esens), im Süden (im Uhrzeigersinn) an Ochtersum, Utarp, Schweindorf, Westerholt und Nenndorf (alle Samtgemeinde Holtriem). Diese genannten Kommunen befinden sich allesamt im Landkreis Wittmund. Im Südwesten grenzt Dornum an Großheide, im Westen an Hage und Hagermarsch (beide Samtgemeinde Hage) im Landkreis Aurich. Dornum hat somit zehn Nachbargemeinden, inklusive der Inseln 13. Die Zahl der Nachbarn reduziert sich jedoch auf vier (mit Inseln sieben), wenn sie auf Samtgemeinde-Ebene angegeben wird.

Geologie, Böden und Hydrologie[Bearbeiten]

Deichvorland bei Neßmersiel
Deichvorland bei Neßmersiel, Luftbild Mai 2012

Das geologische Bild wird teilweise vom Pleistozän, deutlich mehr aber vom Holozän bestimmt. Fast das gesamte Gebiet der Gemeinde befindet sich in der Marsch. Lediglich der Hauptort inklusive der südlicher gelegenen Wohnplätze Resterhafe und Schwittersum sowie Roggenstede befinden sich auf zwei kleinen Geestinseln. Das Gemeindegebiet wird seewärts von Deichen geschützt, da es nur unwesentlich über dem Meeresspiegel liegt. Für die Deichunterhaltung sind auf Gemeindegebiet zwei Deichachten zuständig. Das Verbandsgebiet der Deichacht Norden reicht etwa bis Dornumergrode,[3] weiter östlich ist die Deichacht Esens-Harlingerland zuständig.

Die Bodenverhältnisse differieren in Abhängigkeit von der Küstenferne und damit vom Alter der Marschböden: Im außendeichs gelegenen Deichvorland (regional Heller genannt) findet sich Rohmarsch. Die Gebiete werden im Winterhalbjahr bei Sturmfluten überflutet. Binnendeichs schließen sich Kalkmarsch und Kleimarsch an. Diese drei Marschtypen werden der Jungmarsch zugerechnet. Die südlicher gelegene Altmarsch besteht hauptsächlich aus für den Ackerbau schlecht nutzbaren schweren Knickmarsch- und Seemarschübergangsböden. Sie werden vorwiegend als Weide- und Grünland, also für die Milchwirtschaft genutzt. Die Jungmarschgebiete mit ihren sehr leichten und mittelschweren Böden erlauben sowohl Milch- als auch Ackerwirtschaft. Da sie aber sehr hohe Erträge bringen, wird dem Ackerbau für gewöhnlich der Vorzug gegeben.

Vor allem die Altmarsch liegt zum Teil unter dem Meeresspiegel, weil die abgelagerten Sedimente durch ihr Eigengewicht, durch Zersetzungsvorgänge und durch Entwässerungsmaßnahmen abgesackt sind.[4]

Das Binnenland muss entwässert werden, um bei anhaltendem Regen nicht unter Wasser zu stehen. Dazu dienen unzählige kleine Gräben sowie kleinere und größere natürliche und künstliche Kanäle (regional Tief genannt). Diese werden wiederum über das Siel- und Schöpfwerk Accumersiel entwässert, das in den 1960er Jahren errichtet wurde und ein älteres Siel ersetzte. Zuständig für die Entwässerung eines Großteils des Gemeindegebietes ist die Sielacht Dornum mit Sitz in Esens, für den Westteil die Sielacht Norden.

Der Hauptteil des Gemeindegebietes wird durch das Accumer Tief und seine Nebentiefs sowie zahlreiche Entwässerungsgräben entwässert. Der Einzugsbereich des Accumer Tiefs reicht dabei bis in die Moorgegenden der südlichen Nachbargemeinde Holtriem sowie einen kleinen Teil der östlich gelegenen Samtgemeinde Esens. Aus diesen Bereichen fließen kleinere Moorbäche und Entwässerungsgräben dem Accumer Tief zu. Es verläuft zwischen Uppum und Dornum in Ost-West-Richtung, anschließend in Süd-Nord-Richtung nach Dornumersiel.[5] Dort wurde nach Anlegung eines neuen Siels in den späten 1960er-Jahren ein Mahlbusen angelegt, der das Binnenwasser speichert, falls bei Flut kein Sielen möglich ist. Die Fortsetzung des Accumer Tiefs bildet in die Nordsee das Seegat Accumer Ee zwischen den Inseln Baltrum und Langeoog. Bis zum Beginn der Deichbauten im Hochmittelalter und in den folgenden Jahrhunderten waren das Accumer Tief und die heutige Accumer Ee ein offener Zufluss aus dem rückwärtigen (südlich gelegenen) Geestraum in die Nordsee. Darauf deutet auch ein Ende des 19. Jahrhunderts bei Roggenstede, also südöstlich von Dornum, ausgegrabenes Seefahrzeug aus früheren Jahrunuderten hin.[6]

Der westliche Teil des Gemeindegebiets um Nesse wurde über Jahrhunderte durch das Neßmersiel entwässert. Nach dessen endgültiger Stilllegung allerdings fließt das Wasser über das Norder Tief dem Leybuchtsiel und (seit 1991) vornehmlich dem Leysiel zu.

Flächennutzung[Bearbeiten]

Tabelle I: Flächennutzung 2009
Nutzung Fläche in ha
Gebäude- und Freifläche 385
davon Wohnfläche 215
davon Gewerbe- und Industriefläche 13
Betriebsfläche 2
Erholungsfläche 37
davon Grünanlage 27
Verkehrsfläche 251
davon Straße, Weg, Platz 243
Landwirtschaftsfläche 6.525
Wasserfläche 170
Waldfläche 44
Flächen anderer Nutzung 263
davon Friedhöfe 1
davon Unland 21
Gesamtfläche 7.678

Recht genau 85 Prozent des Gemeindegebietes von Dornum werden landwirtschaftlich genutzt. Dies ist einer der höchsten Werte unter den Einheits- und Samtgemeinden Ostfrieslands und liegt klar über dem ostfriesischen Durchschnitt von 75 Prozent.[7] Der niedersächsische Vergleichswert beträgt 59 Prozent. Die Waldarmut wird besonders deutlich, wenn die 44 Hektar mit Bäumen bestandene Flächen in Relation zum Gesamtgebiet gesetzt werden: Es ergibt sich ein Prozentwert von 0,57. Zum Vergleich: Der bundesrepublikanische Durchschnitt liegt bei mehr als 30 Prozent und selbst der ostfriesische Durchschnitt bei etwa zwei Prozent. Gewässer machen 2,21 Prozent des Gemeindegebietes aus, womit Dornum nur knapp über dem bundesrepublikanischen Durchschnitt von zwei Prozent liegt. Bei den meisten Gewässern handelt es sich um Entwässerungsgräben, wozu auch der Mahlbusen in Dornumersiel zählt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören neben dem namensgebenden Ort Dornum die Ortschaften Dornumergrode, Dornumersiel, Nesse, Neßmersiel, Westdorf (mit Ostdorf), Westerbur, Westeraccum, Roggenstede und Schwittersum.

Zu diesen Hauptorten gehören weitere kleinere Orte, die im Einzelnen heißen: Aderhusen, Alexandrinenhof, Altensiel, Arler Hammrich, Blankenhausen, Buschplatz, Buterhusen, Butterburg, Cankebeer, Dammspolder, Deich- und Sielrott, Deichstrich, Dreihausen, Eiland, Friedland, Friedrichsfeld, Georgshof, Groß Kiphausen, Harketief, Joachimsfeld, Kiphausen, Klein Kiphausen, Kloster, Marienfeld, Middelsbur, Mittel Kiphausen, Mittelstrich, Neegrobeer, Neuhausen, Neßmeraltendeich, Neßmergrode, Neßmermühle, Neßmerpolder, Oster Coldinner Grashaus, Osterbur, Osterdeich, Pumpsiel, Reersum, Reidump, Resterhafe, Roggensteder Hammer, Schlöterei, Siebelshörn, Südenburg, Südenburger Buschhaus, Wahlstätte, Westeraccumer Neuland, Westeraccumersiel, Westerburer Neuland, Westerdeich, Wilhelminenhof.

Klima[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in einer gemäßigten Klimazone im Klimabezirk Niedersächsisches Flachland Nordsee-Küste. Das Großklima ist maritim geprägt und zeichnet sich durch relativ kühle und regenreiche Sommer; verhältnismäßig milde, schneearme Winter, vorherrschende Westwinde sowie hohe Jahresniederschläge aus. In den Monaten Dezember und Januar fällt die durchschnittliche Temperatur auf null bis minus 2 Grad, im Juli und August werden durchschnittlich 20 Grad erreicht. Die meisten Regentage gibt es mit 20 im Dezember, die wenigsten im März und Mai, wo an 13 Tagen Niederschlag fällt. Die Zahl der durchschnittlichen Sonnenstunden pro Tag schwankt zwischen einer (Dezember/Januar) und sieben Stunden (Mai/Juni).[8]

Nach der Klimaklassifikation von Köppen befindet sich Dornum in der Einteilung Cfb.

  • Klimazone C: warm-gemäßigtes Klima
  • Klimatyp Cf: feucht-gemäßigtes Klima
  • Klimauntertyp b: warme Sommer

Die nächstgelegene Wetterstation befindet sich in Aurich (siehe dort für weitere Informationen).

Schutzgebiete[Bearbeiten]

Die Gemeinde Dornum grenzt an das Wattenmeer und somit an den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Teile des Deichvorlandes, der Heller, gehören als Schutzzone II dazu. Naturschutzgebiete sind in der Gemeinde nicht zu finden. Größtes Landschaftsschutzgebiet (seit 1991) ist der Dammspolder westlich von Westeraccumersiel mit 67,9 ha. Der Dornumer Schlosspark und der nördlich davon gelegene Landstrich Kreihörn (11,8 ha) sind seit 1969 als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Ein geschützter Landschaftsbestandteil ist das Feucht- und Teichgelände Im Ischen südlich von Westeraccum (22,9 ha). Im Dornumer Ortskern befinden sich Linden und Rotbuchen, die als Naturdenkmäler ausgewiesen sind.[9]

Geschichte[Bearbeiten]

Ur- und Frühgeschichte[Bearbeiten]

In Dornum wurden Funde aus der Steinzeit und der römischen Kaiserzeit entdeckt, in Roggenstede Steinwerkzeuge, ein Bruchstück einer Steinsichel und Tonbruchstücke, die auf eine Besiedlung in der Stein- und Bronzezeit zwischen 3000 und 800 v. Chr. hindeuten.[10] Besiedelt wurde zunächst der Bereich des ehemaligen Ufersaumes. Hier errichteten die Bewohner in urgeschichtlicher Zeit Warften an günstigen Stellen der noch unbedeichten Marsch. Damit konnten sie die fruchtbaren Kleiböden nutzen und hatten über weit ins Landesinnere reichende Priele zugleich Zugang zum Meer. Die ersten Dörfer wurden zu einer Zeit, als das Land noch nicht mit Deichen vor dem Meer geschützt war, auf Warften angelegt. Untersuchungen des Niedersächsischen Instituts für historische Küstenforschung an der Kirchwarft von Resterhafe lassen vermuten, dass diese schon in der römischen Kaiserzeit angelegt wurde.[11]

Mittelalter[Bearbeiten]

Um das Jahr 1000 begann der Deichbau in der Region. Ein Hafen wird erstmals 1289 erwähnt, als sich die Harlinger in einem Streit mit der Stadt Bremen auf einen im Hafen, genannt Ackumhe, geschlossenen Vertrag beriefen.[12] Ursprünglich gehörte das gesamte Gebiet der heutigen Gemeinde Dornum zum Harlingerland und die Kirche unterstand dem Propst von Ochtersum. Die Hilgenrieder Bucht trennte im Hochmittelalter den Landstrich um Norden, das Norderland des Federgaus, vom früheren Gau Norditi, aus dem sich später das Harlingerland entwickelte. Zum letzteren zählte auch Dornum.[13] Die sukzessive Eindeichung der Hilgenrieder Bucht in den folgenden Jahrhunderten ließ diese natürliche Grenze zwischen Norden und Hage auf der westlichen und Dornum auf der östlichen Seite verschwinden. Zugleich weitete im Jahre 1362 die Zweite Marcellusflut, auch bekannt als Grote Mandränke, das Accumer Tief – ursprünglich wohl ein kleiner Festlandsbach oder eine sumpfige Niederung – derart auf, dass Dornum im Osten eine neue natürliche Grenze zum Harlingerland erhielt. Möglicherweise hat der Hauptort zu dieser Zeit einen eigenen Hafen besessen, was aus der Straßenbezeichnung Kajediek am Schlosspark geschlossen wird.[12]

Die ab 1270 errichtete Kirche samt ihrem Taufstein aus der Erbauungszeit bezeugen eine erfolgte Christianisierung der Dornumer Bevölkerung.

Häuptlingsherrschaft[Bearbeiten]

Dornum war im Mittelalter Sitz mehrerer Häuptlingsgeschlechter: In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts wird Hero Attena als erster Häuptling Dornums genannt wird. Ob er zugleich auch Häuptling von Nesse war, ist umstritten.[14] Heros Sohn, Lütet, erschlug – angeblich auf Anraten seiner Schwiegermutter – seine Gemahlin Ocka wegen angeblicher Untreue und Aufsässigkeit. Daraufhin ließ die Schwiegermutter Foelke Kampana, Ehefrau des Häuptlings Ocko II. tom Brok und im Volksmund die „Quade Foelke“ genannt, Dornum erobern und Lütet sowie Hero festsetzen. Beide sollen auf ihren Befehl der Schwiegermutter enthauptet worden sein. Ihren Besitz teilten die Erben anschließend unter sich auf.[15] Auf die Attena folgten durch Heirat und erbe die Kankena aus Wittmund. Diesen gelang es im Verlauf des 15. Jahrhunderts in Dornum eine Herrlichkeit mit eigener Gerichtsbarkeit herauszubilden. Diese bestand aus den beiden Kirchspielen im namensgebenden Hauptort und Resterhave sowie den Dörfern und Wohnplätzen Dornumergrode, Dornumersiel und Kiphausen.[16] Die örtlichen Häuptlinge (Herren) behielten somit auch innerhalb der Grafschaft Ostfriesland eine gewisse Autonomie.

Unter den Cirksena (1464–1744)[Bearbeiten]

Die drei Burgen in Dornum wurden im Zuge der Sächsischen Fehde (1514–1517) zerstört. Der ostfriesische Graf Edzard I. und Georg von Sachsen stritten sich in jenen Jahren um Ansprüche in Friesland, woraufhin ein Heer von 20.000 Mann, angeführt von Heinrich I. (Braunschweig-Wolfenbüttel), in Ostfriesland einfiel. Der oldenburgische Graf Johann V. verbündete sich mit diesem, ebenso Hero Omken aus dem Harlingerland. Auf seinem Weg nach Norden überfiel Hero Omken die drei Dornumer Burgen und zerstörte sie, bevor er die Stadt Norden brandschatzte.[17]

In Dornum fand 1665 die letzte Hexenverbrennung Ostfrieslands statt.

In der Petriflut von 1651 wurden Dornumersiel und Accumersiel zerstört, aber bald wieder aufgebaut. 1712 wurde östlich von Neßmersiel der Osterneßmersieler Polder eingedeicht, maßgeblich vorangetrieben durch den Interessenten Teckenbörg.[18]

Kolorierte Kupferstichkarte von Homann, Nürnberg, um 1718 zur Weihnachtsflut von 1717

Von der Weihnachtsflut 1717 war das vorliegende Gebiet in starkem Maße betroffen. Nach einer zeitgenössischen Übersicht des Predikanten Jacobus Isebrandi Harkenroth[19] kamen allein in der Herrlichkeit Dornum 262 Menschen um. In den Fluten ertranken 50 Pferde, mehr als 200 Rinder, fast 100 Schafe und 24 Schweine. 67 Häuser wurden vollständig und 20 teilweise zerstört. Die Naturkatastrophe verwüstete die Siele, Häfen und Orte von Dornumersiel und Westeraccumersiel nahezu völlig: Von 122 Häusern blieben nur sieben stehen, waren aber auch kaum mehr bewohnbar.[20] Hinzu kamen Opfer in Nesse und Umgebung, das seinerzeit zum Amt Berum zählte. Dieses war das am zweitstärksten von der Flut betroffene Amt Ostfrieslands nach demjenigen in Esens. Im Amt Berum kamen 585 Menschen sowie insgesamt mehr als 2500 Nutztiere ums Leben, von denen ein – nicht mehr genau bestimmbarer – Teil auf Nesse, Westdorf, Ostdorf, Neßmersiel und die umliegenden Höfe entfiel. Im Amt Berum wurden 188 Häuser völlig und 164 teilweise zerstört.

Preußische Zeit (1744–1806/15)[Bearbeiten]

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts legte die preußische Regierung großen Wert auf die Urbarmachung weiterer Landstriche, wozu – neben der Moorkolonisierung – auch die Eindeichung zählte. Entstanden sind in jener Zeit der Dammspolder (1764/71) sowie der Westerburer Polder (1771/78), an deren Eindeichung der Amtsverwalter Dr. Hajo Lorenz Damm entscheidenden Anteil hatte. Er war auch an der Anlegung eines neuen Polders im heutigen Norder Stadtgebiet beteiligt. 1772 wurde der Westerneßmersieler Polder eingedeicht, ihm folgte 1774/75 der Hamm-Polder an der Außenseite des damaligen Außentiefs nach Neßmersiel. 1775 kam schließlich der Kuchenbäckerpolder hinzu, benannt nach einer der treibenden Kräfte bei der Eindeichung, Johann Friedrich Kuchenbäcker (1722–1787).

Die Herrlichkeit Dornum umfasste 1794 die Ortschaften Dornum, Dornumergrode, Dornumersiel, Restrhafe, Reersum, Schwittersum und Kiphausen mit zusammen 1224 Einwohnern. Zentraler Ort war Dornum mit knapp der Hälfte (602) der Einwohner. Diese verteilten sich auf die beiden Burgen, neun Bauernhöfe, 106 Feuerstellen („volle “Haushaltungen) sowie 97 ganze und halbe Warfstellen (Tagelöhner und landwirtschaftliche Nebenerwerbsbetriebe). In Dornumergrode fanden sich 16 Höfe und 30 Warfstellen, in Dornumersiel 35 Warfstellen.[21]

Hannoversche Zeit (1815–1866)[Bearbeiten]

Graf Ernst zu Münster

Im Jahr 1820 erwarb Ernst Friedrich Herbert zu Münster die Herrlichkeit Dornum vom Vorbesitzer, dem Geheimrat Hoffbauer zu Minden. Unter seiner Ägide wurde die Neulandgewinnung weiter vorangetrieben. Etwa ein Jahrzehnt nach der Übernahme der Herrlichkeit begann die Anlegung des heutigen Münsterpolders. Dessen Fertigstellung fiel jedoch bereits ins Todesjahr des Grafen, 1839. Im Polder entstand 1852 der Alexandrinenhof, benannt nach Alexandrine Galitzin, der Ehefrau von Georg Herbert zu Münster, der die Herrlichkeit von seinem Vater übernommen hatte. Außerdem wurde der Wilhelminenhof, benannt nach der Ehefrau von Ernst Friedrich Herbert zu Münster, Wilhelmine Charlotte Prinzessin zu Schaumburg-Lippe, in den neuen Polder verlegt.[22]

Kaiserreich[Bearbeiten]

Als die preußische Regierung 1885 die alte Ämterstruktur zugunsten von Landkreisen abschaffte, wurde der Landkreis Norden gebildet. Die Gemeinden des vorliegenden Gebiets gehörten seit jenem Jahr zum genannten Landkreis.

Wie in allen Marschengebieten Ostfrieslands bestanden während des gesamten 19. Jahrhundert und auch bis ins 20. Jahrhundert hinein große soziale und wirtschaftliche Gegensätze zwischen reichen Großbauern und armen Landarbeitern: „In der Marsch wirkten sich die sozialen Unterschiede besonders scharf und hart aus: Auf der einen Seite zähe und stolze Bauern, Herren durch und durch, auf der anderen Seite die Tagelöhner. Auch sie gleichen Stammes und den Bauern an Stolz nicht nachstehend, aber wirtschaftlich in drückender Abhängigkeit.“[23]

In Berichten von Landarbeitern[24] heißt es, dass die Arbeitstage von 4 bis 18 Uhr dauerten, unterbrochen von einer eineinhalbstündigen Mittagspause. Die Landarbeiter schliefen, so sie kein eigenes (und wenn, dann sehr bescheidenes) Häuschen besaßen, oftmals mit dem Vieh im Stall. Schon mit etwa 13 Jahren, direkt nach dem Schulbesuch, wurde der Nachwuchs über sogenannte „Gesindemakler“ an Bauern vermittelt. Neben anderen gesundheitlichen Problemen war auch Alkoholismus weit verbreitet.

Ende des 19. Jahrhunderts wanderten daher viele Einwohner in die Vereinigten Staaten aus. Unter ihnen befand sich auch Miene Schönberg.

Weimarer Republik[Bearbeiten]

Während der vierzehn Jahre der Weimarer Republik machte sich in den Ortschaften der Gemeinde Dornum – wie in den meisten Kommunen Ostfrieslands – ein spürbarer Schwenk bei den Wahlen von links(liberal) nach rechts bemerkbar. Besonders augenfällig war dies im Hauptort Dornum, wo die USPD bei der Reichstagswahl 1919 mit 30,1 % der Stimmen Wahlsieger vor der linksliberalen DDP (27,7) und der SPD (18,8) wurde. Bei der Wahl im Mai 1924 hingegen ging bereits die antisemitische DNVP mit 30,5 % vor der SPD mit 22,1 % als Sieger hervor. Den Ergebnissen der ein Jahr später vorgenommenen Volkszählung zufolge lebten 1925 in Dornum 58 Juden.[25] Vier Jahre später lag die in ihrem Antisemitismus noch radikalere NSDAP mit 32,2 % der Stimmen vor der SPD (26,3 %). Bei den Reichstagswahlen 1932 und 1933 schließlich erreichte die NSDAP mit fast 60 % der Stimmen sogar die absolute Mehrheit.[26]

Paul Alexander Wilhelm (William) zu Münster verkaufte 1930 die Reste der einstigen Herrlichkeit Dornum. Nach seinen Vorstellungen sollte der Besitz ungeteilt bleiben, also Schloss und die Höfe Wilhelminenhof, Alexandrinenhof, Joachimsfeld, Groß Kiphausen, Schwittersum, Georgshof, Marienfeld und Damm mitsamt Ländereien (849 Hektar) an einen anderen Besitzer übergehen. Für den Preis von einer Million Reichsmark fand sich jedoch kein einzelner Käufer, weshalb sich die Pächter der genannten Höfe sowie ein von der Industrie verdrängter Landwirt vom Niederrhein den Besitz sicherten und ihn anschließend aufteilten. Das Schloss wurde seit 1932 von der SA als Führerschule benutzt und ging später in den Besitz des Staates über.[27]

Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Ehemalige Synagoge Dornum

Die Synagoge war entwidmet und am 7. November 1938 für 600 Reichsmark an den benachbarten Tischlermeister August Teßmer verkauft worden, der sie fortan als Lagerraum nutzte. Dennoch wurden in der Pogromnacht 1938 die Fenster des Gebäudes eingeschlagen, die noch vorhandenen Einrichtungsgegenstände aus dem Gebäude geholt und auf dem Marktplatz verbrannt. SA-Truppen nahmen in jener Nacht alle jüdischen Einwohner des Ortes fest und brachten sie ins benachbarte Norden, wo auch andere Juden aus dem Landkreis zusammengetrieben wurden. Alte, Frauen und Kinder wurden am Morgen des 10. November entlassen, die Männer ins KZ Sachsenhausen deportiert, aus dem sie erst nach Wochen zurückkehrten. In der Folgezeit versuchten die letzten Juden, soweit sie dazu in der Lage waren, Dornum beziehungsweise Deutschland zu verlassen. Am 13. September 1939 lebten in Dornum noch 8 jüdische Mitbürger. [28]Am 8. März 1940 wurde die Ortschaft als „judenfrei“ gemeldet.

Während des Zweiten Weltkriegs waren im Gemeindegebiet Kriegsgefangene und weitere Internierte verschiedener Nationalitäten untergebracht. Im Hauptort bestand ein Arbeitslager, das zeitweilig bis zu 46 Personen umfasste, sämtlich Russen. Daneben waren zeitweilig auch Deutsche, Polen, Serben und Franzosen interniert.[29] Bei Landwirten in und um Nesse waren weitere Gefangene untergebracht, unter ihnen neben Deutschen auch Franzosen, Belgier und Polen.[30] Die Internierten wurden vornehmlich zu Arbeiten in der Landwirtschaft herangezogen.

Nachkriegszeit[Bearbeiten]

Beginnend in den späten 1960er-Jahren fand in Dornumersiel eine Hinwendung zum (Bade-)Tourismus statt. In den folgenden Jahrzehnten wurde die touristische Infrastruktur sukzessive ausgebaut. Am 22. Juni 1967 wurde die Strandhalle eröffnet, im selben Jahr der neue Hafen in Accumersiel in Betrieb genommen. Er beherbergt nicht nur eine Kutterflotte, sondern bietet auch Platz für Sport- und freizeitboote. Der Campingplatz folgte im Jahr darauf. Der Sandstrand wurde 1969 durch Aufspülung auf 80.000 Quadratmeter erweitert, in jenem Jahr waren zudem die ersten 100 Ferienhäuser in einer Siedlung hinter dem Strand fertiggestellt. Im Folgejahr folgten weitere 160 Häuser. Ein Meerwasserschwimmbecken folgte 1973. Die Investitionen führten 1981 zur Anerkennung Dornumersiels als staatlich anerkannter Erholungsort. In Dornumersiel entstanden zudem Anfang der 1980er-Jahre mehrere drei- bis viergeschossige Ferienhaus-Wohnblocks. Auch in Neßmersiel investierten die Gemeinde und private Investoren in die Infrastruktur. Der Fährhafen nach Baltrum ist 1970 weiter an die Küste vorverlegt worden, da das Fahrwasser zunehmend verschlammte. Die Fahrtzeit der Fähre verkürzte sich dadurch zudem auf 20 Minuten.[31]

Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Roggenstede, Schwittersum und Westeraccum (vorher im Landkreis Wittmund) eingegliedert.[32] Am 1. November 2001 kamen die Gemeinden Dornumersiel mit den am 1. Juli 1972 eingegliederten Orten Dornumergrode, Westeraccumersiel und Westerbur sowie Nesse mit den am 1. Juli 1972 eingegliederten Orten Neßmersiel und Westdorf hinzu.[33]

Dornum war noch bis zum 31. Oktober 2001 eine Samtgemeinde, die 1972 aus dem Zusammenschluss der Gemeinden Dornum, Nesse und Dornumersiel entstanden war. Heute ist Dornum, vorangetrieben durch den Gemeindedirektor Dieter Erdmann, eine Einheitsgemeinde mit den Ortsteilen Dornum, Dornumergrode, Dornumersiel, Westeraccumersiel, Nesse, Neßmersiel, Westeraccum, Westdorf (mit Ostdorf), Westerbur und Roggenstede.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahl des Hauptortes bewegt sich seit geraumer Zeit um die 1.000er Marke. Ein wesentlicher Schub in der Einwohnerentwicklung ergab sich nach Ende des Zweiten Weltkriegs, als viele Flüchtlinge aus den früheren Ostgebieten des Deutschen Reiches aufgenommen wurden. So waren im Jahre 1946 von den insgesamt 1255 Einwohnern 301 Personen Flüchtlinge, was einem Anteil von 24 Prozent entspricht. 1950 registrierte man 1264 Einwohner. Die Zahl der Flüchtlinge lag bei 346. Die Quote stieg somit auf 27,4 Prozent.

Am 30. Juni 2008 hatte die gesamte Gemeinde Dornum 4767 Einwohner, die sich auf einer Fläche von 76,78 km² verteilten. Dies entspricht einer Einwohnerdichte von 62,1 Personen je km².[34]

Jahr Einwohnerzahl[35]
1821 793
1948 909
1871 912
1885 794
1905 841
Jahr Einwohnerzahl[35]
1925 789
1933 826
1939 833
1946 1252
1950 1246
Jahr Einwohnerzahl[35]
1956 1029
1961 939
1970 1045
2008[36] 4767
2011 4748

Entwicklung des Ortsnamens[Bearbeiten]

Der Gründungsmythos berichtet von einem Riesen, der auf der noch unbewohnten Geestinsel ein Haus errichtete, weil diese von einem dichten Dornwald überwuchert war, die ihn vor Überfällen der Seeräuber schützte.[37] Die These von den namensgebenden Dornen ist inzwischen widerlegt. Der Ortsname ist eine Zusammensetzung des Rufnamens Dore mit -Sum, was „Heim“ bedeutet. Nach dem derzeitigen Stand der Namensdeutung ist zu vermuten, dass sich im ersten Jahrtausend unserer Zeitrechnung der Verband des Dore niedergelassen hat.[11]

Erstmals wird der Ort im Jahre 1400 als to Dornen und to Dornym erwähnt. Im Jahre 1589 wurde er Dornum, 1435 in Thornum genannt. Anschließend setzte sich die heutige Schreibweise durch.[35]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Das Rathaus der Gemeinde.

Der Gemeinderat der Gemeinde Dornum besteht aus 14 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 3.001 und 5.000 Einwohnern.[38] Die 14 Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2011.[39]

Stimmberechtigt im Gemeinderat ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister Michael Hook (parteilos).

Die letzte Kommunalwahl vom 11. September 2011 ergab das folgende Ergebnis:[40]

Partei Anteilige Stimmen Anzahl Sitze Veränderung Stimmen Veränderung Sitze
SPD 46,78 % 7 -0,45 % 0
CDU 29,92 % 4 -8,85 % -2
Freie Bürgerschutzinitiative SG Dornum (FBI) 15,73 % 2 +1,74 % 0
Bündnis 90/Die Grünen 6,08 % 1 +6,08 % +1
Die Linke 1,45 % 0 +1,45 % 0

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2011 lag mit 56,96 %[40] über dem niedersächsischen Durchschnitt von 52,5 %.[41] Zum Vergleich – bei der vorherigen Kommunalwahl vom 10. September 2006 lag die Wahlbeteiligung bei 63,79 %.[42]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Dornum ist seit dem 1. April 2007 der parteilose Michael Hook. Er setzte sich mit 53,54 % der Stimmen gegen seinen SPD-Gegenkandidaten Erdmann durch.[43]

Vertreter in Land– und Bundestag[Bearbeiten]

Die Gemeinde Dornum gehört zum Landtagswahlkreis 87 Wittmund/Inseln, der den Landkreis Wittmund sowie im Landkreis Aurich die Städte Norderney und Wiesmoor, die Gemeinde Dornum und die Inselgemeinden Juist und Baltrum umfasst. Das Direktmandat für den Niedersächsischen Landtag (Wahlperiode ab 2013) gewann bei der Wahl 2013 Holger Heymann von der SPD

Der Bundestagswahlkreis Aurich – Emden umfasst die Stadt Emden und den Landkreis Aurich und damit auch Dornum. Bei der Bundestagswahl 2013 wurde der Sozialdemokrat Johann Saathoff direkt gewählt.[44] Über Listenplätze der Parteien zog Heiko Schmelzle für die CDU aus dem Wahlkreis in den Bundestag ein. Die Dornumer stimmten bei den Erststimmen mit absoluter Mehrheit für Saathoff und bei den Zweitstimmen für die SPD.[45]

Kommunalhaushalt[Bearbeiten]

Die Gemeinde Dornum befindet sich in einer schlechten Finanzlage. Grund hierfür ist in erster Linie der Wegfall der Gewerbesteuereinnahmen des norwegischen Energiekonzerns Statoil, der eine Anlandestation für Nordseegas in der Gemeinde betrieb (heute im Besitz des norwegischen Staatskonzerns Gassco befindlich, s. Wirtschaft). Nach Umstrukturierungen entfielen nicht nur ab 2006 die Gewerbesteuern, die Gemeinde musste sogar vorab gezahlte Steuern zurückzahlen. Die Haushaltslage Dornums verschlechterte sich deutlich.[46] Die Gemeinde liegt jedoch knapp über der Bemessungsgrenze für Sonderzuweisungen des Landes Niedersachsen, so dass keine Ausgleichs-Sonderleistungen gezahlt werden. Die Verschuldung, die 2005 nur 140.000 Euro betragen hatte, wird daher bis 2012 auf voraussichtlich 5,6 Millionen Euro ansteigen.

Partnerschaft[Bearbeiten]

Die Partnergemeinde Dornums ist Triebel im Vogtland. Der Ort mit rund 1.700 Einwohnern gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Oelsnitz/Vogtl. und ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt.

Wappen, Flagge und Dienstsiegel[Bearbeiten]

Wappen von Dornum
Blasonierung:

„In Gold ein aufgerichteter rotbewehrter und rotgezungter schwarzer Bär mit einem goldenen Halsband.“

Beschreibung:

Das Wappen spiegelt die Geschichte der Gemeinde wider. Als die damalige Gemeinde Dornum (der heutige Hauptort) im Jahre 1961 ein Wappen einführen wollte, entschied man sich für das Wappen der Häuptlingsfamilie Attena, der Herren des Harlingerlandes, die ihren Stammsitz sehr wahrscheinlich auf der Norderburg hatten.[47] Dem Geschlecht gehörten seit der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts und im frühen 15. Jahrhundert die Häuptlinge zu Dornum an. Das Wappen der Attena hielt auch Einzug in das Ostfrieslands sowie in abgewandelter Form eines aus einem Mauerturm wachsenden Bären in das Stadtwappen von Esens. Im Stadtwappen von Wittmund repräsentieren zwei Bärenklauen die frühere Herrschaft der Attena.

Auch die Gemeindeflagge ist in den Grundfarben des Wappens gehalten. Dornum führt eine gold-schwarz geteilte Flagge, zentriert aufliegend mit dem Wappenschild der Gemeinde. Das Dienstsiegel enthält das Wappen und die Umschrift Gemeinde Dornum.[48]

Religion[Bearbeiten]

Heimat der größten Gemeinde ist die St.-Marien-Kirche in Nesse

Wie das gesamte Harlingerland und der größte Teil des Norderlandes ist die Gemeinde lutherisch geprägt. Die Kirchengemeinden des Hauptortes, von Nesse und von Resterhafe zählen zum Kirchenkreis Norden,[49] wobei Resterhafe mit 404 Gemeindemitgliedern die kleinste Gemeinde des Kirchenkreises ist. Die Gemeinden in Roggenstede, Westeraccum und Westerbur hingegen gehören zum Kirchenkreis Harlingerland.[50] Die lutherische Kirche hat in den Landkreisen Aurich und Wittmund die höchsten Anteile von Lutheranern in ganz Deutschland.[51]

Auf dem Gebiet der politischen Gemeinde gibt es die lutherischen Kirchengemeinden Dornum, Resterhafe, Roggenstede, Westeraccum und Westerbur. Zusammen kommen sie bei einer Gesamt-Einwohnerzahl der politischen Gemeinde von rund 4.800 Menschen auf etwa 4.000 Mitglieder. Die beiden größten Gemeinden sind Nesse mit zirka 1300 und Dornum mit etwa 1200 Gemeindegliedern. Westeraccum hat etwa 550, Westerbur rund 250 und Roggenstede zirka 225 Gemeindeglieder. Hinzu kommen die etwa 400 Gemeindeglieder von Resterhafe. Die Kirche im Hauptort ist eine „verlässlich geöffnete Kirche“, steht Besuchern also zu festgelegten Zeiten stets offen.[52]

Die Neuapostolische Kirchengemeinde wurde 1935 gegründet. Im Jahre 1976 wurde ein eigenes Gotteshaus eingeweiht. 2006 zählte die Gemeinde 64 Mitglieder.[35]

Zahlen zu muslimischen Einwohnern liegen nicht vor. Die nächstgelegenen Moscheen befinden sich in Emden (Eyüp-Sultan-Moschee) und Wilhelmshaven.

Eine jüdische Gemeinde gibt es seit der Zeit des Nationalsozialismus hingegen nicht mehr. Die Jüdische Gemeinde Dornum bestand über einen Zeitraum von rund 300 Jahren von ihren Anfängen im 17. Jahrhundert bis zu ihrem Ende am 8. März 1940. Noch im Jahre 1925 konnte der Ort mit 7,3 Prozent den höchsten prozentualen Bevölkerungsanteil jüdischer Mitbürger in Ostfriesland aufweisen. Nach 1933 ausgegrenzt und verfolgt, emigrierten viele Juden. Über 50 % der 1933 in Dornum lebenden jüdischen Einwohner wurden im Holocaust ermordet. Von den überlebenden Dornumer Juden kehrte keiner zurück. Vom jüdischen Leben zeugen noch der erhaltene Friedhof der Gemeinde sowie die Synagoge, in der inzwischen eine Gedenkstätte eingerichtet wurde.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Im Flecken Dornum dominierten traditionell kleine Handwerks- und Gewerbebetriebe die Wirtschaft. Weite Teile des Gemeindegebiets der umliegenden Ortschaften waren hingegen noch nach der Gemeinde- und Gebietsreform landwirtschaftlich geprägt. Der Boden ist sehr fruchtbar mit einer hohen Bodenwertzahl. 1974 zählte man 87 Unternehmen in der Agrarwirtschaft. In den Folgejahren sank diese Zahl von 66 (1979) auf schließlich 51 (1987) erheblich. Gleichzeitig war eine Konzentration zu beobachten, hatten doch 1987 Großbetriebe (28) deutlich die Mehrheit. Des Weiteren waren 12 kleine und 11 mittlere Unternehmen vertreten. Die Zahl der nichtlandwirtschaftlichen Arbeitsstätten ging, nachdem sie 1971 sprunghaft auf 106 angestiegen war, 1987 auf 90 zurück. Die Summe der Erwerbspersonen verdoppelte sich mit 718 nahezu. Auch die Quote der Auspendler (45,7 %) und Einpendler (42,5 %) erhöhte sich 1987 deutlich.[35]

Als dünn besiedelte Gemeinde an der Nordseeküste, wo ein recht steter Wind weht, eignet sich die Gemeinde zur Erzeugung von Windenergie. In Dornum gibt es mehrere Windparks, die Gemeinde hat Flächen zur weiteren Nutzung durch Windenergieanlagen festgelegt. Nutzungskonflikte ergeben sich jedoch zuweilen mit dem Vogelschutz.[53]

Gasanlandung[Bearbeiten]

Dornum ist eine Drehscheibe für Erdgaslieferungen nach Europa. In Cankebeer, zwischen Dornum und Nesse gelegen, betreibt das norwegische Unternehmen Gassco AS, das sich ausschließlich im Eigentum des norwegischen Staates befindet, eine Erdgas-Anlandungsanlage für die Europipe-Pipelines. In dieser Anlage wird der Druck von etwa 160 bar auf 80 bar entspannt und der Rohstoff anschließend über 49 Kilometer lange unterirdischen Leitungen nach Emden transportiert, wo die Gasmenge gemessen und an die Kundennetze abgegeben wird. [54] Auf diese Weise wird Erdgas per Pipeline aus Norwegen nach Dornum transportiert und für den europäischen Markt zur Verfügung gestellt. Eine weitere Leitung geht von Dornum aus nach Salzwedel in die NETRA-Pipeline.

Tourismus[Bearbeiten]

In den Sommermonaten und zu einzelnen Perioden des Winterhalbjahres (etwa Weihnachten/Jahreswechsel oder Karneval) ist der Tourismus von Bedeutung. Die Gemeinde Dornum verbucht jährlich knapp 500.000 Übernachtungen. Insgesamt stehen rund 6.000 Betten zur Verfügung.[55] Touristische Schwerpunkte sind der Hauptort Dornum, der Hafen- und Sielort Dornumersiel sowie Neßmersiel mit dem Freizeitzentrum "Sturmfrei". Außerdem verfügt Neßmersiel über eine der in Ostfriesland zahlreichen Paddel- und Pedalstationen. Beherbergungsmöglichkeiten finden sich aber auch in allen anderen Dörfern der Gemeinde.

Wohnmobilstellplätze gibt es in Dornumersiel sowie in Dornum. Hotels finden sich im Hauptort sowie in Neßmersiel, private Pensionen jedoch in allen Dörfern der Gemeinde. Ferienhäuser sind in allen Ortsteilen zu finden. Darüber hinaus vermieten Landwirte Zimmer auf ihren Höfen.

Der Campingplatz in Dornumersiel verfügt über ca. 150 Dauerstellplätze, 100 Touristenstellplätze, 16 Wohnmobilstellplätze und 40 Zeltplätze[56]. In Dornumersiel gibt es darüber hinaus das Reethaus am Meer mit Spielscheune, Kinderanimation, Kamin- und Lesezimmer sowie Touristinformation. Neben der Hafeneinfahrt befindet sich ein Sandstrand.

Landwirtschaft[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist deutlich von der Landwirtschaft geprägt, wobei Grünlandwirtschaft in den Altmarschgebieten ebenso betrieben wird wie Ackerbau in den Jungmarschgebieten. Im Kernort Dornum befindet sich zudem eine größere Obstanbau-Plantage, in der Äpfel erzeugt werden.[57]

Ein Teil der Landwirtschaftsflächen im Raum Westdorf/Ostdorf/Nessmersiel ist im Besitz der Theelacht, einer alten genossenschaftlichen Vereinigung von Landbesitzern aus dem Norderland. Die Theelacht gliedert sich auf in acht „Theele“ (Anteile), die jeweils über Ländereien verfügen. Fünf der „Theele“ befinden sich gänzlich oder zumindest in Teilen auf Dornumer Gebiet: Hover Theel, Osthover Theel, Neugroder Theel, Eber Theel und kleine Teile der Ekeler Theel.[58] Die Ländereien werden an Landwirte in den jeweiligen Gebieten verpachtet.

Verkehr[Bearbeiten]

Verkehrsachsen in Ostfriesland: Dornum (zwischen Norden und Esens) liegt abseits der Hauptverkehrswege. Die nächstgelegenen Autobahnen sind die A 31 bei Emden/Riepe und die A 29 bei Wilhelmshaven

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Dornum liegt abseits der Hauptverkehrswege. Über die Landesstraße 5 ist die Gemeinde mit den Städten Norden und Esens, über die Landesstraße 7 mit Aurich verbunden. Die nächstgelegenen Autobahn-Anschlussstellen in Ostfriesland liegen an der A 31 (Emden-Bottrop) auf Emder Stadtgebiet (Auffahrt Emden-Nord, zirka 44 Kilometer) oder an der Anschlussstelle Riepe (etwa 41 Kilometer). Bei Fahrten in Richtung Oldenburg/Bremen ist die Route über die A 29 kürzer, die Auffahrt am Wilhelmshavener Kreuz ist rund 49 Kilometer entfernt. Überland-Buslinien verbinden Dornum mit Norden und Esens. In die Kreisstadt Aurich gibt es jedoch trotz mehrfacher Bitten aus der Dornumer Politik [59] keine Direktverbindung, die Fahrt über Norden oder Esens ins gut 20 Kilometer entfernte Aurich dauert mehr als eine Stunde. Eine Ausnahme bildet in den Sommermonaten ein Urlauberbus, der zweimal täglich verkehrt.[60]

Dornum verfügt über ein gut ausgebautes Radwegenetz. An den beiden Landesstraßen als Hauptverkehrsträger befinden sich separate Fahrradwege. Die Gemeinde liegt am Nordseeküsten-Radwanderweg.

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Bahnhofsgebäude der Museumsbahn

Dornum verfügt nicht mehr über einen Bahnhof mit regulärem und dauerhaftem Anschluss ans Bahnnetz. Die nächstgelegenen Bahnhöfe befinden sich in Norden und Esens. Während der Norder Bahnhof ein InterCity-Halt mit Verbindungen in Richtung Bremen/Hannover und Münster/Köln ist, fahren ab Esens lediglich Regionalzüge der NordWestBahn, die (mit Umstieg in Sande oder Wilhelmshaven) den Oldenburger Hauptbahnhof anbinden.

Dornum wurde 1883 über die Ostfriesische Küstenbahn an das Schienennetz angeschlossen. Am 29. Mai 1983 wurde der Personenverkehr auf der Strecke zwischen Norden und Dornum stillgelegt. Der Frachtverkehr blieb zunächst bestehen. Zwischen Norden und Dornum wird die Strecke seit 1987 im touristischen Verkehr durch die Museumseisenbahn Küstenbahn Ostfriesland befahren. Am 23. September 1989 wurde auch der Güterverkehr eingestellt und die Strecke wurde 1991 von der Deutschen Bahn über den Landkreis Aurich an die Anliegergemeinden verkauft. Diese haben sie an die Museumseisenbahn verpachtet. Das Teilstück zwischen Dornum und Esens wurde am 27. September 1985 stillgelegt und 1986 demontiert. Auf der Trasse befindet sich jetzt ein Fahrradweg.

Schiffsverkehr[Bearbeiten]

Dornumersiel.

Auf dem Gemeindegebiet befinden sich Häfen in den Ortsteilen Dornumer-/ Westeraccumersiel und in Neßmersiel. Die Nordseeinsel Baltrum wird gezeitenabhängig von Fährschiffen der 1928 gegründeten Reederei Baltrum-Linie von Neßmersiel aus angesteuert. Die Fahrzeit beträgt etwa 30 Minuten. Je nach Jahres- und Reisezeit gibt es täglich ein bis maximal vier Abfahrten je Richtung. Das Gepäck der Urlauber wird vor der Abfahrt in Container verladen und dann mit derselben Fähre befördert. Die Reederei betreibt eine eigene Busanbindung zum Bahnhof Norden. Insgesamt werden pro Jahr über 200.000 Personen von und nach Baltrum befördert. Mit vier Fährschiffen, darunter einer Fracht- und Personenfähre und einem Jetboot, wird die Insel ans Festland angebunden. Nachdem der Frachtverkehr mit dem Versorgungsschiff Baltrum II früher über den Hafen Norddeich abgewickelt wurde, geschieht dies seit 2006 über den im Juni 1970 eingeweihten Hafen Neßmersiel, der deshalb von April bis August 2008 um einen 35 Meter langen Frachtkai erweitert wurde. Zudem bietet die Reederei Ausflugsverkehr an. Für Sportboote gibt es in Neßmersiel 50 Liegeplätze des Segelvereins.

Der Yachthafen von Dornumer-/ Westeraccumersiel verfügt über 240 Liegeplätze. Angeboten werden Sonderfahrten nach Baltrum und Langeoog. Beide Orte unterhalten zudem eine bedeutende Fischfangflotte.

Medien[Bearbeiten]

Dornum liegt im Verbreitungsgebiet dreier Tageszeitungen: Ostfriesen-Zeitung, Anzeiger für Harlingerland und Ostfriesischer Kurier, von denen die in Leer herausgegebene Ostfriesen-Zeitung als einzige ostfriesische Tageszeitung in der gesamten Region Ostfriesland mit Lokalausgaben vertreten ist. Der Ostfriesische Kurier und der Anzeiger für Harlingerland kooperieren auf redaktionellem Gebiet, so dass die Artikel über Dornumer Geschehnisse identisch sind. Daneben erscheint zweimal pro Woche ein Anzeigenblatt aus dem Verlag der Emder Zeitung: Mittwochs erscheint es als Heimatblatt, sonntags als Sonntagsblatt. Im Verlag des Ostfriesischen Kuriers erscheint die Wochenzeitung Echo (einmal pro Woche). Aus der Gemeinde berichtet zudem der Bürgerrundfunk-Sender Radio Ostfriesland.

Bildung[Bearbeiten]

In der Gemeinde befinden sich zwei Kindergärten: in Dornum und Nesse. Eine Grundschule gibt es im Hauptort, wo auch die Haupt- und Realschule ihren Standort hat. Sie ist im Dornumer Schloss untergebracht. Die nächstgelegenen Gymnasien sind das Niedersächsische Internatsgymnasium Esens, das Ulrichsgymnasium in Norden und das Ulricianum in Aurich, wo sich zudem eine Integrierte Gesamtschule befindet. Die nächstgelegenen Berufsbildenden Schulen sind in Aurich und Norden. In Emden befindet sich die nächstgelegene Fachhochschule, die nächstgelegene Universität ist in Oldenburg. Auf dem Sektor der Erwachsenenbildung unterhält die Kreisvolkshochschule Norden eine Außenstelle in Dornum.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Neben der Gemeindeverwaltung mit nachgeordneten Betrieben wie dem Bauhof und des Tochterbetriebs Tourismus GmbH gibt es in Dornum noch eine Polizeistation. Sie ist zu den üblichen Bürozeiten besetzt, außerhalb dieser wird das Gemeindegebiet vom Polizeikommissariat in Norden betreut.[61]

Für das Gemeindegebiet zuständige Behörden und Gerichte befinden sich in Norden (Amtsgericht, Finanzamt, Katasteramt, Außenstelle der Kreisverwaltung) oder Aurich (Kreisverwaltung, Landgericht). Dort sind auch die nächstgelegenen Krankenhäuser zu finden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Burgen[Bearbeiten]

Beningaburg

Von den ursprünglich drei auf dem Gemeindegebiet errichteten Burgen sind zwei bis in die heutige Zeit erhalten geblieben. Die Beningaburg soll der Legende nach zwischen 1375 und 1380 von Häuptling Olde Hero Attena (von Dornum) als Wasserburg errichtet worden sein. Sie wurde in der Sächsischen Fehde zerstört, anschließend aber wieder aufgebaut. Durch Heirat fiel sie später an die Familie Beninga, die dem Bauwerk ihren Namen gab. Heute befindet sich in dem Bauwerk ein Restaurant. Im Ahnensaal der Burg sind historische Gemälde der Beningas zu besichtigen.

Das Wasserschloss in Dornum, die Norderburg, wurde ebenso wie die Beningaburg wahrscheinlich im 14. Jahrhundert von Olde Hero von Dornum erbaut. Die Norderburg wurde 1514 – wie auch die übrigen Dornumer Burgen – im Zuge der Sächsischen Fehde zerstört, 1534 wieder aufgebaut. Ein Turm wurde in der Mitte des 17. Jahrhunderts angefügt. In den Jahren 1698 bis 1706 wurde das Schloss gründlich umgebaut. Ein breiter Dreiecksgiebel ist über dem Eingang zu finden, der ein Relief der Pallas Athene enthält.[62] Das Gemäuer wechselte in den folgenden Jahrhunderten mehrfach den Besitzer. 1942 ging das Schloss schließlich in staatliches Eigentum über. 1951 wurde die Norderburg in eine Realschule umgewandelt. Die Räumlichkeiten des Bauwerks mit dem restaurierten zweigeschossigen Rittersaal, der unter anderem zwei Familienporträts der einst hier residierenden Häuptlingsfamilie von Closter beherbergt, sind nur im Rahmen einer Führung zu besichtigen. In den Sommerferien wird das Schloss für Ausstellungen, Konzerte und Ritterspiele genutzt. Wegen des Schulbetriebs sind Besichtigungen zu bestimmten Zeiten möglich.

Nicht mehr erhalten ist die in der Sächsischen Fehde zerstörte Westerburg. Sie wurde als einzige nicht wiedererrichtet. Auf dem historischen Grund entstand 1719 eine Mühle.

Museen[Bearbeiten]

Oma-Freese-Huus
Gedenk- und Informationsstätte Synagoge Dornum

In der Gedenkstätte Synagoge Dornum ist eine Dauerausstellung zum jüdischen Leben in Ostfriesland untergebracht. Sie gliedert sich in die Bereiche „Geschichte“, „Kultur“ und „Religion“. Die Synagoge ist das einzige jüdische Gotteshaus in Ostfriesland, das nicht in der Reichspogromnacht zerstört wurde, da es bereits ein Jahr zuvor profaniert worden war. Die Synagoge in Dornum ist die einzige erhaltene und öffentlich zugängliche in Ostfriesland. Im etwa 1850 errichteten Oma-Freese-Huus sind die Vermächtnisse der Maler-Brüder Ludwig und Georg Kittel und von Enno Wilhelm Hektor zu sehen. Das Lüttje Huus an’t Diek (Kleines Haus am Deich) in Neßmergrode zeigt die ländliche Lebens- und Arbeitswelt der Landarbeiter in Ostfriesland in früheren Zeiten.

Das Zwei-Siele-Museum in Dornumersiel erinnert an ein Kuriosum in Ostfriesland: Die Gründung zweier Sielorte, Dornumersiel und Westeraccumersiel in unmittelbarer Nähe zueinander, was an der früher zwischen beiden Orten verlaufenden Grenze des Norderlands zum Harlingerland lag. Auch die frühere Bedeutung der Sielorte für die Handelsschifffahrt und die Geschichte der Fischerei werden mit vielen maritimen Objekten, Modellen und Schautafeln dokumentiert. Ebenfalls in Dornumersiel befindet sich seit 1988 das Nationalpark-Haus, das die Bedeutung des Wattenmeers aufzeigt. Zu sehen sind Materialien zur Vogelwelt, ein Strand- und Salzwiesenmodell, das Modell einer Miesmuschelbank, Meerwasseraquarien sowie das dreidimensionale Modell einer Seehundbank. Breiten Raum nehmen die Folgen von Naturnutzung und Umweltverschmutzung auf Flora und Fauna ein.[63]

Kirchen und Orgeln[Bearbeiten]

St.-Matthäus-Kirche Resterhafe.

In der Gemeinde befinden sich in mehreren Ortsteilen mittelalterliche Kirchen, die zumeist im 13. Jahrhundert entstanden sind. Ihre Ausstattung ist zum Teil von überregionaler kunsthistorischer Bedeutung.

Die bekannteste Kirche im Gemeindegebiet ist die St.-Bartholomäus-Kirche in Dornum. Sie wurde in den Jahren 1270/90 auf einer Warft gebaut. Der Glockenturm aus dem 13. Jahrhundert beherbergt zwei Glocken, die ebenso alt wie der Turm sind. Im Grabkeller unter der Kirche befindet sich das Erbbegräbnis der Dornumer Häuptlinge. 2011 sind acht Särge mit den sterblichen Überresten der Häuptlingsfamilie von Closter restauriert worden. Ab 2012 sollen sie für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.[64] Die reiche Innenausstattung wurde von Haro Joachim von Closter gestiftet, wie das bis zur Holzdecke reichende Altarretabel, das Hinrich Cröpelin 1683 schuf. Von ihm stammen auch die aufwändig geschnitzte Barockkanzel und die Prieche der Familie von Closter.[65] Der Taufstein aus Bentheimer Sandstein datiert aus der Erbauungszeit der Kirche. Die 1710/11 erbaute Orgel von Gerhard von Holy ist eine der größten Dorforgeln im norddeutschen Raum und die zweitgrößte historische Orgel in Ostfriesland. Sie ist weitgehend erhalten und wurde 1995 als nationales Denkmal von europäischem Rang anerkannt.[66]

Die St.-Marien-Kirche in Nesse wurde um das Jahr 1250 als romanische Saalkirche aus Tuffstein errichtet und 1493 um einen polygonalen Backstein-Chor mit Kreuzrippengewölbe erweitert. Besonderheiten der Kirche sind der steinerne Lettner aus dem Ende des 15. Jahrhunderts mit seinen drei großen Korbbögen und der Taufstein aus Baumberger Sandstein, der aus dem 13. Jahrhundert stammt.[67] Um die Gebäude herum gruppiert sich mit dem Pfarrhaus, dem Organistenhaus, dem separaten Glockenturm und dem Friedhof der vollständigste erhaltene Kirchenkomplex Ostfrieslands.

Der Bau der Petrikirche in Westeraccum begann um 1270. Das Innere wird durch drei Joche mit einem Kreuzrippengewölbe abgeschlossen. Die Ostapsis weist noch die originalen Rundbogen-Fenster auf. Sehenswert sind die bei Renovierungsarbeiten im Jahre 2000 entdeckten Ornamente im Gewölbe aus den Jahren 1270 bis 1280 und die Barockkanzel von Andreas Danhast aus dem Jahr 1694.[68]

Die St.-Matthäus-Kirche von Resterhafe gilt als die älteste in der Herrlichkeit. Sie wurde in der Mitte des 13. Jahrhunderts als Einraumkirche aus Backsteinen im Klosterformat auf einer etwa fünf Meter hohen Warft errichtet. Die ursprünglichen Gewölbe wurden später durch eine flache Holzbalkendecke ersetzt. Der Chorraum wird seit Beginn des 17. Jahrhunderts durch eine Holzschranke mit Gitterstäben und Ornamentwerk abgetrennt.[69] Auch der Flügelaltar stammt aus dieser Zeit.

Die Ursprünge der Roggensteder Kirche liegen ebenfalls im 13. Jahrhundert. Auf einem Granitsockel wurde die Backsteinkirche als romanischer Saalbau errichtet. Die Schildbögen an den Längswänden im Inneren weisen auf die einstigen Steingewölbe hin. Der Schriftaltar der Kirche stammt aus dem 16. Jahrhundert und stand früher in der Dornumer Kirche.[70] Die Kanzel wurde im 15. Jahrhundert gefertigt. Johann Gottfried Rohlfs erbaute 1827 bis 1833 die Orgel, die weitgehend im Originalzustand erhalten ist. Zu den weiteren Ausstattungsgegenständen zählen ein früher an einem Gabelkreuz hängendes Kruzifix, ein Taufbecken aus Bentheimer Sandstein aus der Zeit des Kirchenbaus und ein Sakramentshaus mit der ursprünglichen Bemalung. Seit 1680 ziert ein Votivschiff das Gotteshaus. Eine Besonderheit ist das Hagioskop, eine mittelalterliche Lepraspalte.

Die Westerburer Kirche wurde im Jahr 1753 auf den Grundmauern einer früheren Kirche als Saalbau mit polygonalem Chor erbaut. Aus dem Vorgängerbau wurde die Innenausstattung weitgehend übernommen. Ihre Orgel auf bemalter Empore vor dem Altar errichtete Arnold Rohlfs in den Jahren 1859 bis 1860.

Weitere Bauwerke[Bearbeiten]

Seenotrettungsboot Eppe De Bloom
Bockwindmühle von 1626

Im Ortskern von Dornum ist eine Vielzahl historischer Häuser erhalten geblieben. Das Ensemble um den Marktplatz ist geprägt von kleinen Gassen.

Im Gemeindegebiet gibt es noch vier historische Windmühlen: Die Bockwindmühle Dornum ist nicht nur die letzte erhaltene ihrer Art in Ostfriesland, sondern auch die älteste Mühle überhaupt in der Region. Sie wurde 1626 erbaut und befindet sich seit 1984 im Besitz der Gemeinde Dornum. Die Bockwindmühle besitzt noch keine Galerie und keine Windrose. Zum Mahlbetrieb wird sie manuell in den Wind gedreht. Um diesen Wind besser ausnutzen zu können, wurde die kleine Mühle auf einem künstlich angelegten Erdwall errichtet.[71] Derzeit (Stand: 2011) wird die Mühle restauriert. In den Orten Westeraccum, Westerbur, Nesse und Neßmersiel stehen Galerieholländer.

Bis 1960 war Westeraccumersiel Standort einer Rettungsstation der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). An diese Tradition erinnert heute das von der DGzRS gestiftete Rettungsboot Walther Müller, ein Schiff der Neun-Meter-Klasse, das vor dem Alten Rettungsschuppen aufgestellt wurde. Die Walther Müller wurde umgetauft auf den Namen Eppe de Bloom und erinnert damit an den ersten Vormann der ehemaligen Rettungsstation Accumersiel.[72] Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten zählen die Häfen in Dornumer- und Neßmersiel.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

An der Holy-Orgel in der Dornumer Kirche werden sommers regelmäßig Konzerte gegeben. Diese firmieren unter dem Begriff Nachtorgel, da sie in den Abendstunden bei Kerzenschein stattfinden.[73] Außerdem dienen die Kirchen den Konzerten der Reihen Gezeitenkonzerte in Ostfriesland und Musikalischer Sommer in Ostfriesland.

Sport- und Freizeiteinrichtungen[Bearbeiten]

In der Gemeinde Dornum wird in mehreren Vereinen die Friesensportart Boßeln betrieben. Fußball wird beim SV Dornum (mit rund 850 Mitgliedern größter Verein) und beim FC Nesse gespielt. Beide Vereine bieten weitere Sportarten an. Der Segelsport wird vom Yachtclub Accumersiel und dem Nordsee-Yachtclub Neßmersiel betrieben. Weitere in der Gemeinde beheimatete Vereine sind der Schützenverein Dornum sowie der Judo-Club Dornum und zwei Angelvereine.

Sporthallen gibt es im Hauptort sowie in Schwittersum, Sportplätze in Dornum und Nesse. Ein Tennisplatz befindet sich in Dornumersiel.[74] Dort istauch ein Meerwasser-Hallenbad namens Doroness zu finden. Der Indoor-Spielpark Sturmfrei in Neßmersiel bietet auf 2.800 Quadratmetern Fläche Sportarten wie Bowling, Klettern, Trampolinspringen, Billard, Kicker oder Tischtennis sowie Ballsportarten wie Fußball, Badminton oder Volleyball an.

Sprache und Brauchtumspflege[Bearbeiten]

In Dornum wird neben Hochdeutsch Ostfriesisches Platt gesprochen. Das Plattdeutsche ist in der Gemeinde durchaus verankert. Um auch die nachwachsende Generation frühzeitig mit dem Plattdeutschen in Kontakt zu bringen, gibt es unter anderem Projekte in Kindergärten und Schulen. Daneben gibt es plattdeutsche Gottesdienste, und es ist durchaus üblich, dass Hochzeiten auf Plattdeutsch abgehalten werden.

Um die Pflege der regionalen Kultur sowie die Aufarbeitung der Geschichte kümmern sich mehrere Orts- und Heimatvereine, die in fast allen Ortsteilen zu finden sind.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Minnie Marx.

In der Theologie ist vor allem Ulrich von Dornum (1465/66–1536) bekannt. Im Juni 1526 initiierte er in Oldersum ein öffentliches Streitgespräch des Emder Predigers Georg Aportanus mit dem katholischen Dominikanerprior Laurens Laurensen. Die im Anschluss von Ulrich verfasste Schrift über das Streitgespräch fand weite Verbreitung und trug auf diese Weise zur schnellen Durchsetzung des Protestantismus in Ostfriesland bei. Johannes Ligarius (1529–1596) aus Nesse war nach der religiösen Spaltung in Reformierte und Lutheraner maßgeblich an der Ausprägung des ostfriesischen Luthertums beteiligt. Als 20-Jähriger trat der Pfarrer und Astronom David Fabricius sein Pfarramt in Resterhafe an (1584). Der ostfriesische Erweckungsprediger Remmer Janssen war Vikar in Nesse.

Hendrick Gottfried Dürkopp (* 5. Mai 1736, † 27. Juli 1778 auf See) war für die VOC Direktor der Handelsstation Dejima in Japan. Der Abgeordnete Johann Gerhardt Röben (* 27. August 1812 in Norden; † 24. Februar 1881 in Dornum) war sowohl im Paulskirchenparlament als auch im Deutschen Reichstag (1871-1874) vertreten. In den Jahren 1884 und 1885 war Friedrich Vissering ebenfalls Reichstagsabgeordneter.

Der Schriftsteller Enno Wilhelm Hektor (1820–1874) brachte das Plattdeutsche in der Literatur wieder zur Geltung. Sein bekanntestes Werk ist das Heimatlied der Ostfriesen In Oostfreesland is't am besten. Der 1747 geborene Porträtmaler Henrich Becker schuf Werke über viele ostfriesische Persönlichkeiten.

Zu den international bekanntesten Personen aus Dornum gehören Miene Schönberg (bekannt als Minnie Marx, 1865–1929), die Mutter der Marx Brothers, und ihr Bruder Albert Schönberg (bekannt als Al Shean, 1868–1949), mit dessen Hilfe die fünf Brüder ins Showgeschäft gelangten.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Diedrich Schröder gehörte dem Parlament von 1969 bis 1983 an. Er war von 1967 bis 1986 Präsident des Ostfriesischen Landvolkes. 1948 wurde der Europaabgeordnete Horst Posdorf in Dornum geboren.

Häuptlinge und Freiherren von Dornum[Bearbeiten]

Um 1554 starb Hikko Kankena als letzter seines Stammes. Seine Schwester Almut von Kankena wurde Erbin der Herrlichkeit Dornum. Sie war mit dem Edelmann Gerhard von Closter aus Drenthe verheiratet. Die Familie nannte sich danach von Closter, Freiherrn von Dornum.[75] Letzter Vertreter war Haro Joachim von Closter († 1728). Nach seinem Tod erbte seine jüngste Tochter Sophia von Closter († 11. März 1783), die mit dem Württemberger Geheimrat und Freiherrn Johann von Wallbrunn (* 6. September 1690; † 1752)[76] verheiratet war. Von hier kam die Herrlichkeit durch Heirat der Tochter Wilhelmine Eberhardine Sofie von Wallbrunn (* 29. Oktober 1732; † 22. Juli 1807) mit Carl Gustav Friedrich von Uexküll-Gyllenband (* 21. September 1716; † 21. Dezember 1801) an die Familie Uexküll-Gyllenband. 1795 wurde die Herrlichkeit dann an den Grafen von Schönburg verkauft, der sie bereits 1798 an den Geheimrat von Hoffbauer aus Minden weiterverkaufte. 1820 erfolgte ein weiterer Besitzwechsel an den Grafen von Münster.[77]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. nationalpark-wattenmeer.de: Niedersächsisches Wattenmeer, eingesehen am 2. September 2012.
  3. deichacht-norden.de: Gebietskarte, PDF-Datei
  4. Richard Pott: Die Nordsee: Eine Natur- und Kulturgeschichte. Beck, München 2003, ISBN 3-406-51030-2, S. 189.
  5. Theodor Janssen: Gewässerkunde Ostfrieslands. Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 1967, ohne ISBN, S. 136 ff.
  6. Theodor Janssen: Gewässerkunde Ostfrieslands. Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 1967, ohne ISBN, S. 137.
  7. Eberhard Rack: Kleine Landeskunde Ostfriesland, Verlag Isensee, Oldenburg 1998, ISBN 3-89598-534-1, S. 115.
  8. holidaycheck.de: Klima und Wetter für Dornumersiel, eingesehen am 15. August 2010.
  9. Die Angaben können auf einer interaktiven Karte unter www.meine-umweltkarte-niedersachsen.de angesehen werden.
  10. Arbeitsgruppe der Ortschronisten der Ostfriesischen Landschaft: Resterhafe, Samtgemeinde Dornum, Landkreis Aurich (PDF-Datei; 14 kB), eingesehen am 25. August 2010.
  11. a b Paul Otten: Dornum in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 1975, S. 23.
  12. a b Paul Otten: Dornum in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 1975, S. 33.
  13. Almuth Salomon: Geschichte des Harlingerlandes bis 1600 (Abhandlungen und Vorträge zur Geschichte Ostfrieslands, Band 41), Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 1965, ohne ISBN, S. 9 ff.
  14. Almuth Salomon: Die Attena, in: Emder Jahrbuch für historische Landeskunde Ostfrieslands, Band 83, Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 2003, S. 7–25, hier S. 17.
  15. Paul Otten: Dornum in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 1975, S. 37.
  16. Paul Otten: Dornum in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 1975, S. 40.
  17. Ukfe Cremer: Norden im Wandel der Zeiten. 1955. Nachdruck: Soltau-Kurier-Norden, Norden 2000., S. 34.
  18. Paul Otten: Dornum in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 1975, S. 70.
  19. Zitiert in: Ernst Siebert: Entwicklung des Deichwesens vom Mittelalter bis zur Gegenwart (Ostfriesland im Schutze des Deiches, Band 2), Deichacht Krummhörn (Hrsg.), Selbstverlag, Pewsum 1969, ohne ISBN, S. 334 f.
  20. Karl Jansen: Historische Daten von Dornumersiel und Westeraccumersiel. Veröffentlicht auf den Seiten des Zwei-Siele-Museum. Aufgerufen am 9. November 2013.
  21. Paul Otten: Dornum in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 1975, S. 57.
  22. Paul Otten: Dornum in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 1975, S. 58.
  23. Theodor Schmidt: Untersuchung der Statistik und einschlägiger Quellen zu den Bundestagswahlen in Ostfriesland 1949-1972. Ostfriesische Landschaft, Aurich 1978, S. 70.
  24. Abgedruckt und kommentiert in: Onno Poppinga/Hans Martin Barth/Hiltraut Roth: Ostfriesland. Biografien aus dem Widerstand., Syndikat Autoren- und Verlagsgesellschaft, Frankfurt/Main 1977, ISBN 3-8108-0024-4, S. 26–32.
  25. Horst Reichwein: Die Juden in der ostfriesischen Herrlichkeit Dornum (1662-1940). Die Geschichte der Synagogengemeinde Dornum von der Schutzgeldforderung des ostfriesischen Fürsten 1662 bis zur Vertreibung durch die Nationalsozialisten 1940. Eigenverlag (Edition Holtriem), Westerholt/Ostfriesland 1997, ISBN 3-931641-03-1. (Nicht in der DNB verzeichnet.) S. 196-
  26. Ortschronisten der Ostfriesischen Landschaft: Dornum (PDF-Datei; 1,2 MB), S. 3, abgerufen am 20. Januar 2013.
  27. Paul Otten: Dornum in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 1975, S. 58.
  28. Horst Reichwein: Die Juden in der ostfriesischen Herrlichkeit Dornum (1662-1940). Die Geschichte der Synagogengemeinde Dornum von der Schutzgeldforderung des ostfriesischen Fürsten 1662 bis zur Vertreibung durch die Nationalsozialisten 1940. Eigenverlag (Edition Holtriem), Westerholt/Ostfriesland 1997, ISBN 3-931641-03-1. (Nicht in der DNB verzeichnet) S. 198
  29. Ortschronisten der Ostfriesischen Landschaft: Dornum (PDF-Datei; 1,2 MB), S. 3, abgerufen am 20. Januar 2013.
  30. Ortschronisten der Ostfriesischen Landschaft: Nesse (PDF-Datei; 652 kB), S. 1, abgerufen am 20. Januar 2013.
  31. Paul Otten: Dornum in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 1975, S. 23 ff.
  32.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 264.
  33. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
  34. Gemeinde Dornum: Kurzinformation zur Gemeinde Dornum, eingesehen am 11. August 2010.
  35. a b c d e f Ortschronisten der Ostfriesischen Landschaft: Dornum, Verwaltungssitz der gleichnamigen Samtgemeinde, Landkreis Aurich (PDF-Datei; 1,2 MB), abgerufen am 11. August 2010.
  36. Zahlen für die gesamte Gemeinde entnommen aus: Gemeinde Dornum: Kurzinformation zur Gemeinde Dornum, eingesehen am 11. August 2010.
  37. Paul Otten: Dornum in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 1975, S. 22.
  38. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 7. November 2011.
  39. Aktuelle Mitglieder „Gemeinderat Dornum“, abgerufen am 8. Dezember 2011.
  40. a b Gemeinde Dornum – Gesamtergebnis Gemeinderatswahl 2011, abgerufen am 8. Dezember 2011.
  41. www.ndr.de: Abwärtstrend bei Wahlbeteiligung gestoppt, abgerufen am 8. Dezember 2011.
  42. Gemeinde Dornum – Gesamtergebnis Gemeinderatswahl 2006, abgerufen am 8. Dezember 2011.
  43. Gemeinde Dornum – Gesamtergebnis Bürgermeisterwahl 2006, abgerufen am 8. Dezember 2011.
  44. Bundestagswahl 2013, Wahlkreis 24: Aurich/Emden. Der Bundeswahlleiter. Abgerufen am 9. Dezember 2009.
  45. wahlen.kdo.de: Wahl zum Deutschen Bundestag. Vorläufiges Gesamtergebnis. Wahl zum Deutschen Bundestag 22.09.2013, abgerufen am 23. September 2013.
  46. Dornum braucht „Landes-Finanzspritze“ (PDF-Datei), Ostfriesischer Kurier, 7. Januar 2009, abrufbar im Pressearchiv auf gemeinde-dornum.de, abgerufen am 3. Juni 2011.
  47. Gemeinde Dornum: Gemeindewappen Dornum, eingesehen am 11. August 2010.
  48. Gemeinde Dornum: Hauptsatzung der Gemeinde Dornum, eingesehen am 15. August 2010.
  49. Kirchenkreis Norden: Unsere Gemeinden, eingesehen am 11. August 2010.
  50. Kirchen und Kapellen im Kirchenkreis Harlingerland, eingesehen am 12. Juli 2011.
  51. Sprengel Ostfriesland: Statistisches. Sprengel Ostfriesland - Lutheraner: Landkreise Aurich und Wittmund „Spitze“ 2.000 Gemeindeglieder pro Pfarrstelle, eingesehen am 2. September 2012.
  52. www.kirchenkreis-norden.de: Verlässlich geöffnete Kirchen, abgerufen am 4. Juni 2011.
  53. Richter sagen auch in Dornum Nein (PDF-Datei), Ostfriesischer Kurier, 21. August 2009, abrufbar im Pressearchiv auf gemeinde-dornum.de, abgerufen am 3. Juni 2011.
  54. Übersichtskarte auf gassco.no (englisch), abgerufen am 3. Juni 2011.
  55. Anzeiger für Harlingerland vom 16. März 2009: Tourismus ist Wirtschaftsförderung in vielen Bereichen (PDF-Datei), eingesehen am 16. August 2010.
  56. http://www.dornum.de/urlaubsthemen/camping-in-dornumersiel/ausstattung.html
  57. Nur die Guten kommen in den Laden, Ostfriesen-Zeitung, 18. Oktober 2010, abgerufen am 7. August 2011.
  58. Vgl. diese Karte, entnommen aus Rudolf Folkerts: Die Theelacht zu Norden, Verlag SKN, Norden 1986, S. 278/279.
  59. Dornumer SPD drängt auf Busverbindung nach Aurich (PDF-Datei), Ostfriesischer Kurier, 20. Oktober 2009, abrufbar im Pressearchiv auf gemeinde-dornum.de, abgerufen am 3. Juni 2011.
  60. Westerholt ist nicht mehr Endstation, Ostfriesen-Zeitung, 4. August 2010, abgerufen am 9. Juli 2011.
  61. Polizeistation Dornum auf www.polizei.niedersachsen.de, abgerufen am 4. Juni 2011.
  62. Monika van Lengen, Uda von der Nahmer: Kulturkarte Ostfriesland, Ostfriesische Landschaftliche Verlags- und Vertriebsgesellschaft, Aurich 2006, ISBN 3-932206-61-4, S. 15.
  63. Monika van Lengen, Uda von der Nahmer: Kulturkarte Ostfriesland, Ostfriesische Landschaftliche Verlags- und Vertriebsgesellschaft, Aurich 2006, ISBN 3-932206-61-4, S. 89.
  64. Särge kehren in Häuptlingsgruft zurück, Ostfriesen-Zeitung, 22. Oktober 2011, abgerufen am selben Tag.
  65.  Gottfried Kiesow: Architekturführer Ostfriesland. Verlag Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn 2010, ISBN 978-3-86795-021-3, S. 302.
  66.  Harald Vogel, Reinhard Ruge, Robert Noah, Martin Stromann: Orgellandschaft Ostfriesland. Soltau-Kurier-Norden, Norden 1995, ISBN 3-928327-19-4, S. 40f, 142.
  67.  Gottfried Kiesow: Architekturführer Ostfriesland. Verlag Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn 2010, ISBN 978-3-86795-021-3, S. 308.
  68.  Gottfried Kiesow: Architekturführer Ostfriesland. Verlag Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn 2010, ISBN 978-3-86795-021-3, S. 311.
  69.  Gottfried Kiesow: Architekturführer Ostfriesland. Verlag Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn 2010, ISBN 978-3-86795-021-3, S. 299.
  70.  Gottfried Kiesow: Architekturführer Ostfriesland. Verlag Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn 2010, ISBN 978-3-86795-021-3, S. 313.
  71. Monika van Lengen, Uda von der Nahmer: Kulturkarte Ostfriesland, Ostfriesische Landschaftliche Verlags- und Vertriebsgesellschaft, Aurich 2006, ISBN 3-932206-61-4, S. 66.
  72. Seenotrettungsboote der DGzRS außer Dienst gestellt. ARTHUR MENGE und WALTHER MÜLLER - die letzten Boote ihrer Art in: …intern, Zeitschrift der Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (PDF-Datei), Ausgabe 6. Dezember 2006 S. 24, eingesehen am 2. September 2012.
  73. www.nachtorgel.de
  74. Gemeinde Dornum: Willkommen in der Gemeinde Dornum, eingesehen am 18. August 2010.
  75. Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon, Bd 2, S. 291 Digitalisat
  76. Michael Ranf, Neue genealogisch-historische Nachrichten, S.467, Digitalisat
  77. Friedrich Arends , Erdbeschreibung des Fürstenthums Ostfriesland und des Harlingerlandes S. 434 Digitalisat

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dornum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien