Dorothy Comingore

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Dorothy Comingore (* 24. August 1913 in Los Angeles, Kalifornien als Margaret Louise Comingore; † 30. Dezember 1971 in Stonington, Connecticut) war eine US-amerikanische Schauspielerin. Sie trat auch unter den Künstlernamen Kay Winters und Linda Winters auf.

Karriere[Bearbeiten]

Dorothy Comingore wurde von Filmlegende Charlie Chaplin entdeckt, während sie als Schauspielerin in einem kleinen Theater im Monterey County auftrat. Chaplin sorgte ebenfalls dafür, dass sie einen Studiovertrag bei Warner Brothers erhielt; doch die eigentliche Schauspielerin erhielt dort nur Aufgaben als Kleidungs- und Fotomodell. Nach dieser Enttäuschung unterschrieb sie 1938 bei Columbia Pictures einen Vertrag, doch ihre Filmrollen blieben unbedeutend und sie schaffte nicht den Durchbruch. Als sie den Regisseur Orson Welles auf einer Party kennenlernte, sollte dies allerdings zum Wendepunkt ihrer Karriere werden: er besetzte sie in seinem legendären Film Citizen Kane (1941) als Susan Alexander Kane, die zweite Ehefrau der Titelfigur. Comiongore erhielt gute Kritiken für die Rolle der untalentierten und unsicheren Sängerin, die später zur Alkoholikerin wird.[1]

Anschließend wurde sie für größere Rollen gehandelt und galt bei vielen als zukünftiger Filmstar, doch sie sollte nach Citizen Kane nur noch drei Filme drehen und nicht mehr an diesen Erfolg anknüpfen können. Einerseits lehnte Comingore viele Filmrollen ab und litt an gesundheitlichen Problemen; andererseits sah Medienmogul William Randolph Hearst seine Geliebte Marion Davies durch die Darstellung der Susan Alexander Kane - eine an Davis angelehnte Figur - verunglimpft und sorgte für schlechte Presse über Comingore. Ihren letzten von insgesamt 24 Filmen drehte sie im Jahre 1951. Anschließend versuchte sie sich als Fernsehschauspielerin, doch nachdem sie 1952 vom Komitee für unamerikanische Umtriebe fälscherlicherweise bezichtigt wurde, eine Kommunistin zu sein, gab sie ihre Schauspielkarriere auf.

Dorothy Comingore war von 1939 bis 1945 mit dem Produzenten Richard J. Collins und von 1945 bis 1952 mit dem Drehbuchautor Theodore Strauss verheiratet. Beide Ehen wurden geschieden. 1958 heiratete sie John Crowe, mit dem sie bis zu ihrem Tod verheiratet blieb. Sie hatte drei Kinder. Comingore galt in ihrem späten Leben als Alkoholikerin und verstarb 1971 im Alter von 58 Jahren an Pneumologie.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dorothy Comingore bei der New York Times

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dorothy Comingore – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien