Hombruch

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Dieser Artikel erläutert den Dortmunder Stadtteil Hombruch; zu dem gleichnamigen Stadtbezirk siehe Stadtbezirk Hombruch, zu weiteren Bedeutungen siehe Hombruch (Begriffsklärung).

51.4755555555567.4388888888889110Koordinaten: 51° 28′ 32″ N, 7° 26′ 20″ O

Hombruch
Stadt Dortmund
Höhe: ca. 110 m
Fläche: 2,24 km²
Einwohner: 11.825 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 5.284 Einwohner/km²
Postleitzahl: 44225
Vorwahl: 0231
Statistischer Bezirk: 65
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Lage von Hombruch in Dortmund

Hombruch ist der Statistische Bezirk 65 und zugleich ein Stadtteil im gleichnamigen Stadtbezirk im Süden der kreisfreien Großstadt Dortmund.

Geschichte[Bearbeiten]

Hombruch wurde erstmals in einer Urkunde des Grafen Dietrich von der Mark im Jahre 1395 erwähnt. Auf dem Ortsgebiet von Hombruch befand sich ein ausgedehntes Waldgebiet mit einigen Höfen und Mühlen. Besitzer der Mühlen sowie des Waldgebietes war der preußische Staat. Am 12. November 1827 wurde der Wald öffentlich versteigert. Ein Großteil des Waldes ging an den Industriellen Friedrich Harkort sowie an den Freiherrn von Romberg.

Im Domänenwald Hombruch wurde schon früh in oberflächennahen Stollenzechen Kohlebergbau betrieben. Ab 1852 wurden die erste Tiefbauzechen, so zum Beispiel die Zeche Glückauf-Tiefbau, angelegt. Es folgte eine Eisengießerei mit angeschlossener Kesselschmiede. Nach dem Anschluss an die Bahnstrecke Dortmund–Soest der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft wurden weitere Industriebetriebe angesiedelt. 1898 wurde die Hörder Kreisbahn eröffnet und Hombruch an den öffentlichen Verkehr der Stadt Hörde angebunden.

Von Januar 1923 bis Oktober 1924 wurde das Ruhrgebiet von französischen Truppen besetzt. Hierbei beschlagnahmten die Besatzer auch Gaststätten und Schulen in Hombruch. Nach Ende dieser Zeit erholte sich die Wirtschaft nur langsam. Allerdings wurde das Ende einer Ära eingeleitet. Die letzten Zechen stellten Ihren Betrieb ein:

Nach 1920 verlagerte sich der Bergbau in Richtung Norden und die Zechen und Kokereien wurden 1925 stillgelegt. Die Schachtanlagen der stillgelegten Zechen wurden 1933/34 durch den Reichsarbeitsdienst abgebrochen. 1989 schloss das Hoesch-Röhrenwerk. [2] Hombruch ist seitdem ein nahezu industriefreier Ort.

Bis zum Jahr 1929 gehörte Hombruch als Teil der Gemeinde Kirchhörde zum Landkreis Hörde. Mit der Auflösung des Landkreises Hörde und der Eingemeindung Kirchhördes nach Dortmund erhielt Hombruch eine eigene Verwaltungsstelle. Mit der Gemeindereform wurde 1975 der Stadtbezirk Hombruch errichtet.

Statistik[Bearbeiten]

Am 31. Dezember 2008 lebten 11.809 Einwohner in Hombruch. Strukturdaten der Bevölkerung Hombruchs: Minderjährigenquote: 17,9 % (Dortmunder Durchschnitt: 20,1 %), Altenquote: 37,4 % (Dortmunder Durchschnitt 31,3 %), Ausländeranteil: 9,2 % (Dortmunder Durchschnitt 12,8 %), Arbeitslosenquote: 9,2 % (Dortmunder Durchschnitt 13,4 %). Das Durchschnittseinkommen liegt ca. 15 % unter dem Dortmunder Durchschnitt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einw.
1987 12.624
2003 11.927
2008 11.809
2013 11.825

Wirtschaft und Tourismus[Bearbeiten]

In der Hombrucher Fußgängerzone findet mittwochs und samstags ein Wochenmarkt statt. Weitere Anziehungspunkte sind die beiden Kirchen und der Skateplatz.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jahresbericht Dortmunder Statistik 2014 – Bevölkerung (PDF-Datei)
  2. Historischer Verein für Dortmund und die Grafschaft Mark e.V.