Dorothea von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck

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Dorothea von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck (* 24. November 1685; † 25. Dezember 1761) war durch Geburt eine Prinzessin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck und seit 1709 durch Heirat Markgräfin von Brandenburg-Bayreuth. Die Ehe wurde am 3. Dezember 1716 geschieden.

Familie[Bearbeiten]

Dorothea war die älteste Tochter des Herzogs Friedrich Ludwig und Luise Charlotte von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg.

Sie heiratete am 17. April 1709 den Markgrafen Georg Friedrich Karl in Berlin.Das Paar übersiedelte nach Weferlingen. Aus der Verbindung gingen folgende Kinder hervor:

∞ 1731 Fürst Alexander Ferdinand von Thurn und Taxis (1704–1773)
  • Friedrich (1711–1763), Markgraf von Brandenburg-Bayreuth
∞ 1. 1731 Prinzessin Wilhelmine von Preußen (1709–1758)
∞ 2. 1759 Prinzessin Sophie Karoline von Braunschweig-Wolfenbüttel (1737–1817)
∞ 1734 Herzog Ernst August I. von Sachsen-Weimar-Eisenach (1688–1748)
∞ 1734 Fürst Karl Edzard von Ostfriesland (1716–1744)

Leben nach der Scheidung[Bearbeiten]

Dorothea von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck wurde am 3. Dezember 1716 von Markgraf Georg Friedrich Karl wegen "Verbrechen gegen die eheliche Treue" geschieden. Nach der Scheidung wurde Dorothea zunächst in die ansbachische Festung Wülzburg gesperrt, dann nach Altendorf bei Bamberg, schließlich auf der Festung Lauenstein interniert. Die Kinder wurden von der Großmutter erzogen.

1726 trat Markgraf Georg Friedrich Karl die Nachfolge als Markgraf von Bayreuth an und übersiedelte von Weferlingen nach Bayreuth. Es mochte ihm unangenehm sein, dass seine geschiedene Frau den Titel Markgräfin von Bayreuth-Brandenburg tragen sollte. Jedenfalls brachte Hofmeister von Brehmer, der im Weferlinger Haushalt lebte und später zum Ansbachischen geheimen Rat avancierte, sie 1734 unter dem Pseudonym „Dorothea von Zeidewitz“ nach Schweden unter der Bedingung, dass sie dort für immer verbleiben solle. Bis 1751 lebte sie in Ingestorp bei Brehmers Gattin.

1751, inzwischen 66 Jahre alt, wurde Dorothea von Zeidewitz von dem schwedischen Grafen Nils Julius von Lewenhaupt, Oberhofmeister am Bayreuther Hof, auf dessen Gut Stäflö bei Kalmar verbracht, offenbar auf Weisung oder mit Billigung ihres Sohnes, des Markgrafen Friedrich von Bayreuth-Brandenburg, der auch ihre jährliche Apanage auf 1000 Gulden jährlich erhöhte. Friedrich hielt sich aber an die harte Weisung des väterlichen Testamentes von 1735, wonach seine Mutter nie mehr Bayreuther Boden betreten durfte.