Dovecot

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Dovecot
Logo von Dovecot
Entwickler Timo Sirainen
Aktuelle Version 2.2.13[1] bzw. 2.1.17[2]
(11. Mai 2014 bzw. 26. Juni 2013)
Betriebssystem Unixoides System
Programmier­sprache C
Kategorie Mailserver (Mail Delivery Agent)
Lizenz Open Source
www.dovecot.org

Dovecot (englisch für Taubenschlag) ist eine Mailserver Software-Suite. Sie ist als Mail Delivery Agent (MDA) und für die Netzwerkprotokolle POP3 und IMAP gestaltet.

Die Software-Suite arbeitet unter UNIX, BSD und unixoiden Systemen wie Linux.[3] Sie ist Open Source mit gemeinfreien Teilen und anderen unter LGPL oder MIT-Lizenz neben eigenständigen Lizenzen.[4]

Merkmale[Bearbeiten]

Dovecot ist für kleine (200 Mailboxen) bis größere Netzwerke (über 1000 Mailboxen) ausgelegt. Der Server kann mit den Mailboxformaten maildir und mbox umgehen und ist dazu vollständig kompatibel zum älteren Courier-IMAP-Server und der alten UW-IMAP Referenz-Server-Software für das IMAP-Protokoll. Die Email Daten sind leicht zu migrieren oder in E-Mail-Programmen nutzbar, Computerbenutzer können sich direkt auf dem Dovecot Mailserver einloggen.[5].

Seit der Version 1.0a4 ist außerdem ein dovecot-eigenes Format namens dbox in Bearbeitung, welches für Hochleistungsanwendungen gedacht ist. Bisher bietet dbox keine Kompatibilität zu anderer Software, daher kann auf im dbox-Format gespeicherte Mails nur über Dovecot zugegriffen werden, d.h. von E-Mail-Programmen (MUA) mittels IMAP und POP3; und von MTAs aus durch Benutzung der Zustellungskomponenten in Dovecot.

Dovecot unterstützt unter anderem folgende Merkmale:

  • IMAP4rev1
  • THREAD-, IDLE- und SORT-Erweiterung
  • POP3
  • LMTP als Protokoll zur E-Mail Zustellung
  • Sieve
  • TLS/SSL
  • IPv6
  • Maildir++ Quota
  • Postfix und exim (ab Version 4) können mit Dovecot zusammenarbeiten

Sicherheit[Bearbeiten]

Das Hauptaugenmerk bei der Programmierung wird auf die Sicherheit gelegt. Seit Anfang 2006 ist eine Prämie auf Exploits ausgesetzt.[6] Damit steht Dovecot in der Tradition von qmail.[7]

Das Dovecot Programm-Paket ist darüber hinaus in drei Komponenten aufgeteilt:[5]

Zur Kern-Komponente können die beiden anderen Komponenten optional hinzu installiert werden. Für einen reinen Dovecot-IMAP-Server braucht Dovecot-pop3d beispielsweise nicht installiert zu werden, was indirekt auch die Sicherheit erhöht.

Versionsgeschichte[Bearbeiten]

Die erste Testversion kam im Juli 2002 heraus, die in der Zwischenzeit fast vollständig umprogrammierte Version 1.0.0 wurde im April 2007 veröffentlicht.

Mit der Version 2.2 wurde Dovecot um weitere Funktionalitäten erweitert; im Wesentlichen wurden neue IMAP Kommando-Erweiterungen implementiert, dsync neu entwickelt und optimiert sowie Shared Mailboxes um per-user Flags erweitert.[8]

Seit der Generation 10.6 des Mac OS X Server Betriebssystems von Apple, wird Dovecot anstelle des Cyrus IMAP servers benutzt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. v2.2.13 released. 11. Mai 2014. Abgerufen am 8. September 2014.
  2. v2.1.17 released. 26. Juni 2013. Abgerufen am 7. August 2013.
  3. Operating System Compatibility. Timo Sirainen. Abgerufen am 7. August 2013.
  4. COPYING. Timo Sirainen. Abgerufen am 7. August 2013.
  5. a b Dovecot. ubuntuusers.de. Abgerufen am 12. November 2014.
  6. Security. Timo Sirainen. Abgerufen am 7. August 2013.
  7. The qmail security guarantee. Daniel J. Bernstein. Abgerufen am 7. August 2013.
  8. v2.2.0 released. 12. April 2013. Abgerufen am 7. August 2013.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]