Dorothee Rätsch

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Dorothee Rätsch 2010

Dorothee Rätsch (* 1940 in Heilberg, heute Lidzbark Warmiński)[1] ist eine deutsche Bildhauerin und Grafikerin.

Leben[Bearbeiten]

Portal des Slawendorfes Passentin
Blick durch den Skulpturengarten Passentin

Dorothee Rätsch kam mit ihrer Mutter, der Schriftstellerin Margarete Neumann und ihren Geschwistern 1945 nach Mecklenburg. Schon früh begann sie, sich in Kinder- und Jugendzirkeln mit Plastischem Gestalten zu beschäftigen. Dieses Thema ließ sie auch während und nach ihrer Lehrausbildung zur Gärtnerin nicht los. Neben der Arbeit in der Landwirtschaft besuchte sie die Abend-Oberschule und arbeitete in Kursen und Lehrgängen an ihren künstlerischen Fertigkeiten. Sie war als Autodidaktin so erfolgreich, dass sie 1969 nach bestandener Aufnahmeprüfung zunächst als Kandidatin und 1971 als Mitglied in den Verband Bildender Künstler der DDR aufgenommen wurde. Dies war die Voraussetzung für den Zugang zum staatlichen Kunsthandel sowie zu öffentlichen Aufträgen.

Besonders wichtig war und ist ihr die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, in der sie als Kursleiterin tätig ist.[2] Ab 1991 arbeitete sie in einer ABM-Stelle im Kulturbereich und baute von 1994 bis 1999 das Slawendorf als mittelalterlichen Lern- und Erlebnisort mit auf.

Seit 2000 ist sie wieder freischaffend als Bildhauerin tätig.

Heute lebt und arbeitet Dorothee Rätsch in Passentin (Mecklenburg-Vorpommern), wo auf ihrem Grundstück ein Skulpturengarten entstand.

Werk[Bearbeiten]

  • In Bronze, Terracotta und Holz entstehen Kleinplastiken, Medaillen und figurative Plastiken und Reliefs sowie Zeichnungen.


 Commons: Dorothee Raetsch- Skulpturen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • seit 1971 Teilnahme an nationalen und internationalen Pleinairs (fr.: en plein air: unter freiem Himmel) und Ausstellungen u.a. in Rostock, Dresden, Berlin, Leipzig, Mexiko, Russland, Finnland, Ungarn, Polen...
  • 2006 Teilnahme an der landesweiten Aktion KUNST:OFFEN[4]
  • 2007 Skulpturen und Zeichnungen in der Galerie am Kietz in Schwedt/Oder
  • 2007 im Schloss Rumpshagen (Ankershagen)
  • 2007/2008 im Schliemann-Museum[5]
  • 2008 Teilnahme an der landesweiten Aktion KUNST:OFFEN[6]
  • 2009 Teilnahme an der landesweiten Aktion KUNST:OFFEN[7]
  • 2010 Teilnahme an der landesweiten Aktion KUNST:OFFEN
  • 2010 Plastik - Malerei – Grafik in der Müritz-Sparkasse Waren
  • 2010 Skulptur aus Erde • Terrakottafiguren im Dominikanerkloster Prenzlau[8]

Auszeichnungen und Preise[Bearbeiten]

Zitate[Bearbeiten]

  • Eva-Martina Weyer (Journalistin): „Welch ein Mut zu Rundung und Fülle. Sehr oft wiederholt sich das Motiv „Mutter und Kind“. Immer sind es behütete Szenen.“[9]
  • Werner Schinko (Maler und Grafiker, Buchillustrator): „Plastiken zeigen mehr als Poesie.“ ... „Es ist zugleich ein wortloser Sprachversuch mit der Hoffnung auf Verständigung”[10]

Literatur[Bearbeiten]

Herbert Schirmer: Stadt, Land, Wasser. Künstler und Kunsthandwerker im Müritzkreis - Ein kulturhistorischer und touristischer Reiseführer. Findling-Verlag, 2006 ISBN 3-933603-37-4.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kulturportal Mecklenburg-Vorpommern, Künstlerhomepage abgerufen am 12. November 2010
  2. MOZ vom 1. April 2007 Eva-Martina Weyer: Mut zu Rundung und Fülle
  3. HP des Soziokulturellen Bildungszentrum Neubrandenburg e.V.abgerufen am 12. November 2010
  4. pressemitteilungen/kunst offen 2006, Veranstaltungsplan, abgerufen am 10. November 2010
  5. http://www.schliemann-museum.de/hsm/soaus/skulpturen.html
  6. HP des Landkreis Müritz Kunst offen 2008, Programm abgerufen am 9. November 2010
  7. HP des Mueritzeum: kunst offen 2009 (PDF-Datei; 1,3 MB) Programm, abgerufen am 13. November 2010
  8. HP des ehemaligen Dominikanerklosters Prenzlau abgerufen am 10. November 2010
  9. MOZ, Artikel am 1. April 2007 von , abgerufen am 12. November 2010
  10. lokale Wochenzeitungen, Artikel vom 23. Juni 2010 abgerufen am 12. November 2010