Drachenfels (Mittlerer Pfälzerwald)

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Drachenfels
Westfelsen im Winter

Westfelsen im Winter

Höhe 570,8 m ü. NHN [1]
Lage Rheinland-Pfalz (Deutschland)
Gebirge Pfälzerwald
Dominanz 10,6 km → Hohe Loog, 618.7 m
Schartenhöhe 264,8 m ↓ Sattel Bundesstraße 37, 1 km westlich von Hochspeyer, Höhe 306 m
Koordinaten 49° 25′ 30″ N, 8° 3′ 11″ O49.4258.0530555555556570.8Koordinaten: 49° 25′ 30″ N, 8° 3′ 11″ O
Drachenfels (Mittlerer Pfälzerwald) (Rheinland-Pfalz)
Drachenfels (Mittlerer Pfälzerwald)
Gestein Buntsandstein
Erschließung 1873[2]
Besonderheiten Reste einer römischen Befestigungsanlage

Der Drachenfels ist ein Berg im Mittleren Pfälzerwald (Rheinland-Pfalz) auf der Waldgemarkung der Kreisstadt Bad Dürkheim. Mit 570,8 m ü. NHN[1] Gipfelhöhe ist er die höchste Erhebung des Pfälzerwaldes nördlich der Linie Hochspeyerbach/Speyerbach. Das Drachenfels-Areal ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Der Berg liegt im westlichen Bereich eines Dreiecks mit etwa 14 km Seitenlänge, das vom Isenachtal (B 37) im Norden, der Deutschen Weinstraße im Osten und den Tälern von Hochspeyerbach und Speyerbach (B 39) im Südwesten gebildet wird.

Umgebung[Bearbeiten]

Im Bereich des Drachenfels liegen als weitere Ausflugsziele der Siegfriedsbrunnen, das nicht bewirtschaftete Forsthaus Kehrdichannichts, die Ruinen der Jagdhäuser Murrmirnichtviel und Schaudichnichtum, das 1280 erstmals urkundlich erwähnte Lambertskreuz – ältestes Wegkreuz der Pfalz –, die bewirtschaftete Lambertskreuz-Hütte, die Waldgaststätte Saupferch sowie der Freizeit- und Wildpark Kurpfalz-Park.

Beschreibung[Bearbeiten]

Das etwa 13 Hektar große Gipfelplateau aus Buntsandstein, das von der Rheinebene aus gut sichtbar die vorgelagerten Erhebungen überragt, besitzt seinen höchsten Punkt im Nordosten. Es wurde 1972 unter Naturschutz gestellt. Bis 1920 horstete im Fels ein Paar des Schlangenadlers.

Der Name des Berges wird – wie der des unweit gelegenen Siegfriedsbrunnens – mit dem Drachen aus der Nibelungensage in Verbindung gebracht.[2] Unterhalb des im Südwesten weit vorspringenden Felsens befinden sich zwei Höhlungen; die kleine wird „Drachenkammer“, die größere „Drachenhöhle“ genannt. Im Westteil des Plateaus haben Reste einer Befestigung aus römischer Zeit überdauert; der ehemalige Ringwall ist nur noch schwach unter Bewuchs erkennbar. Vom sogenannten Westfelsen im Nordwesten sind im Norden der Donnersberg, im Nordwesten die Gipfel des Hunsrücks und im Westen die Stadt Kaiserslautern zu sehen.

Tourismus[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Wanderpfad auf dem Drachenfels (2005)

Wegen seiner zentralen Lage ist der Drachenfels von allen Seiten erreichbar, allerdings ausschließlich zu Fuß; da das Areal unter Naturschutz steht, darf dort weder geritten noch mit Mountainbikes oder anderen Zweirädern gefahren werden. Der Aufstieg ist recht steil und führt über teilweise unbefestigte Waldwege und Pfade. Der nächste Wanderparkplatz am Forsthaus Saupferch, wo sich eine Wegetafel des Pfälzerwald-Vereins befindet, kann von Norden her – B 37 Kaiserslautern–Bad Dürkheim – über eine etwa 2 km lange befestigte Straße angefahren werden.

Pflege[Bearbeiten]

Gepflegt wird das Drachenfels-Areal durch den Drachenfels-Club.[2] Der Verein, der sich den Erhalt und die Verschönerung von Kulturdenkmälern in und um Bad Dürkheim zum Ziel gesetzt hat, wurde 1873 gegründet und leitete noch im gleichen Jahr die Erschließung des Drachenfels ein.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Drachenfels (Pfälzerwald) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  2. a b c Drachenfels-Club: Der Drachenfels
  3. Drachenfels-Club: Chronik ab 1873