Drag Reduction System
Das Drag Reduction System (kurz: DRS, dt.: System zur Verminderung des Luftwiderstandes), umgangssprachlich häufig beweglicher Heckflügel genannt, ist eine Technik, die seit der Formel-1-Saison 2011 und seit der DTM-Saison 2013 eingesetzt wird. Bei der Formel 1 führt diese Technik zu häufigen Überholmanövern. Dabei wird ein Teil des Heckflügels hydraulisch flacher gestellt, um somit einen geringeren Luftwiderstand auf einer Geraden und eine höhere Endgeschwindigkeit zu ermöglichen.
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Regularien der Formel 1 [Bearbeiten]
Das System darf nur von den Fahrern eingesetzt werden, die sich an einem vorher von der FIA festgelegten Messpunkt der Strecke innerhalb von einer Sekunde Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug befinden. Dann kann der Fahrer das System in einem festgelegten Bereich der Strecke aktivieren, um so – in der Regel auf einer langen Gerade – durch die höhere Geschwindigkeit den vorausfahrenden Konkurrenten besser überholen zu können.[1] Das System wird automatisch deaktiviert, sobald der Fahrer das Bremspedal betätigt. Bei nassen Streckenverhältnissen ist die Verwendung des Systems aus Sicherheitsgründen nicht gestattet.[2] Im Rennen ist der Einsatz nach dem Start oder jeder Safety-Car-Phase erst nach zwei vollständigen Runden möglich. Seit dem Großen Preis von Kanada 2011 können auf geeigneten Strecken bis zu zwei DRS-Zonen durch die FIA festgelegt werden.
Bis 2012 war der Einsatz des DRS in allen Trainingssitzungen und dem Qualifying unbeschränkt möglich. Ab der Saison 2013 ist es in allen Sessions einzig in der DRS-Zone gestattet, das System zu nutzen.[3]
Regularien der DTM [Bearbeiten]
Das System darf vom zurückliegenden Fahrer immer eingesetzt werden, wenn er auf dem Start/Zielpunkt zum Vorausfahrenden weniger als 2 Sekunden abstand hält. Bei Einsatz des SafetyCars und 3 Runden danach darf DRS nicht eingesetzt werden. Es wird dann wieder von der Rennleitung freigegeben.
Auswirkungen und Kritik [Bearbeiten]
Durch den Einsatz des DRS erhält das Fahrzeug einen Geschwindigkeitsgewinn von etwa 15 km/h.[4] Im Zusammenspiel mit dem Windschatten des vorausfahrenden Fahrzeugs und Einsatz der gespeicherten Energie im Hybridantrieb KERS erleichtert das DRS somit das Überholen am Ende von langen Geraden. Allerdings kann auch der Gegner durch geschickten Einsatz des KERS diesen Vorteil kompensieren.
Von einigen Fahrern wurde während der Testfahrten vor Saisonbeginn kritisiert, dass der Gebrauch des DRS zu einem erhöhten Arbeitsaufwand im Cockpit führe, da der Fahrer zusätzliche Knöpfe bedienen müsse und das ein Sicherheitsrisiko darstellen könne.[1]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ a b „DRS: Der indirekte Freistoß der Formel 1“ (Motorsport-Total.com am 16. April 2011)
- ↑ “FIA bans wet moveable wings use” (Autosport.com am 25. März 2011)
- ↑ „FIA schränkt DRS-Gebrauch stark ein.“ (Motorsport-Magazin.com am 9. Februar 2013)
- ↑ “Adjustable wing to aid passing in 2011” (Autosport.com am 23. Juni 2010)