Dorothea Orem

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Dorothea Elizabeth Orem (* 1914 in Baltimore, Maryland, Vereinigte Staaten; † 22. Juni 2007 in Savannah) war eine US-amerikanische Krankenschwester, Pflegetheoretikerin und Unternehmerin.

Leben[Bearbeiten]

Orem absolvierte 1930 ihr Examen an der Krankenpflegeschule in Washington. Anschließend nahm sie ein berufsbegleitendes Studium der Pflegepädagogik auf, das sie 1945 mit dem Master of Science of Education an der Katholischen Universität von Amerika, Washington abschloss.

1970 gründete sie eine Beratungsfirma zu Pflege und Ausbildung. 1971 veröffentlichte Orem ihre Theorie der Selbstpflege.

Am 22. Juni 2007 verstarb Dorothea Orem in ihrem Haus in Savannah.

Selbstpflegekonzept nach Orem[Bearbeiten]

Im Jahre 1968 begann Dorothea Orem mit der Entwicklung sowie der Erprobung ihrer Theorie der Selbstpflege, die sie 1971 in dem Buch „Nursing concepts of practice“ veröffentlichte. Sie erhält bis heute Anerkennung in der Fachwelt, wobei der größte Kritikpunkt ihrer Theorie darin besteht, dass sie von „gestörten Funktionen“ des Menschen ausgeht und somit eine eher negative Sichtweise aufbaut. Ihre Begriffsdefinitionen haben einen hohen Stellenwert in der Pflegewissenschaft.

Definition der Selbstpflege nach Orem: Selbstpflege ist nach Orem die freiwillige Produktion und Ausübung von Handlungen, die auf die eigene Person oder die eigene Umgebung gerichtet sind, um die eigene Funktion und Entwicklung zu regulieren und um Leben, Gesundheit und Wohlbefinden anzustreben. Selbstpflege ist die Gesamtheit aller Handlungen um für sich selbst sorgen zu können. Ein Selbstpflegedefizit entsteht, wenn die Selbstpflegefähigkeit eines Menschen geringer ist, als sein Pflegebedarf.

Werke[Bearbeiten]

  • Nursing – concepts of practice. 1971; 41991 (Dt.: Strukturkonzepte der Pflegepraxis. Berlin; Wiesbaden: Ullstein Mosby 1997 ISBN 3-86126-548-6).

Literatur[Bearbeiten]

  • Connie M. Dennis: Dorothea Orem: Selbstpflege- und Selbstpflegedefizit-Theorie. Huber, Bern 2001, ISBN 3-456-83300-8.