Syburg

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Syburg (Begriffsklärung) aufgeführt.

51.4255555555567.4872222222222220Koordinaten: 51° 25′ 32″ N, 7° 29′ 14″ O

Syburg
Stadt Dortmund
Höhe: ca. 220 m
Fläche: 8,12 km²
Einwohner: 1459 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 180 Einwohner je km²
Eingemeindung: 1. August 1929
Vorwahl: 0231
Statistischer Bezirk: 55
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Über dieses Bild

Lage von Syburg in Dortmund

Blick vom Vincketurm auf den Wohnort Syburg

Blick vom Vincketurm auf den Wohnort Syburg

Das Denkmal auf der Hohensyburg hoch über der Ruhr

Syburg ist der Statistische Bezirk 55 und zugleich der südlichste Stadtteil der kreisfreien Großstadt Dortmund. Er liegt im Stadtbezirk Hörde. Auf dem Kamm des Ardeygebirges gelegen, grenzt er an die Städte Schwerte, Hagen und Herdecke. Auf einer Fläche von 670 ha leben etwa 1500 Menschen. Die höchste Stelle des Stadtteils ist der Klusenberg mit einer Höhe von 254,33 m. Syburg und vor allem dessen östlicher Bezirk Buchholz gelten als beliebte, ländliche und besonders teure Dortmunder Wohnlagen. Der Ort ist hauptsächlich von Einfamilienhäusern geprägt.

Geschichte[Bearbeiten]

Ursprünglich eine selbständige Gemeinde im Amt Westhofen, wurde Syburg am 1. August 1929 in die Stadt Dortmund eingemeindet.[2] Sie wurde dem Verwaltungsbezirk Wellinghofen zugeschlagen. Seit dem 1. Januar 1975 gehört der um das ursprünglich zu Westhofen gehörende Buchholz vergrößerte Ortsteil[3] zum Stadtbezirk Hörde.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Am 31. Dezember 2010 lebten in Syburg 1476 Einwohner.

Struktur der Syburger Bevölkerung:

  • Bevölkerungsdichte: 30 Einwohner pro ha Siedlungsfläche.
  • Minderjährigenquote: 21,4 %, liegt leicht über dem Dortmunder Durchschnitt von 20,1 %.
  • Altenquote: 37,7 %, liegt deutlich über dem Dortmunder Durchschnitt von 31,3 %.
  • Ausländeranteil: 4,6 %, liegt deutlich unter dem Dortmunder Durchschnitt von 12,8 %.
  • Arbeitslosenquote: 2,7 %, liegt deutlich unter dem Dortmunder Durchschnitt von 13,4 %.

Das durchschnittliche Einkommen in Syburg liegt etwa 105 % über dem Dortmunder Durchschnitt. Somit ist Syburg nach Lücklemberg der zweitreichste Stadtteil Dortmunds.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einw.
1987 1583
2003 1483
2008 1511
2010 1476
2013 1459

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Von je her war Syburg ein Ausflugsziel der Dortmunder Bevölkerung. Anfang des 20. Jahrhunderts verband eine Straßenbahnstrecke Hörde mit Syburg. Eine Bergbahn führte von der Endhaltestelle der Straßenbahn beim Haus Weitkamp zum Scheitel der Hohensyburg.

In Syburg finden sich heute die folgenden Sehenswürdigkeiten:

Südlich der Hohensyburg an der Stadtgrenze zu Hagen liegt der Hengsteysee im Ruhrtal. Nördlich des Stadtteils in der Reichsmark findet sich ein Golfplatz sowie das Ausflugsziel Wannebachtal. In Syburg findet sich eine reichhaltige Auswahl gastronomischer Betriebe sowie der einzige Campingplatz auf Dortmunder Stadtgebiet.

In den 1990er- und 2000er-Jahren war das so genannte Geisterhaus Hohensyburg, um das sich zahlreiche Gerüchte, Legenden und Geistergeschichten rankten, ein Anziehungspunkt für „Grusel-Fans“, die illegal auf das alleinliegende Grundstück eindrangen und sich teils gewaltsam Zutritt zu dem leerstehenden Wohnhaus aus dem 19. Jahrhundert verschafften. Der insbesondere durch unzählige Beiträge in Internetforen etc. hervorgerufene „Gruseltourismus“ führte zu erheblichen Belästigungen der Anwohner und bescherte der örtlichen Polizei hunderte von Einsätzen. 2009 wurde das baufällig gewordene Gebäude auf Druck der Stadt Dortmund abgebrochen.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dortmund-Syburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jahresbericht Dortmunder Statistik 2014 – Bevölkerung (PDF-Datei)
  2.  Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 286.
  3.  Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 124.
  4. Yvonne Dziabel: „Geisterhaus“ in Dortmund. Meuchelmord und ein kopfloser Reiter. In: Ruhr Nachrichten vom 30. Oktober 2009; abgerufen am 12. Oktober 2011.