Drangedal

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Wappen Karte
Wappen der Kommune Drangedal
Drangedal (Norwegen)
Drangedal
Drangedal
Basisdaten
Kommunennummer: 0817 (auf Statistik Norwegen)
Provinz (fylke): Telemark
Verwaltungssitz: Prestestranda
Koordinaten: 59° 7′ N, 8° 59′ O59.1233333333338.9819444444444Koordinaten: 59° 7′ N, 8° 59′ O
Fläche: 1.063 km²
Einwohner:

4124 (30. Jun. 2014)[1]

Bevölkerungsdichte: 4 Einwohner je km²
Sprachform: Bokmål und Nynorsk
Postleitzahl: 3750
Webpräsenz:
Verkehr
Bahnanschluss: Sørlandsbanen
Politik
Lage in der Provinz Telemark
Lage der Kommune in der Provinz Telemark
Karte der Kommune Drangedal

Drangedal (von altnordisch „drangr“ spitzer Gipfel) ist eine dünn besiedelte Kommune im Süden der norwegischen Provinz Telemark. Das waldreiche Gebiet mit großem Wildbestand teilt sich historisch in das nordwestliche, zur mittelalterlichen Telemark gehörende Tørdal (35 %) und das zu Grenland gehörende Drangedal. Weitere Streusiedlungen in der Kommune sind Henseid, Kjosen und Kroken. Nachbarkommunen sind, im Uhrzeigersinn von Nord nach West, Kviteseid, Nome, Skien, Bamble, Kragerø, Gjerstad und Nissedal.

Der Ortskern von Drangedal am Nordwestufer des oberen Toke heißt offiziell „Prestestranda“ (etwa „Strand der Pfarrei“), wird aber von der Bevölkerung meist „Stranna“ genannt. Hier befinden sich Kommunalverwaltung, Kirche, Volksschule (Grund- und Mittelstufe) und Gesundheitszentrum. Weiterführende Schulen liegen in , Skien, Porsgrunn und Kragerø. Das Zentralkrankenhaus in Skien, STHF Telemark, ist eine knappe Autostunde entfernt.

1927 erreichte die „Sørlandsbane“ Drangedal. Der Flughafen Torp liegt 90 Autominuten entfernt. Fährverbindungen nach Dänemark gibt es von Langesund (45 Autominuten) und Larvik (75 Autominuten).

Wirtschaftlich bedeutend sind zahlreiche kleine Forstbetriebe, oft im Nebenerwerb. Größter Arbeitgeber ist die Gemeinde selbst. Ein weiterer größerer Arbeitgeber war längerer Zeit die Kunststofffabrik Norsk Wavin A/S - Drangedal in Prestestranda, die sich seit 2002 aus der Region zurückzog und ihre dortigen Arbeitsplätze abbaute.[2][3] Ein Transportunternehmen ist derzeit der größte private Betrieb.[4] Die meisten anderen Arbeitnehmer pendeln in die umliegenden Städte oder in die Landeshauptstadt.

Das Skigebiet „Gautefall“ im westlichen Teil der Kommune wird überwiegend von der Lokalbevölkerung genutzt. Ausländische Wintersporttouristen kommen primär aus Dänemark und Norddeutschland. Im Sommer besteht die Möglichkeit zum Biathlon auf vier Kilometern asphaltierter Sommerskiloipe, eine der modernsten Anlagen dieser Art in Skandinavien. International sportlich aktive Drangedaler findet man in den Bereichen Langlauf, Biathlon und dem Schießsport. Vier aktive Vereine unterhalten jeweils eigene Loipen. Weitere Freizeitaktivitäten sind Fußball, Wandern, Radfahren, Angeln und die Jagd. Gejagt wird überwiegend Elch (über 700 jährliche Abschüsse in den Jahren 2001 und 2002, Tendenz stark sinkend), Hirsch und anderes Rotwild samt Federwild (Fasan, Schneehuhn, Auerhahn). Die Raubtierjagd umfasst Luchs, Wolf und Bär, wobei lediglich Luchse in der Region beheimatet sind. Wolf und Bär sind Streiftiere.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistics Norway – Population and quarterly changes, Q2 2014
  2. Norsk Wavin legger ned i Drangedal auf nrk.no (norwegisch), abgerufen am 15. September 2013
  3. Bericht der Drangedal Kommune auf drangedal.kommune.no vom 11. Januar 2007 - Rekruttering av personer fra EØS - Norsk Wavin A/S - Drangedal (norwegisch), abgerufen am 15. September 2013
  4. Drangedal Bilruter AS auf drangedal-bilruter.no (norwegisch), abgerufen am 15. September 2013