Dortmunder U
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Das Dortmunder U ist ein denkmalgeschütztes Industriegebäude am ehemaligen Stammsitz der Union-Brauerei, zuletzt Brauerei Brinkhoff, in der Dortmunder Innenstadt.
Als „Dortmunder U“ oder „U-Turm“ bezeichnet man das ehemalige Gär- und Lagerhochhaus der Union-Brauerei. Es entstand in den Jahren 1926 und 1927 als erstes „Hochhaus“ Dortmunds. Hier wurde das Bier noch in offenen Becken vergoren. Das eigentlich mehrteilige Gebäude wurde als Stahlbetonbau erbaut und steht auf 40 Pfeilern. Der Hauptturm wird von einem zweistufigen, gitterförmigen Aufbau bekrönt. Auf dem Dach prangt seit 1968 das vierfache, 9 Meter hohe, beleuchtete, goldene „U“ als Firmenzeichen der Union Brauerei. Um das Hochhaus herum entstand im Laufe der Zeit ein ausgedehnter Gebäudekomplex.
Vom 21. August bis zum 4. Oktober 1998 präsentierte der Hartware medien kunst verein die Medienkunstausstellung „Reservate der Sehnsucht“ im Dortmunder U.
Nach der Verlagerung der Brauerei im Jahre 1994 nach Dortmund-Lütgendortmund wurden 2003 sämtliche umliegenden Gebäude abgerissen. Brau & Brunnen errichtete auf dem Gelände, angrenzend an das Kellereihochhaus, seine neue Hauptverwaltung. Nach der Übernahme von Brau & Brunnen wurde dieses Bürogebäude nicht mehr benötigt und im Februar 2007 durch die Stadt Dortmund mit dem Dortmunder U und der umliegenden Brache für 25,5 Mio. Euro vom bisherigen Eigentümer, der Radeberger Gruppe erworben.
Nach der Sanierung ist für das Dortmunder U eine kulturelle und gastronomische Nutzung vorgesehen. Im Januar 2008 wurde ein Umbau des Gebäudes zu einem Zentrum der Kreativwirtschaft beschlossen. Das Dortmunder U wird das Dortmunder Leuchtturmprojekt im Rahmen der RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas. Am 26. Februar 2008 bewilligte die Landesregierung NRW die Umbaupläne. Das Projekt soll insgesamt 46 Millionen Euro kosten, davon werden 50 % aus EU-Mitteln, 20 % aus Mitteln des Landes NRW und 30 % aus Mitteln der Stadt Dortmund bestritten.
Das Dortmunder Architekturbüro Gerber plant eine offene „Kunst-Vertikale“ im Inneren des Gebäudes, außen werden Kuben angehängt. Eine Aussichtsterrasse, Gastronomie und Veranstaltungs- bzw. Ausstellungsräume machen eine vielfältige Nutzung möglich. An den Eingangsbereich wird sich, als Verbindung zum projektierten Stadtquartier, eine überdachte Piazza anschließen. Das Dortmunder U soll Hochschulinstitute, Einrichtungen der Medienkunst[1] und den Bilderbestand des Museums am Ostwall aufnehmen[2] [3].
Als erstes sichtbares Zeichen der Sanierung wurde am 19. Dezember 2008 das auf dem Gebäude befindliche Wahrzeichen der Öffentlichkeit übergeben. Um 16.07 Uhr wurde das neu mit 554 Gramm Blattgold belegte Dortmunder U durch den Dortmunder Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer und den Architekten Eckhard Gerber illuminiert[4].
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ http://www.nrw.de/Presseservice/meldungen/02_2008/080226STK.php
- ↑ http://www.derwesten.de/nachrichten/2008/2/24/news-25867742/detail.html
- ↑ http://www.derwesten.de/nachrichten/im-westen/2008/2/26/news-26414915/detail.html
- ↑ Ruhr-Nachrichten 19.12.2008: Das Dortmunder „U“ leuchtet wieder
[Bearbeiten] Weblinks
- Fotos aus der stillgelegten Union-Brauerei (Februar 2003)
- Ausstellung Reservate der Sehnsucht im Dortmunder U (Februar 1998)
- Beschreibung dieser Sehenswürdigkeit auf der Route der Industriekultur
- Werbefilm zum Umbau des U-Turms
51.5157.4536194444445Koordinaten: 51° 30′ 54″ N, 7° 27′ 13″ O
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