Down by Law (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Down by Law
Originaltitel Down by Law
Produktionsland USA, Deutschland
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1986
Länge 107 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Jim Jarmusch
Drehbuch Jim Jarmusch
Produktion Cary Brokow
Otto Grokenberger
Musik John Lurie
zusätzliche Songs von Tom Waits
Kamera Robby Müller
Schnitt Melody London
Besetzung

Down by Law ist ein Spielfilm des US-amerikanischen Regisseurs Jim Jarmusch aus dem Jahre 1986.

Handlung[Bearbeiten]

Dem Zuhälter Jack schiebt ein verfeindeter Kollege, unter dem Vorwand, sich wieder versöhnen zu wollen, eine Minderjährige unter, mit der Jack dann im Hotelzimmer von der Polizei aufgegriffen wird. Zack, der Radio-DJ, der gerade wieder einen Job hingeschmissen hat und sich daraufhin nach einem heftigen Streit von seiner Freundin trennt, sieht sich mit einer Leiche im Kofferraum des Wagens konfrontiert, den er für 1.000 Dollar auf die andere Seite der Stadt fahren sollte. Die beiden landen zusammen in einer Gefängniszelle und kommen nicht gut miteinander aus. Sie haben gerade eine Rauferei hinter sich, als der Italiener Roberto zu ihnen stößt. Wie sich bald herausstellt, handelt es sich bei ihm nicht nur um einen äußerst kommunikationsfreudigen Menschen, sondern auch um den einzigen der drei, der wirklich ein Verbrechen begangen hat: Obwohl er nach eigenen Angaben ein guter Falschspieler ist, ist er aufgeflogen und hat bei der Verfolgung einen Gegner mit einer Billardkugel getötet.

Anfänglich geht der wild radebrechende Roberto seinen beiden Zellengenossen schwer auf die Nerven. Nach und nach verbessert sich jedoch die Stimmung. Roberto entdeckt einen Weg vom Hof in die Freiheit, und so gelingt es dem Trio, zu entkommen. Auf der Flucht durch die Sümpfe Louisianas landen die drei schließlich in einem kleinen Restaurant, das von Nicoletta bewirtschaftet wird. Roberto und Nicoletta verlieben sich prompt ineinander, und Roberto beschließt, dort zu bleiben. Jack und Zack gehen ihrer Wege und trennen sich an der ersten Weggabelung.

Kritiken[Bearbeiten]

In den Würdigungen zu Jarmuschs märchenhafter Schwarzweißkomödie sind eine ganze Reihe von Aspekten lobend hervorgehoben worden: Der von den drei Protagonisten verkörperte skurrile Humor, die präzisen Darstellungen der sich in arrogante Coolness flüchtenden Jack (John Lurie) und Zack (Tom Waits), die furiose Präsenz des Dauerredners Roberto (Roberto Benigni) und nicht zuletzt die hervorragende Arbeit des niederländischen Kameramanns Robby Müller. Zusammen mit der Musik John Luries und Tom Waits' ist unter dem Strich ein beeindruckender Film entstanden, der insbesondere in Europa zahlreiche Kritiker begeistert hat.

  • Lexikon des internationalen Films: Eine ironische Komödie, die in märchenhafter Form von den Bemühungen um Menschlichkeit in einer desolaten Umwelt berichtet; hervorragend inszeniert und fotografiert, von glänzenden Darstellern getragen.[1]
  • Vincent Canby beschreibt den Film in der New York Times als eine Fabel poetischer Dichte. Die Leistung der drei Hauptdarsteller sei außerordentlich. Sie werde wesentlich unterstützt durch die Arbeit des Regisseurs und des Kameramanns, der die drei zur gleichen Zeit in der gleichen Szene in einer gleichzeitigen Einstellung zeige und so die hervorragende Interaktion zwischen den dreien ermögliche.[2]

Wirkung[Bearbeiten]

Mit Down by Law ist Jim Jarmusch über die Independent-Kinoszene hinaus bekannt geworden. Einen großen Popularitätsschub hat dieser Film in den USA außerdem für die Schauspieler Roberto Benigni und Ellen Barkin ausgelöst.

Titel[Bearbeiten]

Down by law ist einerseits eine obskure englische Redewendung aus dem Dunstkreis des Jazz und Swing, die in etwa „besonders gut“ bedeutet[4]; wörtlich übersetzt bedeutet sie aber so viel wie „unterdrückt von der Justiz“, was auf die Rolle von Jack und Zack anspielt, die ja unschuldig im Gefängnis sitzen.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Down by Law im Lexikon des Internationalen Films. Abgerufen am 4. September 2013.
  2. Vincent Canby in der New York Times vom 19. September 1986
  3. Roger Ebert über Down by Law
  4. Swing Slang: down by law

Weblinks[Bearbeiten]