Douglas Clark

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Douglas Clark nach seiner Verhaftung im 1980.

Douglas Daniel Clark (* 10. März 1948) ist ein US-amerikanischer Serienmörder. Clark und seine Komplizin Carol M. Bundy wurden als Sunset Strip Killers bekannt, 1983 angeklagt und anschließend wegen einer Reihe von Morden in Los Angeles verurteilt.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

1948 als Sohn eines Flottenadmirals geboren, hatte Douglas Clark bereits in 37 Ländern gelebt, ehe er sich im Süden Kaliforniens niederließ. Er nannte sich Der König des One-Night-Stands, besserte sein Gehalt als Maschinenschlosser durch Affären mit Matrosen auf und hatte Verhältnisse mit minderjährigen Mädchen und jungen Frauen. Er hatte Phantasien von Vergewaltigung und Mord, Verstümmelung und Nekrophilie und sehnte sich nach dem Moment, in dem seine Träume Wirklichkeit würden.

Im Alter von 37 Jahren verließ die zuckerkranke Berufskrankenschwester Carol Bundy, Mutter von zwei Kindern, im Januar 1979 ihren Ehemann, der sie misshandelt hatte, und verliebte sich bald darauf in den Hausmeister ihres neuen Apartments, John Murray, der immer Zeit fand, Mietern in Not zu helfen. Bald waren sie ein Liebespaar, aber der 45 jährige war verheiratet und lehnte es ab, seine Familie zu verlassen. Im Oktober 1979 bot Carol seiner Frau 1500 $ an, wenn sie verschwände, aber der Plan schlug fehl; Murray war wütend und riet ihr, sich ein anderes Quartier zu suchen. Im Januar 1980 lernte Carol in Little Nashville Douglas Clark kennen und dieser zog noch in der gleichen Nacht bei ihr ein. Tagsüber arbeitete er im Siederaum einer Seifenfabrik in Burbank und widmete seine Nächte Sexpraktiken, die Carol zu seiner Sklavin machten. Auch brachte er öfter jüngere Frauen mit nach Hause, eine seiner Eroberungen war eine Elfjährige, die er in einem nahegelegen Park aufgelesen hatte, aber Carol setzte dem nichts entgegen, als sein sexuelles Verhalten sich zur Unzucht mit Kindern ausweitete; immer häufiger war dabei von Tod und Verstümmelung die Rede.

Morde[Bearbeiten]

Am 11. Juni 1980 verschwanden die Halbschwestern Gina Narano (15) und Cynthia Chandler (16) von Huntington Beach, als sie auf dem Weg waren, um sich mit Freunden zu treffen. Sie wurden am nächsten Morgen neben dem Ventura-Freeway nahe dem Griffith Park in Los Angeles gefunden; beiden war mit einer Kleinkaliber-Pistole in den Kopf geschossen worden. In den frühen Morgenstunden des 24. Juni 1980 wurde Karen Jones, eine 24-jährige Prostituierte, hinter einem Steakhaus in Burbank gefunden, sie war durch einen Gewehrschuss in den Kopf getötet worden. Später am Morgen wurde die Polizei nach Studio City gerufen, wo ein weiteres weibliches Opfer – enthauptet – von Fußgängern gefunden worden war. Trotz des fehlenden Kopfes wurde sie als Exxie Wilson (20) identifiziert. An diesem Nachmittag, während die Söhne von Carol Bundy Verwandte besuchten, überraschte Clark sie, indem er einen Frauenkopf aus dem Kühlschrank zog und ihn auf die Küchenablage stellte. Er befahl Carol, das verzerrte Gesicht mit Kosmetika zurechtzumachen. Später erinnerte sie sich daran so: „Wir hatten eine Menge Spaß mit ihr. Ich machte sie mit Make-up zurecht wie eine Barbie.“ Clark nahm seine Trophäe mit sich ins Badezimmer, zum Duschen und zu nekrophilen Handlungen. Am 30. Juni 1980 fand eine Gruppe von Schlangenfängern in der Nähe von Sylmar im San Fernando Valley die mumifizierte Leiche einer Frau, die man als Marnette Comer (17) identifizierte. Am 25. Juli 1980 wurde eine Unbekannte am Sunset Boulevard gefunden, die durch einen Kopfschuss getötet worden war. Zwei Wochen später fanden Wanderer nahe Malibu eine weitere, nicht identifizierte Leiche, bereits von Aasfressern befallen.

Verhaftung[Bearbeiten]

Trotz ihrer Romanze mit Clark hatte Carol Bundy weiterhin John Murray besucht. Sie hatte ihren Alkoholkonsum nicht im Griff und nachdem sie einige Andeutungen über die kriminellen Aktivitäten ihres neuen Liebhabers fallengelassen hatte, erschrak sie über Murrays Kommentar, er würde Doug Clark bei der Polizei anzeigen. Am 5. August 1980 hatte sie ein mitternächtliches Rendezvous mit Murray in dessen Lieferwagen, den er zwei Blocks von der Bar entfernt abgestellt hatte. Dort tötete sie ihn. Als er Tage später gefunden wurde, wies er neun Stichverletzungen auf, seine Gesäßbacken waren aufgeschlitzt worden, sein Kopf war abgetrennt und fehlte am Tatort. Zwei Tage nachdem Murrays Leiche gefunden worden war, brach Bundy in der Arbeit zusammen und vertraute sich einer Kollegin an. Eine Freundin gab der Polizei einen Wink, die daraufhin die Wohnung durchsuchte und drei Damenslips zusammen mit Schnappschüssen von Clark und seiner elfjährigen Gespielin konfiszierte. Clark wurde bei seiner Arbeit in Burbank verhaftet, wo auch die Tatwaffe gefunden wurde. Ballistische Tests bewiesen, dass aus dieser Waffe Projektile auf fünf der bekannten Sunset-Opfer abgefeuert worden waren.

Prozess[Bearbeiten]

Bei seinem Prozess trat Clark als sein eigener Anwalt auf, beschuldigte Carol Bundy und John Murray der Morde und behauptete, die beiden hätten ihre Verbrechen nach dem Fall von Ted Bundy gestaltet. Die Geschworenen verurteilten Clark am 28. Januar 1983 in allen Anklagepunkten, darunter sechs Fälle von Mord und jeweils einem Fall von versuchtem Mord, schwerer Körperverletzung und Störung der Totenruhe. Am 15. Februar 1983 wurde Doug Clark zum Tode verurteilt und wartet im Todestrakt von San Quentin auf seine Hinrichtung. Dort fand er sich in Gesellschaft mit Serienmördern wie William Bonin, Randy Steven Kraft und Lawrence Sigmund Bittaker. Carol Bundy plädierte zunächst auf Unzurechnungsfähigkeit, dann revidierte sie ihre Meinung und gestand die Morde. Laut ihrer Aussage hatte sie Murray in den Kopf geschossen und dann enthauptet. Verurteilt aufgrund ihres eigenen Geständnisses, bekam Bundy aufeinanderfolgende Gefängnisstrafen von lebenslänglich mit der Möglichkeit auf Bewährung nach 27 Jahren und noch einmal lebenslänglich 25 Jahre in anderen Anklagepunkten. Sie starb am 9. Dezember 2003 in einem Frauengefängnis an Herzversagen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Newton, Michael: Die große Enzyklopädie der Serienmörder. Stocker 2002, ISBN 3-85365-189-5

Weblinks[Bearbeiten]