Douglas A-3

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Douglas A3D/A-3 Skywarrior

Douglas A3D-1 Skywarrior, VAH-3, USS Franklin D. Roosevelt 1957
Beschreibung
Typ Bomber
Hersteller Douglas Aircraft Company
Erstflug 28. Oktober 1952
Indienststellung 1956
Außerdienststellung 1989

Die Douglas A-3 Skywarrior (vor 1962 A3D) war das schwerste und am längsten in Dienst stehende Trägerflugzeug der U.S.Navy.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Entwicklung

Das Projekt „Skywarrior“ begann schon 1947 als trägergestützter Atombomber. Doch die Planung der grundsätzlichen Auslegung dauerte zwei Jahre, deshalb bekam Douglas den offiziellen Bauauftrag erst im März 1949. Das Flugzeug wurde als Schulterdecker mit 36° gepfeilten und faltbaren Tragflächen und darunter hängenden Strahltriebwerken geplant. Die Zelle hatte ein zweisitziges Cockpit und einen Waffenschacht für Abwurfmunition und dazu ein radargesteuertes Bombenabwurfgerät. Im Heck war als Abwehrbewaffnung ein ferngesteuertes 20-mm-Zwillingsgeschütz eingebaut. Als Antrieb sollten zwei Westinghouse XJ40-WE-3 Turbojets mit 3.175 kp Schub verwendet werden. Am 28. Oktober 1952 fand der Jungfernflug statt. Doch ständige Triebwerksprobleme und der Abbruch der Entwicklung des XJ40, führten zur Entscheidung, das Pratt & Whitney J57 einzubauen. Mit diesem zuverlässigeren und stärkeren Antrieb flog dann am 16. September 1953 der Prototyp der XA3D-1 zum ersten Mal.

Von der ersten Serienversion A3D-1 wurden aber nur 50 Stück gebaut, die erst im März 1956 zu den Einsatzverbänden kamen. Dort erhielten sie auch den Spitznamen Whale (Wal), wegen ihrer (im Vergleich zu den früheren Flugzeugen) enormen Größe. Nach Einführung der verbesserten A3D-2 wurden die A3D-1-Flugzeuge in der Ausbildung eingesetzt.

Prototyp XA3D-1
Prototyp XA3D-1
Eine A3D-2 bei der Landung auf der USS Ranger (CVA-61).
Eine A3D-2 bei der Landung auf der USS Ranger (CVA-61).
Tankflugzeug KA-3B der USS Hancock im Vietnamkrieg 1967
Tankflugzeug KA-3B der USS Hancock im Vietnamkrieg 1967
Kameraausrüstung einer RA-3B
Kameraausrüstung einer RA-3B
ELINT-Version EA-3B der Staffel VQ-2
ELINT-Version EA-3B der Staffel VQ-2

Die eigentlichen Einsatzmuster waren dann die A3D-2, die neben den stärkeren J57-P-10-Triebwerk mit 4.763 kp ohne und 5.625 kp Schub mit Wassereinspritzung vor allem mit besserer Avionik ausgestattet wurden. Mit dieser Ausrüstung war der Bomber als erstes Trägerflugzeug allwettereinsatzfähig. Der Abwurf der Bomben konnte danach sowohl manuell, halbautomatisch und auch vollautomatisch vorgenommen werden; damit verbesserte sich die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Waffeneinsatzes und auch die Überlebensfähigkeit des Flugzeuges.

Als dann 1962 im Rahmen der Bezeichnungsstandardisierung die A3D-2 in A-3B umbenannt wurde, modernisierte man auch die Avionik. Zusätzlich wurden die Kanonen ausgebaut und gegen Radarstörgeräte und Düppelwerfer getauscht.

Anfang der sechziger Jahre kam dann der Nachfolger North American A-5 Vigilante und gleichzeitig die Entscheidung, die „Nukleare Abschreckung“ der Navy von den Flugzeugträgern auf die Raketen-Atom-U-Boote zu verlegen. Damit konnten die „Skywarrior“ für andere Einsatzarten verwendet werden. Zuerst nutzte man die Flugzeuge als Tanker (Code KA-3B), indem man den Bombenschacht mit einer Luftbetankungsanlage ausrüstete. Weiterhin nutzte man sie in der Elektronischen Kampfführung, indem man ausgesuchte und mit einer geringen Flugstundenzahl belastete Exemplare komplett neu verkabelte und eine viersitzige Kabine in den Rumpf einbaute. Die zusätzlichen Besatzungsmitglieder bedienten eine Vielzahl von Radaraufklärungs-und -bekämfungsgeräten. Diese EA-3B blieben den gesamten Vietnamkrieg und die folgenden zwei Jahrzehnte im Einsatz, bis sie schließlich 1989 durch die EA-6B Prowler abgelöst wurden.

Die United States Air Force nutzte eine als B-66 Destroyer bezeichnete Variante.

[Bearbeiten] Varianten

  • XA3D-1 : Zwei Prototypen, später XA-3A
  • A3D-1 : 50 Maschinen; Erstserienflugzeug; später A-3A
  • A3D-2 : endgültige Serienversion, 164 Maschinen; später A-3B
  • A3D-2P : Photoaufklärer, 30 Maschinen; später RA-3B
  • A3D-2Q : ECM- und Elint-Version, 25 Maschinen; später EA-3B
  • A3D-2T : Schulmaschine zur Bombennavigation, 12 Maschinen; später TA-3B
  • verschiedene umgerüstete Maschinen als ECM-, Test-, und Transportflugzeuge:
    • YEA-3A
    • NRA-3A
    • RA-3A
    • EA-3A
    • NA-3A
    • VA-3B
    • KA-3B
    • EKA-3B
    • ERA-3B
    • NA-3B

[Bearbeiten] Technische Daten der A-3B Skywarrior

  • Typ : trägergestützter leichter Bomber
  • Triebwerk: zwei Pratt & Whitney J57-P-10 Turbojet-Triebwerke mit 4.763 kp Schub ohne und 5.625 kp Schub mit Wassereinspritzung
  • Leistung: Höchstgeschwindigkeit in 3.050 m Höhe 982 km/h; Dienstgipfelhöhe 12.495 m; Einsatzradius mit Standard-Treibstofftank 1.690 km; max. Reichweite 4.667 km
  • Gewicht: Leergewicht 17.876 kg; Standard-Startgewicht 31.752 kg; max. Startgewicht 37.195 kg
  • Abmessungen: Spannweite 22,10 m; Länge 23.27 m; Höhe 6,95 m; Tragflügelfläche 75,43 m²
  • Bewaffnung: vier 907 kg oder zwölf 454 kg oder vierundzwanzig 227 kg Bomben im Waffenschacht, alternativ auch Atombomben; ursprünglich zwei ferngesteuerte oder radargelenkte 20 mm Maschinenkanonen in einem Heckabwehrstand

[Bearbeiten] Weblinks

Commons
 Commons: A-3 Skywarrior – Bilder, Videos und Audiodateien
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