Douglas Trumbull

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Douglas Trumbull auf der FMX 2012

Douglas Trumbull (* 8. April 1942 in Los Angeles) ist ein US-amerikanischer Regisseur und Spezialist für Spezialeffekte im Film.

Trumbull gilt als Pionier moderner Tricktechnik und viele seiner Filme sind Klassiker geworden. Er arbeitete 1968 an 2001: Odyssee im Weltraum als „special effects supervisor“ und ist für den berühmten so genannten Slitscan-Effekt im letzten Teil dieses Films verantwortlich. Für seine Mitarbeit an anderen Filmen wurde er fünffach für den Oscar nominiert und erhielt einen Oscar für sein Lebenswerk.

Er kam 1942 als Sohn eines Ingenieurs und einer Kunstmalerin zur Welt. Nach einem abgebrochenen Architekturstudium bewarb er sich erfolglos bei allen Zeichentrick-Studios, bis er bei einer Trickfirma als Maler für Hintergründe engagiert wurde. Dort leitete er bereits ein Jahr später die Background-Abteilung. [1]

Trumbull partizipierte maßgeblich an Filmen der U.S. Air Force und der NASA [1] und arbeitete mit dem Wissenschaftsfilmer Con Peterson. Seinen Durchbruch stellte der 15-minütige Trickfilm To the Moon and beyond dar, den IBM 1964 bei der Weltausstellung in New York zeigte.[1]

Nach 2001 schlug er das Angebot aus, die Spezialeffekte für Krieg der Sterne zu inszenieren, vermittelte aber den Kontakt zu seinem ehemaligen Assistenten John Dykstra, für den die Mitarbeit am Star Wars Franchise den endgültigen Durchbruch in der Branche bedeutete. Dykstra holte Trumbull später für die Gestaltung von Tricksequenzen für den ersten Star Trek-Film und für Blade Runner zu Industrial Light & Magic (ILM). Die rotierende Darstellung des Wildfire-Laboratiums in dem Film Andromeda – Tödlicher Staub aus dem All gilt als der erste CGI-Effekt in einem Film.

1972 drehte Trumbull mit verhältnismäßig geringem Budget den beeindruckenden Science-Fiction-Film Lautlos im Weltraum (engl. Originaltitel Silent Running). Dieser Film benutzte unter anderem Spezialeffekte, die für „2001“ entwickelt wurden, aber nicht den Weg in den Film fanden. Lautlos im Weltraum wurde aber an den Kinokassen zum Flop und fand nicht den Weg in die deutschen Kinos. Sein zweiter Film Projekt Brainstorm floppte ebenfalls.

Trumbull gilt als Erfinder des Showscan-Verfahrens, das 65/70 mm-Film mit einer Bildfrequenz von 60fps verwendet.

In den vergangenen Jahren konzentrierte sich Trumbull darauf, Technik für Ausstellungen und für Fahrgeschäfte in Freizeitparks zu entwickeln. 2002 hatte er einen Vorstandssitz bei IMAX. [1]

Filmografie[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Manfred Riepe: Auf dem Landweg zum Mond – Der Effektspezialist und Regisseur Douglas Trumbull in epd Film 11/2002, S. 24

Weblinks[Bearbeiten]